CH193978A - Selbsttätige Bohrmaschine, insbesondere zum Bohren von Löchern grosser Tiefe. - Google Patents

Selbsttätige Bohrmaschine, insbesondere zum Bohren von Löchern grosser Tiefe.

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CH193978A
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Herrmann Richard
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  Selbsttätige Bohrmaschine, insbesondere zum Bohren von Löchern grosser Tiefe.    Die Erfindung betrifft eine selbsttätige       Bohrmaschine,    insbesondere zum Bohren von       Löchern        grosser    Tiefe, bei der der Bohrer  während des.     Bohrvorganges    zum     @Vegschaf-          fen    der Späne mehrmals im Eilgang hoch  gezogen und dann wieder im Eilgang bis  nahezu auf die vorher erreichte Tiefe bewegt  wird und es     ist    :

  der     Erfindungsgegenstand     gekennzeichnet durch einen Hilfselektro  motor, der über ein     Differentialgetriebe    die  Bohrspindel im Eilgang verschiebt, einen       Eilgangschalter    mit     Schaltstellungen,    für       Rücklauf,    Vorlauf und Stillstand dieses  Hilfselektromotors und durch eine     Sperr-          vorrichtung,    die diesen     Eilgangschalter    wäh  rend der Dauer des     Bohrvorschubes    in der  Ausschaltstellung     sperrt.     



  Die     Zeichnung        stellt    ein     Ausführungs-          beispiel    des     Erfindungsgegenstandes    dar.       Fig.    1 zeigt einen Längsschnitt durch die  Maschine;       Fig.    2 zeigt den     Getriebeplan    der  Maschine. im Schnitt nach Linie 2-2 der       Fig.    1;

           Fig.    3 zeigt das Schaltgetriebe während  des     Bohrvorganges    in Ansicht     in    grösserem       Massstabe    von der     linken.        Seite    ,der Maschine  gesehen;       Fig.    4     zeigt    das Schaltgetriebe während  des     Bohrvorganges    in     Ansicht    von der rech  ten Seite d er Maschine gesehen;       Fig.    5 zeigt einen waagrechten Schnitt  nach Linie 5-5 der     Fig.    1 durch das Schalt  getriebe;

         Fig.    6 ist ein     Querschnitt    nach Linie  6-6 der     F'ig.    5 durch die     äussern        .Schalter-          teile;          Fig.    7 und 8     zeigen:    Einzelheiten der äu  ssern     Schalterteile    in Ruhe- und Arbeitsstel  lung;

         Fig.    9 zeigt einen     Senkrechtschnitt    nach       Linie    9-9 der     Fig.    1     durch,    die Steuerschal  te     g 'Tuppe;          Fig.    10 zeigt die     Sprungschaltung    des       Steuerschalters    im     Senkrechtschnitt    nach  Linie     10-10    der     Fig.    3 und 11,       Fig.    11 die Sprungschaltung im     Waag-          rechtscUnitt    nach Linie 11-11 .der     Fig.    10;

             Fig.    12 zeigt die Verriegelung des Haupt  schalters:;       Fig.        13,    und 14 zeigen die Verriegelung  des     E.ilgangschalters    in zwei     Stellungen;          Fig.    15 zeigt das Schaltschema der Ma  schine;       Fig.    16 zeigt an einem     Zeit-Weg-Dia-          gramm    die     Arbeitsweise    der Maschine;       Fig.    17 bis 22 zeigen verschiedene Schalt  stellungen.  



  Es soll nun     zunächst    die     körperliche    Be  schaffenheit der Maschine beschrieben wer  den, wobei zum besseren Verständnis der  Wirkungsweise gleichzeitig das Zusammen  arbeiten der Einzelteile erläutert wird.  



  Die Bohrspindel 1 ist in der Lagerhülse  2, gelagert, die     längsverschiebbar    im Gehäuse  3 geführt ist.     Das        Gehäuse    3 ist an einem  Ständer 4     befestigt,    auf dessen Tischfläche 5  das zu bohrende Werkstück 6 aufgesetzt ist.  



  Die Bohrspindel 1 wird in Drehung ver  setzt von einem Hauptmotor A, -der auf den  Deckel 7 des     Getriebegehäuses    8 aufgesetzt  ist, und zwar durch das auf die     Motorwelle     9     aufgesetzte        Ritzet    10, das mit dem auf das  obere Ende der Schaftwelle 11 aufgesetzten  Zahnrad 12 in     Eingriff    steht. Die Schaft  welle 11 ist gleichachsig mit der Bohrspindel  1 im     Getriebegehäuse    8     gelagert    und nimmt  in üblicher Weise .die Bohrspindel 1 mit  ihrem untern,     längsgenuteten    Schaftende 13  mit.

   Dicht unterhalb ihrer Lagerstelle sitzt  auf der     Schaftwelle    ein Zahnrad 14,     das    die       Vorschubbewegung    von -der Schaftwelle 11  durch das Zahnrad 15 auf die Schnecken  welle     1!6        überträgt,    die im     Getriebegehäuse    8  und im Gehäuse 3 ,gelagert ist. Die auf ihrem       untern    Ende sitzende Schnecke 17 treibt das       Vorschubschneekenrad    1,8 an, das auf der       Querwelle    19     (Fig.    1 und 2') sitzt, die im Ge  häuse '3     gelagert    ist.

   Auf     das    äussere Ende  der     Querwelle    19     ist    ein     Vorschubwechselrad     20 aufgesetzt, das mit .dem zweiten Wechsel  rad 21     in    Eingriff steht, das auf dem     äussern     Zapfen der Differentialwelle 2.2     eines        Diffe-          rentialgetriebes    23, 23', 24,     2@6"    217     (Fig.    2)  sitzt, die ebenfalls im     Gehäuse    3 gelagert ist.

    Durch dieses Differentialgetriebe kann die         Lagerhülse    2 mittels     Ritzel        3,6    sowohl mit  dem von der .Schaftwelle 11     abgeleiteten    nor  malen; Bohrvorschub,     wobei    das Kegelrad 23  durch die auf der dabei festgehaltenen Nabe  24 sitzenden Planetenräder 27     das        Kegelrad          2!3'    mit gleicher Geschwindigkeit, aber in       entgegengesetzter    Drehrichtung antreibt, als  auch mit dem von     einem    Hilfsmotor     V    abge  leiteten     Eilgang    verschoben werden,

   wobei  .die sich auf dem Kegelrad     23    abwälzenden       Planetenräder    2,7     da:s    Kegelrad     2!3'    mit ver  doppelter Geschwindigkeit in gleichem Dreh  sinn antreiben. Auf die     Differentialwelle    22  ist links das Kegelrad<B>23</B> fest, rechts das       zweite    Kegelrad     23,    lose aufgesetzt, das mit  einem Zahnrad 25 verbunden ist.

