CH193918A - Verfahren zur Herstellung eines Sulfonierungsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Sulfonierungsproduktes.

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CH193918A
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Permutit Aktiengesellschaft
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Permutit Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines Sulfonierungsproduktes.    Gegenstand der Erfindung bildet ein  Verfahren zur Herstellung eines     Sulionie-          rungsproduktes.    Das Verfahren ist dadurch  gekennzeichnet,     dass    eine Kohlenstoff und  Wasserstoff enthaltende Substanz mit einem  wasserentziehenden     Sulfonierungsmittel    unter  solchen Bedingungen behandelt wird,     dass     unter Volumenvergrösserung und teilweiser  Oxydation der Substanz eine schwarze kohle  artige, unlösliche Sulfonsäure entsteht, die  säurebeständig und befähigt ist, mit Metall  ionen unlösliche Verbindungen zu bilden,  deren Kationen aber austauschbar sind.

   Das  erhaltene Produkt kann aus diesem Grunde  zum Austausch von in Flüssigkeiten ent  haltenen Kationen verwendet werden. Als  Kohlenstoff und Wasserstoff enthaltende  Substanzen kommen z. B. Holz, Torf, Kork,  Braunkohle, Steinkohle, Halbkoks, Anthrazit,  Holzkohle und dergl. in Betracht, während  als Sulfonierungsmittel, z. B. Schwefelsäure,  vorzugsweise konzentrierte Schwefelsäure,  Chlorsulfonsäure und Schwefelsäureanhydrid    oder Gemische solcher Stoffe verwendet wer  den können.  



  <B>E .</B> s wurde nämlich gefunden,     dass    man  durch eine derartige Behandlung zu einem  Produkt gelangt, das vielfacher Anwendung  fähig ist. Die Kohlenstoff und Wasserstoff  enthaltenden Ausgangsmaterialien     unterlie-          ,gen    dabei, soweit sie     niellt    schon schwarz  sind, einer     Seltwärzung    und blähen sich     ier-          ner    auf, so     dass    das Volumen der behandelten  Masse sieh erheblich vergrössert, z. B. bei  Verwendung von Braunkohle oder Holzkohle,  etwa verdoppelt.

   Vor allem tritt aber auch  ausser dieser     Dehydratisierung    und physika  lischen Veränderung eine chemische Verän  derung auf, die den Stoffen Eigenschaften  verleiht, die bisher nicht bekannt waren. Die  chemische Veränderung beruht     wahrschein-          lieh    darin,     dass    die Schwefelsäure oder     dergl.     nicht nur oxydierend wirkt, was sich darin  zeigt,     dass    bei der Einwirkung schweflige  Säure entwickelt wird,<B>d.</B> h.

       dass    eine Reduk  tion der Schwefelsäure und     ein'    oxydierende      Reaktion auf die Kohlenstoff und Wasser  stoff enthaltende Substanz stattfindet, son  dern es findet wahrscheinlich ausser dieser  oxydierenden Wirkung, die mit der Bildung  säureartiger, alkoholartiger oder     esterartiger     Verbindungen verknüpft sein kann, auch eine  substituierende 'Wirkung statt, die sich zum  Beispie l in der Bildung einer     Sulfon-          säure    von offenbar grossem Molekulargewicht  äussern kann. Jedenfalls zeigen die erfin  dungsgemäss erhaltenen Verbindungen Eigen  schaften, die in dieser Richtung gedeutet  werden können.

   Sie vermögen zum Beispiel  Kationen aufzunehmen, und zwar nicht nur  aus Basen oder durch Hydrolyse basisch wir  kenden Salzen, sondern auch aus Salzen, die  als Anion ein starkes Säureradikal, wie Z. B.  SO4ii, NO3' oder Cl' enthalten. Dass die  Anionen schwächerer Säuren, wie z. B. von  Essigsäure und ähnlichen organischen Säu  ren, die Aufnahme der Kationen nicht min  dern, ist darnach offenbar. Die aus dem  Salze freiwerdende Säure kann ein pH von  2.8 oder noch darunter aufweisen, z. B. von  2, so dass es gelingt, aus Salzen Säure frei  zumachen. Es findet also ein     Wasserstoffio-          nenau8stausoch    statt, beidem das Wasserstoff  ion des neuen Stoffes gegen das Kation  eines Salzes ausgetauscht wird.  



