CH193915A - Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von Hyposulfiten. - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von Hyposulfiten.

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CH193915A
CH193915A CH193915DA CH193915A CH 193915 A CH193915 A CH 193915A CH 193915D A CH193915D A CH 193915DA CH 193915 A CH193915 A CH 193915A
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hyposulfites
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

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  Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von     Hyposulfiten.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur     elektrolytischen    Herstellung       Non        Hyposulfiten    durch     kathodische    Reduk  tion von     Bisulfit    enthaltenden Lösungen.  



  Es ist bekannt,     Hyposulfite,    z. B. Al  kali- oder     Erdalkali-Hyposulfite    durch Elek  trolyse     unter    Verwendung von     Bisulfit    ent  haltenden Lösungen als     Katholyten    in einer       Elektrolysierzelle,    welche durch ein Dia  phragma in eine Anoden- und eine Ka  thodenkammer geteilt ist, herzustellen. Bei  den bekannten Verfahren ist es jedoch un  möglich, leichtlösliche     Hyposulfite    in Form  so konzentrierter Lösungen zu erhalten, wie  sie für die technische     Aufarbeitung        er-          münscht    wären.

   Ferner arbeiten die Verfah  ren mit unbefriedigenden Stromausbeuten  und geben auch     unbefriedigende    Ausbeuten  in     bezug    auf das eingesetzte     Bisulfit.    Die  schwerer löslichen     Hyposulfite,    wie z. B.

         Galciumhyposulfit,        konnten    bis jetzt nur mit    einer Strom- und     Bisulfitausbeute    erhalten  werden, die 60     %    nicht     überschritt.    Auch war  es in     keinem    Falle möglich, die Elektrolyse  kontinuierlich durchzuführen, was jedoch für  einen technisch brauchbaren     Prozess        unbe-          dingt    erforderlich ist, denn es wurde fest  gestellt, dass, weil das     Diaphragma    verstopft  wird,

   beim Arbeiten nach den     bisher    verwen  deten Verfahren nach kurzer Zeit ein Span  nungsanstieg     stattfindet.     



  Gemäss dem     Verfahren    der vorliegenden  Erfindung wird     Hpyosulfit    durch     katho-          .dische    Reduktion von     Bisulfit    in .der Weise       hergestellt"dass    man in den     Anodenraum    eine  alkalisch reagierende Flüssigkeit einführt  und während -der Elektrolyse einen     Teil,des          Anolyten    durch das     Diaphragma    hindurch  in den     Kathodenraum        übertreten    lässt.

   Die  elektrolytische Reduktion     wird    vorzugsweise  bei einer     Stromdichte    von mehr als 1     Amp.     etwa von 5 bis 50     Amp.    pro     100        W    Ka-           thodenflüssigkeit    vorgenommen, wobei man  zweckmässig den     Katholyten    bewegt.

   Der  Transport .der Anodenflüssigkeit durch das       Diaphragma    in den Kathodenraum kann       mittels    Überdruck im Anodenraum oder  durch     Druckverminderung    im Kathodenraum,  sowie durch Kombination dieser beiden Mass  nahmen oder weiterhin durch Elektroosmose       bewerkstelligt    werden. Die     Überführung,der     Anodenflüssigkeit kann in einfacher     Weise     dadurch bewirkt werden, dass man das Ni  veau der Flüssigkeit im Anodenraum     @ober-          halb    des Flüssigkeitsniveaus im Kathoden  raum hält.

   Dadurch wird eine Diffusion des       Hyposulfites    in den     Anolyten    in beträcht  licher Weise vermieden, wodurch gleichzeitig  eine Verbesserung der     Ausbeute    erreicht  wird. Weiterhin wird bei .dieser Arbeitsweise  ein     Verstopfen    des     Diaphragmas    vermieden  und ein     kontinuierliches    Verfahren ermög  licht.  



  Geeignete alkalisch reagierende Flüssig  keiten sind Salzlösungen, die     AlkaIihydro-          xyde    oder     -carbonate    enthalten, vorzugsweise  werden jedoch     Alkahhydroxyd-    oder Alkali  karbonatlösungen verwendet. Um ein gün  stiges     Arbeiten    der elektrolytischen Zelle zu  erreichen, ist es zweckmässig in die Kathoden  flüssigkeit, selbst wenn sie     Bisulfit    enthält,  kontinuierlich     S02    einzuleiten. Das     S02    soll  dabei seiner Menge nach derjenigen des zum  Teil .durch den elektrischen Strom, zum Teil  durch Diffusion in die Kathodenflüssigkeit  übergeführten Alkalis entsprechen.  



