CH194046A - Luftraumisolierte elektrische Leitung. - Google Patents

Luftraumisolierte elektrische Leitung.

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CH194046A
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Aktiengesellschaft Kabelwerke
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Norddeutsche Kabelwerke Aktien
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      Luftraumisolierte    elektrische Leitung.    Für besondere Zwecke, wie     beispielsweise     für den     Fernsprech-Vielfachbetrieb    und für  Fernsehübertragungen und auch als Zulei  tung für Antennen und Photozellen müssen  Kabel verwendet werden, die Frequenzen bis  1,000,000 Hz oder mehr mit geringer Dämp  fung übertragen können. Solche Kabel müs  sen deshalb eine möglichst kleine Kapazität  und niedrige     dielektrische    Verluste aufweisen.  



  Kabel -dieser Art waren     bisher    insbeson  dere als konzentrische Kabel ausgebildet,  welche für     .derartig    hohe Frequenzen verwen  det     -,verden    können. Das konzentrische Kabel  weist einen Mittelleiter auf, der von einem  leitenden äussern Mantel umgeben ist. Bei  genügend grossen Abmessungen hat ein     sol-          ehes    Kabel die     notwendigen        niedrigen        Kapa-          zitätswerte,    wenn die Isolierung eine ent  sprechend niedrige     Dielektrizitätskonstante     besitzt.

   Diese Bedingung     wird    erfüllt, wenn  die     Halterung    ,des Mittelleiters so ausgeführt    ist,     da.ss    das     Dielektrikum    möglichst weit  gehend aus Luft besteht.  



  Die Erfindung bezieht sich nun auf eine       luftraumisolierte    elektrische     Leitung,    bei  welcher ein Leiter     mittels        mindestens    einem  Tragfaden aufgehängt ist.     Erfindungsgemäss     ist der     Leiter    an ihn konzentrisch umgeben  den,     offengewickelten,        aufeinanderliegenden     Wendeln, die     miteinander        Kreuzungen    bil  den, derart, dass     Stege    entstehen, über welche       mindestens    ein Tragfaden geführt ist, auf  gehängt.

   Unter dem Ausdruck Wendel wird  dabei bekanntlich ein nach einer Schrauben  linie     gewickeltes    Gebilde     bezeichnet.    Die Ge  samtheit der Wendeln kann zum     Beispiel     entweder den Rückleiter bilden, so     ,dass    dann  eine     konzentrische,        luftraumisolierte    elek  trische Leitung     entsteht,    oder die Wendeln  können aus Isolationsstoff     bestehen    und die  Isolierung bilden.

   Es liegt     in    diesem Falle  ein isolierter Leiter vor, der zu Paaren, Vie-           rern    oder     dergl.,    wie es in der     Fernmelde-          technik    üblich ist,     zusammengefasst    werden  kann.  



  Vorzugsweise können drei Wendeln vor  gesehen sein, von denen zwei im gleichen  Gangsinn gewunden sind, das heisst nach  einer links- oder     .rechtsgängigen    Schrauben  linie verlaufen. Die Wendeln können durch  eine gemeinsame Umhüllung in ihrer     Laffe     zueinander festgelegt werden. Der Tragfaden  selbst besteht     zweckmässigerweise    aus einem  Faden mit möglichst     geringen        dielektrischen     Verlusten. Das     System    von Wendeln kann,  wenn die Wendeln aus Metall     bestehen,    elek  trisch eine hinreichende     Abschirmung    gegen  von     aussen    kommende Störungen bilden.

   Zur  Herstellung der Wendeln können sowohl  Drähte, als     _    auch Bänder verwendet werden.  



  Ausführungsbeispiele des Erfindungs  gegenstandes sind in der Zeichnung schema  tisch     dargestellt    und im folgenden beschrie  ben. Es     zeigt:          Fig.    1 eine Abwicklung von drei Wen  deln;       Fig.    2 bis 5 sind     Querschnitts    durch die       Leitung    an verschiedenen     Stellen,    um die       Sühlaufenbildung        .des        Halterungsfadens    zu  veranschaulichen;       Fig.    6 ist .die schaubildliche Ansicht der  elektrischen Leitung entsprechend der in       Fig.    1 dargestellten Abwicklung;

