CH193717A - Verdichter für Luft oder sonstige Gase. - Google Patents
Verdichter für Luft oder sonstige Gase.Info
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Description
Verdichter für Luft oder sonstige Gase. Die Erfindung bezieht sich auf Verdich ter für Luft oder sonstige Gase mit wenig stens einem Paar übereinander angeordneter Zylinder mit übereinander angeordneten Kol ben.
Beiden bekannten zweistufigen Verdich tern ist erforderlich, bei jedem Paar von Nieder- und Hochdruckzylindern wenigstens vier Ventile, nämlich zwei Ansaugventile und zwei Auslassventile, vorzusehen. Diese Ventile können entweder federbelastete Ring ventile oder Schnüffelventile sein. Derartige Ventile sind niemals ganz störungsfrei; so wohl .die Niederdruck- als auch die Hoch druckventile benötigen einen beträchtlichen schädlichen Raum, wodurch der volumetri- sche Effekt des Verdichters eine Verringe rung erfährt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Vermeidung dieses Nachteils und besteht darin, dass der Niederdruckzylin.der mit einem einzigen im Betrieb achsial hin- und herbewegten Hülsenventil mit Einlass- und Auslassöffnungen und der Hochdruckzylinder mit Einlassöffnungen in der Zylinderwand und einem selbsttätigen Auslassventil im Zylinderdeckel versehen ist.
Eine beispielsweise Ausführungsform eines Luft- oder Gasverdichters .gemäss vor liegender Erfindung zeigt die Zeichnung in einem teilweise abgebrochenen senkrechten Schnitt. Der Verdichter besitzt .zwei von den äussern Wänden<I>a</I> und<I>b</I> und der gemein samen Mittelwand c gebildete Hauptzylin der. In diesen zwei Zylindern sind Einsätze d und e vorhanden.
Die untern Enden -der beiden Zylinder bilden mit ihren Einsätzen die Niederdruekzylinder f und g. Die Hoch druckzylinder h und i oberhalb der Nieder druckzylinder f und g werden durch einen schweren Deckel k gebildet. :durch den eine Verbindung mit den Hauptzylindern und den Einsätzen d, e hergestellt ist.
Die Nie- derdruckkolben l und m tragen an ihrer Oberseite Fortsätze, die als Hochdruckkolben n und o :dienen.
Die Hülsenventile p und q sind zwischen den: Niederdruckkolben Z und m und den Niedendruckzylindern f und y angeordnet und werden in üblicher Weise mit Hilfe von Exzentern durch die Kurbelwelle hin- und herbewegt.
Die Kurbeln der Kurbelwelle, die zu den Kolben<I>l</I> und<I>na</I> gehören, sind um 180 gegeneinander versetzt angeordnet, so dass, sioh.die Kolben<I>l</I> und<I>m</I> am untern Ende ihres Hubes. befinden, wenn die Kolben m und o am obern Ende ihres Hubes angelangt sind.
Die Ilaupteinlass.öffnungenr, r' für das Gas oder die Luft in den Zylindereinsätzen d, e stehen mit den Ringkanälen s in den Zylin derwänden a, b, c in Verbindung, die ihrer seits mit der Atmosphäre in Verbindung ste hen. Die Einlassöffnungen <I>r, r'</I> arbeiten mit ,den Einlassöffnungen <I>t, t'</I> der Hülsenventile <I>p</I> und <I>q</I> zusammen.
Die Auslassöffnvngen z.4, u' in den Hül senventilen p und q sind so angeordnet, dass sie mit .den untern Kanten der schrägen Übergangsflächen<I>v,</I> v' zusammenarbeiten. Die Auslassöffnungen ic, u' führen alsdann in die untern. Ringkanäle w, w', die sich zwischen den Einsätzen d, e und den Wän den der Hochdruckzylinder<I>h</I> und<I>i</I> befinden.
Einlassöffnungen <I>x, x'</I> führen von ähnlich geformten obern Ringkanälen<I>y, y'</I> in die Hochdruckzylinder la und i.
Der untere Ringkanal w auf der einen Seite steht mit dem obern Ringkanal y' auf der andern Seite der Maschine durch die Rohrschlange z (in strichpunktierten Linien dargestellt) in Verbindung. Diese Rohr schlange führt durch den Wasserraum 2.
