CH193791A - Verfahren und Einrichtung zum Anzeigen physikalischer Grössen, wie Drücke, Bewegungen usw. auf elektrischem Wege. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Anzeigen physikalischer Grössen, wie Drücke, Bewegungen usw. auf elektrischem Wege.

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CH193791A
CH193791A CH193791DA CH193791A CH 193791 A CH193791 A CH 193791A CH 193791D A CH193791D A CH 193791DA CH 193791 A CH193791 A CH 193791A
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Bell Telephone Manufac Anonyme
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Bell Telephone Mfg
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  Verfahren und Einrichtung zum Anzeigen physikalischer Grössen, wie Drücke,  Bewegungen usw. auf elektrischem Wege.    Die vorliegende     Erfindung    betrifft ein  Verfahren und     eine        Einrichtung    zum Anzei  gen     physikalischer    Grössen, wie     Drücke,    Be  wegungen, usw.     auf    elektrischem Wege.

   Das  Anzeigen kann durch, eine     Anzeigevorrich-          tung    von der     Art    gegeben werden, in welcher       Spannungsänderungen        in    Bewegungen eines  sichtbaren     Anzeigemittels        umgeformt    wer  den, oder von der Art,     in.    welcher Stromände  rungen die Bewegungen     des        Anzeigemittels     bewirken.

   Die     Anzeigevorrichtung        kann    bei  spielsweise     eine        Kathodenstrahlröhre    sein,       wobei    gewissen     Ablenkungsplatten        eine    zeit  lich veränderliche Spannung und andern     Ab-          lenkungsplatten    diejenige Spannung ange  legt wird,     deren    Verhalten sichtbar gemacht       werden    soll.

   Der     Leuchtschirm    dieser Röhre  zeigt .dann ein Bild von der zeitlichen     Ände-          rung    der darzustellenden     Spannung.        Wenn     solche     Einrichtungen        zum        Anzeigen    anderer    Grössen,     beispielsweisedes        Druckes    in     einem          Zylinder    einer     Verbrennungskraftmaschine,          verwendet    werden     sollen,

      so werden Üblicher  weise die Druckänderungen in dazu     -direkt     proportionale     elektrische        Ändemungen    umge  formt, und zwar     durch    eine     zweckmässige          Vorrichtung,

      die im grossen und ganzen       einem    in den     Zylinder    eingesetzten     Mikro-          phon    gleicht und     deren        elektrische        Änderun-          gen    dann den     Elektroden    der     Kathodenstrahl-          röhre        angelegt    werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren     zum     Anzeigen     physikalischer        Grössen,    ist dadurch  gekennzeichnet,     dass    in     Abhängigkeit    von  den zu     messenden        Grössen:

      elektrische Ände  rungen     meinem        Stromkreis        hervorgerufen     werden, deren Verlauf entweder der zeit  lichen     Ableitung    oder ,dem zeitlichen Inte  gral jener Grössen     entspricht,        wobei,die        elek-          trischen    Änderungen     mittelst    Integrationts-           bezw.        Differentiationsstromkreise    umgeformt  und zur     Betätigung        eines    Anzeigevorrich  tung benutzt werden.  



       Zum    besseren     Verständnis.    der     Erfindung     soll sie anhand eines bestimmten     Beispiels          .beschrieben    werden, nämlich für den Fall,       dass,

          Zylinderdrücke        einer        Verbrennungs-          kraftmaschine    auf dem     Leuchtschirm    einer       Kathodenstrahlröhre    anzuzeigen     sind.    Bei  einer     bekannten        Einrichtung    wird ein     piezo-          elektrischer        Kristall    in den     Zylinder    ge  bracht, der     dann    elektrische     Änderungen    be  wirkt, welche den     Zylinderdrücken    direkt  proportional sind.

