CH193645A - Verfahren zur Herstellung von farbigen Vervielfältigungen auf hartem Material auf photomechanischem Wege. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von farbigen Vervielfältigungen auf hartem Material auf photomechanischem Wege.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von farbigen Vervielfältigungen auf hartem Material auf photomechanischem Wege. Es ist bekannt, auf Gegenständen aus hartem Material, z. B. auf Glas-, Zellon- oder Metallplatten, auf photomechanischem Wege ein- oder mehrfarbige Bilder oder Be schriftungen zu erzeugen, indem zuerst auf die Platte eine lichtempfindliche Schicht auf getragen, diese hierauf durch ein das zu kopierende Original enthaltendes Raster negativ belichtet, nun die betreffende Farbe aufgebracht und sodann das auf diese Weise behandelte Material im Wasser aufentwickelt wird,
wobei die Farbe nur an den belichteten Stellen haften bleibt und an allen andern Stellen samt der lichtempfindlichen Schicht von der Platte abgewischt wird. Die be kannten Verfahren dieser Art sind zeitrau bend, weil die Farben nur langsam auf der lichtempfindlichen Schicht trocknen und die Konturen fallen oft nicht hinreichend scharf aus, so dass die Vervielfältigungen einen ver waschenen Eindruck machen. Ausserdem kommt es häufig vor, dass sich die Farben beim Entwickeln im Wasser oder bei der Behandlung mit dem Wattebausch verwischen.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von farbigen Ver vielfältigungen auf hartem Material auf photo mechanischem Wege., welches die geschilder ten Nachteile vermeidet. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass eine auf hartem Material befindliche, lichtemfindliche Schicht, der vor dem Auftragen auf das Material eine Alaunlösung zugesetzt wurde, belichtet und auf die belichtete Schicht ein Gemisch eines Erdfarbpulvers mit einem aus Druck firnis, einem Mehrfachen seiner Menge an Benzin und ausserdem etwas Lavendelöl be stehenden Bindemittel aufgespritzt wird.
Unter Erdfarben werden die unter dieser Bezeichnung im Handel erhältlichen Farben verstanden (siehe beispielsweise das Werk "Erdfarbenfabrikation" von Dr. J. und Dr. W. Bersch, Verlag A. Hartlebens).
Vorzugsweise werden je 100 Teile Erd- Farbpulver mit etwa 10 Teilen Druckfirnis, 30 Teilen Benzin und 2 Teilen Lavendelöl vermischt. Die Verwendung von Benzin ge währt den Vorteil, dass sich dieses Mittel nach dem Aufbringen der Farbe rasch ver flüchtigt, so dass die Farbe sehr rasch trock net. Durch die Beigabe des Druckfirnisses wird erzielt, dass die Erdfarbpulver auf der belichteten Schicht gut haften. Der Zusatz des Lavendelöls verfolgt den Zweck, eine konsistente, homogene und gut spritzfähige Masse zu erhalten.
Als lichtempfindliche Schicht kann irgend eine der bei den bisherigen Verfahren ver wendeten Schichten benützt werden, z. B. eine Chromateiweissschicht. Durch den Zu satz einer etwa 15 o/oigen Alaunlösung wird der Vorteil erzielt, dass die Farben wesent lich rascher trocknen als bisher. Die rasche Trocknung wird somit beim Erfindungsgegen- stand durch zwei Mittel herbeigeführt, und zwar durch einen Zusatz von Alaun zur lichtempfindlichen Schicht und durch einen Zusatz von Benzin zu den Erdfarbpulvern.
Die Herstellung mehrfarbiger Verviel fältigungen kann in der bei der Herstellung von mehrfarbigen Glastafeln bekannten Weise mittels Schablonen erfolgen, indem auf die belichtete Schicht mit einer Schablone zuerst die eine Farbe aufgespritzt wird, hierauf mit einer zweiten, entsprechend ausgebildeten und die vorher aufgespritzte Farbe abdeckenden Schablone die zweite Farbe usf. Sodann wird die Platte im Wasser aufentwickelt, so dass das gewünschte Bild in den ent sprechenden Farben entsteht. Zu diesem Be- hufe ist somit nur ein Arbeitsgang beim Kopieren notwendig.
Nach dem Aufbringen der verschiedenen Farben kann die Oberfläche in an sich be kannter Weise mit Federweiss eingestäubt werden. Hierdurch wird erreicht, dass die überschüssigen Farbpartikel, d. h. jene Farb- teile, die nicht ankopiert wurden, beim Ent wickeln auf den andern Farben nicht haften bleiben.
Gemäss dem neuen Verfahren hergestellte Kopien können als Reklameschilder, Firmen- oder Leistungstafeln, Skalen, insbesondere Radioskalen, an die hinsichtlich Schärfe der Konturen besonders strenge Bedingungen ge stellt werden, Uhrgläser, Reklamespiegel oder sonstige Reklametafeln, durchscheinende Be schriftungen an Spiegeln, Transparenten etc. Verwendung finden, und zwar kann das Ver fahren auf beliebigem hartem Material, wie Glas, Metall, Zellon und dergleichen aus geführt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von farbigen Vervielfältigungen auf hartem Material auf photomechanischem Wege, dadurch gekenn zeichnet, dass eine auf hartem Material be findliche, lichtempfindliche Schicht, der vor dem Auftragen auf das Material eine.A.laun- lösung zugesetzt wurde, belichtet und auf die belichtete Schicht ein Gemisch eines Erd- farbpulvers mit einem aus Druckfirnis, einem mehrfachen seiner Menge an Benzin und ausserdem etwas Lavendelöl bestehenden Bindemittel aufgespritzt wird. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch aus l(0 Teilen Erdfarbpulver mit einem aus etwa 10 Teilen Druckfirnis, 30 Teilen Benzin und 2 Teilen Lavendelöl bestehenden Bindemittel verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Farben mit tels Schablonen in einem Arbeitsgange aufgespritzt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche nach Aufbringen der Farben mit Federweiss eingestäubt wird.
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|---|---|---|---|
| CH193645D CH193645A (de) | 1936-02-13 | 1937-02-08 | Verfahren zur Herstellung von farbigen Vervielfältigungen auf hartem Material auf photomechanischem Wege. |
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