  Die erfindungsgemäss erhältlichen Pro  dukte sind auch zu dem eigentlichen Basen  austausch befähigt. Hat man sie beispiels  weise mit Natriumionen beladen, so kann  man nunmehr einen Austausch gegen     Calcium-          ionen    herbeiführen, indem man die Lösung  eines Calciumsalzes mit dem neuen Stoff in  Berührung bringt. Es werden dann die     Cal-          eiumionen    gegen die Natriumionen ausge  tauscht, so dass eine Lösung des entsprechen  den Natriumsalzes entsteht, die unter Um  ständen ealciumfrei sein kann.

   In der prak  tischen Verwendung hat sich gezeigt,     dass     zum Beispiel Wasser beim Durchlaufen  durch den Wasserstoffaustauscher seine Ba  sen völlig verliert, so     dass    ein Wasser abläuft,       dass    nicht nur härtefrei, sondern überhaupt  völlig salzfrei ist und das lediglich die Säu  ren enthält, die den im Wasser gelösten Sal-    zen entsprechen, also beispielsweise Kohlen  säure, Schwefelsäure, Salzsäure. Durch ge  eignete weitere Aufbereitung, z. B. durch Er  hitzen oder durch     Fällungsreaktion    oder auch  durch     elektrodialytische    Verfahren kann man  auch diese Säuren aus dem Wasser be  seitigen.  



  Es werden also von den neuen Produkten  Salze mit den Alkalien oder Erdalkalien ge  bildet, die unlöslich und gegen nicht zu kon  zentrierte Mineralsäuren beständig sind.  



  Die Stoffe lassen sich wieder, wenn ihre  Fähigkeit der     Kationenaufnahme    erschöpft  ist, zurückbilden, indem man sie mit stärke  ren Säuren, die z. B. ein pH von etwa 1  oder darunter haben, regeneriert. Nach dem  Auswaschen dieser Säuren entfalten sie wie  der ihre alte Wirksamkeit. Desgleichen fin  det eine Zurückbildung der reaktionsfähigen  Stoffe wieder statt, wenn es sich am reinen  Basenaustausch handelt, wenn also z. B.     Na-          lriumion    gegen     CalGiumion    ausgetauscht wor  den ist, indem     man    mit der Lösung eines       Natriumsalzes    die     Caleiumionen    wieder ihrer  seits austauscht.

   Hervorgehoben sei,     dass    sieh  diese Austauschreaktion     natürlieh    nicht auf  Alkali- oder     Erdalkalisalze    beschränkt, son  dern     dass    alle Salze auch solche der     Schwer-          oder    anderer Leichtmetalle in gleicher Weise  umgewandelt werden.  



  Zur Herstellung des neuen     Sulionierungs-          produktes    verfährt man im Sinne der vor  liegenden Erfindung beispielsweise folgen  dermassen:  <B>1. 50</B>     Gewichtsteile    mittelfeuchter Braun  kohle     (15510'    Wasser) werden fein zerklei  nert mit     '200        Gewiehisteilen    konzentrierter  Schwefelsäure, von<B>93 %</B> vermischt. Bei dem  Vermischen tritt eine Erwärmung auf etwa  <B>70</B> bis<B>80 '</B> ein. Es wird dann noch erhitzt,  zweckmässig unter Rühren, bis eine Tempera  tur von etwa<B>150 '</B> erreicht wird und schwef  lige Säure entweicht.