   Bei der     Untersuchung    von       Zylinderdrücken    wird jedoch oft     gewünscht,          dass    :der Leuchtschirm der     Kathodenstrahl-          röhre    ein Bild gebe, aus dem das Mass, der       Druckänderung    in jedem Augenblick     eines          vollstämdigen    Arbeitsganges     entnommen    wer  den kann.

   Das, erfindungsgemässe Verfahren  erlaubt     dies    auch bei     Verwendung        eines          piezoelektrisohen        Kristad:les.    Dabei     werden     die     elektrischen        Änderungen,    die der     Kristall          erzeugt,    in andere Änderungen.

       umgewandelt,     und zwar solche, die die zeitlichen     Ableitun-          gen    der     ursprünglichen    Änderungen sind und       hierauf    den Elektroden der     Kathodenstrahl-          röhre    zugeführt werden.

   Es ist auch     bekannt,     dass ein     zweckmässig,    beispielsweise in     Zünd-          kerzenform        ausgebildetes    Mikrophon mit  einer     Membrane        aus        magnetisierbarem    Me  tall, :

  die     durch    ihre     Schwingungen    eine Span  nung in einem angeschlossenen     Stromkreis          erzeugt,    am     Zylinder    der     Verbrennungs-          maschine    angebracht     werden    kann,     und     wenn diese Spannungen den Elektroden einer  Kathodenstrahlröhre angelegt werden,     wird     ein Bild erhalten, das das Mass der Zylinder  druckänderung für jeden Augenblick zeigt.

    Die durch ein solches Mikrophon erzeugten  elektrischen Änderungen können in andere  elektrische Änderungen umgewandelt wer  den, die der     Integrationsform    der     urspräng-          lichen    Änderungen entsprechen und die den  Elektroden der     Kathodenstrahlröhre    zuge  führt werden.  



  Wie     ersichtlich,    werden nach dem Ver-    fahren der Erfindung elektrische Zustands  .,     änderungen,    bevor sie .der Anzeigevorrich  tung zugeführt werden, in andere Zustands  änderungen umgeformt, und zwar entweder  so, dass ihre Form dem zeitlichen Integral  oder der     zeitlichen    Ableitung der ursprüng  lichen Änderungen entspricht.  



  Die erfindungsgemässe Einrichtung zur  Ausübung des erfindungsgemässen Verfah  rens ist     gekennzeichnet    durch eine Vorrich  tung, welche auf die zu messenden physi  kalischen Grössen anspricht     und    diesen ent  sprechende     Spannungsänderungen    erzeugt und  an die Eingangsklemmen eines     Integrations-          oder        Differentiationsstromkreises    angeschlos  sen ist, und durch Mittel, um von der Aus  .

       gangsseite    des Stromkreises nach dessen Ein  gangsseite eine     Kompensationsspannung    zu  liefern, welche eine solche Phasenbeziehung  und eine solche Amplitude aufweist, dass an  den Ausgangsklemmen elektrische Änderun  gen abgegeben werden, deren Wellenform  praktisch ein getreues     zeitliches    Integral       bezw.    Ableitung der     Wellenform    der gelie  ferten     Spannungen    ist.  



  Die Erfindung ist nachstehend anhand  von beispielsweisen Ausführungsformen, -die  in den     beiliegenden    Zeichnungen dargestellt  sind, ausführlich beschrieben. In der Zeich  nung zeigt die       Fig.    1 einen Integrationsstromkreis,       Fig.    2 das Schaltbild einer Ausführungs  form der     Einrichtung    zur Durchführung des  Verfahrens,       Fig.    3 einen     etwas    abgeänderten     Integra-          tionsstromkreis,    der an Stelle desjenigen .der       Fig.    2 benutzt werden kann,

   und die       Fig.    4 und 5 zeigen     Differentiationsstrom-          kreise,    die an Stelle des     Integrationsstrom.-          kreises    der     Fig.    1 gebraucht werden können.  



