CH193400A - Verfahren zur Herstellung von Magnesium und Aluminium enthaltenden Legierungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Magnesium und Aluminium enthaltenden Legierungen.

Info

Publication number
CH193400A
CH193400A CH193400DA CH193400A CH 193400 A CH193400 A CH 193400A CH 193400D A CH193400D A CH 193400DA CH 193400 A CH193400 A CH 193400A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
magnesium
aluminum
alloys
alloy
production
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Prohl Fa Briske
Luschenowsky Alexander
Original Assignee
Briske & Prohl Fa
Luschenowsky Alexander
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Briske & Prohl Fa, Luschenowsky Alexander filed Critical Briske & Prohl Fa
Publication of CH193400A publication Critical patent/CH193400A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C23/00Alloys based on magnesium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description


      'Verfahren    zur Herstellung von Magnesium und Aluminium  enthaltenden Legierungen.    Die Eigenschaften von Magnesium und  Aluminium enthaltenden Legierungen sind in  starkem Masse davon abhängig, ob die Legie  rungen von schädlichen Verbindungen, sowie  von Einschlüssen von     Flussmittelresten    frei  sind. Sobald chemische Verbindungen wie  zum Beispiel     Magnesiumoxyd,        -nitrid,        -chlo-          rid    gegenwärtig sind, weisen nie Legierungen  vor allem nicht den angestrebten Grad von       Korrosionsbeständigkeit    auf. Von gleicher.  Irrsachen sind auch die mechanischen Eigen  schaften dieser     Legierungen    abhängig.

   Ein  schlüsse von     Flussmittelresten    führen zu  ihrem     Zerfall.     



  Die Eigenschaften der     Legierungen    mit  überwiegendem Aluminiumgehalt sind in  starkem Masse davon abhängig, ob die Legie  rungen hauptsächlich aus Mischkristallen be  stehen. Aus dem     Zustaadsidiagramm    von  Grube (s.     K.        Bornemann    "Binäre     Metall-          Legierungen",    Teil     II,    Tafel 9,     F'ig.    78 und  Seite 58, Kapitel 78, Verlag von     Wilh.       Knapp, Halle a.

       d.    Saale, 1912) für Mag  nesium-Aluminium geht hervor, dass die Bil  dung von     a-Kristallen    ohne gleichzeitige Ent  stehung von schädlichen Verbindungen nur  dann     gewährleistet    ist, wenn der Anteil     voll     Aluminium den des Magnesiums übersteigt       bezw.diesem    etwa gleich bleibt.  



  Nun ist einerseits bekannt, Magnesium  oder     Magnesiumlegierungen    wegen der Af  finität des Magnesiums zu den Bestandteilen  der     Atmosphäre    einem     Reinigungsverfahren     zu unterwerfen. Anderseits ist zufolge der  Erkenntnis,     dass    nichtmetallische     Verunreini-          gungen,    insbesondere aber     chloridhaltiges          Magnesium    schon     bei    bloss spurenweisen Vor  kommen     Angriffsstellen    für korrodierende  Medien bieten, schon     vorgeschlagen    worden,

    das Legieren des     Magnesiums    mit Alumi  nium unter solchen     Bedingungen    vorzuneh  men, die eine restlose Entfernung     etwa    vor  handener     nichtmetallischer        Verunreinigungen     der beiden Metalle, sowie die Verhütung der      Neubildung solcher     Verunreinigungen    beim  Legierungsprozesse gewährleisten.  



  Die bisher bekannten Herstellungsverfah  ren für     Aluminium-Magnesium-Legierungen     erfüllen aber die dargelegten Forderungen  nicht oder nicht in genügendem Masse. Ent  weder     enthalten    die nach ihnen     hergestellten     Legierungen auch schädliche chemische Ver  bindungen, oder sie sind von     Flussmittel-          resten    nicht frei, oder sie weisen beide Män  gel auf.