   Zwischen  den     Kegelrädern        23    und 23' läuft auf der       Differentialwelle    22 lose die Nabe 24, auf  deren Zapfen<B>216</B> die mit den Kegelrädern 23  und 23' in     Eingriff        stehenden    Planetenräder  27 laufen. Mit der Nabe 24 fest verbunden  ist das     Eilgangschneckenrad    28. In dieses  greift die     Schnecke    29     (Fig.    1) ein, die auf  dem     untern    Ende der     Eilgangschneckenwelle     30 sitzt, die einerseits im Gehäuse 3, ander  seits im     Getriebegehäuse    8 gelagert ist.

   Die       Eilgangschnecke    30 wird von dem Hilfs  elektromotor V     angetrieben,    der ebenfalls auf  den     Deckel    7 aufgesetzt ist, durch das auf       seiner    Motorwelle 31 sitzende Zahnrad 32,  das mit dem Zahnrad     313    in Eingriff steht.

    Wenn der Hilfsmotor V eingeschaltet     ist    und  läuft, so wird durch die     Eilgangschnecke    30  das     Eilgangschneckenrad    28     angetrieben    und       das    Kegelrad 213' wird     dann        mit        etwa    doppel  ter Geschwindigkeit, wie das     Eilgangschnek-          kenrad    28     angetrieben.    Da sich das Kegelrad  23 durch den     Bohrvorschubantrieb    nur sehr  langsam dreht, kann es für den Eilgang als  stillstehend     angesehen    werden.

   Das Zahnrad  25     (Fig.    2)     treibt,die        Vorschubritzelwelle    34       durch,das    fest auf dieser sitzende Zahnrad     :35     an. Die     Vorschubritz-elwelle    34 trägt in ihrer  Mitte das schrägverzahnte     Vorschubritzel    36,  das in die ebenfalls schrägverzahnte Vor  schubzahnstange     3!7    eingreift, die au der  Lagerhülse 2 befestigt ist.

   Die Vorschub  ritzelwelle     34    ist     im    Gehäuse 3 längsver.-      schiebbar gelagert und wird in der in     Fig.    2  gezeigten     Ruhestellung    durch eine Sperrvor  richtung gehalten, und zwar durch den auf  ihrem äussern Zapfen 34' sitzenden Ring 38,  der durch die Feder 3,9 mit einer bestimmten,  durch -die     Mutter    40 einstellbaren     Vorspan-          nung        gegen,den        Ansatzdes    Zapfens gedrückt  wird.

   Das untere     Ende    der Bohrspindel 1       trägt    eine als Bohrfutter dienende Reib  kupplung 41, .die den     Bohrer    42 nur mit  einem begrenzten Drehmoment mitnimmt, so       da.ss    dieser     stehen    bleibt,     wenn    eine     ÜTber-          lastung    durch Verstopfen der     Bohrernuten     oder aus     andern    Ursachen eintritt. Der Boh  rer ist also durch eine     Reibkupplung    mit der  Bohrspindel verbunden.  



       Unterhalb    .des vorstehend     beschriebenen          Vorschubgetriebes    sitzt im Gehäuse 3 das  Schaltgetriebe. Dieses erhält seinen Antrieb  durch die Längsbewegung der Lagerhülse       \?,    in deren     Vorschubzahnstange    37 ein Zahn  rad 43 eingreift, das auf der Welle 44 sitzt,  die im Gehäuse 3     gelagert    ist     (Fig.    1 und 2).

    Diese treibt durch     Ritzel    45 und Zahnrad       -16    die hohle     Steuerwelle    47 an, die ebenfalls  im Gehäuse 3 gelagert     ist    und auf deren äu  ssern Enden die     Steuereinrichtungen    sitzen,  die in     r'ig.    2 fortgelassen sind, aber in     Fig.    3,  4, 5, 7, 8 in grösserem     Massstabe    gezeigt     sind.     Auf -dem linken Ende der     Steuerwelle    47  sitzt die Anschlagscheibe 48, auf dem rechten  Ende die     Stufenanschlagscheibe    49.  



  Hinter der     Steuerwelle    47 sind im untern  Teil des Gehäuses 3 ,die Schalterwelle 50 des       Eilgangschalters    E, die     Schalterwelle    51 des       Sicherheitsschalters        S    und die     Schalterwelle     52 des Hauptschalters H     gelagert        (Fig.    1, 9  und 15).

   Auf diesen sitzen Kontaktarme 53  aus Isolierstoff, in denen Kontaktzungen 54  eingebettet     sind.    Diese können     wechselweise     an die Kontakte 55, 56, 57, 58, 59, 60 ange  legt werden, die in ein Isolierstück 61 orts  fest eingebettet sind, und     stellen    :dadurch die  in den später     erläuterten    Schaltbildern ge  zeigten Verbindungen her.  



  Von den drei     Sehaltern    E,     S,    H sind die  Schalter E und H     Sprungschalter,    deren Ein  zelheiten in     Fig.    10 und 11 gezeigt sind. Auf    den äussern     Enden    der Schalterwellen 50       bezw.        5,2    sitzen     Kniehebel        6,2    und 6.3. Neben  den Schalterwellen .sitzen     fest    im Gehäuse 3  Zapfen 64, auf denen Schwinghebel 65 und  66 leicht drehbar aufgesetzt sind, in deren  äussern     Enden    Gelenke bildende Bolzen 6 7  sitzen.

   Zwischen diesen und den Gelenk  zapfen 68 der Kniehebel 62     und    6.3 sitzen  längsbeweglich     Federkloben    69.     Die    darin  sitzenden Schnappfedern 70 stützen sich ge  gen die     Gelenkbolzen    67 durch     Gleitstücke     71 ab. Die Teile     .63,    69,     -66    gehören zur       Sprungschaltung,    die     den        Hauptschalter    H  antreibt.  



  Die Schwinghebel 6,5     und    6,6 haben einen  so grossen Ausschlag, der durch die Anschlag  stifte 72 begrenzt ist,     dass@    die     Federkloben     69 in ihren     Endlagen        über    die     Totpunktlage     hinaus bewegt werden, so dass die Kniehebel  62 und 63 plötzlich in .die entgegengesetzte       Richtung        umzuschlagen    suchen.

   Inder Rich  tung entgegengesetzt zur Uhrzeigerrichtung  nach     F'ig.        1!0    kann ,der Kniehebel 63 frei aus  schwingen,     bis    sein Ausschlag durch Auflie  gen der Kontaktzungen 54 auf die Kontakte       begrenzt    wird.

   In :der andern     Richtung    wer  den die Kniehebel 63 oder 62 durch eine  Verriegelung     in        Mittelstellung    festgehalten,  wobei sie unter Spannung der     Schnappfedern     70     stehen    bleiben,     bis    sie nach Lösen der  Verriegelung in Uhrzeigerrichtung in Bezug  auf     Fig.    10 in die andere Endlage einfallen,  die wiederum durch     Aufliegen    der Kontakt  zungen     auf,die    Kontakte     begrenzt        ist.     