  In sämtlichen Figuren sind gleiche Teile  mit gleichen     Überweisungszeichen    versehen.  Bekanntlich ist die     Druckänderungsge-          schwindigkeit    oder die     Lagenä.nderungsge-          schwindigkeit    eines     Körpers,    beispielsweise  einer Membrane oder eines     Kristalles    oder  sonst     eines        Elementes    proportional der von      einer Vorrichtung, beispielsweise des oben  erwähnten Mikrophons, gelieferten     Spannung,     und lässt sich mathematisch wie folgt aus  drücken:

    
EMI0003.0002     
    worin P der Druck     bezw.    die Verschiebung  dieses Elementes zu irgend einer Zeit<I>t, v</I>  die Spannung und<B><I>IG</I></B> eine     Konstante    ist.  



  Der Druck     bezw.    die Verschiebung zu  irgend einer     Zeit    t ist dann durch die Glei  chung  
EMI0003.0007     
    gegeben, worin     k1    eine willkürliche     Konstante     ist.  



  Die von dieser zweiten Gleichung gefor  derte Integration lässt sich theoretisch an  einer Wellenform mit einer mit der     Zeit    än  dernden Spannung v durchführen, indem die       Spannung   <I>v</I> den Eingangsklemmen<B>A</B> und<I>B</I>  eines einen Widerstand     B1    und einen Kon  densator     Cl    umfassenden Vierpols (Fix. 1)       zugeführt    wird. Wenn die Spannung c an  den Klemmen von     C1    verglichen mit v zu  jeder Zeit vernachlässigt werden kann, dann  ist die Spannungsdifferenz an den Klemmen  des     Widerstandes        R1    ebenfalls gleich v.

   Im       Widerstand        B1    fliesst daher ein Strom und  dieser ist in jedem Augenblick
EMI0003.0020  
    Wenn den Ausgangsklemmen C und D  kein Strom entnommen wird, so ist die Span  nung c in jedem Augenblick gleich  
EMI0003.0021     
    Das heisst die Spannung c ist der inte  grierte     Wert    der Spannung v und wie ver  langt,     proportional    P.  



  Praktisch ist es jedoch unzweckmässig, die       Werte        Cl    und     R,_    .so zu bemessen,     .dass    der  Wert von c immer so klein ausfällt, dass er  gegenüber v     vernachlässigbar    ist. Dies des  halb, weil gerade der Wert von     c    registriert  oder zur     Betätigung    eines Oszillographen  benützt werden muss, so     dass    die obige Bedin  gung einer Herabsetzung der Empfindlich-         keit    auf einen unzulässig kleinen Wert  gleichkommt.  



  Damit .die Integrationsvorrichtung ver  wendbar sei, muss die maximale Spannung  an den Klemmen des     Kondensators        C,_    einen  Wert besitzen, der einem verhältnismässig  grossen Bruchteil der     Spannung    v ,gleich  kommt, beispielsweise     10%    des     maximalen     Wertes. In diesem Falle ist .die -Spannung,  die einen     Stromfluss    durch .den Widerstand       R1    nach dem     Kondensator        Cl    bewirkt, nicht  mehr     genau    gleich v und c ergibt somit     kein     getreues Integral von v.  



  Die     Fig.    1 zeigt also -das Beispiel eines  in der nachstehenden Beschreibung als Ele  mentar -     Integrationsstromkreis    bezeichneten  Stromkreises. Er gibt eine getreue Integra  tion nur bei Verhältnissen, die sich im prak  tischen Betrieb nur sehr     schwierig    oder über  haupt nicht     erreichen    lassen.  