   Bisher wird immer nur     festes    Mag  nesium in flüssigem Aluminium aufgelöst  und ;dadurch muss an oder nahe der Ober  fläche :des langsam     schmelzenden    Magnesiums  der Anteil der Legierung an     Magnesium     höher werden, so dass sich örtlich andere und  daher ungünstige Mischungsverhältnisse er  geben.     Anderseits    war man bisher auf dieses  Legierungsverfahren angewiesen, weil sich  .das Magnesium allein, selbst das handels  übliche, technisch reine Magnesium, wegen  seiner grossen Brennbarkeit ohne     r'lussmittel     praktisch nicht verschmelzen und vergiessen  liess.

   In fester Form lässt sich Magnesium  in schmelzflüssiges Aluminium bekanntlich  auch ohne Heranziehung eines     Flussmittels     gefahrlos eintragen. Bei Benutzung eines       Flussmittels    kann aber nicht vermieden wer  den, dass Teilchen des     Flussmittels    in die Le  gierung belangen und dort schädliche, zur       Zersetzung    der     Legierung    führende Ein  schlüsse     bilden.     



  Das den Gegenstand der Erfindung bil  dende Verfahren ist von den beschriebenen  Nachteilen     frei    und bietet sowohl hinsicht  lich seiner     Durchführung,    als auch hinsicht  lich der Eigenschaften seines Endproduktes  dem Bekannten gegenüber wesentliche Vor  teile.  



       Unter    Heranziehung des Vorschlages der  Verwendung eines von Verunreinigungen  freien Magnesiums wird erfindungsgemäss zur       Herstellung    von     Magnesium    und Aluminium  enthaltenden korrosionsfesten Legierungen  das Magnesium vor dem     Einlegieren    ohne       Flussmittel    geschmolzen und im schmelz  flüssigen     =        Zustande        einer        Aluminium    enthal  tenden Schmelze,

       -die    etwa auch andere Legie-         rungskomponenten    enthalten kann und zweck  mässig gleichfalls ohne     Flussmittel    erschmol  zen worden ist, unter innigem Rühren zu  g     o        esetzt.        Hierbei        tritt        eine        heftige        egother-          mische        Reaktion    auf.

   Durch das innige Rüh  ren kann ein unerwünschtes Überwiegen :des  Magnesiums in Anteilen -des Schmelzgutes  vermieden werden.     Darnach    kann .der  Schmelztiegel mit einem Deckel geschlossen  und     etwa    15 bis 20 Minuten stehen gelassen  werden. Hierbei sinken schwerere Verunrei  nigungen auf den Boden des Tiegels herab  und es bildet sich auf der Oberfläche der  Schmelze eine schwimmende dünne schaum  artige Schicht, die     Magnesiumverbindungen     enthält. Diese Schicht kann leicht abgenom  men werden, wonach die     Legierung    ausge  gossen werden kann. Die     erstarrte    Legie  rung ist weitgehend frei von     unerwünschten     chemischen Verbindungen.

   Natürlich enthält  sie gegenüber     bekannten    Legierungen keine  Einschlüsse von     Flussmittelresten.     



  Dieses erfindungsgemässe Verfahren kann  auch ohne Schutz durch     inerte    Gase durch  geführt werden. Notwendig ist, dass ein Mag  nesium     Verwendung    findet, dessen Brennbar  keit durch ein geeignetes     Reinigungs-        bezw.          Herstellungsverfahren    stark herabgemindert  ist. Ein solches Magnesium kann auch auf       thermisch-chemischem    Wege     erzeugt    werden.

    Mit einem auf     elektrolytischem    Wege     herge-          stellten    Magnesium kann das erfindungs  gemässe Verfahren     durchgeführt    werden,  wenn dieses Magnesium einem .geeigneten       Raffinierungsprozess    unterworfen worden ist.  