  Die     Verriegelung        -wird        bewirkt    durch die  Riegelbolzen 73, 74, die unter den Schalter  wellen 50 und 52 sitzen. Die Schalterwelle  52 des Hauptschalters H wird     -dadurch    ver  riegelt, dass sich der in .dem nach unten       gerichteten    Arm ,des Kniehebels 63 sitzende  Riegel 7.5     seitlich    gegen     den,    untern mit ihm  eine lösbare Verriegelung bildenden Riegel  bolzen 74     anlegt,        -den    eine Feder 76     (Fig.    9)  nach links zu schieben sucht.

       Durch    den Aus  lösebolzen 77, der mit seinem abgeflachten  Ende 78 hinter den Kopf 79 des     Riegelbol-          zens    74 greift, kann dieser nach rechts be  wegt     werden:        (Fig.    9),     wenn    durch einen      leichten Druck auf den Hebel 80 .der Bolzen  77 gedreht wird, wodurch .der Hauptschalter  H freigegeben und die Maschine eingeschal  tet wird.  



  Der Riegel 74 kann auch zurückgezogen  werden durch den Elektromagneten 141 mit  der Wicklung 142, um eine Inbetriebsetzung  durch Fernauslösung zu ermöglichen. Da  durch ist die Möglichkeit gegeben, die     1VIa-          schine    oder auch mehrere gleichzeitig mittels  eines an beliebiger     Stelle    sitzenden     Schalt-          kontaktes    in Betrieb zu setzen, da der Riegel  74 den     Hauptschalter        H    in Ausschaltstellung       sperrt.     



  Die Verriegelung der     Schalterwelle    50  des     Eilgangschalters    E ist so     eingerichtet,     dass sie erst nach zweimaligem Anstoss die       Schalterwelle    50 freigibt. Der Riegelbolzen  73 ist zu diesem Zweck mit seinem in bezug  auf     Fig.    9 linkem Ende in einer Büchse 81  geführt,     die    mit ihrem     äussern,    vorstehenden  Ende einem in     ,dem    nach     unten    gerichteten       Arm    des     Kniehebels    62 längsverschiebbar  sitzenden     Stufenriegel    82     (Fig.    9, 13, 14)

   als       Anschlag    dient, der gegen sie durch eine  Feder 83     angelegt        wird.    Die Wirkungsweise  des     Stufenriegels    82     ist        in.        Fig.    13 und 14  gezeigt. Wird der Riegelbolzen 73, den eine  Feder 84 nach rechts zu schieben sucht. nach  links bewegt, so schiebt erden     Stufenriegel     82 so weit     zurück,    dass seine     erste        Stufe          ausser        Eingriff        mit    der Büchse 81 kommt.

    Der     Stufenriegel    82 wird dadurch freigege  ben und bewegt sieh, da er     unter    Spannung  der Schnappfeder 70 steht, in     Pfeilrichtung     in bezug auf     Fig.    14, bis zunächst die erste  Stufe gegen den Riegelbolzen 73 anschlägt.  Wird dieser wieder     hinter    dem Bund der  Büchse 81 zurückgezogen, so legt sich die  zweite Stufe .gegen den     Rand    der Büchse 81.  Beim zweiten Vorschieben des Riegelbolzens  73 in     Pfeilrichtung    nach     Fig.    14 wird auch  die zweite Stufe über den Rand der Büchse  81     hinweggeschoben        (Fig.    14).

   Der Stufen  riegel     8,2    kann d     .arauf    nur so weit ausschwin  gen, dass die zweite Stufe     sich,    zunächst ge  gen den Riegelbolzen 73 anlegt.     Wenn.    dieser  wieder     zurückgezogen        wird,    wird der Stufen-         riegel    82' völlig freigegeben und der     Eilgang-          schalter    E, der unter Spannung der Schnapp  feder 70 steht, kann in die entgegengesetzte       Endstellung    einfallen. Das zweimalige Vor  schiebendes Riegelbolzens 73     wird    durch die  später erläuterte Einrichtung mechanisch be  tätigt.

   Dabei kommen nur die ersten zwei  Hübe des Riegelbolzens 7'3 zur Wirkung, die  übrigen arbeiten leer, nachdem der     Eilgang-          schalter    E auf Rücklauf umgeschaltet     wor-          .den    ist. Diese     Wirkungsweise        ist    notwendig,  weil die Scheibe 49 mit so vielen Steuer  nocken 123 versehen ist, als     Stufen    gebohrt  werden sollen und bei jeder neuen Bohrstufe  ein Nocken mehr zur Wirkung kommt und       ,den    Riegelbolzen 73 entsprechend häufiger  vorschiebt.

   Die so mit     zunehmender    Bohr  tiefe grösser werdende Hubzahl des Bolzens  73 hat dadurch keinen Einfluss auf die     Wir-          kungsssTeise    des     Schalters    E.  



  Die     dritte    Schalterwelle 51 des Sicher  heitsschalters     S    hat keine Schnappschaltung.  sondern wird durch den     innern,    ein Sperr  organ bildenden Sperrhebel 84'     dadurch    in  der einen Endstellung     gesperrt,    dass sich die  ser mit seinem Ende auf den Riegel 85 auf  legt     (Fig.    5). Auf dem äussern Ende der       Schalterwelle    51 sitzt ein Aussenhebel 8.6, an  dessen.

   Ende eine Feder 134 angreift, die  die     Schalterwelle    51 in bezug auf     Fig.    3 in  Uhrzeigerrichtung dreht, sobald in der spä  ter     .erläuterten    Weise der Riegel 85 zurück  gezogen. wird.  



  Die Schwinghebel 65     und    66 und der  Aussenhebel 8:6 und damit die drei Schalter  E,     H,   <B>8</B> sind durch eine Zugstange 138 durch  die Bolzen 67 miteinander gekuppelt; das  obere Ende der Zugstange     13$    hat einen  Schlitz 140, der es erlaubt,     dass    -der Schwing  hebel 6:5 nach beiden Richtungen frei aus  schlagen kann, wenn der     untere    Schwing  hebel 66 in der Stellung nach     Fig.    3 steht.  Ein     Mitnehmerstift    139 nimmt den Hebel 86  mit, wenn die Stange 138 nach     unten        bewegt     wird.  



  Das Umlegen des Schwinghebels     ,6,6        wird     dadurch bewirkt, dass .der mit der Steuer-      welle 47 durch die Anschlagscheibe 48 ver  bundene Schaltnocken 8 7 gegen die überein  ander liegenden Arme 88     und    89 des  Schwinghebels anstösst     (Fig.    3).  



  Der Schwinghebel 65 wird umgelegt,  d. h. der Schalter     E    wird betätigt von dem  Anschlag 90 und dem     Anschlag    91, die ge  gen die in verschiedener Höhe liegenden  Arme 92 und 93 des Schwinghebels anstossen.  



