CH193311A - Spulmaschine mit Treibtrommelantrieb der Wickelspule. - Google Patents
Spulmaschine mit Treibtrommelantrieb der Wickelspule.Info
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Description
Spulmaschine mit Treibtrommelantrieb der Wickelspule. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Spulmaschine, bei welcher die Wik- kelspule durch eine Treibtrommel angetrie ben ist.
Die bekannten Spulmaschinen dieser Art haben den Nachteil, dass feine Fäden, ins- besondere feine Kunstseidenfäden beim An lauf der Maschine leicht abreissen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die auf ,der An triebswelle festangeordnete Treibtrommel und somit die Wickelspule beim Anlaufen schnell auf die volle Drehzahl gelangen, so dass der Faden im Augenblick des Anlaufens eine Be anspruchung erfährt, die bei feinfädiger Ware zum Fadenbruch führt.
Es sind aller dings auch -Spulmaschinen bekannt, bei wel chen die Treibtrommel .so auf der Treibwelle gelagert ist, dass sie zunächst durch die Rei bung der Lagerflächen mitgenommen wird, um dann bei einer bestimmten Drehzahl durch eine Fliehkraftkupplung oder dergl. mit der Treibwelle zwangläufig verbunden zu werden.
Wenn auch hier beim Anlauf nicht eine sofortige ruckartige Mitnahme der Treibtrommel durch die Welle herbeigeführt wird, wie dieses bei andern Treibtrommel- spulmaschinen der Fall ist, so ist aber die Mitnahme immer noch zu gross und zu plötz lich, um ganz feine Kunstseidenfäden ge fahrlos verarbeiten zu können. Dieses ist darauf zurückzuführen, dass die Treibtrom- mel bezw. deren Bohrung,die Treibwelle auf .dem ganzen Umfang fest umschliesst.
Für gröbere Fäden ist diese bekannte Maschine immerhin brauchbar, jedoch treten bei feinen Fäden beim Anlauf immer wieder Faden brüche ein. Im übrigen haben diese Spul vorrichtungen noch .den weiteren Nachteil, ,dass .sie im Aufbau umständlich und daher in der Herstellung teuer sind.
Gegenüber dem Vorbekannten unterschei det sich nun die Treibtrommelspulmaschine nach,der Erfindung dadurch; dass die Treib- trommel mit grösserer Bohrung exzentrisch und abhebbar auf der Antriebswelle so ge lagert ist, dass sie von dieser durch rollende Reibung mitgenommen wird. Zweckmässig wird ein Aus- und Kinrückhebel vorgesehen, der unterhalb der Treibtrommel eine Rolle,
ein Tragblech oder dergl. zum Anheben bezw. Niederlassen der Treibtrommel trägt.
Diese Ausführung hat vor allem den Vor teil, dass die Mitnahme .der Treibtrommel nur durch rollende Reibung erfolgt, so dass. jedes ruckartige Anlaufen mit Sicherheit vermie den ist und somit auch die feinfädigste Kunstseide gefahrlos verarbeitet werden kann.
Der Anlauf der Treibtrommel erfolgt nunmehr ganz allmählich und äusserst sanft, so dass ein Abreissen des aufzuwickelnden Fadens nicht mehr eintreten kann. Ein wei terer Vorteil liegt in der äusserst einfachen Ausbildung und Bedienung, wodurch auch eine höhere Betriebssicherheit gewährleistet ist.
Die Zeichnung stellt den Erfindungs gegenstand in einer beispielsweisen Ausfüh- rungsform dar, und zwar zeigt diese die Spulvorrichtung in Seitenansicht.
Die Treibtrommel 1 ist mittels einer ge genüber dem Durchmesser .der Antriebswelle 2 grösseren Bohrung 3 auf der Welle lose ge lagert und wird so nur durch rollende Rei bung mitgenommen. Auf der Treibtrommel 1 liegt die zu wickelnde Spule 4, welcher .der Faden 5 .durch den Fadenführer 6 zu geleitet wird. Zum Stillsetzen und Wieder ansetzen der Treibtrommel 1 ist ein Hebel 7 vorgesehen, welcher um den Punkt 8 schwenkbar ist und unterhalb der Trommel 1 eine Rolle 9 trägt.
Gleichzeitig erhält der Hebel für die Zuführung des Fadens zum Fadenführer einen Überlaufstab 10 oder auch eine Bremse oder dergl. Durch Anheben des Hebels 7 wird die Treibtrommel durch die Rolle 9 von der Antriebswelle 2 abgehoben und stillgesetzt. Gleichzeitig wird aber auch ,der Faden aus dem Bereich des Fadenführers gebracht, so dass dieser in keiner Weise mehr beansprucht wird. Zum Wiederansetzen wird nur der Hebel nach unten geführt bis die Treibtrommel wieder auf der Welle auf liegt und von dieser nun in sanftem Anlauf mitgenommen wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Spulmaschine, insbesondere zum Aufwik- keln feiner Kunstseidefä.den, bei welcher die Wickelspule durch eine Treibtrommel ange trieben ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibtrommel (1) mit grösserer Bohrung ex zentrisch und abhebbar auf der Antriebswelle so gelagert ist,,dass sie von dieser durch rol lende Reibung mitgenommen wird. UNTERANSPRüCHE 1.Spulmaschine nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen Aus- und Ein rückhebel (7), der unterhalb der Treib- trommel eine Rolle (9) zum Anheben bezw. Niederlassen der Treibtrommel trägt 2. Spulmaschine nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen Aus- und Ein rückhebel (7), der unterhalb .der Treib trommel ein Tragblech zum Anheben bezw. Niederlassen der Treibtrommel trägt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE193311X | 1936-02-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH193311A true CH193311A (de) | 1937-10-15 |
Family
ID=5738418
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH193311D CH193311A (de) | 1936-02-25 | 1936-12-02 | Spulmaschine mit Treibtrommelantrieb der Wickelspule. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH193311A (de) |
-
1936
- 1936-12-02 CH CH193311D patent/CH193311A/de unknown
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