CH193975A - Verfahren zum Strecken von vorgelochten becherförmigen Luppen auf einer Rohrstossbank. - Google Patents

Verfahren zum Strecken von vorgelochten becherförmigen Luppen auf einer Rohrstossbank.

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CH193975A
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      Verfahren    zum Strecken von vorgelochten     beeherförmigen        Lnppen    auf einer       Rohrstossbank.       Es ist bekannt, Eisen- oder Stahlrohre  auf einer Stossbank aus einer     becherförmigen     vorgelochten     Luppe    herzustellen.

   Ist in einem  Hub eine Streckung auszuführen, bei der die  glühende     Luppe    auf mindestens die zehn  fache Länge gestreckt werden soll, so sind  in den üblichen Stossbänken mit Ziehringen  die Ziehringe in so grossen Abständen ange  ordnet, dass das Werkstück auf der Bank  beim Eintritt in das kleinste Kaliber durch  höchstens vier, in Ausnahmefällen vielleicht  fünf, in anderen Teilen des Ringbettes je  doch bloss durch zwei bis drei Ziehringe  gleichzeitig bearbeitet wird.

   Da für diese  das Zehnfache übersteigende Streckung die  Gesamtzahl der Steckringe, um ein Reissen  des Werkstückes zu verhüten, mehr als 20  sein muss, so wird das Werkstück bei Ein  tritt in das kleinste Kaliber durch weniger  als ein Viertel, meistens weniger als ein  Fünftel sämtlicher Ziehringe gleichzeitig be  arbeitet, die auf höchstens das letzte Viertel    der Länge des Ringbettes verteilt sind, wo  durch das     Kaliberbett    eine Länge erhält,  die mehr als das Zweifache der Länge des  herzustellenden Rohres beträgt. Der Hub der  Stossbank wird infolgedessen so lang, dass  sich das Werkstück während des Hubes stark  abkühlt. Infolgedessen wird auch die  er  forderliche Stosskraft unverhältnismässig hoch.  



  Zur Vermeidung dieser Nachteile wird  das Strecken beim Verfahren gemäss der  Erfindung auf einer Stossbank mit aus an  triebslosen Rollen gebildeten Kalibern vor  genommen, deren Anzahl den     Streckungs-          faktor,    also das Verhältnis zwischen den  Längen des fertigen Rohres und der Aus  gangsluppe, übersteigt, die so nahe anein  ander gerückt und derart abgestuft sind, dass  sich das Werkstück bei seinem Eintritt in  das kleinste Kaliber mindestens auf die  zweite     Hälfte    der ganzen Länge der Kaliber  reihe erstreckt und dabei durch mindestens  die Hälfte der Gesamtanzahl der Kaliber      gleichzeitig bearbeitet wird.

   Dabei kann also  die ganze     Kaliberreihe    kürzer sein, als das  gestreckte Rohr, unter Umständen sogar so  kurz, dass die Hublänge der Stossbank ge  ringer wird als die zweifache Länge des  herzustellenden Rohres.  



  In der Zeichnung ist eine zur Ausführung  des erfindungsgemässen Verfahrens geeignete  Stossbank dargestellt, und ein Ausführungs  beispiel des Verfahrens sei im Zusammenhang  mit dieser beschrieben.  



       Fig.    1 ist ein schematischer Längsschnitt  der Stossbank       Fig.    2 zeigt das teilweise gestreckte Rohr  beim Eintritt des Werkstückes in das letzte  (kleinste) Kaliber in grösserem     Massstabe    und       Fig.    3 eine Vorderansicht eines Rollen  kalibers mit drei unter einem Winkel von  120' angeordneten Rollen.  



  Das in     Fig.    3 veranschaulichte Kaliber  besteht aus drei, in einem Träger s drehbar  gelagerten Rollen     r,    die unter Winkeln von  1200 versetzt ein Kaliber vom Durchmesser  D umschliessen. Der Durchmesser d der Rollen  versteht sich am Boden der Rille g gemessen.  Das Kaliber kann je nach dem Bedarf aus  zwei oder mehr als drei Rollen gebildet sein.  



