CH193901A - Verfahren und Einrichtung zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Gespinsten bei deren Verarbeitung. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Gespinsten bei deren Verarbeitung.

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CH193901A
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Perutz Leo
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C19/00—Breaking or softening of fabrics
    • D—TEXTILES; PAPER
    • D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02J—FINISHING OR DRESSING OF FILAMENTS, YARNS, THREADS, CORDS, ROPES OR THE LIKE
    • D02J1/00—Modifying the structure or properties resulting from a particular structure; Modifying, retaining, or restoring the physical form or cross-sectional shape, e.g. by use of dies or squeeze rollers
    • D02J1/20—Stressing or stress-relieving, e.g. by vibration or subjection to electrostatic stress or electric discharge

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description


  Verfahren und Einrichtung zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von     Gespinsten     bei deren     Verarbeitung,.       Bei der Herstellung von Textilware aus  tierischen, pflanzlichen und mineralischen  Faserstoffen (aus einfachem oder     inehrsträn-          gigein    und kombinierten, z.

   B. aus     gespultein,     gewirktem, gewebtem     usw.    Gespinst     bezw.     aus Draht) sind die     Fa.sem    und ähnliche  Gebilde<B>( '</B> Garne, Spagate, Drähte) sowohl bei  der Berührung mit :den Teilen der     verscliie-          denen        Arbeitsmascliinen,    als auch 'bei     dei     gegenseitigen Berührung der gemeinsam     die     <B>C</B>  Ware 'bildenden, respektive sieh zu dem Ge  bilde vereinigenden Fasern     ein-er        mechani-          sehen    Beanspruchung ausgesetzt.

   Auch die       Ungleichmässigkeiten    des     Gespinnstes    spielen  beider Verarbeitung eine grosse Rolle. Durch  diese Beanspruchung wird die     Leistungs-          fähigkeit    der     Textilmasehinen    und     cle#rgl.     beschränkt, weil die     Maschi#ien        selbstreclend     nicht so schnell laufen dürfen,     dass    die Fa  sern über ihre praktische Festigkeitsgrenze  angestrengt werden.  



       el     Es wurde gefunden,     dass    Faserstoffe und       dergl.    viel stärkeren     Beansprueliungen    aus-    gesetzt und :dadurch -die Leistungsfähigkeit  der     Arbeitsinaschinen    weit über die bisher  zulässige Grenze erhöht werden kann, wenn  gemäss der Erfindung der Faserstoff oder       dergl.    in intensive     Süliwingungen        una-bhängig     von dem Abzug durch die Maschine versetzt  wird.

       Zweckmässio,    handelt es     sie,11,dabei    um       eiii#"'Vibrationsbewe,oung    mit einer     Schwin-          gunp;sz-alil    von<B>1000</B> bis<B>10000</B> und mehr in  der Minute. Die Schwingungen können dabei  entweder in der     Längsriclitung    des Gespin  stes oder in der Querrichtung oder in der       Drehrich.tung    desselben erfolgen, wobei bei  einer Kombination von zwei oder aller dieser  Schwingungen die     Schwingungszalil    kleiner  gehalten werden kann.

   Ein weiterer dadurch  erzielter Vorteil besteht darin,     dass    die herge  stellte Ware voller, fester und     gleiehmIssiger     ist, wobei durch die erwähnte     Vibration     gleichzeitig eine gewisse Verfilzung der Fa  sern eintreten kann.  



  Bei manchen bekannten Konstruktionen  von     Webereimaschinen    ist der Warenträger           beweglieli    und führt eine Art Schwingbewe  gung aus. Diese Bewegung erfolgt<B>jedoch</B>  nur in der Längsrichtung der Kette und in  Abhängigkeit von der Bewegung der Lade,  deren Schlagzahl auch bei     foreiertem    Betrieb  und hervorragend geeignetem Material sich  praktisch um 200 in der Minute herum be  wegt. Ihr Zweck besteht darin. die Kette bei  jedem Fach um die notwendige<B>Länge.</B> zu  verschieben und ist nur bei vollem     Fach.mög-          lich.   <B>-</B> i  Bei -einer     Einrichtuno,    mit offenem und  doppeltem Fach würde die Bewegung des  Warenträgers die Fäden stark beschädigen.

