Vorrichtung, in welcher strömende Medien zur Durchführung einer isobaren thermo dynamischen Zustandsänderung in Berührung mit Wänden gebracht werden. Die Aufgabe, strömende Medien über grosse Oberflächen zu verteilen, tritt häufig auf, wenn es darauf ankommt, Wärme zwi schen Gasen oder Flüssigkeiten auszutauschen; ferner auch dann, wenn ihnen irgend welche Stoffe entzogen oder zugeführt werden sol len. Bei Klimaanlagen zum Beispiel soll die atmosphärische Luft erwärmt oder gekühlt und häufig ausserdem auf einen bestimmten Feuchtigkeitsgehalt gebracht werden.
In den meisten Fällen hängt die praktische An wendbarkeit solcher Einrichtungen, seien es Klimaanlagen oder andere, von der Möglich keit ab, sie billig und leicht genug herzustel len. Die Erfindung bringt nach dieser Rich tung hin wesentliche Fortschritte und er- möglieht überdies, die Wirksamkeit noch zu erhöhen.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, in welcher strömende Medien zur Durchführung einer isobaren thermo dynamischen Zustandsänderung (Änderung der Temperatur oder der Zusammensetzung der Medien) in Berührung mit Wänden ge bracht werden, welche zur Herbeiführung dieser Zustandsänderung geeignet sind.
Diese Vorrichtung kennzeichnet sich dadurch, dass diese Wände zu einem Paket vereinigt sind, das durch abwechselnde Stapelung von glat ten und mit Erhöhungen bezw. Vertiefungen versehenen Blättern gebildet ist, die sich durch gegenseitige Berührung abstützen und fixieren, so dass das Material für alle oder einen Teil der Blätter lediglich nach Mass gabe seiner Eignung für den Austausch ge wählt werden kann, ohne Rücksicht auf seine. mechanische Festigkeit.
Die Blätter können Bleche, Folien, @Schei- ben, Platten, Membrane oder dergl. aus metallischen oder nichtmetallischen Stoffen (z. B. aus getränktem Filz zur Abgabe von Dämpfen in das durchströmende Medium, oder aus Zellulose zur Absorption von Was ser aus dem durchströmenden Medium, oder Pergament zur Dialyse bezw. Osmose) sein, die geeignet sind, entweder irgend welche Stoffe aufzunehmen, abzugeben oder weiter zu leiten, oder Wärme zu übertragen, oder beide Wirkungen gleichzeitig auszuüben.
Durch derartig aufeinander geschichtete Blätter werden die hindurchströmenden Me dien in zahlreiche Einzelströme aufgeteilt, die an allen Seiten mit dem Stoff, mit dem sie in Wechselwirkung treten sollen, in Be rührung kommen. Durch einen auf den Stapel ausgeübten Druck legen sich die Rän der der Blätter, die noch besonders verstärkt: sein können, gegeneinander, so dass die ein zelnen flachen Kanäle, in denen das Medium strömt, gegen die Umgebung abgedichtet wer den.
Die der einen Gruppe zugehörigen Blät ter können innerhalb des Stapels in gegen seitigem Abstand :gehalten werden :durch an den Rändern entlang laufende Rahmen gebilde, welche aus dichten Teilen und für Medium durchlässigen Teilen bestehen und mit je zwei einanderfolgenden Blättern einer Gruppe Strömungskammern bilden, deren Randabdichtung durch einen auf den Stapel ausgeübten Druck bewirkt wird. Die Rahmen gebilde können wenigstens teilweise mit den in den Kammern eingeschlossenen Blättern der zweiten Gruppe zu einem Stück vereinigt sein. In dieser Weise erspart man besondere Abdichtungsmassnahmen wie Schweissen usw.
und braucht bei der Wahl des Werkstoffes und der Dicke der Blätter auf eine zusätz liche und nachträgliche Bearbeitung der Rän der keine Rücksicht zu nehmen. Beispiels weise kann man metallische Blätter so dünn machen, wie sie nur irgendwie verarbeitet werden können; denn infolge der vielfachen innern Unterstützung jedes Blattes im Paket werden an die Festigkeit des Materials nur sehr geringe Anforderungen gestellt. Die Möglichkeit der Verwendung so dünner Blät ter ist von entscheidendem Vorteil, beispiels weise dann, wenn es auf Material- oder Ge wichtsersparnis wesentlich ankommt, und vor allem dann, wenn Wärme zwischen zwei strömenden Medien ausgetauscht werden soll.