       Der        Anschlag    87 sitzt fest an der auf  dem linken Ende der Steuerwelle 47 sitzen  den Anschlagscheibe 48. Er betätigt den  Schwinghebel 66     derart,    dass er diesen zu  nächst entgegengesetzt zur Anfangsstellung  umlegt, kurz nachdem die Bohrspindel sich  aus ihrer obersten     Endstellung    abwärts be  wegt hat, und legt ihn wieder in die An  fangsstellung zurück, kurz bevor am Ende  eines Arbeitsganges die Bohrspindel wieder  ihre obere     Endstellung    erreicht hat, wobei  die     Schalterwelle    52 :durch Riegelbalzen 74  und Riegel 75 in Mittelstellung gesperrt  wird.  



  Der Anschlag 90 sitzt lose um einen eben  falls an :der Anschlagscheibe 48 befestigten  Zapfen 94 und     wird    während des Arbeits  ganges in der in     Fig.    3 gezeigten Stellung  durch den Sperrbügel 95 gesperrt, indem sich  dessen Stirnende in der in     Fig.    7     gezeigten     Weise auf .den Rand     1,2,1    des     Steuerringes     115 legt und dadurch den Schwinghebel 65  in Richtung des Pfeils in     Fig.    3 umlegt,  wenn der Anschlag 90     im    letzten     Teil    der  Aufwärtsbewegung der Bohrspindel gegen  seinen Arm 92 stösst,

   wobei die Anschlag  scheibe 48 sich in Bezug auf     Fig.    3 im Uhr  zeigersinne dreht. Die Teile 9,5, 121 bilden  eine Sperrung.  



  Eine Drehfeder 132     (Fig.    5) sucht     .den     Anschlag 90 im     Uhrzeigersinne    in Bezug auf       Fig.    3 und 6 einzuschwenken.  



  Der Anschlag 91 stösst gegen den andern  Arm 93 des     Schwinghebels    65 und legt ihn  entgegengesetzt zur     Pfeilrichtung    um, wenn  er sich in Bezug auf     Fig.    3 entgegen der  Uhrzeigerrichtung bewegt.

   Der     Anschlag    91  sitzt nicht fest an der     ,Steuerwelle    47, son  dern wird von dieser mit einer Rutschkupp-         lung,    mit der er mit der     Steuerwelle    47 ver  bunden ist,     verdrehbar        mitgenommen.    Die       Einzelheiten    dieser     Anschlagvorrichtung        sind          in    den     Fig.    5, 6, 7, 8 gezeigt.  



  Auf     dem.        äussern    Zapfen 96 der     Steuer-          welle    47     (Fig.    5) sitzen längsverschiebbar,  aber durch die Gleitfeder 97 gegen Ver  drehen gesichert, zwei Bremsscheiben     9;8,     zwischen :denen     drehbar    der     Anschlagträger     99 sitzt, der durch die     Bremsbeläge    100     mit     einer bestimmten Reibung     mitgenommen     wird, die zur Betätigung des     Eilgangschal-          ters    E ausreicht.

   Die     Bremswirkung        wird     von einer Anzahl von Bremsfedern 101 be  stimmt, die in     Bohrungen.    des     Anschlagarmes     102 sitzen, der auf     dem.    äussern Ende der  Welle     103,        befestigt    ist, die drehbar durch  die     Steuerwelle    47 hindurchgeht. Die Rutsch  kupplung weist die Teile 9.8, 100 auf.  



  In den     Armen    104 und 104' des An  schlagträgers 99 ist um einen     Bolzen,    105 ein  Anschlag 106     schwingbar    gelagert.     Eine,          Bremsfeder    107 sorgt     dafür,        @dass    der An  schlag 10,6 seine Lage nicht ohne äussern An  stoss ändern     kann.     



  Durch .diesen Anschlag 106 wird,     wenn     er sich     in,    der in     Fig.    3 gezeigten Schräglage  befindet, die     Bewegung    des     Anschlagträgers     99     in    Richtung entgegen dem     Uhrzeigersinne          begrenzt    durch den     orstfesten        Rückstellan-          schlag    108     (Fig.        3),

      während der     Anschlag     106 in -der andern     Richtung    frei unter .den       Vorstellanschlag    110     hinweg    gehen kann, :der  ebenfalls     einstellbar        auf,dem        Stellbogen    10,9  befestigt ist. Zu :diesem Zweck liegen die  wirksamen Anschlagflächen in     verschiedenen     Höhen.  



  Bei entgegengesetzter Schräglage des An  schlages     1-0:6    wird die Bewegung des An  schlagträgers 9.9 in der Uhrzeigerrichtung  begrenzt durch -den     Vorstellanschlag    110.  Um :den Anschlag 106 von .der     einen        in    die  andere Schräglage     umzulegen,    trägt er zwei       Nocken    111 und 112, von denen der erstere  nach     unten:        ragt        und    mit dem an der An  schlagscheibe 48 sitzenden     Umstellnocken     113     (Fig.    3<B>)</B> zusammenarbeitet, der in     Fig.    6  gestrichelt eingezeichnet ist.

   Der     Nocken,    112           ist    nach oben gerichtet und wird besteuert  von dem Nocken 114, der an dem Anschlag  arm 102 sitzt.  



  Auf der Nabe des Anschlagträgers 99  sitzt dreh- und verschiebbar der Steuerring       1L5.        In    die     hintern,    durch Schrägflächen       begrenzten    Nuten 116     des        Steuerringes    115  greifen     .Steuernocken    117 ein (Fix. 7 und 8),  die bei einer Verdrehung des Steuerringes  115 diesen gegen die Wirkung der Kegel  feder 118     axial    verschieben.

   Der Anschlag       1,016    hat einen nach innen gerichteten     Arm     119, der in die Lücke 120, im Steuerring 115  eingreift, und     diesen    dadurch verdrehen und       gleichzeitig    durch die vorher beschriebene  Einrichtung axial verschieben kann,     wenn     der     Anschlag        10e6    von der einen in die an  dere     Endlage        umgelegt    wird.  



  In der in     Fig.    8 gezeigten     Stellung    gibt  der     Rand    12,1 .des     iSteurringes    115 den Sperr  bügel 95 des     gippanschlagers    90 frei und  dieser kann dadurch bis     in    die in     Fig.    6     ge-          zeigte    Lage ausweichen, wenn er an den Arm  92 anstösst.  



  Auf dem     in    bezug auf     Fig.    5 rechten  Ende der     Steuerwelle    47 sitzt eine     Stufenan-          schlagscheibe    49 fest (Fix. 4 und 5). An  diese sind durch     .Schrauben    122 eine Anzahl       Steuernocken    12.3 verstellbar     angeklemmt,     gegen die sich der nach     unten    gerichtete Arm  des Winkelhebels 124 (Fix.

   4) mit einer  Rolle 125 durch die Wirkung der Feder 126  anlegt, so     dass    er eine hin- und     herschwin-          gende        Bewebgimg    ausführt, wenn sich die  Steuerwelle 47 dreht. Dadurch wird der Rie  gelbolzen 73     in,    seiner Längsrichtung verscho  ben, weil der seitliche Arm des Winkelhebels  12-4 sich mit seinen Schrägnocken<B>127</B> quer  zu dessen kugligem Ende verschiebt (Fix. 9).  