    Zum Unterschied von dieser Bewegung des  Warenträgers handelt e.9 sich erfindungsge  mäss um eine Bewegung ganz anderer Natur.  Es sind dies intensive Schwingungen viel  höherer     Seh-v#,ingun#gszahl,    die unabhängig  von dem Warenvorschub in der     Weberei-          oder    einer andern Arbeitsmaschine erfolgen.  



  Zur Schwingungserzeugung können Or  gane dienen, welche durch häufige Stösse die  gespannten Faserstoffe in Vibration verset  zen, oder es können dies Walzen sein, welche  sieh mit einer andern     Umfangsgeseliwindig-          keit    und eventuell in einem andern Sinne  drehen als     der    über sie geführte     Faserstoff,     der dadurch ebenfalls in     Vibrationen    versetzt  wird. Ausser dieser und anderer rein     mecha-          niseher    Einrichtungen können auch elek  trische oder andersartige Einrichtungen ver  wendet werden.  



  Besonders vorteilhaft     er-weist    sieh die  Erfindung bei der Appretur von     Textil-          Garnen    und -Fäden, insbesondere beim  Schlichten, Glätten und Trocknen. Es hat  sich in überraschender Weise gezeigt,     dass     die dem Textilprodukt erteilten     Vibrationen     einen verbessernden     Einfluss    auf die ganze  Appretur, sowie auch auf die Qualität des  Textilerzeugnisses haben. Die erfindungs  gemässen Vibrationen haben nämlich zur  Folge,     dass    die Einzelfasern sieh mit     der     Appretur besser vereinigen.  



       Die    Erfindung ist im weiteren in einem       Ausführungsbeispiel    bei einer schematisch in       ZD            Abb.   <B>1</B> dargestellten     Webereimasehine.    be  schrieben.     Abb.   <B>92</B> zeigt -dann ein     Ausfüh-          run,-sbei-spi,al    des     Vibrationsgliedes.     



  Die in bekannter Weise über den Waren  träger<B>1</B> und an den Kreuzschienen<B>2</B> und 2'  vorbeigeführten     Kettenfäden   <B>A</B> gehen über       dae        Vibrationsglied,    welches aus einem  Haspel<B>3</B> bestellt, der sich. mit einer andern  Geschwindigkeit als der     Vorschubgeschwin-          digkeit    der Kette dreht, wodurch dieser eine       Vib,ration    erteilt wird.

   Die Geschwindigkeit       und,der        Sinn:der    Drehung des Haspels<B>8</B> oder  mehrerer     solo-her    Haspel werden natürlich, mit  Rücksicht auf die Bewegung und die Natur  des Erzeugnisses stets derart gewählt,     dass     die vorteilhaftesten Schwingungen erreicht  werden, was durch praktische Versuche leicht  festgestellt werden kann.  



  Das beispielsweise in     Abb.    2 dargestellte       Vibrationsglied   <B>3</B> besteht aus zwei     siell    dre  henden Scheiben 4,     zwischendenen    mehrere  Stäbe     5,gelagert    sind.     Diese"Stäb-e    sind     inden     Scheiben vorteilhaft drehbar gelagert und  können auch besonders     anoetrieben    sein. Bei  der dargestellten Ausführung -dreht sieh das       Vibrationsglied   <B>3</B> entgegengesetzt zur Ket  tenbewegung-

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCEE: <B>1.</B> Verfahren zur Erhöhung der Wider- istandsfä.hi-keit -von Gespinn n bei ,deren Verarbeitung, dadurch gekenn zeichnet, dass das zu verarbeitende Mate rial in intensive Schwingungen unab hängig vom Abzug durch, die Arbeits maschine -"ersetzt wird.
    <B>11.</B> Einrisslitung zur Durchführung des Ver fahrens nach, Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der ,Schwingungen beim Durchgang des zu verarbeitenden Materials durch die Ar- beitsmasehine ein Haspel angeordnet ist, der sich mit einer vonder Bewegungsge- schwindigkeit,des Erzeugnisses verschie- ,denen Umfangsg,-e-schwindigkeit dreht.
    UNTERANSPRüCIIE: <B>1.</B> Einrichtung nach Patentanspruch H, da durch gekennzeichnet, dass der Haspel aus zwei rotierenden Scheiben bestellt-, zwischen denen mellrere Stäbe gelagert sind. 2. Einrichtung nach Patentanspruch I und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeich- net, zdass die Stäbe in den Scheiben dreh bar gelagert sind.
CH193901D 1936-08-31 1936-08-31 Verfahren und Einrichtung zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Gespinsten bei deren Verarbeitung. CH193901A (de)

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