  Die Stossbank enthält eine Anzahl von  Kalibern, die grösser ist als das     Streckungs-          verhältnis,    also das Verhältnis des gestreck  ten Rohres zu der als Ausgangswerkstück  benutzten     Luppe.     



  Die in     Fig.    1 dargestellte Stossbank soll  die vor ihrem Eintritt in das erste Kaliber  mit gebrochenen Linien dargestellte     Luppe    b  von einer Länge L auf beispielsweise die  dreizehnfache Länge     d.    strecken, zu welchem  Zwecke mehr als, dreizehn, beispielsweise  siebzehn Kaliber     al-al7    vorgesehen sind,  durch welche die auf das Ende des Dornes  <I>an.</I> aufgeschobene     Luppe   <I>b</I> hindurchgestossen  wird. Das fertige Rohr ist nach Austritt aus  dem kleinsten Kaliber     a17    mit strichpunk  tierten Linien gezeichnet.

   Der Rollendurch  messer in den einzelnen Kalibern ist in bezug  auf den     Kaliberdurchmesser    so gewählt, dass  das Verhältnis
EMI0002.0018  
   vom kleinsten (letzten)    Kaliber     a17    gegen das erste (grösste) Kaliber       a1        allmählig    abnimmt. Beim vorliegenden  Beispiel beträgt das Verhältnis
EMI0002.0022  
   im letzten       bezw.    kleinster) Kaliber 1,3 und im ersten,  grössten Kaliber     a1    beispielsweise 1.  



  Das teilweise gestreckte Rohr zu ist in       Fig.    1 mit vollen Linien in der Stellung  angedeutet, in welcher das Werkstück in das  letzte, kleinste Kaliber     a17    tritt. In diesem  Augenblick erstreckt sich das Werkstück über  eine Länge B von etwa 6,7 L, also auf  eine Länge die grösser ist, als die Hälfte der  ganzen Länge C des     Kaliberbettes,    welche  11 L beträgt.

   Dabei befindet sich das Werk  stück gleichzeitig in 11 Kalibern     a7-a17.          Fig.    2 zeigt das Werkstück in dieser Stellung  in grösserem     Massstabe.    Da die gesamte  Anzahl der Kaliber der Stossbank im darge  stellten Beispiel siebzehn beträgt, während  die Anzahl der das Werkstück beim Eintritt  in das kleinste Kaliber gleichzeitig bearbei  tenden Kaliber 11 ist, ist diese Zahl grösser  als die Hälfte der Gesamtzahl der Kaliber.  



  Gemäss     Fig.    1 befinden sich sämtliche  Kaliber     al-al7    innerhalb einer Länge von  11 L, d. h. die ganze Länge des Kaliber  bettes ist kürzer als das gestreckte Rohr,  dessen Länge 13 L beträgt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Strecken von vorgelochten, becherförmigen Luppen auf einer Robrstoss- bank in einem Hub auf mindestens die zehn fache Länge mittels aus antriebslosen Rollen gebildeten Kalibern, deren Anzahl den Streckungsfaktor übersteigt, dadurch gekenn zeichnet, dass das Strecken in so nahe an- einandergerückten und derart abgestuften Kalibern erfolgt,
    dass sich das Werkstück bei seinem Eintritt in das kleinste Kaliber mindestens auf die zweite Hälfte der ganzen Länge der Kaliberreihe erstreckt und sich dabei gleichzeitig mindestens in der Hälfte der Gesamtanzahl der Kaliber befindet.
CH193975D 1936-06-29 1937-01-09 Verfahren zum Strecken von vorgelochten becherförmigen Luppen auf einer Rohrstossbank. CH193975A (de)

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