CH193688A - Tauchmasse zum Härten von unlegierten oder legierten Stählen mit niedrigem Kohlenstoffgehalt. - Google Patents
Tauchmasse zum Härten von unlegierten oder legierten Stählen mit niedrigem Kohlenstoffgehalt.Info
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Description
Tauchmasse zum Härten von unlegierten oder legierten Stählen mit niedrigem Kohlenstoffgehalt. Es ist bekannt, Werkzeuge aus Eisen und Stahl vor der eigentlichen Härtebehandlung in bis auf<B>900'C</B> erhitztem Zustande, zwecks Erzielung höherer Härte bei verhältnismässig grosser Zähigkeit, der Einwirkung eines mehr oder weniger flüssigen Tauchbades auszu setzen, das aus pulverigen festen Stoffen, wie beispielsweise Kohlenstaub und gemahlenem Schiefer, besteht,
die mittels Wasser oder 01 angerührt sind. Vordem Eintauchen in dieses Mittel, das auch noch Blutlaugensalze zu gemischt erhält, soll das auf 600 bis<B>700'C</B> erhitzte und zu härtende Werkzeug noch mit Blutlaugensalz bestreut werden.
Abgesehen von der durch die Verwendung von Blut laugensalz zu erwartenden Härtewirkung, die erfahrungsgemäss verhältnismässig geringen Grades ist, kann bei Anwendung dieses Tauchmittels -die Einwirkung der Einzel stoffe auf das erhitzte Werkzeug aus folgen den Gründen nur eine geringe sein.
Die Erscheinung, dass feste und pulverige Stoffe, wie beispielsweise Schiefermehl, in einer Flüssigkeit, wie beispielsweise 01, zu Boden sinken, hat zur Folge, dass -das zu be handelnde Werkzeug der Einwirkung der am Boden des Tauchmittelgefässes lagernden Sinkstoffe entzogen bleibt,
da es inzwischen während. des Eintauchens in .die Tiber den festen Stoffen stehende Flüssigkeit erkaltet. Die Flüssigkeit, Wasser oder 01, hat in dem Falle eines hohen Beimischungsgrades keine andere Wirkung auf :das erhitzte Eisen als die bekannte mehr oder weniger starke, Ab schreckwirkung.
Ist der Beimischungagrad von. 01 aber beispielsweise so .gering, dass das Tauchmittel zu einer mehr oder weniger trockenen Masse wird, so besteht der Nachteil, dass nur eine verhältnismässig kleine Menge 01 ,gebunden werden kann, .das noch dazu schnell ver brennt.
Diese bekannte Tauchmasse hat ausser dem Nachteil teurer Herstellung den der geringen Einwirkungsmöglichkeit auf erhitztes Eisen. :
Soweit Öl in einer mit festen pulverigen Stoffen versetzten Tauchmasse überhaupt bei bekannten 'Tauchverfahren vor kommt, kommt .ihm keine andere Bedeutung und. Wirkung zu, wie diejenige, die es als mildes Abschreckmittel beim Härten von Werkstücken aus Essen und iStahl hat.
Soweit aber .dem Öl auch .Bedeutung als Kohlenstoff enthaltendes Einsatz- und Kohlungsmittel zukommen würde, so kann dieses bei be kannten Tauchmassen infolge der Beschaf- fenheit,der festen und pulverigen Stoffe nicht zur Auswirkung ,gelangen, weil es einerseits nicht in ausreichender Menge und auch anderseits nicht innig .genug an :
diese gebun den werden kann. Daher ist es bei bekannten Tauchmassen nicht möglich, auch an sich besser wirksame Einsatzmittel flüssiger Art, wie beispielsweise nitrierte Öle, Anilinöl und auch Harnstoff enthaltende Flüssigkeiten wirksam zu machen und zu verwenden.
Gegenstand der Erfindung ist eine Tauch masse zum Härten von legierten und ur- legierten Stählen mit niedrigem Kohlenstoff gehalt, bei der die genannten Nachteile :da durch vermieden werden, dass .die Masse feste, pulverige Stoffe von poriger Beschaffenheit und Flüssigkeit aufsaugender Wirkung auf weist, welche Stoffe mit als Kohlungsmittel wirkenden Flüssigkeiten getränkt sind.
Die Härtung der zu behandelnden wei chen Stähle kann mittels der erfindungs gemässen Tauchmasse in Verbindung mit zweckmässiger Wärmebehandlung in folgen der Weise erreicht werden:
Der zu behandelnde unlegierte oder legierte Stahl mit .niedrigem Kohlenstoff gehalt wird auf 850 bis<B>950'C</B> erhitzt und in eine teigige Masse eingetaucht, :die aus einer als Kohlungsmittel wirkenden Flüssig keit und einem festen pulverigen Stoff von poriger Beschaffenheit un.d Flüssigkeit auf saugender Wirkung besteht.
Als Kohlungsmittel wirkende Flüssigkeit können kohlenstoffhaltige Öle, Anilinöl oder Harnstoff enthaltende Lösungen verwendet werden.
Als feste pulverige Stoffe von poriger Be schaffenheit und Flüssigkeit aufsaugender Wirkung dienen vorzugsweise Kiesellgur oder Bisquitporzellan.
Der Stahl wird :dann nacheinigen Minu ten und nach .dem Erkalten aus der Tauch masse herausgenommen, auf die .gewünschte Härtetemperatur erhitzt und abgeschreckt.
Die Wirkung der Anwendung der erfin dungsgemässen Tauchmasse ist in einer nach der 'Schlusshärtung erkennbaren, gegenüber .dem Ausgangsstoff erhöhten Härte und Zähigkeit feststellbar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Tauchmasse zum Härten von urlegierten oder legierten Stählen mit niedrigem Kohlen stoffgehalt, dadurch .gekennzeichnet, :dass sie feste, pulverige,Stoffe von poriger Beschaf fenheit und Flüssigkeit aufsaugender Wir kung aufweist, welche Stoffe mit als Koh- lungsmittel wirkenden Flüssigkeiten ;getränkt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE193688X | 1935-05-28 |
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| CH193688A true CH193688A (de) | 1937-10-31 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH193688D CH193688A (de) | 1935-05-28 | 1936-05-09 | Tauchmasse zum Härten von unlegierten oder legierten Stählen mit niedrigem Kohlenstoffgehalt. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH193688A (de) |
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1936
- 1936-05-09 CH CH193688D patent/CH193688A/de unknown
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