  Eine vorzugsweise Ausführungsform der  Erfindung -besteht darin, dass man eine Al  kalisulfitlösung in .den Anodenraum einführt.  Eine Lösung dieser     Art    reagiert alkalisch.  Sie     ist    jedoch chemisch weniger     aggressiv     als Lösungen, welche     Alkahhydroxyde    ent  halten,     so,dass    die     Diaphragmen        weniger    an  gegriffen werden.

   Die     anodische        Alkalisulfit-          lösung    wird bei der Elektrolyse in     Bisulfit     und Sulfat     übergeführt.    Man erhält in der  Weise eine     technisch    wertvolle Lösung, wel  che beide Salze in     .gleichen    Mengen enthält.  Da der     Sulfatgehalt    die katholische     Hypo-          sulfitbildung    nicht stört, kann die     Bisulfit       enthaltende     anodisch.e    Lösung direkt als     Ka-          tholyt    Verwendung finden.

   Der     verbleibende     Teil     kann    zu<B>SO,</B> und Sulfat     aufgearbeitet     wenden, indem man Schwefelsäure zusetzt.  Das dabei anfallende<B>SO,</B> kann im Verfah  ren wieder verwendet werden.  



  Eine weitere Verbesserung des Verfah  rens kann dadurch erzielt werden,     dass    man  die elektrolytische     Reduktion    mit Hilfe von  Kathoden durchführt, die aus dünnen Dräh  ten bestehen.     Unter    dünnen Drähten sind in  diesem Falle vorzugsweise Drähte zu ver  stehen, deren Durchmesser nicht grösser ist  als 2 mm und vorzugsweise zwischen unge  fähr 0,1 bis 0,5 mm liegt.

   Die Drähte kön  nen in der Weise angeordnet werden,     dass     zwischen den einzelnen Drähten Zwischen  räume vorhanden sind, durch     welche,die    Ka  thodenflüssigkeit     hindurchtreten        kann    und so  in innige Berührung mit der     Drahtoberfläche     kommt. Die     Zwischenräume        zwischen    den  Drähten oder, falls die     Drähte    netzförmig  angeordnet sind, die     Maschenweite,    sollen  zweckmässig mehr     als    0,5 mm     betragen.     



  Eine weitere     Verbesserung    kann ,dadurch  erzielt werden,     .dass    man die     Bewegung    der       Katholytflüssigkeit,    die zur     Erreichung    guter  Ausbeuten     notwendig    ist, dadurch bewerk  stelligt,     dass    man durch den     Katholyten    einen       lebhaften    Strom eines indifferenten Gases  leitet. Als indifferentes     Gas    kann man zum       Beispiel    Kohlensäure, Wasserstoff oder       Stickstoff    verwenden.

   Die Durchleitung der  indifferenten Gase durch die Kathodenflüs  sigkeit bewirkt eine derart starke Rührung,  dass Nebenreaktionen praktisch vermieden  werden, so dass selbst bei     Verwendung    dünner       Bisulfitlö.sungen    mit nur etwa     6.%        NaHS03          als    Ausgangsmaterial eine fast     100%ige          Stromausbeute    erreicht wird.  



  Die Erfindung wird durch die nachste  henden Beispiele näher     erläutert.     



  <I>Beispiel 1:</I>  In einer     Elektrolysierzelle,    die     durch    ein       Tondiaphragma    in einen Anoden- und einen  Kathodenraum geteilt     ist    und in der die      Anode und die Kathode aus Blei hergestellt  sind,

   wird eine 20%ige     Bisulfitlösung    kon  tinuierlich in .den Kathodenraum und eine  20 %     ige        Schwefelsäurelösung        kontinuierlich     in     den    Anodenraum eingeführt und mit einer  Stromdichte von 10     Amp.    pro     dm@        elektro-          lysiert.    Das Durchrühren der Kathoden  flüssigkeit wird :durch rasche Zirkulation  bewirkt. Die Spannung     beträgt    anfänglich  7 Volt.

   Nach einer Stunde beträgt sie 7,5,  nach einer weiteren Stunde 8,5 und nach einer       dritten    Stunde 12 Volt, wenn der     Durchfluss     der     Bisulfitlösung    so     reguliert    wird, dass  eine 12 %     ige        Hyposulfitlösung    den Ka  thodenraum verlässt und ein Teil des     Ano-          lyten    .durch gas     Diaphragma    in den     Ka-          tbodenraum    übertritt.  