       Beispielsweise    wird bei     Verwendung    des       Stromkreises    .der     Fig.    1, die Spannung, die an  den     Klemmen    einer mit einer durch     den     Druck im Innern eines Zylinders eines Die  selmotors     beeinflussten    Membrane zusammen  wirkenden     Elektromagnetspule    erzeugt wird,  während einem     Kreisprozess        unmittelbar    nach  der     obern'Totlage    auf einen positiven Scheitel  wert     ansteigen,    um ziemlich rasch durch Null  hindurch nach einem negativen Scheitelwert,

    der zahlenmässig niedriger ist als der positive       Scheitelwert,    zu fallen, und allmählich nach  Null zurückzukehren. Würde diese Span  nung dem oben beschriebenen     Elementar-          Integrationsstromkreis    zugeführt, so würde  die Ausgangsspannung     mit    dem verwende  ten     Stromkreis    von Null aus auf einen nied  rigeren     Maximalwert        ansteigen        als,dem    gröss  ten Druck entsprechen würde und anstatt am  Ende des     Kreisprozesses    nach Null zurück  zukehren, auf irgend einen unter Null liegen  den Wert fallen und damit einen kleineren  Druck als .den Atmosphärendruck anzeigen.

    



  Die     Fig.    2 zeigt einen Stromkreis, bei  welchem die oben erwähnte Schwierigkeit       überwunden    oder doch     .zum    grössten Teil be  seitigt ist, so dass eine im wesentlichen ge  naue Integration erhalten     wird,         In der     Fig.    2     ist    die Spule 5 oder eine  andere     (quelle,    deren Spannung zu integrie  ren     ist,    an die Ausgangsklemmen X und Y  angeschlossen, und die     Klemme    X     ist    mit  dem Gitter einer Triode     _F1    verbunden.

   Die  Anode :dieser Röhre ist über einen Wider  stand 1 mit einer Spannungsquelle und über  einen     Kondensator    2 mit der Eingangs  klemme eines     Elementar-Integrationsstrom-          kreises    von der in der     Fig.    1     .dargestellten     Art verbunden.     Zwischen    die beiden Ein  gangsklemmen<I>A</I> und<I>B</I> ist ein     Widerstand    3  geschaltet. Die Klemme D, die mit der  Klemme B verbunden ist, ist über eine Vor  spannungsquelle 4 mit Erde verbunden.  



  Die     Klemme    C ist an das Gitter :einer  zweiten Röhre     V2    angeschlossen, deren Ka  thode mit der Kathode der Röhre     Y1    ver  bunden und geerdet ist. Die Anode der Röhre       V=        ist    über einen Widerstand 6 mit einer       Spannungsquelle    und über einen     Konden-          sator    7 und     zwei        Widerstände        R=    und<B>9</B>  mit Erde verbunden.

       Zwischen    den Wider  stand     R3    und Erde kann eine     Vorspannungs-          quelle    eingeschaltet werden, falls eine solche  für eine nachfolgende Verstärkungsstufe er  forderlich ist.  



  Der Verbindungspunkt zwischen den  Widerständen     Rz    und     R3    ist über einen     Kon-          densator        C,    mit der Eingangsklemme Y ver  bunden.

   Auf diese Weise     wird    ein Teil der  Ausgangsspannung an den Widerständen     R.2     und     R3,    nämlich jene an den Klemmen des  Widerstandes     P3    über :den Kondensator     Cl     dem     Gitter    der ersten Röhre     zugeführt.    Der  Betrag der Rückkopplungsenergie kann  durch Änderung der relativen Werte von     R2     und     R3    eingestellt werden. Zu diesem Zweck  kann     R3    und ein Teil von     R.;    als einstell  barer Spannungsteiler     ausgeführt    sein.

   Es  ist ersichtlich, dass die Rückkopplungsspan  nung in Reihe zur Spannung der     Spule    5  :dem     Gitterstromkreis    der Röhre     V1    zugeführt  wird.  



  Obschon mit dem oben     beschriebenen     Stromkreis     zufriedenstellen.de    Ergebnisse er  zielt werden können, so ist doch eine Nei  gung des Verstärkers zur Instabilität vor-         handen,    sobald die     Rückkopplung    auf einen  Wert     eingestellt    wird, bei welchem sich eine  vollständige     Kompensation    der Ungenauig  keit des     Elementar-Integrationsstromkreises     ergeben würde. Um dies zu verhindern, ist  ein Widerstand     R4    in Reihe mit einer einge  schalteten     Vorspannungsquelle    8     zwischen     die Klemme Y und Erde eingeschaltet.

