CH193353A - Verfahren zur Herstellung wertvoller Polymerisationsprodukte. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wertvoller Polymerisationsprodukte.

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CH193353A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  • Macromolecular Compounds Obtained By Forming Nitrogen-Containing Linkages In General (AREA)

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  Verfahren zur Herstellung wertvoller     Polymerisationsprodukte.       Es ist bereits beschrieben worden, dass  beim Verdampfen wässriger Lösungen von       Xthyleniminen    eine teilweise     Polymerisation     eintritt.  



  Es wurde nun gefunden,     daB'    diese wert  voller'     Polymerisationsprodukte    in vorteil  hafter     Weise    mit ausgezeichneter Ausbeute       erhalten    werden, wenn man die     Polymerisa-          tion    der     Äthylenimine    in Gegenwart von  die     Polymerisation    begünstigenden Stoffen  durchführt. Solche, die     Polymerisation    be  günstigende Stoffe sind zum Beispiel     saure          bezw.    säureabspaltende Mittel, oberflächen  aktive und oxydierende Stoffe.

   Die     Poly-          merisation    kann schon durch längeres  Stehenlassen oder durch     Erhitzen    in Gegen  wart dieser Substanzen herbeigeführt wer  den. Man kann dabei     Verdünnungs-    oder Lö  sungsmittel anwenden. Zweckmässig ist es,  unter Zusatz von anorganischen Salzen, z. B.       Natriumbisulfat    oder anorganischen oder  organischen     Säuren,        z.    B.     Salzsäure,    oder    oberflächenaktiven Stoffen, wie Kieselgel,  Bleicherde, aktive Kohle     etc.,    zu arbeiten.

    In vielen Fällen genügt es schon,     eäure-          abspaltende    Mittel, z. B. Chloramine, in sehr       .geringen    Mengen zuzusetzen.     Man    erhält je  nach den angewandten Reaktionsbedingun  gen farblose, viskose bis wachsartige Pro  dukte. Die     Produkte    von niedrigem     Poly-          meriGiationsgrad        sind    in Wasser lös dich. Als.  Ausgangsstoffe für das vorliegende Verfah  ren eignen sich sowohl das gewöhnliche       Äthylenimin,    also auch dessen Homologen,       sowie    die     Substitutionsprodukte    von Äthylen  iminen.  



  Die     Polymerisationsprodukte    der     Äthy-          lenimine,    die nach :dem beanspruchten Ver  fahren in besonders glatter Weise erhalten  werden können, und :die mit :den ohne Zu  satz von die     Polymerisation        begünstigenden     Stoffen ihrer     Natur    nach übereinstimmen,  können für die verschiedenartigsten Zwecke  Verwendung finden.     Beispielsweise    eignen      sie sich als.

       Egalisiermittel,Imprägniermittel,     zum Veredeln von Kunstseide,     insbesondere          Animalisierung    von Kunstseide, als Zusatz  stoffe in der     Kautschukindustrie,    ferner bei  der Herstellung von     Hi.schpolymerisaten    aus       Acrylsäure    und ihren Derivaten. Die     Poly-          merisation    kann ferner in Gegenwart von  z. B, hochmolekularen Aminen, Einwirkungs  produkten von     Athylenozyd    auf organische  Verbindungen oder     Äthylenoxyddurchge-          führt    werden.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren er  hältlichen Produkte lassen sich auch zusam  men mit andern     Stoffen,    z. B. Türkischrot  ölen,     Sulfonsäuren    von aromatischen     oder          aliphatischen    Verbindungen,     Polymerisations.-          produkten    von     Äthylenoxyd    oder Einwir  kungsprodukten von     Äthylenoxyd    auf or  ganische Verbindungen mit     Oxy-,        Carboxyl-          oder        Aminogruppen        etc.    verwenden.

   Auch  zusammen mit. organischen Lösungsmitteln,  wie     Cyclohexanol,        Cyclohexanon,        Tetrachlor-          kohlenstoff,    Benzin,     Glykoläthern,        Alkylol-          aminen,    oder anorganischen     wSälzen,    z. B. Na  triumphosphaten,     Natriumperborat    und     dergl.,     können .sie in manchen Fällen mit Vorteil be  nutzt werden.

      <I>Beispiel 1:</I>  Eine     10%ige    Lösung von     Äthylenimin,     das noch geringe Mengen     Chloräthylamin     enthält,     wird    etwa. 12     Stunden    lang bei ge  wöhnlicher Temperatur     stehen    gelassen, wo  bei     Polymerisation    unter Bildung einer farb  losen viskosen Masse erfolgt. Das erhaltene  Produkt ist in Wasser löslich     und    kann mit       Vorteil    als Zusatz zu Spinnbädern für  Kunstseide Verwendung finden.  