   Infolge     Schäumens          muss    man für     Schaumrührer    und Steigraum  Sorge tragen. Nach etwa<B>U</B> Stunde kann die  Erhitzung unterbrochen werden. Die Schwe  felsäure kann von dem in seinem Volumen  gegenüber dem des Ausgangsmaterials     ver-          kD         grösserten Reaktionsprodukt - zum Beispiel  durch     Abfiltrieren    durch säurebeständige  Filter - zum Teil abgetrennt und von neuem  benutzt werden. Durch Waschen mit Wasser  in systematischer Weise wird die Schwefel  säure nunmehr ausgewaschen.  



  In diesem Beispiel kann das Verhältnis  von Braunkohle zu Schwefelsäure geändert  werden. Ebenso kann die Erhitzungshöhe  und dauer eine andere sein. Bei längerer Er  hitzung oder höherer Erhitzung entstehen  aktivere Stoffe. Insbesondere kann man von  Braunkohle bestimmter Körnung, z. B. 1 bis  2 mm, ausgehen, um dann ein Reaktions  produkt von gleichfalls im wesentlichen kör  niger Struktur zu erhalten.  



  2. Geht man von zum Beispiel Holzkohle  aus, it so kann man wie folgt verfahren:  50 Gewichtsteile Holzkohle werden mit  100 bis 150 Gewichtsteilen einer Schwefel  säure von 95% zusammengebracht, wobei  keine Erwärmung stattfindet. Man erhitzt  tilin bis lebhafte SO2-Entwiaklung     stattfin-          rlet,    die ohne Schäumen verläuft. Nach 10 bis  15 Minuten unterbricht man die Erwärmung  und verfährt dann wie im Beispiel 1 ange  geben.  



  <B>er,</B>  An Stelle von konzentrierter Schwefel  säure kann auch verdünntere Schwefelsäure  von z. B. 70 bis 80% oder ein anderes     Sulfo-          nierungsmittel,    wie Chlorsulfonsäure, Mono  hydrat, rauchende Schwefelsäure oder eine  ähnlich wirkende Verbindunog verwendet  werden. Bei den stärker wirkenden Verbin  dungen kann die Einwirkungsdauer und  Höhe der Erhitzung dieser stärkeren Wir  kung angepasst werden.  



  Es tritt eine starke Volumenvermehrung  der kohenstoffhaltigen Substanz ein.  



  3. 50 Gewiehtsteile Presskohle aus Braun  kohle, die auf eine Korngrösse zwischen Sie  lien 9/25 oder 25/1 oder 81/380 oder auf eine  andere Korngrösse gebracht sind, werden kalt       init    dem vierfachen Gewicht rauchender  Seliwefelsäure, die 65 %wo SO3 enthält, ge  mischt. Es tritt lebhafte Erwärmunog ein,  nach deren Beendigung das erhaltene, in sei  nem Volumen gegenüber dem des     Ausgangs-            materials    vergrösserte Reaktionsprodukt mit  Wasser gewaschen und geschlämmt wird.  



  An Stelle des in Beispiel<B>3</B> genannten  Ausgangsmaterials können auch andere Aus  gangsmaterialien, wie z. B. Steinkohle,     Press-          kohle    aus Steinkohle,     Halbkoks,    Anthrazit,  alte und junge Braunkohle, Zellstoff, oder  andere organische Stoffe verwendet werden.  Ebenso kann die Menge der angewandten  Schwefelsäure und ihre Konzentration geän  dert werden.  



  4. 50 Gewichtsteile Steinkohle der Kör  nung wie in Beispiel<B>3</B> werden in der Kälte  mit 180 Gewiehtsteilen konzentrierter Schwe  felsäure von 66' B6 vermischt. Es tritt lang  same Erwärmung ein. Nach längerem Stehen  wird aufgearbeitet. Zwischen Steinkohlen  verschiedener Herkunft und Art ergeben sich  gewisse Unterschiede in der Einwirkung.  



  Auch bei diesem Beispiel können an  Stelle der Steinkohle andere Stoffe, wie sie  z. B. in Beispiel 3 angegeben worden sind,  verwendet werden. Ebenso kann die Dauer  der Einwirkung variieren.  