Denn der Wärmeaustausch ist um so voll- kommener, je dünner die Trennwände zwi schen ihnen sind. Die Trennwände können sogar so dünn gemacht werden, dass es auf eine gute Wärmeleitfähigkeit des Materials gar nicht mehr ankommt. Durch Verwendung von Klebestreifen oder Kitt kann die Ab dichtung auch bei dünnen Folien noch ver bessert werden.
Es ist zwar bekannt, strömende Medien zum Zwecke des Wärmeaustausches zwischen parallelen Wänden, die in geringem Abstand voneinander angeordnet sind, hindurchströ- men zu lassen. Diese Wände müssen aber dick genug sein, damit sie genügende Steifig- keit haben, um die geringen Abstände von einander auch einzuhalten. Denn nicht nur ihr eigenes Gewicht, sondern besonders auch die Wirkungen des Wärme- oder Feuchtig keitswechsels führen die Gefahr des Krumm ziehens herbei.
Bei Anlagen, in denen sowohl Wärme als auch Stoff ausgetauscht werden s,011, können diese beiden Funktionen auf die glatten und gewellten oder geprägten Blätter verteilt werden. Will man zum Beispiel atmosphä rische Luft mit Hilfe absorbierender Stoffe trocknen, so muss neben der Aufnahme des 'Wasserdampfes auch für die Abführung der Absorptionswärme gesorgt werden. Man kann zu diesem Zweck die gewellten oder gepräg ten Blätter aus absorbierendem Stoff herstel len und die entstehende Absorptionswärme mit Hilfe der glatten Blätter ableiten.
Man kann aber auch die beiden Funktionen den gewellten oder geprägten Blättern allein oder den glatten Blättern allein übertragen, oder die Funktionen in irgend einer andern Art auf beide Gruppen der Blätter beliebig ver teilen.
Die Erfindung ist ebenso brauchbar, wenn zwischen strömenden Medien ein Stoff austausch stattfinden soll durch Diffusion (z. B. Osmose). Die Blätter oder wenigstens eine Gruppe von Blättern wird hierzu aus durchlässigem oder semipermeablem Material gemacht.
Anhand der Zeichnung werden im folgen den einige Ausführungsbeispiele beschrieben. Fig. 1 und 2 zeigen einfache Apparate gemäss der Erfindung zur Behandlung eines Mediums, das mit Wänden in Stoffaustausch treten muss; Fig. 3, 10, 11, 12 zeigen Apparate für zwei gleichzeitig hindurchströmende Medien, die dann wechselseitig in Wärmeaustauseb oder durch Diffusion in Stoffaustausch treten; Fig. 4 ist ein Kreuzstromapparat mit Wärme- und Stoffaustausch; Fig. 5 und 6 zeigen aufeinander folgende glatte Blätter, die in dem Apparat nach Fig. 4 verwendet werden;
Fig. 13 und 14 zeigen ähnliche Form gebungen in Verbindung mit gewellten Blättern; Fig. 7 zeigt ein Blatt mit eingeprägten Erhöhungen und Vertiefungen, das zur Aus führung der Erfindung verwendbar ist; Fig. 8 gibt an, wie eine typische Aus führungsform der Erfindung, und zwar als Gegenstromapparat für Wärmeaustausch aus glatten Blättern, gewellten Blättern und Blättern nach Fig. 7 aufgebaut werden kann; Fig. 9 zeigt eine von Fig. 8 etwas ab weichende Konstruktion;
Fig. 15 zeigt, wie durch Zusammenbau mehrerer Kreuzstromapparate Gleichstrom oder Gegenstrom gebildet werden kann.
Das Material, aus dem die Vorrichtung nach Fig. 1 aufgebaut ist, ist saugfähig, weich und schlapp. Es besteht zum Beispiel aus imprägnierten Filzblättern. Abwechs lungsweise sind glatte Blätter 1 und gewellte Blätter 2 über- oder nebeneinander gestapelt, wobei die Wellen stets in derselben Richtung laufen. Von der Vorderseite der Zeichnung gesehen, kann das Medium in der Richtung nach hinten frei durchströmen (oder um gekehrt). In der Richtung quer hierzu ist der Durchgang jedoch geschlossen.
Von die ser Eigenschaft wird Gebrauch gemacht, und zwar insofern, dass an den Rändern des Ap parates, die mit der Strömungsrichtung parallel verlaufen, keine besonderen Abdich tungsmassnahmen getroffen zu werden brau- chen, insofern natürlich keine allzuhohen Drücke im Medium auftreten.