  Ein von     Verunreinigungen        befreites,    auch  als     Ausgangsmaterial    für das erfindungs  gemässe Verfahren sehr geeignetes     Magne-          sium    erhält man nach dem Verfahren der       schweiz.    Patentschrift Nr. 193129.  



  Wie bereits erwähnt, sind für .die Bil  dung von Mischkristallen gewisse Mischungs  verhältnisse von Bedeutung. Deshalb ist es  auch bei der Herstellung von     Magnesium-          Aluminiumlegierungen    gemäss der Erfindung  zweckmässig, zunächst eine     Vorlegierung    zu  bereiten und sie dann     zum    Herstellender be  absichtigten Legierung mit überwiegendem      Aluminiumgehalt oder mit überwiegendem       Magnesiumgehalt    zu verwenden. Sie wird  dem Aluminium     bezw.    dem Magnesium in  Mengen zugesetzt, :die der gewünschten Zu  sammensetzung der     fertigen    Legierung ent  sprechen.

   Auch diese     Endlegierungen    blei  ben von schädlichen Verbindungen     praktisch     frei.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren bietet  dem Bekannten gegenüber .die folgenden we  sentlichen Vorzüge:  Die von schädlichen Verbindungen, vor  allem die von     Magnesiumaluminiden    fast  freien und keine     Flussmittelreste    enthaltenden       Endlegierungen    zeichnen sich durch wesent  lich     erhöhte    Korrosionsbeständigkeit und  auch     verbesserte    mechanische     Eigenschaften     aus ;

   sie besitzen eine ausserordentlich gün  stige Bearbeitungsfähigkeit, dabei eine grö  ssere Zugfestigkeit sowie eine höhere Streck  grenze und insbesondere eine bis 50 % höhere       Dehnung    als die aus den gleichen Ausgangs  materialien nach dem bekannten Verfahren  hergestellten Legierungen. Bei Fehlen von  schädlichen     Magnesium-Aluminium-Verbin-          dungen    weisen sie weiters in geschmolzenem  Zustande eine Dünnflüssigkeit auf, die das  Vergiessen der Legierungen erleichtert. Auch  ihre     Schmiedbarkeit    wird erhöht und sie zei  gen eine ausgezeichnete Eignung, z. B. zur  Herstellung von Knetlegierungen.  



       tTm    die Bildung von     a-Kristallen    zu be  günstigen, können bei der     Herstellung    von  Legierungen gemäss der Erfindung     42.-54     Magnesium mit Aluminium als     Rest    ver  schmolzen werden. Die Legierung kann       zweckmässigerweise    zum Beispiel     45%    Mag  nesium und     55/'o'    Aluminium enthalten. Sol  che Legierungen können als     Vorlegierungen     dienen.

   Es kann dabei     wie    folgt vorgegangen  werden: 42 bis 54 Teile Magnesium werden  ohne     Flussmittel    geschmolzen und im ge  schmolzenen Zustande 5!8 bis 46 Teilen von  geschmolzenem Aluminium unter innigem  Rühren zugesetzt, worauf die so erhaltene,  verfestigte     Vorlegierung    in einer für die Her-         stellung    der Endlegierung notwendigen  Menge flüssigen     Metallas    aufgelöst wird.  