   Der  Kondensator     C.    und :der Widerstand     R4    wir  ken zusammen     wie    ein     hochfrequenzdurch-          lässiger    Filterabschnitt. Somit ist die Impe  danz von     C2    für hohe Frequenzen, verglichen  zum Widerstand     R4,        niedrig,    so dass die  Widerstände     R4    und     R3    als     parallelgeschaltet     zu betrachten sind, während bei sehr nied  rigen Frequenzen die Impedanz von     C2    ge  genüber :dem Widerstand     R4    sehr hoch aus  fällt, so     :

  dass    sehr niedrige Frequenzen eine  grosse Dämpfung erfahren, und natürlich  auch eine Phasenverschiebung von<B>-90'.</B> Da  der     Elementar-Integrationsstromkreis    eine  grössere Dämpfung der höheren Frequenzen  bewirkt, kann die     ganze        Einrichtung    auf  :diese Weise stabil gemacht werden.  



  Es ist ersichtlich, dass, da :die Klemmen C  und D in den     Gitterstromkreis    der zweiten  Röhre eingeschaltet sind, diesen     Klemmen          praktisch    kein Strom entzogen     wird.    Die  Richtung der oben beschriebenen Spannungs  rückkopplung ist so, dass sie zu der zu inte  grierenden Spannung     v,    die den Klemmen X  und Y zugeführt     wird,    hinzu zu zählen ist,  so dass in jedem Augenblick :die :dem Gitter  der ersten Röhre     zugeführte        Spannung     gleich der algebraischen Summe der der  Spule 5 entnommenen Spannung und der  Spannung aus :den Klemmen des Widerstan  des     R3    ist.  



  Durch zweckmässige Wahl des der ge  samten Ausgangsspannung entnommenen  Teils, der auf diese Weise rückgekoppelt  wird, kann die     zwischen    den Klemmen A  und B     :des        Integrationsstromkreises    vorhan  dene Potentialdifferenz in jedem Augenblick  gleich der algebraischen Summe der von der  Spule 5 nach<I>A</I> und<I>B</I> zugeführten Span  nung und der :dieser entsprechenden integrier  ten Spannung gemacht werden. Das heisst,      die Spannung an ,den Klemmen<I>A</I> und<I>B</I> ist  zu jeder Zeit     um,die    Potentialdifferenz c an  den Klemmen des     Kondensators        C,    erhöht,  so dass die Wirkung dieser Potentialdiffe  renz c     beseitigt    ist.  



  Ausserdem sind auch eine Anzahl sekun  därer     Effekte    als Folge von     Unvollkommen-          heiten        gewisser    Bauteile vorhanden, die sich  analog auswirken wie     die    Spannung c auf die       integrierte    Spannung. Beispielsweise kann  der Kondensator     C,    einen     nachteiligen    Ein  fluss haben, falls er nicht von     guter    Qualität  ist.

   Doch selbst wenn der Kondensator gut  ist, und     beispielsweise    ein     Mikadielektrikum          besitzt,    können geringe Unvollkommenheiten  des Kondensators eine nachteilige Wirkung  auf die     integrierte    Spannung ausüben.  Wenn ferner der Kopplungskondensator zwi  schen der Anode der ersten Röhre     und    der  Klemme A ein     Papierdielektrikum    besitzt  und wenn der Widerstand zwischen den  Klemmen<I>A</I> und<I>B</I> einen zu niedrigen Wert  hat, kann ebenfalls eine     Verzerrung,der    inte  grierten Spannung vorkommen. Solche Ver  zerrungen können wenigstens zum grossen  Teil durch passende Wahl der Spannungs  rückkopplung korrigiert werden.  



