Operationstiseh. In der Patentschrift Nr. 155934 ist ein Operationstisch beschrieben und dargestellt, bei welchem die Hauptelemente der Lagerungs fläche (Rückenplatte und Sitzplatte) durch einen gemeinschaftlichen Mechanismus in der Längsrichtung des Tisches geneigt und ge meinsam seitlich gekippt werden können.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Ver besserung eines solchen Operationstisches. Es hat sich gezeigt, dass ein am Träger der Lagerungsfläche angebauter Kurbelantrieb für den Mechanismus zur Einstellung der Haupt elemente bei der Ausführung einer Operation sehr hinderlich ist und unter Umständen das Gelingen derselben gefährden kann. Erfin dungsgemäss ist nun eine Vorrichtung vor gesehen, welche ermöglicht, den Mecbanis- mus vom einen Ende, vorzugsweise vom Kopfende des Operationstisches aus, anzu treiben und von einer der zur Verstellung eines Hauptelementes geeigneten Bereitschafts stellungen auf eine für ein anderes Haupt element geeignete umzuschalten.
Damit fällt die stark vorspringende Antriebskurbel des Einstellmechanismus im Bereich der Längs mitte der Lagerungsfläche weg, so dass eine freie Bewegung des Chirurgen am Operations tisch gewährleistet ist.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist. in beiliegender Zeichnung schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht des Ope rationstisches mit Sitz- und Rückenteil. Der Fuss des Tisches, sowie die Kopf- und Bein platten sind weggelassen; Fig. 2 zeigt in grösserem Massstabe einen Schnitt durch den gemeinschaftlichen Ein stellmechanismus der Hauptelemente der La gerungsfläche (Schnittlinie II-II in Fig. 1); Fig. 3 ist ein Schnitt in grösserem Mass- stabe nach der Linie IH-III in Fig. 1; Fig. 4 zeigt eine Einzelheit.
Der dargestellte Operationstisch besitzt eine Rückenplatte 28 und eine Sitzplatte 31. Diese Hauptteile können durch Spindeln 49 bezw. 54 vermittelst eines im folgenden be schriebenen Mechanismus in der Längsrich tung des Tisches geneigt oder miteinander seitlich gekippt werden. Die Rückenplatte und die Sitzplatte werden von einem U-för- migen Bügel 25 getragen, von dem in Figur 2 nur ein Teil des einen Schenkels darge stellt ist. In diesem Teil und in dem ent sprechenden Teil des andern Tragbügelscben- kels sind eine Hohlwelle 33 und eine von dieser umschlossene Kernwelle 34 gelagert.
Auf dem nicht dargestellten freien Ende der letzteren sitzt ein Kettenrad, das mittels einer Kette mit der Mutter der Spindel 49 in Antriebsverbindung steht. Auf der Hohl welle 33 ist lose ein ähnliches Kettenrad 35 angeordnet, welches die Mutter der Spindel 54 antreibt. Die Hohlwelle 33 weist zwischen den beiden Schenkeln des Tragbügels 25 ein nicht dargestelltes Gewinde auf, welches mit einer quer zur Wellenachse drehbaren Mutter in Eingriff steht und bei seiner Drehung eine seitliche Kippung der ganzen Lagerungsfläche des Tisches bewirkt. Die Wellen 33 und 34, sowie das Kettenrad 35 sind je mit einem geil 40, 43 und<B>50</B> versehen.
Die Wellen enden 33 und 34 mit den genannten Keilen werden von einer Hülse 37 umschlossen, wel che am äussern Ende als Kegelrad 65 aus gebildet ist, das mit einem entsprechenden, auf einer parallel zur Tischachse verlaufen den Welle 63 sitzenden Kegelrad 64 kämmt. Die Welle 63 ist ausziehbar und einerseits in einem Räderpaar 64, 65 umgebenden Ge häuse 66 und anderseits in einem am aus ziehbaren Rückenteil 28' mittels eines Zapfens 71 drehbar angeordneten Stück 70 gelagert. Im Lager 70 ist ein rechtwinklig zueinander stehendes Schraubenräderpaar 68, 69 einge baut, dessen erstes Rad auf der Welle 63 verkeilt ist. Das freie Ende dieser Welle und das Schraubenrad 69 sind zum Aufstecken einer Kurbel 72 eingerichtet.
Die Welle 63 kann infolgedessen sowohl von der Kopfseite, als auch von der Längsseite des Tisches an getrieben werden.
Unterhalb der Welle 63 ist eine zweite ausziehbare Welle 73 in den Teilen 66 und 70 gelagert. Das eine Ende der Welle 73 trägt ein Ritzel 75, welches mit einer im Gehäuse 66 geführten Zahnstange 76 zusam- meuarbeitet. Auf letzterer ist eine Gabel 77 angeordnet, die mit Zapfen 77' in eine Rille eines auf der Hülse 37 verschiebbaren Ringes 78 eingreift. Die Hülse 37 ist mit einem achsialen Längsschlitz 37' versehen, in wel chen ein mit dem Ring 78 verbundener Mit- nehmer 81 hineinragt. Durch Drehung der Welle 73 mittels einer an ihrem freien Ende angebrachten Kurbel 74 wird die Zahnstange 76 und damit der Ring 78 parallel zur Hülse 37 verschoben.
Dadurch ist es möglich, den Mitnehmer 81 wechselweise mit einem der Keile 40, 43 und 50 zum Anschlag zu bringen. Steht der Mitnehmer 81 gegenüber dem Keil 40, so wird bei Drehung der Welle 63 die Hohlwelle 33 angetrieben, was eine seitliche Kippeng der ganzen Lagerungsfläche des Tisches zur Folge hat. Arbeitet der Mitneh- mer 81 mit dem Keil 43 zusammen, so wird nur die Kernwelle 34 in Drehung versetzt und über die Spindel 49 die Rückenplatte 28 in der Längsrichtung des Tisches geneigt.
Steht schliesslich der Mitnehmer 81 mit dem Keil 50 in Eingriff, so wird nur das Ketten rad 35 von der sich drehenden Hülse 37 mit genommen, wodurch die Spindel 54 verstellt und die Sitzplatte 31 geneigt wird. Eine Teilung an der Kurbel 74 zeigt die Stellung des Mitnehmers 81 in bezug auf die Keile 40, 43 und 50 und damit die Bereitschafts stellung des Mechanismus für den Antrieb des einen oder andern Hauptteils, beziehungs weise für beide, an. Die Welle 73 könnte auch ähnlieh wie die Welle 63 ausgebildet sein, so dass die Kurbel 74 ebenfalls von der Längsseite des Tisches aufgesteckt werden kann.
Der in der Zeichnung nicht dargestellte, verhältnismässig kurze Kopfteil der Lagerungs fläche hindert den Antrieb der Kurbel 72, deren Aufsteckteil genügend lang ist, in keiner Weise und gestattet auch einer am Kopfende des Tisches stehenden Person, die Kurbel 74 zu betätigen.