  5. Die gleiche Menge Steinkohle oder  eines der andern Stoffe werden mit der glei  chen Menge Schwefelsäure, wie in Beispiel 4  angege g ben, vermischt und dann auf 120 bis  150' erhitzt.  



  <B>6. 50</B> Gewichtsteile einer     rezenten    Braun  kohle werden in die 2- bis     4-fac'he    Gewichts  menge auf<B>100</B> bis<B>150'</B> erwärmter konzen  trierter Schwefelsäure eingetragen, wobei die  Temperatur weiter steigt und     Volumenver-          (Yrösserung    eintritt.  



  An Stelle der rezenten Braunkohle kön  nen auch harte, z. B. böhmische, Braunkoh  len oder andere oben wiederholt genannte  Stoffe verwendet werden.  



  <B>7. 50</B> Gewichtsteile bei<B>100'</B> getrockneter  böhmischer Braunkohle werden     mit    rauchen  der Schwefelsäure, die<B>12,5 %</B>     SO#,    enthält,  behandelt. Die     Braun-kohle    kann in Form  von     Presskolile    Verwendung finden, oder es  können andere Stoffe an ihre Stelle treten,  wobei stets Volumenvergrösserung eintritt.  



  <B>8.</B> Braunkohle -wird mit siedender Salz  säure ausgezogen und nach Trocknen mit      konzentrierter Schwefelsäure, wie oben be  schrieben, behandelt, wobei gleichfalls Tem  peratursteigerung und Volumenvergrösserung  eintritt. An Stelle von Salzsäure kann auch  eine andere Säure, z. B. auch verdünnte  Schwefelsäure, verwendet werden.  



  9. Wird an Stelle von konzentrierter  Schwefelsäure Chlorsulfonsäure verwendet,  so findet eine Reaktion statt, die der mit  konzentrierter Schwefelsäure sehr ähnlich ist,  zum Beispiel behandelt man Steinkohle mit  Chlorsulfonsäure bei einer Temperatur von  100 bis 150' gemäss Beispiel 6.  



  10. Lässt man über zum Beispiel     ge-          kömte    Steinkohle gasförmiges     Schwefel-          säukanhydrid    streichen, wobei man das An  hydrid durch Luft oder andere inerte Gase,  z. B. Kohlensäure, verdünnen kann, so findet  an der Berührungsstelle des gasförmigen<B>SO,</B>  und der Kohle lebhafte Erwärmung statt,  die durch die Masse fortschreitet, während  die vorher warmen Teile sich wieder abküh  len. Nachdem die Erwärmung durch die  ganze Masse hindurchgeschwelt ist, wird  noch in der Masse enthaltenes SO3, gegebenen  falls unter Erwärmen, ausgetrieben. Die  Aufarbeitung des in seinem Volumen vergrö  sserten Produktes erfolgt wie oben angegeben.

    Die Einwirkung des SO3, kann man mässigen  oder verstärken durch grössere oder geringere  Verdünnung des SO, oder durch Kühlung  des Reaktionsgefässes oder Erwärmung, z. B.  auch der Gaze.  



  Mit Vorteil kann man hierbei die durch  katalytische Oxydation von SO, oder     SO2-          haltigen    Gasen, wie Röstgasen, wie sie zum  Beispiel bei der Herstellung von Kontakt  schwefelsäure gebildet werden, erhaltenen  Gase verwenden. Die bei der Reaktion ent  stehenden SO2-haltigen Gase lassen sieh  gleichfalls wieder     aufoxydieren    und nach  der Oxydation zu SO, wieder für den glei  chen Zweck verwenden. Es lässt sich auf diese  Weise eine besonders wirtschaftliche Dar  stellung der aktiven Produkte durchführen.

    Auch die an den aktiven Stoffen etwa noch       anliaftende    und     auswaschbare    Schwefelsäure    lässt sich durch Konzentrieren wieder gewin  nen, wenn durch in bekannter Weise ausge  führte Wasellprozesse, zum Beispiel im  Gegenstrom, verhältnismässig hohe Gehalte  der Schwefelsäure in der Waschflüssigkeit  erhalten werden.  