  Bei einer Ausführung des oben beschrie  benen Stromkreises, in welchem Röhren mit  einem effektiven Verstärkungsfaktor 20 ver  wendet werden, sind die folgenden Bauteil  werte als passend     befunden    worden:  Für     .den    Kondensator C, 0,1 Mikrofarad,  für die Widerstände     R,    und     R2    1     Megohm,     für     R3    2500 Ohm und für     R4    10000 Ohm.  Der Rückkopplungskondensator     C2    kann eine  Kapazität von 25 Mikrofarad und der Wi  derstand zwischen den Klemmen<I>A</I> und<I>B</I>  5     Megohm    besitzen.  



  Die in der oben beschriebenen Weise von  den Widerständen     BZ    und     R3    erhaltene Span  nung ist dann proportional zum     Druck    oder  zur Verschiebung der Membrane oder des       Kristallee,    wenn die Eingangsspannung pro  portional zur     Anderungsgeschwindigkeit    des  Druckes oder zur Geschwindigkeit der Mem  brane oder .des Kristallee ist. Natürlich     kann       die<B>\so</B> erhaltene     Spannung    mittelst eines  zweiten dem beschriebenen ähnlichen Strom  kreis einer zweiten     Integrationsstufe    unter  worfen werden.

   Im speziellen Falle der Mes  sung eines Zylinderdruckes würde die resul  tierende Spannung dem mittleren indizierten  Kolbendruck entsprechen. Um bei Verwen  dung einer Kathodenstrahlröhre den richti  gen     Ausgangspunkt    für die     Zeit    in bezug  auf die Kolbenverschiebung zu erhalten,  kann irgend ein bekanntes, passendes     Mittel     mechanischer oder elektrischer Art verwen  det werden, um den zweiten Integrations  stromkreis kurzzuschliessen,

   sobald das Dia  gramm des unter Prüfung stehenden     Kreis-          prozesses    vervollständigt     ist    und .die Richtung  der den Eingangsklemmen des     Integrations-          stromkreises    zugeführten Spannungen genau  in der obern     Totlage    des     Kolbens    umkehrt.  



  Ferner können im Falle, wo eine einzige  Integrationsstufe verwendet wird, um aus  einer dem Zylinderdruck proportionalen  Spannung, die beispielsweise ,durch einen       piezoelektrischen    Kristall hervorgebracht  wird, eine     Spannung    zu erhalten, die dem  mittleren indizierten Kolbendruck proportio  nal ist, mechanische oder elektrische     Mittel     zur Ableitung oder zum Vernichten der La  dung des Kondensators     C,    zwischen     aufein-          anderfolgenden    Kreisprozessen oder     in    sonst  gewünschten Zeitabschnitten betätigt.  



  An Stelle .des in der     Fig.    2     gezeigten          Elementar-Integrationsstromkreises    kann zwi  schen den Klemmen<I>A, B</I> und C, D der elek  trisch gleichwertige Stromkreis der     Fig.    3  verwendet werden, in welchem der Wider  stand R, durch eine     Induktanz        L,    und der  Kondensator     C,    ,durch einen Widerstand     R5     ersetzt ist. Es können aber auch andere  kompliziertere Integrationsstromkreise ver  wendet werden.  



  Wenn das Aufnahmeorgan im Zylinder  solcher Art ist, dass es eine zeitliche Ablei  tung der Wellenform der ursprünglichen  elektrischen     Änderungen    erfordert, kann der       Elementar-Integrationsstromkreis    der     Fig.    2  entweder durch     .den    Elementar-Differentia-           tionstromkreis    der     Fig.    4 oder durch den der       Fig.    5 ersetzt werden.

   Der Stromkreis der       Fig.    4 umfasst einen Reihenwiderstand     R"     und eine     Nebenschlussinduktanz        L2,    während  derjenige .der     Fig.    5 einen Reihenkonden  sator     C3    und einen     Nebenschlusswiderstand          R.,    umfasst.