         Fig.    7 zeigt die     schaubildliohe    Ansicht  einer weiteren Ausführungsform der     .luft-          raumisolierten    elektrischen Leitung, bei wel  cher zwei     Drahtschraubenwendeln    und eine       Bandsehraubenwendel    vorgesehen     sind;          Fig.    8 zeigt eine andere     Ausführungs-          form,    bei der zwei     Bandschraubenwendeln     vorhanden sind;

         Fig.9    zeigt eine weitere     Ausführungs-          form,    die aus einer mehrgängigen und  einer eingängigen     Bandschraubenwendel    auf  gebaut ist.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach den       Fig.    1 bis 6 sind drei     nach    einer Schrauben  linie gewickelte Drähte, das heisst drei Wen  deln vorgesehen. Diese Drähte sind auf der  Zeichnung in der     Abwicklung    mit A, B und    C bezeichnet. Vorzugsweise werden Drähte  aus federndem Baustoff für diesen Zweck  benutzt. Bei dem dargestellten Ausführungs  beispiel laufen die zwei Drähte A und B bei  gleicher Schlaglänge in gleichem Gangsinn,  aber versetzt zueinander.

   Der     dritte    Draht C  ist mit entgegengesetztem Gangsinn über ,die  beiden Drähte A und B gewickelt, so dass  sich,     wie    aus der Abwicklung des dabei ent  stehenden Zylindermantels hervorgeht, eine  Reihe von     Kreuzungspunkten    der Wendel C  mit den Wendeln A und B ergeben. Diese  Kreuzungspunkte sind bei der Abwicklung  der Figuren mit 1-22 bezeichnet. Die     Kreu-          zungspunkte    sind um je<B>90'</B> zueinander ver  setzt.  



  Über diese Wendeln<I>A, B, C</I> ist nun in  besonderer Weise ein Tragfaden D geführt.  Dieser Faden D hat die halbe Schlaglänge  wie die Wendeln A und B und ist in bezug  auf den Gangsinn gleichsinnig mit diesen  Wendeln gewickelt.  



  In den     Fig.    2 bis 5 sind die     Nummern     der     Kreuzungspunkte        entsprechend    der     Fig.    1  eingetragen. Diese Figuren stellen     Quer-          schnitte    durch die Leitung an     verschiedenen     Stellen dar, und sie     zeigen    innbesondere den  Verlauf des Tragfadens D.

   Im     Querschnitt     gemäss     Fig.    2 verläuft ,der Tragfaden D zwi  schen zwei aufeinanderfolgenden Kreuzungs  punkten 8, 9 zum     Mittelleiter    L,     -derart,    dass  der letztere über einen Winkel von     praktisch     90   umfasst wird.

       Fig.    3 zeigt einen     weiteren          Querschnitt,    aus welchem hervorgeht, dass  der Tragfaden D nach Umwindung des       Kreuzungspunktes    9 wiederum um ,den       Mittelleiter   <B>L gelegt</B> und nach .dem Kreu  zungspunkt 10 geführt     ist.    Die     Umschliessung     .des Mittelleiters L ist gegenüber der     Fig.    2  um<B>90'</B> verdreht.

   In     Fig.    4 ist     eine        weitere     Stellung veranschaulicht, wo     der    Trag  faden D über den     Kreuzungspunkt    11 ver  läuft und auch dabei wieder den     Mittel-          leiter    L umschlingt.

   Aus dem     Querschnitt     gemäss     Fig.    5 ist ersichtlich,     dass    .der Trag  faden D, der nunmehr     Kreuzungspunkt    11  umschlungen hat, über den     Leiter    L nach  .dem Kreuzungspunkt 12 ,geführt     ist.    Auch      hier umfassen die Teile des Tragfadens D  zwischen 11 und<I>L</I>     bezw.    12 und<I>L</I> den       Mittelleiter    über einen Winkel von prak  tisch<B>90'.</B>  



  Die vier Winkel, welche die den Mittel  leiter     umfassenden        Tragfadenteile    in den     vier          Fig.    2 bis 5 einschliessen, sind, wie die Zeich  nung erkennen lässt, immer um<B>90'</B> zuein  ander versetzt.     Es    erfolgt auf     diese    Weise  durch .den Tragfaden D eine vollkommen ein  wandfreie Halterung des     Mittelleiters    L zu  dem den Mittelleiter     konzentrisch    umgeben  den     System    von Wendeln, bestehend aus den  drei Wendeln<I>A,</I> B und C. Der Leiter<I>L</I>  wird in seiner axialen Lage vollkommen fest  gehalten.  