Wenn das Paket von Blättern unter einem leichten Druck zusammengepresst wird, so entsteht die erforderliche Abdichtung automatisch in aus reichendem Masse infolge des Zusammenwir- kens von gewellten und glatten Blättern.
Die Vorrichtung nach Fig. 1 kann zum Beispiel verwendet werden, um aus einem durch den Apparat geführten Ölstrom das Wasser zu entfernen (.durch Aufsaugen in den imprägnierten Filzblättern).
Je nach dem Verwendungszweck wird statt des Filzes Karton oder Papier verwen det. Kommt es auf gute Wärmeleitung an, so kann auch Blech von jeder gewünschten Steifigkeit verwendet werden.
Fig. 2 zeigt schematisch eine Vorrich tung, wie diese zum Beispiel zur Befeuch tung von Luft in Klimaanlagen verwendet werden kann. Sie besteht aus vertikalen glatten Blättern 3 aus saugfähigem Papier, die abwechselnd mit gewellten Zwischenlagen 4 gestapelt sind, welche aus einem andern Material hergestellt sein können, z. B. aus Folie o. ä., und dessen Wellen horizontal ver laufen. Das ganze Paket ist in die Schale 5 gestellt, die mit Wasser gefüllt gehalten werden kann. Dieses Wasser wird durch die Blätter 3 aufgesaugt.
Wird dann in der Richtung der Wellen der Blätter 4, also in der Zeichnung von vorne nach hinten oder umgekehrt ein Luftstrom durchgeblasen, dann kommt dieser in ausgiebige Berührung mit den Wänden 3 und nimmt aus diesen Wasser auf. Auf diese Weise kann in einem sehr kleinen Raum eine sehr grosse Befeuch- tungsoberfläche untergebracht-werden, und ausserdem ist diese Vorrichtung mit sehr ge ringen Kosten aus sehr billigem Material her zustellen, und der Widerstand, den der Luft strom erfährt, ist gering.
Die Vorrichtung nach Fig. 2 kann unter Umständen zum Beispiel auch zum Trocknen von Luft gebraucht werden, nämlich wenn das Material 3 nicht durch Wasser in der Schale 5 feucht gehalten wird, sondern in der Lage ist, Feuchtigkeit aus der Luft zu absorbieren.
Fig. 3 zeigt eine gewisse Ähnlichkeit mit Fig. 2, indem nämlich auch hierbei vertikale Wände 3 aus saugfähigem Material vorhan den" sind. Diese Wände 3 sind an beiden Sei ten durch gewellte Zwischenlagen 6 umhüllt. Um zu verhindern, dass diese gewellten Um hüllungen 6 der verschiedenen Blätter 3 in einander haken, werden jeweils noch ebene Blätter 7 dazwischen gestellt .
Man hat also auch hierbei wieder eine abwechselnde Stape lung von ebenen und gewellten Blättern, und zwar derart, dass die glatten Blätter abwech selnd aus absorbierendem Material (3) und anderem Material (7) bestehen.
Mit der Vorrichtung nach Fig. 3 kann man auch wieder, genau wie bei Fig. 2, eine Befeuchtung bezw. Trocknung z. B. eines Luftstromes erzielen, jedoch braucht man dazu den Luftstrom nur durch die Wellen der Blätter 6 an der Seite der Blätter 3 zu führen.
Man hält :dann noch die Wellen zwi- schen sden Blättern 6 und Blättern 7 frei, und :dadurch könnte ein anderes Medium geleitet werden, Idas dann mit :dem ersten Medium durchs die Wände 6 hindurch in Wärmeaus tausch (oder Stoffaustausch .durch Diffusion) treten. kann.
Auf diese Weisse kann man zum Beispiel Nutzen ziehen aus der bei der Be feuchtung von Luft auftretenden Tempera- turermedriggung.
In der Vorrichtung nach Fig. 4 bestehen die gewellten Blätter 8 der einen Strömungs- richtung aus absorbierendem Material.
Die gewellten Blätter 9 der andern Strömungs- richtung, deren Wellen die ersten also kreu zen, können dsabei aus einem neutralen Ma terial bestehen. Die ebenen Blätter 10 zwi schen :den sgewelslten Blättern 8 und 9 können aus wärmeleitendem Material, z.