  Der durch den Riegel 85 gesperrte Sperr  hebel 84' ,der Schalterwelle 51 wird freigege  ben, wenn sich die     Vorschubritzelwelle    34  (Fix. 2) axial verschiebt. Dies ist der Fall,  sobald der     Vorschubdruck    die Spannung der  Feder 3:9 zu übersteigen beginnt.

   Der Rand  des Zahnrades 3,5 verschiebt dadurch     ,den.    Bol  zen 12,8 gegen den Hebel 129, der auf dem       obern    Ende der     senkrechten    Hebelwelle 130    sitzt, an .der     unten    der     Hebel    131 (Fix. 5)  befestigt ist, an dessen Ende der Riegel 85  sitzt, so dass dieser in bezug auf     Fig.    5 nach  unten     bewegt        wird    und den .Sperrhebel 84'  freigibt.

   Die Teile 84', 128, 131, 85     bilden     eine Sicherheitseinrichtung, die Teile     12,8,     131, 85 eine auf Übersteigen eines bestimm  ten     Vorschubdruckes    ansprechende Einrich  tung.  



  Das     Zusammenarbeiten    der drei Schalter,  und zwar des     Eilgangschalters    E, des Sicher  heitsschalters     S        und,des    Hauptschalters H     ist     aus dem Schaltbild     Fig.    15 zu ersehen.  



  Durch den Hauptschalter H wird der  Hauptmotor A geschaltet, zu dem auch .der  Hilfsmotor V über die Schalter     S    und E  parallel     geschaltet        ist.    Der Hauptschalter H  ist, wie aus     Fig.    15 ersichtlich ist, so ge  schaltet,     dass,    in beiden     Endstellungen    des  Schalters der Hauptmotor A in gleicher  Richtung läuft. Die     Endstellungen        sind     gleichpolig     geschaltet.     



  Der hinter dem Hauptschalter H ange  schlossene     Sicherheitsschalter        S    schaltet in  Ruhestellung den     Eilgangschalter    E an den  Hauptschalter H und ist durch den     Verriege-          lungshebel    84' (Fix. 5) gesperrt. Wird die  ser .durch     Übersteigen    des     bestimmten    Vor  schubdruckes ausgelöst, so     schaltet    der  Sicherheitsschalter     S    den     Eilgangschalter    E  ab und den Hilfselektromotor     V        unmittelbar     auf Rücklauf ein.  



  Der     Eilgangschalter    E     steuert,den    Hilfs  elektromotor     V        wechselweise    auf Vorlauf  und Rücklauf, wobei er beim Umschalten  von Vor- auf     Rücklauf    in     Mittelstellung    ge  sperrt wird, so dass der Hilfselektromotor V  zunächst zum Stillstand kommt und erst  nach Auslösen der Verriegelung 82 und 83  auf Rücklauf geschaltet wird.  



  Durch die Verriegelung des Hauptschal  ters H in     Mittelstellung    wird am     :Schluss    je  des Arbeitsganges das ganze     System    stromlos  und die Maschine dadurch     stillgesetzt.     



  Die Anzahl der     Bohrstufen    lässt sich  durch die nachstehend beschriebene Einrich  tung leicht ändern. Der am Anschlagarm      102 sitzende     hmstellnoeken    114 ist mit dem  letztwirkenden Steuernocken 123 gekuppelt  durch die Welle 103, und den auf ihrem       rechten    Ende sitzenden Schieber 133, der mit  seinem     gegabelten.    Ende eine der Schrauben  112. umfasst,     gegen.    die er von der Feder 135  durch     .den    Druckstift 136 angeschoben wird.  Mit dem Griff 137 lässt sich der Schieber<B>133</B>  leicht zurückziehen und mit irgend einer der  andern Schrauben 122     bezw.    der Steuer  nocken 123 kuppeln.  



  Nachdem nun die Einzelheiten der Ma  schine beschrieben sind     und    soweit es zu  ihrem Verständnis erforderlich erscheint, das  Zusammenarbeiten der Einzelteile erläutert  ist, wird     nachstehend    die Arbeitsweise der  Maschine beschrieben. Diese wird in     Fig.    16  an einem     Zeit-Weg-Diagramm    gezeigt, in  dem die schwach geneigten Linienzüge die  langsamen Bohrvorschübe, die     steilen    Linien  züge die     Eilbewegungen    darstellen. Die ein  zelnen, während des. Arbeitsvorganges, vor  kommenden Schalterstellungen sind in den       Fig.    17 bis 22 schematisch dargestellt.  



  Es wird davon ausgegangen, dass die  Maschine in Ruhestellung steht, und soll zu  nächst die Arbeitsweise als solche beschrie  ben werden.  



  Vor Beginn eines Arbeitsganges steht .die       Bohrerspitze    in einer Ausgangsstellung a  mehr oder weniger hoch über .der Werkstück  oberfläche o. Zu Beginn     des    Arbeitsganges,  der durch Zurückziehen -des Riegelbolzens 74       von    Hand durch Niederdrücken des Hebels  80 oder durch Einschalten des Elektromagne  tes 141, 142 eingeleitet wird, durchläuft die       Bohrerspitze    zunächst den Leerweg bis zur       Werkstückoberfläche    o oder dicht darüber im  Nilgang. Dieser wird nun     abgeschaltet    und  die Maschine bohrt bis zur Tiefe     t,    der  ersten Stufe.

   In dieser wird der Bohrer mit  Eilgang bis zur     Werkstüehoberfläche    oder  dicht darunter zurückgezogen und unmittel  bar darauf wieder im Eilgang bis auf nahezu  die vorherige Tiefe     t,    vorgeschoben, worauf  der Bohrer mit Bohrvorschub bis zur Tiefe       t_    vorgeschoben wird, von wo aus er wieder  im Eilgang schnell bis zur Werkstückober-         fläche    zurückgezogen und bis nahezu zur  Tiefe     t2    im     Eilgang    und darauf mit Bohr  vorschub bis zur Tiefe     t3    vorgeschoben wird.

         Dieses        ,Spiel    wiederholt sich mit immer grö  sser werdenden:     Ausleerhüben,   <B>_</B>bis . das Loch  auf volle Tiefe, die im     Dia7gramm        Fig.    16  mit     t7    bezeichnet ist, fertig gebohrt ist.

   An  dieser     Stelle    erfolgt beim     Eilgangrücklauf     an der     Werkstückoberfläche        keine    Umsteue  rung auf Vorlauf, sondern :der Rücklauf  wird erst     unterbrochen,        wenn.    die Bohrer  spitze bis in ihre Ausgangsstellung a zurück  gelaufen ist, in d er die Maschine wieder still  gesetzt     wird.     



  In     Leerstellung    steht die     Schaltergruppe     H,     ,S,    E in .der Stellung nach Schema     Fig.    17,  in der der Hauptschalter H in     Mittelstellung     durch .die lösbare Verriegelung 74, 75 ge  sperrt ist.