  Anstelle der     wässrigen    Lösung der       Äthylenimine        kann    man auch das wasser  freie Produkt verwenden, wobei eine farb  lose feste Masse     erhalten        wird.    Die     Poly-          merisation    kann durch     Zusatz    von etwa 1       Natriumbisulfat    noch beschleunigt werden.  Es kann zweckmässig sein, Werkstoffe, z. B.

    Zellulose, zuerst mit     monomeren        A-thylen-          iminen    zu tränken und dann erst die     Poly-          merisation    mit     Katalysatoren    vorzunehmen.         Beispiel   <I>2:</I>  In ein Rührgefäss lässt man bei erhöhter  Temperatur, z. B. 50 bis 100   C, Äthylen  imin einfliessen und gibt langsam und gleich  mässig unter Rühren ganz geringe Mengen  30 %     iger    Salzsäure oder gasförmige Salz  säure zu. Unter lebhaftem Aufwallen poly  merisiert sich das     Äthylenimin    zu einer  hochviskosen wasserlöslichen Flüssigkeit.  



       Beipiel   <I>3:</I>       Monomeres.        Phenyläthylenimin    wird in  Wasser suspendiert und unter schwachem  Erwärmen gründlich gerührt. Es bildet sich  ein weisses in Wasser unlösliches pulveriges  Produkt. Die Reaktion kann durch Einleiten  eines Luftstromes oder eines ganz langsamen  Stromes von gasförmigem     Chlorwasserstoff     oder durch Zugabe einer geringen Menge  Salzsäure oder Schwefelsäure beschleunigt  werden.  



  <I>Beispiel</I>  Man rührt     Propyläthylenimin    und leitet  eine sehr geringe Menge     Chlorwa)sserstoffgas     ein. Man     erwärmt    auf etwa<B>80'</B> C und stei  gert die Temperatur allmählich zum Siede  punkt, wobei man     fortlaufend        weiteres    mono  meres     Propyläthylenimin    zugibt.

   Es bildet  sich ein hochviskoses     Polymerisationspro-          dukt,    das mit     Vorteil    als     Zusatz    zu Spinn  massen bei der Herstellung     künstlicher    Fa  sern oder zur     Veredlung    von     Fasermateria-          lien    aller Art     Verwendung    finden kann.  



       Beispiel   <I>5:</I>  Ein Gemisch von 99,9 bis 99,5 %     Cyclo-          hexyläthylenimin    und 0,1 bis 0,5% Chlor  äthylamin (oder seinem Chlorhydrat) wird  auf etwa<B>100'</B> C     erwärmt.    Es entsteht eine  wachsartige, in Wasser unlösliche Masse.  



  An Stelle von     Cyclohexyläthylenimin     kann man auch     Butylenimin    verwenden.       ,Beispiel   <I>6:</I>       Monomeres        Äthylenimin    wird     unter     Druck mit     Äthanolaminschwefelsäureester          erwärmt.    Man erhält ein zähes,     kautschuk-          artiges        Polymerisationsprodukt,    das sich fü<B>r</B>      die Herstellung von Kunstmassen eignet.

    Führt man die     Polymerisation    in Gegenwart  anderer     polymerisierbarer    Stoffe aus, so  kann man     wertvolle        Mischpolymerisate    er  halten.  



  An Stelle des     monomeren        Äthylenimins     kann man auch wasserlösliches polymeres       Xthylenimin    verwenden, das durch     Poly-          meri,zation    unter gelinden Bedingungen,  nämlich durch kurze polymerisierende Be  handlung bei     verhältnismässig    tiefer Tem  peratur     und    in Abwesenheit grösserer Men  gen Katalysatoren gewonnen wurde.  



  <I>Beispiel 7:</I>  Man suspendiert     Phenyläthylenimin    in  Wasser und .setzt 1 % oder weniger Wasser  stoffsuperoxyd zu. Beim Erwärmen der       :Masse    unter Rühren entsteht ein farbloses in  organischen     Lösungsmitteln    praktisch unlös  liches Produkt.  



  Die     Polymerisation    kann in Gegenwart  von     Faserstoffen    aller Art ausgeführt wer  den. Das     Polymerisationsprodukt    kann in       emulgierter    Form zur     Behandlung    natür-         licher    oder künstlicher Fasern Verwendung  finden. Es kann auch     als    Zusatz zu Spinn  bädern     bei    der Herstellung von Kunstfasern  benutzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von wertvollen Polymerisationsprodukten durch Polymeri- sierung von Äthyleniminen, dadurch gekenn zeichnet, dass man in Anwesenheit von die Polymerisation begünstigenden Stoffen ar beitet. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Poly- merisation in Gegenwart von andern or ganischen Verbindungen vornimmt. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als ,die Polymerisation begünstigende Stoffe Säu ren bezw. säureabspaltende Stoffe ver wendet.
CH193353D 1935-05-10 1936-04-22 Verfahren zur Herstellung wertvoller Polymerisationsprodukte. CH193353A (de)

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