In gleicher Weise steht der untere Ringkanal w' auf dieser Seite der Maschine mit dem obern Ringkanal y oberhalb :des Ringkanals w' und auf :derselben ,Seite der Maschine wie dieser mittels der Rohrschlange z' (in ausgezogenen Linien dargestellt) in Verbindung. Auch diese Rohrschlange führt durch den Wasser- rauen 2.
Die Auslassrventile, von denen; eines bei 3. dargestellt ist, befinden sieh in Sicher heitsdeckeln 5 und 6, die auf den obern En den der Hoclhdruckzylinder <I>da</I> und <I>i</I> liegen. Die in dem Deckel k befindlichen Wasser kanäle 7 stehen mit dein Wasserraum 2 in Verbindung, wodurch ebenso eine Kühlung des, Arbeitsmediums in den Hochdruckzylin- dern erzielt wird.
Beim Aufwärtshub des Niederdruckkol- bens l und des Hochdruckkolbens n strömt die durch die Öffnungen u und längs der schrägen Übergangsflächen v in den Ring kanal w ausgestossene Niederdruckluft (re spektive Niederdruckgas) durch den Durch lag 8 in die Rohrleitung z, die die Duft (oder das Gas) durch den Durchlass 9 in den Ringkanal<I>y'</I> leitet.
Aus dem Ringkanal <I>y'</I> tritt die gekühlte Niederdruckluft respektive .das Nied:erdruckgas durch die Kanäle x' in ,den Hochdruckzylinder i ein, wenn sich der Kolben o am Ende seines Abwärtshubes be findet. Die Luft wird alsdann bei dem auf wärts gerichteten Hub des Kolbens o ver- dichtet und durch das Auslassventil 3- im Sicherheitsdeckel 6 ausgestessen.
In gleicher Weise laufen die Arbeits gänge bei der Überführung der Niederdruck luft respektive des Niederdruckgases von ,dem Niederdruckzylinder g ab. Die teilweise verdichtete Luft oder das teilweise verdich tete Gas gelangt also von dem Niederdruck zylinder des einen Zylinderpaares in gekühl tem Zustand in den Hochdruckzylinder !des andern Zylinderpaares, wo die weitere Ver dichtung und alsdann :
der Ausstosse stattfin det, und anderseits von dem Niederdruck zylinder des letzteren Zylinderpaares zu dem Hochdruckzylinder :des ersten Zylinderpaa res, wo dann ebenfalls :die Nachverdichtung und schliesslich der Ausstoss stattfindet. Da bei wird durch die Verwendung des :den: Ein lass und den; Auslass:
in der beschriebenen Weise regelnden Hülsenventils und die An ordnung des die Ausstossventile tragenden Sicherheitsdeckels. und schliesslich die wasser gekühlten Hoch- und Niederdruckzylinder ein geringer ,schädlicher Raum und eine sehr leistungsfähige und ruhig arbeitende, reit hoher Geschwindigkeit laufende Maschine erzielt.
Der beschriebene Zweistufenverdichter kann als dreistufiger Verdichter arbeiten, wenn man zusätzliche Einlassventile in den Oberteil der Hochdruckzylinder und/oder der Hochdruckkolben einsetzt, durch die das Arbeitsmedium, das beim Abwärts,-an g der Kolben in dem Kurbelgehäuse verdichtet wurde, geliefert wird, bevor sich .die Kanäle x öffnen, um in den Niederdruckzylindern verdichtetes Arbeitsmedium einzulassen.
Auf diese Weise wird Arbeitsmedium während des ganzen; Abwärtshubes der Kolben den Hochdruckzylindern zugeführt. Das. Kurbel- gehä.use müsste indiesem Fall natürlich mit Einlassventilen versehen sein.
Ein in der oben beschriebenen Weise für dreistufige Verdichtung eingerichteter Ver dichter arbeitet in folgender Weise: Unter atmosphärischem oder Unterdruck stehendes Arbeitsmedium wird durch :die Einlassventile beim Aufwärtshub der Kolben in das Kurbelgehäuse eingesaugt.