       Arbeitet    man, nachdem ein neues Ton  diaphragma eingesetzt und die Bleianode  durch eine solche aus     V2A-Stahl    ersetzt  wurde, in der gleichen Zelle und führt die  Elektrolyse mit einer     Alkalihydroxydlösung     als Anodenflüssigkeit     unter        Einleitung    von       S02    in die Kathodenflüssigkeit -durch, so  bleibt die Spannung auf 7,2 Volt, selbst     wenn     das Verfahren     monatelang    durchgeführt wird,  wobei eine     Iä%ige        Hyposulfitlösung    die  Zelle verlässt.

   Das heisst,     dass;    die Verwen  dung einer     alkalisch    reagierenden Anoden  flüssigkeit die     Ausbeute    erhöht. Bringt man  nun zwischen     da.s    äussere Bleirohr und das       Diaphragma,    ein Silberdrahtnetz mit einer  Maschenweite von 2 mm und einer Draht  dicke von 0,25 mm, das mit     dem.    negativen  Pol verbunden ist und     leitet    gleichzeitig     einen     Kohlendioxydstrom durch die Kathodenflüs  sigkeit, so hat die die Zelle verlassende     Hy-          posulfitlösung    eine Konzentration von 1,5  bei gleicher Strömungsgeschwindigkeit,

   wo  bei .die     Stromausbeute    86 % beträgt. Durch  Herabsetzung der Strömungsgeschwindigkeit  kann ,die Konzentration der     Hyposulfitlösung          his    auf 2,00 g pro     Liter    erhöht werden ohne  dass .die     Stromausbeute        unter        80%    sinkt.  



       Beispiel   <I>2:</I>  Eine für die elektrolytische     Hyposulfit-          herstellung    bestimmte     Zelle    wird mit einem         Silberdrahtnetz    als     Kathode,    einem Dia  phragma und einer Bleianode versehen.  Zum     Durchrühren    der     Kathodenflüssigkeit     wird ein kontinuierlicher     Kohlensäurestrom     verwendet.

   Die Elektrolyse wird ohne Un  terbrechung während drei Stunden     und        88          Minuten    mit einer Stromkonzentration von  20     Amp.    pro 100     em3    bei einer     Stromstärke     von 500     Amp.    und einer Spannung von 5,5  Volt durchgeführt.

   Während des Prozesses  wird keine Kathodenflüssigkeit, sondern nur  Anodenflüssigkeit     zugeführt.    Die für den       Ratholyten    erforderliche     Flüssigkeit    wird  durch     Hindurchtretenlassen    eines Teils     des          Anolyten        mittels        hydrostatischen        Druckes     vom Anodenraum durch das     Diaphragma    hin  durch in     -den    Kathodenraum .gebracht.

   Ins  gesamt werden 22,2 kg     Natriumsulfit,    wel  ches der Anodenflüssigkeit in Form einer  18,7     %igen    Lösung zugesetzt     wird,    verwen  det. Aus 9 kg     Bisulfit    in 7 %     iger    Lösung  werden 5,4 kg     Hyposulfit    in Form einer  18, %     igen    Lösung erhalten.

   Während des, Ver  fahrens werden     in    .die     Kathodenflüssigkeit     zusammen mit dem     Rührgas    4,1 kg gas  förmiges     SQ,        eingeleitet.    Das<B>SO,</B> wird  durch Ansäuern der     Bisulfitlösung,    die als       Nebenprodukt    anfällt, zurückgewonnen.  Die     Stromausbeute    beträgt     etwas    mehr als       9o%.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur elektrolytischen Herstel lung von Hyposulfiten durch kathodische Reduktion von Bisulfit enthaltenden Lösun gen, dadurch gekennzeichnet, @dass man in den Anodenraum eine alkalisch reagierende Flüs sigkeit einführt und während,der Elektrolyse einen Teil des Anolyten durch das Dia phragma hindurch in den Kathodenraum übertreten lässt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, ,dass während der Elek trolyse ein indifferentes Gas durch den Katholyten geleitet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet,,dass Kathoden aus dünnen Drähten Verwendung finden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als alkalisch reagierende Flüssigkeit eine Alkalisulfit- lösung verwendet.
CH193915D 1935-05-10 1936-05-08 Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von Hyposulfiten. CH193915A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1265147B (de) * 1962-07-16 1968-04-04 Ici Ltd Verfahren zur Herstellung von Dithionit

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1265147B (de) * 1962-07-16 1968-04-04 Ici Ltd Verfahren zur Herstellung von Dithionit

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