   Im Falle der Verwendung des  Stromkreises der     Fig.4    im Stromkreis .der       Fig.    2 ,dient die Rückkopplung durch den       Kondensator        C@    zur     Kompensierung    der  Spannung c an .den Klemmen der     In.duktanz          L2.    In diesem Falle ist ,der durch die an die  Klemmen<I>A</I> und<I>B</I>     angelegte    Spannung<I>v</I>  bewirkte Strom im Widerstand     R,    gleich  
EMI0006.0021  
   Unter der Annahme, dass den Klem  men C, D kein Strom entnommen wird,

   ist  die Spannung c an den Klemmen der In  duktanz     Lz    gleich     L2        di    oder gleich
EMI0006.0025  
   so       dass    die Ausgangsspannung eine getreue  zeitliche Ableitung der Eingangsspannung  darstellt.  



  Um den     Differentiationsstromkreis    zu  stabilisieren, kann in     Fig.    2     zwischen    den  Kondensator     C2    und .die obere Klemme des  Widerstandes     R4    eine     Induktanz    in Reihe       geschaltet    werden. Der Kondensator C<B>2</B> er  hält eine grosse     Kapazität,    so dass seine       Impedanz    vernachlässigt werden kann. So  ist tatsächlich der     Kondensator        C,    im Falle  des     Differentiationsstromkreises    durch eine       Induktanz    ersetzt.

   Die Dämpfung der höhe  ren Frequenzen im Rückkopplungskreis ist  bedeutend grösser als jene für niedrige Fre  quenzen, und im     Elementar-Differentiations-          stromkreis    ist die Dämpfung der niedrigeren  Frequenzen bedeutend grösser als jene für die  hohen Frequenzen. Die Einrichtung kann so  mit stabilisiert werden.

   Die Möglichkeit, dass  eine störende     Resonanz        zwischen    dem Kon  densator und der     Induktanz    des Rückkopp  lungsstromkreises     auftritt,    kann dadurch       vermieden    werden,     .dass    der Kondensator ge  nügend gross gemacht wird, um eine sehr       niedrige    Resonanzfrequenz zu ergeben.

      Im oben gegebenen Beispiel für passende       Bauteilwerte    kann der Kondensator     C,    des  Integrationsstromkreises durch eine     Induk-          tanz        L;    von     2,00        Henrys    ersetzt werden,  deren Widerstand ungefähr 1000 Ohm nicht       übersteigen    sollte.  



  Es ist klar, dass die Erfindung auch für  andere Zwecke als zum     Sichtbarmachen    von  Zylinderdrücken verwendet werden kann.  Beispielsweise kann sie zur sichtbaren Dar  stellung des Druckes in Brennstoffleitungen  auch zur Messung der tatsächlichen Bewe  gung eines bewegten Teils, beispielsweise  des Einspritzventils verwendet werden, wo  bei dieser Teil oder eine auf das Ventil auf  gesetzte Aufnahmevorrichtung in ähnlicher  Weise wie .das vorangehend beschriebene  Mikrophon wirkt.  



  Sie kann ferner zur Prüfung der relati  ven Verschiebung von zwei Körpern, durch  Erschütterung oder     andere    Ursachen; zum       Anzeigen    von Änderungen der Dicke von  sich bewegenden Teilen, beispielsweise Tex  tilfäden oder Metalldrähten und für viele       weitere    Zwecke     verwendet    werden. Ganz all  gemein lässt sich die Erfindung überall dort  anwenden, wo elektrische Änderungen her  vorgebracht werden können, deren Wellen  form dem     Integral    oder     Differential    der  Wellenform der ursprünglichen     Änderungen     ist.