   Dabei     ist    der     Eilgangschalter    E  so     geschaltet,        dass    der Hilfselektromotor V       gleichzeitig    im Vorlauf     eingeschaltet        wird,     wenn der Hauptschalter H durch Zurück  ziehen des Riegelbolzens 7,4     (siehe,    Pfeil)  durch das Ende 78 freigegeben wird und in  .die in     Fig.    18     gezeigte        Stellung    einfällt, in  der .die Maschine mit     Eilgangvorlauf    arbei  tet, also erstmalig den Weg     a-o        (Fig.    16)

    im Eilgang durchläuft.     Während    dieses  ersten     Leerweges:,    wobei sich die     Steuerwelle     in     Fig.    3 im     Gegenuhrzeigersinn    bewegt, wird  durch den Arm 87     und    Arm 88, des Hebels  66 möglichst dicht unter der Ausgangsstel  lung :

  der Schwinghebel     H    in die in     Fig.    3       gezeigte        Stellung    umgelegt, wodurch     unter     der Wirkung der     Sprungschaltung    der  Hauptschalter H in die in     Fig.    19 gezeigte       Stellung        umgelegt    wird.

   Dabei findet je  doch ein Umpolender     Leitungen        nicht    statt,  wie aus dem Schaltbild nach     Fig.    1.5 hervor  geht, so     dass    die Maschine     unverändert    in  gleicher Drehrichtung     weiter    läuft, bis der  Anschlag 91 gegen den Arm 93 des Schwing  hebels 65 stösst und diesen in die in     Fig.    3       gezeigte        ,Stellung    umlegt. Dabei dreht sich  die     Anschlagscheibe    48 entgegen .dem Uhr  zeigersinn.

   Der     Schwinghebel    65 sucht nun  die Schalterwelle 50 in     Rücklaufstellung    um  zulegen,     wird    aber durch den     Stufenriegel    82      in     Mittelstellung    verriegelt, wie     in        Fig.    20  gezeigt, so dass der Schalter E in     Mittel-          stellung    stehen bleibt     und    der Hilfselektro  motor V stromlos wird     und    stehen bleibt.  Infolgedessen     arbeitet    der Bohrer bis zur  Tiefe     t1    mit Bohrvorschub.

   Nach dem Um  legen des     Eilgangschalters    E läuft zweimal  einer der     Steuernocken    123     unter    der Rolle  125 des     Winkelhebels    124 hindurch und der  Riegelbolzen 73 drückt zweimal den Stufen  riegel 82: um     etwas    mehr als die Stufenhöhe  zurück.

   Das erstmalige     Zurückdrücken    bleibt  in der vorhin beschriebenen Weise ohne     Wir-          kung    auf die     Schaltung.    Beim     zweiten:    Ab  heben, das mit dem Ende der ersten Bohr  stufe     zusammenfällt,    wird die Schalterwelle  50 völlig freigegeben und der     Eilgangschal-          ter    E, der während des     Bohrvorganges    in  Mittelstellung verriegelt war, fällt in die       Rücklaufstellung    ein, die in     Fig.    21     ,gezeigt     ist.

   Der     Hilfselektromotor    V     ist    dadurch auf  Rücklauf geschaltet worden und die Bohr  spindel wird zurückgezogen. Nunmehr be  wegt sich die     Anschlagscheibe    48 im Uhr  zeigersinn. Diese     Rückzugbewegung    wird  dadurch     beendet,        dass    der     Anschlag    90 gegen  den Arm 92 des     .Schwinghebels    65 des     Eil-          gangschalters    E stösst und ihn .dadurch in die       entgegengesetzte    Lage     umlegt,

      so dass der       Eilgangschalter    E wieder in die in     Fig.    19  gezeigte Lage     umschnappt    und den Hilfs  elektromotor     V    dadurch auf Vorlauf umschal  tet. Der Bohrer     wird    dadurch     wieder    solange  mit Eilgang vorgeschoben,     bis    der     Anschlag     91 gegen .den Arm 93 des Schwinghebels 65  anstösst und diesen in die in     Fig.    3     gezeigte     Stellung umlegt,

   wodurch der     Eilgangschal-          ter    E wieder in die in     Fig.    20     gezeigte    Mit  tellage gelangt, in der der     Hilfselektromotor          V        abgeschaltet    ist.  



  Der Eilgang soll aufhören, ehe der Boh  rer im Grund des vorher gebohrten Lochab  schnittes aufsetzt. Das     Umlegen    des Eil  gangs.chalters E     muss    deshalb früh genug  vorgenommen werden,     damit    der Hilfselek  tromotor     V    ohne     künstliche    Bremsung zum  Stillstand     kommen    kann, oder seine Drehzahl  sich     wenigstens    so weit verringern kann, dass    der Bohrer ohne schädlichen Stoss aufsetzt.

    Zu diesem Zweck wird der     Anschlag    91, kurz  nachdem er den     Eilgangschalter    E     umge-          steuert    hat, von -dem am Anschlagträger 99       angelenkten    Anschlag<B>106</B> dadurch festgehal  ten,     :

  dass        dieser    gegen den ortsfesten Rück  stellanschlag<B>108</B>     anstösst.    Dadurch wird der  Anschlagträger 9,9 und dadurch auch der an  ihm sitzende     Anschlag    91 um genau den Be  trag des Weges der nächsten     Bohrstufe    zu  rückgestellt, weil er durch den Anschlag 106  und den     Rückstellanschlag    108 während des  Bohrvorschubes     festgehalten    wird, während  sich .die     Anschlagscheibe    48 entgegen dem       Uhrzeigersinne    weiterdreht. Dies wiederholt  sich bei jeder     Bohrstufe.     



  Der Bohrer bohrt     in    dieser     Zeit    die       nächste        Stufe,    so lange,     bis    der     Eilgang-          schalter    E wieder durch den     nächsten    der  Steuernocken 12-3 entriegelt wird     und    wieder  in die Stellung nach     Fig.    21 einfällt. Hier  durch wird der Hilfselektromotor     V    auf  Rücklauf geschaltet und :der Bohrer im     Eil-          gang        bis    zur     Werkstückoberfläche    zurück  gezogen.

   In dieser     Stellung        wird    der     Eil-          gangsehalter    E wieder vom Anschlag 90 auf  Vorlauf, in die     Stellung    nach     Fig.    1:9, ge  schaltet und die Bohrspindel     wird    dadurch  schnell vorgeschoben,     bis    der Vorlauf durch  .den     Anschlag    9:1     abgeschaltet    wird.  



  Dieses     wechselweise    Vorschieben im     Eil-          gang,    Bohren und     Zurückziehen    im Eilgang  soll sich nur so oft wiederholen, bis das Loch  auf die vorgesehene Tiefe mit der vorgese  henen Anzahl     Ausleerungen        gebohrt        ist.    Der  Eilvorschub darf deshalb beim letzten Rück  zug in     Oberflächenhöhe    nicht wieder auf  Vorlauf     umgeschaltet    werden.