  11. 80 Gewielltsteile. Rohrzucker wer  den mit 180 Gewiecltsteilen konzentrierter  Schwefelsäure von 60' Bä übergossen. Die  Masse wird langsam erwärmt. Bei 70' tritt  zunächst vollkommene Lösunog ein. Die Tem  peratur beginnt dann von allein zu steigen  und erhöht sieh rasch auf<B>150',</B> wobei Ver  festigung eintritt. Es wird ein Erzeugnis  erhalten, dessen Volumen etwa 20 bis<B>25</B>     %     grösser ist als das des Ausgangsmaterials.  Auch hier kann die Reaktion, zum Beispiel  durch Kühlung, gemässigt oder auch sonst       beeinflusst    werden.  



  Bei der Einwirkung auf Holz, zum Bei  spiel in Form von Sägespänen, tritt in einem  gewissen Stadium des Aufschlusses zunächst       D     eine fast völlige Homogenisierung ein, so     dass     die Masse wie ein     seliwarzbrauner    Sirup aus  sieht. Beim weiteren Aufarbeiten, zum Bei  spiel beim Verdünnen mit Wasser, tritt dann  wieder eine Verteilung in eine     inhomogene     feste und in ihrem Volumen vergrösserte  Masse ein, die dann nach Auswaschen gleich  falls die oben gekennzeichnete Eigenschaft  zeigt. Die einzelnen Teilchen behalten jedoch  stets eine gewisse Weichheit.  



  Es hat sieh deshalb als zweckmässig her  ausgestellt, die oben genannte homogene,  sirupartige Masse auf     Trägerstoffe,    und zwar  zweckmässig poröse aufzubringen     bezw.    von  Trägerstoffen ansaugen zu lassen. Als solche  Trägerstoffe wird man zweckmässig solche  wählen, die auch bei Berührung mit Säuren  beständig oder wenigstens ausreichend be  ständig sind, z. B. Bimsstein, gebrannte kera  mische Massen, wie Porzellan, Steingut,     Cha-          motte,    Ton,     Iniusorienerde,    oder     grossober-          flächige    Stoffe, wie aktive Kohle oder     Kie-          selsäu-regel.     



  Nach dem Aufbringen oder Imprägnie  ren werden die Stoffe, wie oben beschrieben,  weiter fertig behandelt. Man hat hier     den         Vorteil,     dass    man die Trägerstoffe in einer  zweckmässigen Korngrösse von z.B. 0,5 bis  1 mm oder 1 bis 2 mm usw. anwenden kann.  



  An Stelle des Aufschliessungsproduktes  von Holz kann man auch andere geeignete,  der Umwandlungsbehandlung noch nicht,  teilweise oder bereits völlig unterworfene  organische Stoffe auf derartige Trägerstoffe  auftragen oder die Trägerstoffe mit den er  wähnten Stoffen imprägnieren und hierauf,  soweit nötig, der weiteren Umwandlungs  behandlung unterwerfen. Zum Beispiel kann  man Teer oder peehartige Stoffe auftragen  oder zum Imprägnieren verwenden und dann  erst die Säurebehandlung vornehmen.  



  Oder man kann auch aus den feinverteil  ten Trägerstoffen, z. B. Infusorienerde oder  zerkleinerten, z. B. zermahlenen, andern Stof  fen, Presskörper unter Veirwendung der auf  geschlossenen siruipartigen Holzmasse oder  auch der noch plastischen aktiven Holzmasse  oder auch anderer geeigneter organischer  Stoffe, wie z. B. Teer oder Pech, bilden und  diese Presskörper dann verwenden bezw.  weiterverarbeiten. Es können auch orga  nische Stoffe anderer Art, die sich     zweck-          ässig    in konzentrierte Lösungen bringen  lassen, z. B. Zucker, Dextrin, in die porösen  Massen eingebracht und dann, wie oben be  schrieben, weiterbehandelt werden.  