   Ferner kann die erhaltene     integrierte     Spannung in irgend einer gewünschten Art,  zum Beispiel zur Erzeugung eines Diagram  mes oder einer Aufnahme auf einer licht  empfindlichen Schicht benützt werden. Für  viele Zwecke ist ein     Kathodenstrahloszillo-          graph    ein geeignetes Mittel dazu.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zum Anzeigen physikalischer Grössen, wie Drücke, Bewegungen, usw., dadurch gekennzeichnet, dass in Abhän gigkeit von den zu messenden Grössen elektrische Änderungen in einem Strom kreis hervorgerufen werden, deren Ver- lauf entweder der zeitlichen Ableitung oder dem zeitlichen Integral jener Grö ssen entspricht, wobei die elektrischen Änderungen mittelst eines Integrations- bezw. Differentiationsstromkreises umge formt und zur Betätigung einer Anzeige vorrichtung benützt werden.
    II. Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine Vorrichtung, welche auf die zu messenden physikalischen Grössen anspricht und diesen:
    entspre chende Spannungsänderungen erzeugt und an die Eingangsklemmen eines Integra- tion,s- oder Differentiationsstromkreises angeschlossen ist, und dureh Mittel, um von .der Ausgangsseite des Stromkreises eine Kompensationsspannung nach dessen Eingangsseite zu liefern, welche eine solche Phasenbeziehung und eine solche Amplitude aufweisst, dass' an den Aus gangsklemmen elektrische Änderungen geliefert werden,
    deren Wellenform prak- tiseh ein getreues zeitliches Integral bezw. eine getreue Ableitung der Wellen farm der gelieferten Spannungen ist. UNTERANSPRÜCHE:
    1. Verfahren nach Patentanspruch I, insbe sondere zum Anzeigen von Zylinder drücken von Verbrennungskraftmaschi- nen, dadurch gekennzeichnet, dass, von den Drücken elektrische Änderungen abgeleitet werden, die proportional dem ersten Differentialquotienten dieser Drücke sind, dass ferner eine Integration durchgeführt wird, um die abgeleiteten Änderungen umzuformen, deren Verlauf demjenigen der Zylinderdrücke ent spricht,
    worauf -die integrierten Ände rungen zur Betätigung einer Anzeigevor richtung benützt werden. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass- ein Elek- tronenröhrenvenstärker an ,die Ausgangs- seite des genannten .Stromkreises:
    ange schlossen ist, um die umgeformten Ände- rungen zu verstärken, und dass der Rück kopplungsweg an den Ausgangsstrom- kreis -des genannten Verstärkers ange schlossen ist.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Elektronenröhrenver- stärker an die Eingangsseite des genann ten Stromkreises angeschlossen ist, um die elektrischen Änderungen vorgängig ihrer Umformung zu verstärken, und dass :
    der Rückkopplungsweg an den Ein- gangsstromkreis des ,genannten Verstär kers angeschlossen ist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II, in welcher der genannte Stromkreis ein Integrationsstromkreis ist, dadurch ge kennzeichnet, dass Impedanzen in den Rückkopplungsweg eingeschaltet sind, die die niedrigeren Frequenzen mehr .dämpfen als die höheren Frequenzen. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, in welcher der genannte Stromkreis, ein Differentiationsstromkreis ist, dadurch, gekennzeichnet, dass Impedanzen in den Rückkopplungsweg eingeschaltet sind, die die höheren Frequenzen mehr dämp fen als die niedrigeren Frequenzen. 6. .Einrichtung nach Patentanspruch II, .dadurch .gekennzeichnet, @dass;
    der Strom- kreis. zur Durchführung einer Integra- tion aus einem in Reihe geschalteten Widerstand und einer in Nebensohluss,.ge- schalteten Kapazität besteht. 7.
    Einrichtung nach Patentanspruch, II, dadurch gekennzeichnet, dass der Strom kreis zur Durchführung einer Integra- tion aus einer in Reihe geschalteten In.- tuktanz und einem in Nebenschluss ge schalteten Widerstand besteht. B. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass:
    der .Strom kreis zur Durchführung einer Differen- tiation aus einem in Reihe geschalteten Widerstand und einer in Nebenschluss geschalteten Induktanz besteht. 9.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Stram- kreis zur Durchführung einer Differen- tiation aus einer in Reihe geschalteten Kapazität und einem in Nebenschluss- ge schalteten Widerstand besteht.
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