   Zu diesem  Zweck wird der Anschlag 90, der sich bis  dahin mit seinem Sperrbügel 95 auf den  Rand 12.1 des     -Steuerringes    115 aufgesetzt  hatte, dadurch freigegeben, dass der -am An  schlagarm 102! sitzende Nocken 114 während  des     Bohrers    der letzten Bohrstufe     in    Rich  tung     des    Pfeils p     hinter    den Nocken 112 am  Anschlag<B>10.6</B> tritt     und        letzteren    in Richtung  des Pfeils r umlegt,

   bis er     entgegengesetzt    zu  der in     Fig.    6     gezeigten    Stellung steht und      dadurch auch den     Rückstellanschlag    108       freigibt.     



  Der     Steuerring    115 verdreht sich dadurch  in der     Richtung    des     Pfeils    s und verstellt  sich dabei in der vorher     erläuterten    Weise  auch axial, bis er in die in     Fig.    8 gezeigte  Stellung gelangt, in der -der Rand 121 soweit  seitlich gegen den Sperrbügel 9,5 verschoben  worden     ist,        @dass!    der Anschlag 90 um den  Zapfen 94 bis in die in     F'ig.    6 gezeigte .Stel  lung gegen die Wirkung der Drehfeder l'32  ausweichen kann, bis er gegen den Arm 92  des Schwinghebels 65 anstösst, wodurch die  ser nicht umgesteuert     wird.     



  Die Bohrspindel wird durch dieses     Un-          wirksamwerden    des Anschlages 90     weiter    zu  rückgezogen, weil der     Eilgangschalter    jetzt  in der in     Fig.    21 gezeigten     Stellung    stehen  bleibt.     Dabei        gelangt    während der letzten       Rückzugbewegung    :

  der Anschlag 106 mit  dem     Vorstellanschlag        11'0    in Eingriff mit  dem er in einer bestimmten, durch Verstel  len, des     Vorstellanschlages    110 regelbaren  Stellung dadurch wieder ausser Eingriff ge  bracht     wind,        da3    er durch den fest mit der       Steuerwelle    verbundenen zweiten     ITmstell-          nocken        1113    in die     andere    Endlage zurück  geschwenkt wird, wobei gleichzeitig die Sper  rung für den Anschlag 106 wieder wirksam  gemacht wird.

   Am Ende des Arbeitsganges  stösst der Anschlag 8-7     gegen    den Arm 89 des       Schwinghebels    66 und steuert diesen und da  mit die     Sprungschaltung    63,     6@9,    66 in eine  der in     Fig.    3, entgegengesetzte Lage um, wo  durch er die     Schalterwelle    52 des Haupt  schalters H     wieder    entgegengesetzt umzu  legen sucht, wobei aber die Verriegelung 74  und 75 den     Flauptschalter    H in     Mittellage,     also in der in     Fig.    17     gezeigten    Ausgangs  lage     sperrt,

      so dass die Maschine     stromlos     wird und zum Stillstand kommt, bis durch       erneutes    Zurückziehen des Riegels 75 ein  neues Arbeitsspiel eingeleitet wird.  



  Wenn durch     Stumpfwerden    des Bohrers  oder aus andern Gründen der     Vorschubdruck     das     höchstzuläs.s.ige    Mass:     übersteigt,    so ver  schiebt sich das     Vorschubritzel        3C.    gegen die         schrägverzahnte        Vorschubzahnstange    37 und       überwindet    dabei die     Spannung    der Feder  39, die durch die Mutter 40 auf den verlang  ten     Vorschubdruck        eingestellt    ist.

   Dadurch  wird in der vorher     beschriebenen    Weise der  Sperrhebel 84' der     Schalterwelle    51 frei  gegeben, und der     Sicherheitsschalter        S    fällt  in die Lage nach     F'ig.    22 (Fix.

   5 und     f22).     Der Sicherheitsschalter     S,    der bei ordnungs  gemässem Ablauf des Bohrvorganges den     Eil-          gangschalter    E an den Hauptschalter H  schaltet,     schaltet    nun, wie leicht aus dem  Schaltbild nach     Fig.    15 zu ersehen ist, den       Eilgangschalter    E ab und den     HilfseIektro-          motor    V unmittelbar auf Rücklauf, unab  hängig von der vorherigen     Stellung    des Eil  gangschaIters E.

   Dieser     wird    dadurch auch  unwirksam,     wenn    ihn der     Anschlag    90 auf       Werkstückoberfläche        wieder    auf Vorlauf  umschaltet, so     dass    die Bohrspindel bis in die  obere Ausgangslage zurückgezogen     wird,     wo der     Hauptschalter    H wieder vom An  schlag 87 in .die     gesperrte    Ausgangslage um  gelegt und die     Maschine    dadurch     stillgesetzt     wird.

   Während der letzteren     Schaltbewegung     wird durch die Zugstange 13.8     .der    Eilgang  schalter E auf Vorlaufstellung     umgestellt,     gleichzeitig wird aber auch der     Sicherheits-          schalter        S    durch :den     Mitnehmerstift        1'39    in  der     Zugstange    138, der sich von oben auf den  Aussenhebel 86     auflegt,    gegen die     Spannung     der Feder 1:34 in seine Ruhestellung nach       Fig.    17 bis 21 zurückgebracht.

   Die Schalter  E,     S    werden also in die Arbeitsstellung     zu-          rückgeführt.     



  Diese Sicherung gegen Überlastung des  Bohrers durch Verschieben des schrägver  zahnten     Vorschubritzels    3,6 gegen die Feder  39 spricht an sich nur auf eine Zunahme  der     Vorsohubkraft    an. Diese Einrichtung  kann     aber    auch dazu benutzt werden, die  Maschine     stillzusetzen,    wenn das Dreh  moment der Bohrspindel ein     vorbestimmtes     Mass zu überschreiten beginnt, indem zwi  schen Bohrspindel     und-Bohrer    die Reibkupp  lung 41 angeordnet ist. Dadurch bleibt der  Bohrer bei Überlastung stehen und der Vor  schubdruck steigt infolgedessen so weit an.