  Verwendet man z. B. feinverteilte Stoffe,  z. B. feinverteilte Braunkohle oder Holz  kohle und andere, zur Herstellung der akti  ven Masse, so kann man durch geeignete  Pressung und Formgebung, z. B. in einer  Strangpresse, zweckmässig unter Zugabe von  plastischen Massen, besonders von den oben  beschriebenen plastischen aktiven Massen,  durchlässige Massen erzeugen. Man kann  auch Stoffe zusetzen, die beim Berühren mit  Wasser oder Säure koagulieren, z. B.     Cellu-          losexanthogenatlösungen    oder auch gelartige  Kieselsäure oder Kieselsäuresole zugeben.  Stets erhält man Massen, die die oben     be-          sehriebene    Eigenschaft in mehr oder weniger  starkem Masse aufweisen.  



  Es können auch au sich in aktive Massen  umwandelbare Stoffe, wie z. B. Holzkohle,    als Trägerstoffe verwendet werden, indem  man in sie die z. B. beim Holzaufschluss ent  stehende sirupartige Masse aufsaugen lässt.  



  Man verfährt hierzu zum Beispiel<B>so,</B>     dass     man in die beim Holzaufsclhluss entstehende  sirupartige Masse, z. B. Bimsstein oder Holz  kohle in einer Korngrösse von 0,5 bis 1 bis  2 mm unter Rühren in einer solchen Menge  einträgt,     dass    im wesentlichen Aufsaugen  eintritt. Man kann hierbei weiter erhitzen,  um die Aufsaugung zu vervollständigen. Die  Masse wird dann in Wasser eingetragen und  ausgewaschen. Die Weiterbehandlung findet  wie oben beschrieben statt. Man kann auch  andere Kohlenstoff und Wasserstoff enthal  tende Abfallstoffe verwenden.  



  Schliesslich hat es sich gezeigt,     dass    auch  natürliche, mit Kohlenstoff und Wasserstoff  enthaltenden Materialien imprägnierte oder  gemischte Stoffe verwendet werden können,  wie z. B. bituminöse Schiefer.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung eines Sulionie- rungsproduktes, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kohlenstoff und Wasserstoff enthaltende Substanz mit einem wasserentziehenden Sul- fonierungsmittel unter solchen Bedingungen behandelt -wird, dass unter Volumenvergrösse rung und teilweiser Oxydation der Substanz eine schwarze kohleartige, unlösliche Sulion- säure entsteht, die säurebeständig und be fähigt ist, mit Metallionen unlösliche Verbin dungen zu bilden, deren Kationen aber aus tauschbar sind.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung der Kohlenstoff und Wasserstoff enthalten den Substanz mit Schwefelsäure durch geführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung der Kohlenstoff und Wasserstoff enthaltenden Substanz mit rauchender Schwefelsäure durchgeführt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung der Kohlenstoff und Wasserstoff enthalten den Substanz mit Schwefelsäureanhydrid durchgeführt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung der Kohlenstoff und Wasserstoff enthaltenden Substanz mit Chlorsulfonsäure durehge- führt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlenstoff und Wasserstoff enthaltende Substanz vor der Behandlung mit dem Sulfonierungsmittel einer Formgebung unterworfen wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Uln- teranspruch <B>5,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz unter Zusatz plastischer Massen einer Formgebung unterworfen wird.
    <B>7.</B> Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlenstoff und Wasserstoff enthaltende Substanz zu nächst auf Trägerstoffe aufgebracht und auf diesen der Behandlung mit dem Sul- fonierungsmittel unterworfen wird. <B>8.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlenstoff und Wasserstoff enthaltende Substanz zu nächst teilweise der Umwandlungsbehand- lung unterworfen, dann auf Trägerstoffe k# aufgebracht und hierauf der restlichen rmwandlungsbehandlung unterzogen wird.
CH193918D 1934-04-13 1935-04-08 Verfahren zur Herstellung eines Sulfonierungsproduktes. CH193918A (de)

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