B. aus Me tallfolie, hergestellt sein. Auf diese Weise hat man die Möglichkeit, in der einen Rioh- tung einen IStrom. zu führen, der Feuchtig- keit aufnimmt oder abgibt aus oder an die betreffenden absorbierenden gewellten Blät ter 8, während in der andern Richtung,
die die erstere kreuzt, ein Strom durchzieht, ..der kühlend oder heizend (eventuell durch oder mit Diffusion) auf den erstgenannten Prozess einwirkt. Der Wärmeaustausch, sder hier für nötig ist, vollzieht sich dabei durch die ebenen Blätter 10 hindurch. Aus der Zeich nung ist zu sehen,
wie die Abdichtung des einen Mediums gegenüber sdein andern auto- matisch durch den Verlauf der Wellen er zielt wird.
Ein leichter Druck auf das ganze Paket ist ausreichend, um den Abschluss, so fern kein zu grosser Druckunterschied zwi schen den Medien auftritt, wirksam zu machen, wobei im besonderen ein Druck auf die Ecken sdes Stapels ausgeübt wird, wo durah sdie Seitenwände :des Stapels vollkom men für die Zu- und Abfuhr der Medien zur Verfügung stehen.
Fig. 5 und 6 zeigen die Ausführung der ebenen Blätter 10 mit umgefaltetem Rand 11, welche Ränder jeweils die Enden dergewell ten Blätter @8, 9 umschliessen. Auf :
diese Weise wird sehr einfach eine noch zweck mässigere Abdichtung serzielt. Die Ränder können auch rund um die gewellten Blätter herumgseslegt werden, wie die Fig. 13 und 14 zeigen. Durch Klebestreifen oder Kitt zwi schen :
dem umgefalteten Rand und dem darüberliegenden Blatt lässt sich die Abdich- tung weiter verbessern. Eine Ausführungs- form ähnlicher Bauart zeigt Fig. 10.
Sie unterscheidet sich von Fig. 4 in der Ausbil- dung der verstärkten Ränder. Überdies ist sie aus Metallfolie, z. B. aus Aluminiumfolie, hergestellt, wenn sie nur zum Wärmeaus- tausch dienen soll, oder aus porösem oder s blem. Stoff, wenn sie zur Diffu- em-ipermea eion, z. B. Osmose, dienen soll.
Das unterste Blatt 41 ist an den Rändern 42 dadurch ver stärkt, dsass der Rand zu einem Saum um geschlagen ist. Zur weiteren Verstärkung kann noch ein dünner Metallstreifen in die --en Saum, eingelegt werden. An :
den beiden andern Seiten des Blattes 41, die gegen sdas darüberliegende Blatt 41' abdichten sollen, sind Rahmenleisten 43 angebracht. Diese werden durch Streifen 44 gebildet, z. B. aus Karton oder Holz, die eine genau bemessene Dicke haben und in die umgeschlagenen Rän- der des Blattes 41 e#inb wickelt sind.
Auf diese Weise erhält das Blatt 41 eine so gute Randversteifung, dass es sich wie in einem Rahmen eingespannt verhält.
Auf :dieses Blatt 41 wird ein Blatt ge- \vellter Folie 45 gelegt, dessen Wellen in der @;ezeichneteri Richtung verlaufen. Es soll ge rade zwischen die Rendstreifen 43 hinein passen.
Es .ist mit einer kräftigen Randver stärkung 4:6 versehen, die :da:dureh gebildet wird, da.ss in die Ränder des Blattes 45 Streifen eingelegt sind, die dann mit dem Blatt 45 zusammen Wellenform er- halten haben.
Die Ränder 46 kommen auf die Ränder 42 :des Blattes 41 zu liegen, so dass sie zusammen mit den Rändern 43 einen vollständigen Rahmen von überall gleicher Dicke bilden, zwischen .dem das Blatt 41 ausgespannt ist.
Kommt nun wieder ein Blatt 41' darauf, das, wie in Fig. 1,0 @da.r- (;estellt, genau so wie das Blatt 41 ausgebil det ist, so kommen dessen Ränder 42' auf die Leisten 43 des Blattes 41 zu liegen, wo durch längs dieses Randes :durch den Druck heim Zusammenbau ein genügend dichter Abschluss erzielt wird.
Die Leisten 43' legen sieh über die gewellten Randleisten 46, deren Wellen sie überbrücken, so dass hier Off nungen für das in Richtung der Pfeile 47 strömende Medium bleiben.
Auf das Blatt 41' wird wieder ein gewelltes Blatt 45' von genau derselben Form wie .das Blatt 45 :ge legt. Blatt 45' passt wieder zwischen die Leisten 43', und seine Ränder 46' geben dem Rahmen d ie nötige 8teifigkeit und halten die Ein- und Ausströmschlitze für das in Rich tung der Pfeile 48 :strömende Medium offen.