        dass.     dadurch    die     :Sicherung    gegen Überschrei  ten des     Vorsehubdruckes    zum Ansprechen  gebracht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbsttätige Bohrmaschine, insbesondere zum Bohren von Löchern grosser Tiefe, bei der der Bohrer während .des Bohrvorganges zum Wegschaffen der Späne mehrmals im Eilgang hochgezogen und dann wieder im Eilgang bis nahezu auf die vorher erreichte Tiefe bewegt wird, gekennzeichnet .durch einen:
    Hilfselektromotor (V), der über ein Differentialgetriebe (23, 23', 2.4, 26, 27) die Bohrspindel (1) im Eilgang verschiebt, einen Eilgangschalter (E) mit Schaltstellungen für Rücklauf, Vorlauf und Stillstand dieses Hilfselektromotors (V) und durch eine Sperr vorrichtung (73, 82'), die diesen Eilgang schalter (E) während der Dauer des Bohr vorschubes in der Ausschaltstellung sperrt. UNTERA L1#SPRüCHE 1.
    Selbsttätige Bohrmaschine nach dem Pa tentanspruch, gekennzeichnet durch einen Hauptschalter (H), der bei Bewegung aus der Ausschaltstellung heraus in je der der beiden Endlagen: den Hauptmotor (A) stets für gleiche Drehrichtung ein schaltet und an welchen eine den Eil- gangschalter (E) aufweisende Umschalt einrichtung (E, S) für den FlilfseIsktro- motor (V) angeschlossen ist.
    2-. Selbsttätige Bohrmaschine nach dem Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, der die Bohrspindel (1) antreibende und die von dieser abgeleitete Bohrvor- schubbewegung erzeugende Hauptmotor (A) von einem Hauptschalter (H) ge steuert wird, der während des Umschalt vorganges von der einen in die andere gleichpolig ,geschaltete Endstellung,durch eine lösbare Verriegelung (74, 75) in seiner Mittelstellung gesperrt wird, nach dem die den Hauptschalter (H) antrei bende Sprungschaltung (63, 69, 66)
    am Ende des Arbeitsganges von einem in Abhängigkeit von der Bohrspindel (1) bewegten Schaltnocken (87) umgelegt worden ist, um die Maschine am Schluss eines Arbeitsganges stillzusetzen. 3.
    Selbsttätige Bohrmaschine nach Patent anspruch mit Einrichtung zum .Steuern des Eilgangschalters für den Antrieb des Eilvorschubes, dadurch gekennzeichnet, dass der während des Bohrvorganges in Mittelstellung verriegelte Eilgangschal- ter (E) am Ende einer jeden Bohrstufe von einem der den Bohrstufen entspre chenden und verstellbaren Steuernocken (128) entriegelt wird und dadurch in die Rückla.ufstellung einfällt. 4.
    Selbsttätige Bohrmaschine nach dem Pa tentanspruch mit Einrichtung zum Um steuern des Eilgangschalters für .den An trieb des Eilvorschubes, dadurch gekenn zeichnet, dass der den Eilgangsöhalter (E) von der Vorlauf- in die Mittelstel lung umsteuernde Anschlag (91), wel cher mit einer Rutschkupplung (98, 100) mit .der ihn antreibenden Steuerwelle (47) verbunden ist, durch einen orts festen Rückstellanschlag (1-08) und einen am Anschlagträger (99) angelenkten, schwenkbaren Anschlag (106) während eines jeden Bohrvorschubes um,
    die Tiefe der jeweils gebohrten Stufe zurückge stellt wird. 5. Selbsttätige Bohrmaschine nach Patent anspruch mit Einrichtung zum Um steuern des Eilgangschalters für den A.n- trie#b des Eilvorschubes, dadurch gekenn zeichnet, .dass der den Eilgangschalter (E) von der Rücklauf- in die Vorlauf stellung =steuernde Anschlag (90) mit der ihn tragenden Steuerwelle (47)
    na-ch- giebig verbunden ist und während des Arbeitsganges durch eine Sperrung (95, 1-2.1) abgestützt ist, die gegen Ende des Arbeitsganges von einem mit dem zuletzt zur Wirkung kommenden Steuernocken (123) verbundenen Umstellnocken (114) gelöst wird und dadurch diesen Anschlag (90) unwirksam macht.
    6. Selbsttätige Bohrmaschine nachdem Pa- tentanspruch mit Einrichtung zum Wie- der-verstellen des Steueranschlages zum Umsteuern des Eilgangschalters für den Eilvorschub von der Vorlauf- in die Haltestellung, dadurch gekennzeichnet,
    dass der gegen Ende -des Arbeitsganges durch den mit dem letztwirksamen Steuernocken (12i3) verbundenen Um stellnocken (114) umgelegte Anschlag (106) während der letzten Rückzugbewe- gung -der Bohrspindel (1) mit einem Var- stellanschlag (110) in Eingriff gebracht wird, mit dem er in einer bestimmten,
    durch Verstellen des V orstellanschla" es (1100 regelbaren Stellung dadurch wie der ausser Eingriff gebracht wird, dass er durch einen fest mit der Steuerwelle (47) verbundenen zweiten Umstellnocken (113) in die andere Endlage zurückge schwenkt wird, wobei gleichzeitig die Sperrung für den Anschlag (106) wie der wirksam gemacht wird.
    7_ Selbsttätige Bohrmaschine nach Patent ansprach mit Sicherungseinrichtung ge gen Übersteigen des zulässigen Vor- schubdruckes, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Hauptschalter (H) und den Eilgangschalter (E) für den Hilfs motor (V) ein besonderer Sicherheits schalter (b") geschaltet ist,
    der bei ord- nungmässigem Ablauf des Bohrvorgan ges in einer .Stellung verriegelt ist, in der er den Eilgangschalter (E) an den Hauptschalter (H) schaltet, der den Eil gangschalter (E) aber abschaltet und den Hilfsmotor (V) unmittelbar auf Rücklauf schaltet, wenn sein Verriege- lungsorgan (84')
    durch eine auf Über- steigen eines bestimmten Vorschub- druckes ansprechende Einrichtung (128, 1I$1, 8,5) freigegeben wird.
    B. Selbsttätige Bohrmaschine nach Patent- anspruch mit Einrichtung zum Sichern gegen Übersteigen des zulässigen;
    Dreh momentes am Bohrer, dadurch gekenn- zeichnet, dass' die Sicherheitseinrichtung (84', 128, 131, 85) dadurch zum Anspre chen gebracht wird, dass das Bohrwerk zeug (42) durch eine Reibkupplung (41) mit der Bohrspindel (1) verbunden ist und dadurch bei Überschreiten eines be stimmten Drehmomentes zum Stillstand kommt und damit ein Ansteigen des Vor schubdruckes verursacht. 9.
    Selbsttätige Bohrmaschine nach Patent anspruch mit Einrichtung zum Zurück führen der Steuerschalter in die Aus gangsstellung bei :Schluss jedes Arbeits ganges, dadurch gekennzeichnet, dass der Eilgangschalter (E) für den Hilfsmotor (V) und der Sicherheitsschalter (r8) mit dem Hauptschalter (H) durch eine Zug stange (1:
    38) gekuppelt sind, die beim Umlegen des Hauptschalters (H) in die Ausgangsstellung den Eilgangschalter (E) mitnimmt und auch den. Sicherheits- schalter (S) mitnimmt und in ,die Arbeits stellung zurückführt. 10.
    Selbsttätige Bohrmaschine nach Patent anspruch mit Einrichtung zum Inbe- triebsetzendurch Fernauslösung, ,dadurch gekennzeichnet, dass der .den Hauptschal ter (H) in Ausschaltstellung sperrende Riegel (74) durch einen Elektromagne ten (141) zurückgezogen werden kann.
CH193978D 1934-07-31 1935-07-25 Selbsttätige Bohrmaschine, insbesondere zum Bohren von Löchern grosser Tiefe. CH193978A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE975949C (de) * 1951-03-21 1962-12-20 Honsberg Geb Elektrisch gesteuerte Bohreinheit

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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