Während des .darauf. folgenden Abwärts.ganges der Kolben wird die Luft oder das Gas in dem Kurbelgehäuse auf einen bestimmten, ver hältnismässig niedrigen Druck A verdichtet, und durch die Einlassventile in den Oberteil des oder .der Hochidruckzylinder gebracht Gegen Ende des Abwärtshubes tritt das Arbeitsmedium, welches in den Nieder {lruekzvlindern auf einen Zv"ischendruck B verdichtet wurde, durch die Kanäle x im un tern Teil der Zylinderwand, die von den Hochdruckkolben freigegeben worden sind,
in .die Hochdruckzylinder ein und verdichtet das Arbeitsmedium, das den Zylindern von dem Kurbelgehäuse mit Odem Druck A zuge führt wurde, ohne mechanische Hilfe auf sei nen eigenen Druck B. Beim Aufwärtshub der Hochdruckkolben wind dann das Arbeits medium vom Druck B auf den Enddruck C verdichtet, unter welchem Druck es durch das Auslassventil im Kopf der Hochdruck zylinder ausgestossen wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verdichter für Luft oder sonstige Gase, mit wenigstens einem Paar übereinander an- geordneter Zylinder mit übereinander ange ordneten, abgestuften Kolben, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Niederdruckzylinder mit einem einzigen,im Betrieb achsial hin- und herbewegten Hülsenventil mit Einlass und Auslassöffnungen und der Hochdruck- zylinder mit Einlassöffnungen in der Zylin- derwand und einem selbsttätigen Auslass- ventil im Zylinderdeckel versehen ist.<B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Versdichter nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Mittel zur Kühlung des teilweise verdichteten Arbeitsmediums beim. Übertritt von dem Niederdruck- in ,den Hochdruckzylinder. 2.Verdichter nach Patentanspruch, mit nebeneinander angeordneten Paaren von Nieder- und Hochdruckzylindern, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslässe der Hül senventile der Niederdruckzylinder für ,das teilweise verdichtete Arbeitsmedium derart mit den Hochdruckzylindern in Verbindung stehen,dass das im Nieder- druckzylinder des einen Zylinderpaares verdichtete Arbeitsmedium in den Hoch- druckzylinder des andern Paares und aus dem Niederdruckzylinder dieses letzteren Paares in :den lIochdrtickzy linder des ersten .genannten Paares durch Einlass- öffnungen an den, untern Enden der Hoch- @druckzylinder übertritt, die von den Hoch druckkolben .gegen Ende ihres Abwärts- hubes freigegeben werden. 3.Verdichter nach Unteranspruch 2, gekenn- zeichnet durcheinen ausserhalb,der Zylin der angeordneten Zwischenkühlem, in wel chem das Arbeitsmedium auf dem Wege von den Niederdruck- zu den Hochdruck zylindern gekühlt wird.4. Verdichter nach Unteranspruch 2, gekenn- zeichnetdurch von dem die Zylinder um gebenden Kühlwasser gekühlte Rohrlei- tungen, durch welche das teilweise ver- dichtete Arbeitsmedium von der Nieder druckstufe zur Hochdruckstufe strömt.5. Verdichter nach Unteranspruch 4, :dadurch gekennzeichnet, dass Ringräume, die den Hochdruckzylinder eines Zylinderpaares umgeben, mit Ringräumen, die den Hoch ,druckzylinder :des andern Paares umgeben, durch :das teilweise verdichtete Arbeits- meadium von der Niederdruckstufe des einen Zylinderpaares zur Hochdruckstufe ,des andern Zylinderpaares führende Rohr schlangen in Verbindung stehen, die durch .den Kühlwaeserraum der Maschine füh ren. 6.Verdichter nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, :dass er zwei von Aussen wänden und einer gemeinsamen Mittel- wand gebildete Hauptzylinder mit darin angeordneten Einsätzen aufweist, wobei ,die untern Teile der Hauptzylinder mit :den Einsätzen die Niederdruckzylinder bilden, während die Hochdruckzylinder in :den obern Teilen :der beiden Hauptzylin der durch einen Deckel gebildet werden, :der Waeserkanäle enthält, die mit dem Hauptkühlwasserraum des Verdichters verbunden sind. 7. Verdichter nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch zusätzliche Einlassventsle im obern Teil des Hochdruckzylinders und Verbindungsleitungen zwischen die sen Ventilen und dem Kurbelgehäuse, das geschlossen und mit einem Einlassventil versehen ist. B.Verdichter nach Patentanspruch, gekenn zeichnet :durch .die Anordnung je eines Einlassventils, im Oberteil :der Hochdruck kolben, wobei die Innenseite :des Ventils mit .dem Kurbelgehäuse in Verbindung steht, (das geschlossen und mit einem Ein lassventil versehen ist.
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