<B>In</B> dieser Weise werden glatte und ge wellte Folien aufeinander gestapelt, so dass ein Wärmeaustauseher (oder Diffusions- apparat) nach Art,der Fig. 11 entsteht. Dieser gewährt eine grosse wirksame Oberfläche auf beschränktem Raum, wobei noch zu beachten ist,
da.ss bei der Berechnung der Wärmeaus- tauschfläche zu ,der ebenen Trennwand 41,41' usw. auch noch ein Teil der Oberfläche der gewellten Blätter 45, 45' hinzuzurechnen ist.
1)ernn diese werden von dem strömenden Me- dium beiderseitig .gut umspült und stehen daher mit diesem in gutem Wämmeaustameh, anderseits stehen sie in inniger Berührung mit den ebenen <B><U>7</U></B> Jwis0chenvTänden 41, 41',
so dass sie die aufgenommene Wärme an diese gut weiterleiten können. Die ebenen Zwi- schenvTä.nde 41, 41' werden durch die Zwi- schenla;ge .der gewellten Folie 45, 45' gewis- scrmassen zu ,gerippten Oberflächen.
Der ganze Stapel wird dann, wie Fig. 11 zeigt, mit Hilfe einer Deckplatte 49 zusam- mengedrüekt, wodurch die erforderliche Dich tung erielt wird, ohne dass @die Zwischen- räume zwischen den Blättern 41, 41' usw. verloren gehen.
Der Druck wird von :den Leisten am Rande aufgenommen, das Mate rial der Blätter selbst wird nicht ,durch Druck beansprucht. Jede der Seiten,des Stapels bietet nur je einem der strömenden Medien Zugang, wobei einander gegenüberliegende Seiten paarweise zusammengehören.
Der ganze Stapel wird zweckmässiger weise zwischen Randwinkeln 5 zusammen gebaut, wie Fig. <B>11</B> zeigt, so dass ein starres, gegebenenfalls transportables Ganzes entsteht. Die Pfeile 51 und 51' bezw. 52, 52' deuten an, wie die Anschlussleitungen für die strö menden Medien mit dem Wärmeaustauscher zu verbinden sind. Bei der Herstellung die ser Verbindungen wird natürlich vorzugs weise von den Randwinkeln 50 Gebrauch gemacht.
- Fig. 12, in der die Randwinkel 50 ab gebrochen dargestellt sind, zeigt in ver grössertem Massstab, wie die Eckkonstruktion. des Stapels aussieht, insbesondere wie die kreuzweise aufeinander ruhenden Enden der mit den Streifen 44, 44' aufgefüllten Ränder 43, 43' in den Ecken eine durchgehende Säule bilden. Die Randverstärkungen 42, 42' laufen über die Streifen 44, 44' hinweg.
Bei Austauschvorrichtungen gemäss der Erfindung ist man nicht an die rechteckige Form der Blätter gebunden, auch nicht an eine Anzahl von nur zwei Medien. Verwendet man zum Beispiel sechseckige Blätter, so kann man drei strömende Medien beteiligen. In Fig. 15 ist gezeigt, @vie aus recht eckigen Vorrichtungen gemäss Fig. 4 oder 11, deren jede die Medien im Kreuzstrom führt, ein vollkommener Gleichstrom- oder Gegen strombetrieb gebildet werden kann. Der Strö mungsweg des einen Mediums ist durch die gestrichelte Linie 53 und der des andern Mediums durch die strichpunktierte Linie 54 angedeutet.
Fig. 7 zeigt, durch welche Art von Mate rial man die gewellten Blätter ersetzen kann. In ein ebenes Blatt sind abwechselnd Erhö hungen 12 und Vertiefungen 13 gepresst. Auch diese Blätter können sehr gut als Ab standhalter zwischen ebenen Blättern dienen. Die Strömung eines Mediums an solchen Blättern entlang ist weniger geordnet als bei gewellten Blättern, was den Kontakt mit den Wänden intensiver macht und beispiels weise den Wärmeaustausch bedeutend ver- stiirken kann.
Der grössere Widerstand, den diese Blätter für die Strömung bieten, kann verringert werden, wenn man den Erhöhun gen 12, 13 eine zweckmässige Form gibt, z. B. ein Tropfen- oder Stromlinienprofil.