  Die     Fig.    6 zeigt die schaubildliche An  sieht der     elektrisohen    Leitung. Die Wendeln  und der     Halterun,gsfaden    D sind in dieser  Figur entsprechend der Abwicklung nach  der     Fig.    1 gezeichnet, und zwar die gleich  sinnig geschlagenen Wendeln<I>A</I> und<I>B ge-</I>  strichelt und die im     entgegengesetzten    Gang  sinn geschlagene Wendel C     strichpunktiert,     während der     Ilalterungsfaden    D als Doppel  linie angedeutet ist.  



  Es können auch mehrere Leitungen der  oben beschriebenen Art     miteinander    zu einem  Kabel vereinigt werden,     wobei        vorzugsweise     eine Verteilung des zu übertragenden Fre  quenzbandes auf die Teilleitungen erfolgt.  



  Es können     weiter    .durch eine     Bebände-          rung    aus Papier oder     dergl.    die äussern Wen  deln in ihrer Lage     zueinander    noch beson  ders festgelegt werden. An     Stelle    der Drähte  können auch, ähnlich wie bei den weiter  unten     beschriebenen    Ausführungsformen,  Bänder zur Anwendung kommen.  



  Bei der Ausführungsform nach der     Fig.    7  weist das System von Wendeln zwei aus  Draht bestehende, zueinander versetzte, im       gleichen    Gangsinn     gewickelte    Wendeln A  und B auf. Die mit entgegengesetztem Gang  sinn     gewickelte    Wendel C     besteht        aus    einem  Band, während D wieder den     Halterungs-          faden    darstellt.  



  Besteht das Band aus einem isolierenden  Stoff, dann kann auf     fas    Band eine metal-    lische, die     Stromrückleitung    bildende Schicht  aufgebracht sein.     Dieser        Rückleiter    kann  auch     beispielsweise    aus im langen Schlag  über das System von Wendeln gewickelten  und eine geschlossene Lage bildenden Metall  bändern     bestehen.        Unter    Umständen ,genügt  als Rückleiter auch ein das Band um  gebender Bleimantel. Sollte jedoch der elek  trische Widerstand des Bleimantels zu gross  sein, dann kann unter den     Bleimantel    noch  die oben beschriebene Lage aus Metall  bändern vorgesehen sein.  



  Beider     Ausführungsform    nach der     Fig.    8  weist das System von Wendeln zwei Bänder  <I>A</I> und<I>B</I> auf,     wobei    Band<I>B</I> breiter     ist    als  Band A. Band B ist dabei     mit        einer    solchen  Steigung gewickelt,     .dass    die     Breite    des     zwi-          sehen    den     benachbarten    Windungen vorhan  denen     .Spaltes    kleiner ist als die Breite des       Bandes    selbst.

   Band A ist im Gegensatz zu  Band B     rechtsgängig    .gewunden, so -dass es  den erwähnten Spalt an     bestimmten        Stellen     kreuzt, wodurch     Haltestege    entstehen, über  die der Tragfaden verläuft. Mit M     ist    der  Mittelleiter bezeichnet, der an den Wendeln  <I>A</I> und B durch den Tragfaden<I>D</I> gehalten  wird. Bei dem veranschaulichten Ausfüh  rungsbeispiel ist das Band A über     das          Band.    B gewickelt;     es    könnte jedoch auch  umgekehrt Band<I>B</I> über Band<I>A</I>     gewickelt     sein.  



  Bei der Ausführungsform nach der     Fig.    9  ist mit B eine zweigängige Wendel bezeich  net, über welcher die mit einem gegenüber  dem Gangsinn der Wendel B entgegen  gesetzten Gangsinne gewickelte Wendel A  liegt. An     .Stelle    der zweigängigen Wendel B  und der beiden     Tagfäden    D könnten     auch     mehrgängige Wendeln und mehr Fäden vor  gesehen sein. Die Anzahl der Tragfäden     ist     dabei     zweckmässigerweise    gleich der Gang  ordnungszahl der mehrgängigen Wendel.  



  Wie aus     Fig.    9 ersichtlich,     entstehen    zwi  schen den beiden     gleichsinnig    .gewickelten  Wendeln B zwei zueinander     versetzte,Spalte,     in die zwei unabhängig voneinander geführte  Tragfäden D geschlagen sind.