  Soll die     Aluminiumschmelze    auch andere  Legierungskomponenten enthalten, so     können     diese,     wie    bekannt, zunächst in     Aluminium     aufgelöst werden, worauf in der oben be  schriebenen Weise verfahren wird. Ein Ei  sengehalt von 0,2 bis     0"6    % zum     Beispiel    be  wirkt eine     Erhöhung,der    Zugfestigkeit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRVCHE I. Verfahren zur Herstellung von Mag nesium und Aluminium enthaltenden korrosionsfesten Legierungen unter Ver wendung eines von Verunreinigungen freien Magnesiums, dadurch ,gekennzeich net, dass das Magnesium vor dem Ein legieren ohne Flussmittel geschmolzen und im geschmolzenen Zustande einer Aluminium enthaltenden Schmelze unter innigem Rühren zugesetzt wird.
    II. Gemäss dem Verfahren nach Patentan spruch I hergestellte Legierung, dadurch gekennzeichnet, dass sie 42 bis 5,A,% Mag nesium und Aluminium als Rest enthält. UNTERANSPRtrCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch .gekennzeichnet, dass 42 bis 54 Teile Magnesium ohne Flussmittel ge schmolzen und im geschmolzenen Zustand 58 bis 46 Teilen von geschmolzenem Alu minium unter innigem Rühren zugesetzt werden, worauf die so erhaltene, ver festigte Vorlegierung in einer füx die Herstellung der Endlegierung notwen digen Menge flüssigen Metallas aufgelöst wird. 2. Legierung nach Patentanspruch II, da ,durch gekennzeichnet, dass sie aus zirka 45 % Magnesium und zirka 55 % Alu minium besteht.
CH193400D 1936-06-06 1936-06-06 Verfahren zur Herstellung von Magnesium und Aluminium enthaltenden Legierungen. CH193400A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH193400T 1936-06-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH193400A true CH193400A (de) 1937-10-15

Family

ID=4438839

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH193400D CH193400A (de) 1936-06-06 1936-06-06 Verfahren zur Herstellung von Magnesium und Aluminium enthaltenden Legierungen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH193400A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3210700C2 (de)
DD201700A5 (de) Verfahren zur beimengung von magnesium zu geschmolzenem eisen als grundmetall
DE600555C (de) Verfahren zum elektrolytischen Raffinieren von Aluminium
AT160440B (de) Vergütbare Magnesiumlegierung mit Gehalten an Aluminium und Wismut.
CH193400A (de) Verfahren zur Herstellung von Magnesium und Aluminium enthaltenden Legierungen.
AT160478B (de) Verfahren zur Herstellung von Legierungen des Magnesiums und Aluminiums.
DE3304596C2 (de) Verfahren zum Verarbeiten von Aluminiumschrott
DE1201562C2 (de) Verfahren zur herstellung von porenarmen, warmrissunempfindlichen druckfussteilen aus almgsi-legierungen
CH211147A (de) Magnesiumlegierung.
DE631985C (de) Legierung fuer Gegenstaende, die sowohl gute Verarbeitbarkeit als auch hohe Hitzebestaendigkeit besitzen muessen
DE2845917A1 (de) Verwendung grauer gusseisenlegierungen zur herstellung von kesseln fuer siedende konzentrierte schwefelsaeure
AT404844B (de) Druckgusslegierung
DE886077C (de) Verfahren zur Abtrennung von Eisen aus eisenhaltigen Aluminium-Legierungen
DE155908C (de)
AT131586B (de) Verfahren zur Verbesserung von Aluminium bzw. von Aluminiumlegeirungen und aluminiumhaltigen Legierungen.
DE542054C (de) Verbesserung der Korrosionsbestaendigkeit von Magnesium und Magnesiumlegierungen
AT138957B (de) Magnesiumlegierung.
AT224672B (de) Verfahren zur Herstellung legierter oder unlegierter, einschlußarmer Feinkornstähle
CH496096A (de) Verfahren zur Herstellung von Stählen mit verbesserter Zerspanbarkeit
AT105795B (de) Verfahren zur Veredelung von Eisen-Aluminium-Kupfer-Legierungen.
AT147775B (de) Kupferlegierungen.
DE344645C (de) Verfahren zur Veredelung von Kupfer-Zink-Legierungen
CH280892A (de) Aluminiumlegierung.
AT141850B (de) Verfahren zur Veredelung von Aluminiumlegierungen.
DE931735C (de) Verfahren zur Verbesserung der Festigkeitseigenschaften von berylliumhaltigen Magnesiumlegierungen