Fig. 8 zeigt die Anwendung des Mate rials nach Fig. 7 in einem Gegenstrom Wärmeaustauscher gemäss der Erfindung. Abwechselnd sind geprägte Blätter 15, ebene Blätter 16, gewellte Blätter 17 und wiederum ebene Blätter 18 zu einem Paket gestapelt.
Die geprägten Blätter 15 sind jeweils mit zwei Randleisten (Dichtungen, umgefalteten Rän dern, usw.) 19, 20 ausgerüstet, die einander diagonal gegenüber Öffnungen 21, 22 freilas- -s.en. Beim Einbau des Paketes muss man sorgen, dass, die Öffnungen 21, 22 freibleiben, ausserdem hält man die Vor- und Rückseite (in der Zeichnung) des Paketes, wo die Ränder -)3, \?4 des Blattes 1 7 liegen, frei.
Es können dann durch das Paket gleichzeitig zwei ver schiedene Medien strömen, das eine nach den Pfeilen 25 durch die geprägten Blätter 1 5 und das andere nach den Pfeilen 26, 27 durch die gewellten Blätter 17. Dieses letz tere Medium kann auf den Seiten nicht ent weichen, da die Wellen in den Blättern 17 nur vorne und hinten offen sind. Die Dicke der Randleisten 19 und 20 tritt an beiden Seiten über die Ebene des Blattes 15 heraus, so dass das nach den Pfeilen 25 strömende Medium beiderseits der Blätter 15 strömt. Der Wärmeaustausch (bezw. Diffusion) der Medien, die im Gegenstrom strömen, voll zieht sich also durch die ebenen Blätter 16 und 18 hindurch.
Fig. 9 zeigt einen Gegenstromapparat, wobei das Paket gebildet wird durch ab wechselnde Stapelung geprägter Blätter 30, 3,1 und .ebenen Blätter .32. Auch hierbei sind die erstgenannten mit verdickten Randleisten versehen, die beiderseits so weit aus der Ebene des Blattes hervortreten als die Ein pfgungen hoch oder tief sind.
Diese Rand leisten isirnd jeweils in der Form eines Win kels 33 und eines geraden Stückes 34derart augebracht, dass das Medium abwechselnd an der Vor- und Rückseite (in der Zeichnung) des Paketes ein- und ausströmen kann nach den Pfeilen 35 und 36.
Die betreffende Aus oder Einströmung geschieht seitlich (genau wie in Fig. 8), wie aus den genannten Pfeilen 35, 36 hervorgeht. Der Austausch vollzieht sich wieder, genau -wie, bei Fig. B. durch die glatten Blätter 32 hindurch, und bei der Paketierung muss man v=ied-er Vor- und Rück seite sowie .die vertikalen Streifen an den Seitenwä nden freihalten.
Während in Fig. 8 die Strömung, wenig stens des einen Mediums, Z-förmig verläuft, so verläuft sie. in Figo. 9 L-förmig. Dies könnt auch T-förmig sein, das heisst mit. doppelter, seitlicher Ein- bezw. Ausströmung.
Um Gleichstrom zu erhalten, braucht man in Fig. 8 und '9 nur eine der Gruppen von Pfeilen (25, 35 oder 26, 36) umzukehren.
Bei den dargestellten Ausführungsbei spielen liegen die aufeinander gelegten Blät ter je in einer Ebern-. Main kann die Blätter aber auch in gekrümmten Flächen anordnen, sie insbesondere zu einer Trommel auf wickeln. Man kann eine solche Trommel aus einem ei.nz-igen Pa-a.r von Bändern wickeln, wobei dos eine Band glatt, das andere ge- wellt oder geprägt ist.
Das gewellte Band braucht nicht über die ganze Breite :der Trommel hinweg zu reichen: es genügt, wenn schmale gewellte Streifen mit dem glatten breiten Band zusammen aufgewickelt werden, z. B. je ein schmales gewelltes Band an bei den Rändern. Der Abstand wird auch in .der gewünschten Weise aufrecht erhalten, wenn das :gewellte oder geprägte Band über die ganze Breite reicht und zwei oder mehrere schmale glatte Bänder mit eingewickelt wer den.
Auch bei Iden Ausführung formen nach Fig. 1 biss 6 kann man die :gev-ellten Blätter in .der Mitte aussparen, so dass nur der Rand ringsherum stehen bleibt, der dann die Form eines Rahmens hat und .den Abstand der glatten Blätter aufrecht erhält.
Unter Um ständen kann man die Aussparungen statt an den gewellten oder geprägten Blättern auch an den glatten Blättern anbringen.