   Analog der  Ausführungsform nach     Fig.    8 bildet die      Wendel A Stege über die beiden erwähn  ten Spalte.     Bei    der Ausführungsform     nach          Fig.    9 besteht     infolge    des Vorhandenseins  von zwei Tragfäden ein     mechanisch        fester,     aber trotzdem biegsamer Aufbau und ausser  dem insofern eine grössere Sicherheit, als  beim Bruch     des        einen    Tragfadens immer  noch .der     zweite    Tragfaden .die Halterung       des        Innenleiters    M gewährleistet.

   Ausserdem  sind die Abstände, in .denen der Tragfaden  den Innenleiter berührt, kleiner, ohne dass  eine störende Erhöhung .der Kapazität der       Leitung    durch diese Anordnung     eintritt.     



  Um     ausserdem    die an den Kreuzungs  punkten der Bandwicklungen hervortreten  den     Haltefadenabschnitte    besonders festzu  legen, können über dieselben eine oder meh  rere dünne Bandschichten, vorzugsweise aus  einem Werkstoff mit sehr geringen     dielek-          trischen    Verlusten     bestehend,    gewickelt sein.  



  An     iStelle    der Fäden können unter Um  ständen auch Bänder aus einem geeigneten       dielektrischen    Stoff     benutzt    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Luftraumisolierte elektrische Leitung, bei welcher ein Leiter mittels mindestens einem Tragfaden aufgehängt ist, dadurch gekenn zeichnet, dass .der Leiter an ihn konzentrisch umgebenden offengewickelten, aufeinander liegenden Wendeln aufgehängt ist, die mit- einander Kreuzungen bilden, derart, dass Stege entstehen, über welche mindestens ein Tragfaden geführt ist.
    UNTERANSPRüCHE 1. Luftraumisolierte elektrische Leitung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens eine Wendel im entgegengesetzten Gangsinne gewickelt ist als die andere bezw. die andern Wen deln.
    2. Luftraumisolierte elektrische Leitung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Trag faden zwischen aufeinanderfolgenden, über Stege geführten Teilen zum Mittel- leiter verläuft und den letzteren über einen Winkel von praktisch<B>90'</B> umfasst. 3. Luftraumisolierte elektrische Leitung nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass .drei Wendeln vorgesehen sind, von denen zwei gleichsinnig ge wickelt sind.
    4. Luftraumisolierte elektrische Leitung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Wendeln aus Draht be stehen. ,5. Luftraumisolierte elektrische Leitung nach Patentanspruch, dadurch .gekenn zeichnet, dass zumindestens eine der Wen deln aus einem Band besteht.
    6. Luftraumisolierte elektrische Leitung nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1. bis 3, dadurch gekennzeich net, dass eine aus Band bestehende Wen del im entgegengesetzten Gangsinn zu zwei gleichsinnig gewickelten, aus Draht bestehenden Wendeln verläuft. 7. Luftraumisolierte elektrische Leitung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch zwei aus Bandbestehende Wen deln, von denen die eine in dem zum Gangsinn .der andern Wendel entgegen gesetzten Gangsinn gewickelt ist.
    B. Luftraumisolierte elektrische Leitung nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die bei den Bänder verschieden breit sind. 9. Luftraumisolierte elektrische Leitung nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 7 und 8, dadurch gekenn zeichnet, dass,das breitere Band mit einer solchen Steigung gewickelt ist, dass .zwi schen den benachbarten Bandwicklungen Spalte entstehen, die in regelmässigen Abständen von der schmäleren Band schraube überbrückt sind.
    10. Luftraumisolierte elektrische Leitung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass eine mehrgängige und eine eingängige Bandwendel vorgesehen sind, wobei letztere in bezogen auf den Gang sinn der mehrgängigen Wendel entgegen gesetztem Gangsinn bewickelt ist, und da.ss der Mittelleiter durch in die Spalte der mehrgängigen Wendel eingeschlagene Fäden gehalten ist, wobei die Anzahl der Fäden gleich der Gangordnungszahl der mehrgängigen Wendel ist. 11.
    Luftraumisolierte elektrische Leitung nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass über die Gesamtheit der Wendeln Bandschichten ;gewickelt sind, welche die an den Kreuzungsstellen der Bandwicklungen hervortretenden Halte fadenabschnitte festhalten.
CH194046D 1935-07-22 1936-06-30 Luftraumisolierte elektrische Leitung. CH194046A (de)

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