CH194047A - Radioempfangsschaltung mit selbsttätiger Bandbreiteregelung. - Google Patents

Radioempfangsschaltung mit selbsttätiger Bandbreiteregelung.

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CH194047A
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      B.adioempfangsschaltung    mit selbsttätiger     Bandbreiteregelnng.       Die Erfindung bezieht sich auf eine       Radioempfangsschaltung    mit selbsttätiger       Regelung    der Breite des empfangenen Fre  quenzbandes. Derartige Schaltungen haben  den Zweck, die Selektivität eines Radioemp  fängers selbsttätig     .den    jeweils vorherrschen  den     Empfangsverhältnissen    anzupassen.  



  Bei den bekannten Empfangsschaltungen  mit selbsttätiger     Bandbreiteregelung    wird die  Breite des empfangenen Frequenzbandes. in  Abhängigkeit von der     Trä.gerwellenamplitude     des empfangenen     Signals    geregelt, derart,       dass        bei        grosser    Stärke des empfangenen  Signals alle     Modulationsfrequenzen    des Si  gnals mit möglichst gleichmässiger Verstär  kung durchgelassen werden, während beim  Empfang schwacher Signale     zwecks    Erhö  hung der Selektivität die     Breite    des durch  gelassenen Frequenzbandes     selbsttätig    ver  ringert wird,

   wobei die höchsten in der Mo  dulation enthaltenen Tonfrequenzen unter  drückt werden.     Dieses    Verfahren zur selbst  tätigen     Bandbreiteregelung    weist den Nach-    teil auf, - dass beim Empfang eines. starken  Senders     ein        frequenzbenachbarter,    ebenfalls  starker Sender eine Störung     hervorrufen     kann. Anderseits wird beim Empfang eines  schwachen Senders die Wiedergabe unnötig  gefälscht, wenn keine störenden Nachbarsen  der vorhanden sind.  



  Es wurde auch schon     vorgeschlagen,    die  Regelung der     Bandbreite    in Abhängigkeit  von den     Trägerwellenamplituden        frequenz-          benachbarter    Signale     vorzunehmen.    Zu die  sem Zwecke werden zum Beispiel zwei beson  dere     Schwingungskreise    im     Zwischenfre-          quenzverstärker        angeordrilet,    die auf eine um  9     KHz    über     bezw.        unter    der erzeugten Zwi  schenfrequenz liegende Frequenz abgestimmt  sind und je mit einem Gleichrichter verbun  den sind,

   wobei die Summe der von den bei  den     Gleichrichtern    erzeugten     Spannungen    als       Regelspannung    für .die selbsttätige Band  breiteregelung verwendet wird.     Wenn.    eines  der beiden     frequenzbenachbarten        Signale    eine  grosse Stärke aufweist, wird eine erhebliche           Regelspannung    erzeugt, wodurch die Band  breite     verringert    wird.

   Eine von der Träger  wellenamplitude     frequenzbenachbarter    Si  gnale abhängige Regelspannung kann auch  dadurch erzeugt werden, dass am     Niederfre-          quenzverstärker    ein Filter angeschlossen  wird, der auf die     Frequenzdifferenz    zweier       frequenzbenachbarter        .Sender    (bei den ange  nommenen Verhältnissen also auf eine Fre  quenz von 9     KHz)    abgestimmt ist, und des  sen:

       Ausgangsspannung    einem Gleichrichter  zugeführt     wird.    Wenn eines der beiden     fre-          quenzbenachbarten    Signale eine grosse Stärke       aufweist,    wird das vom Detektor erzeugte       Niederfrequenzsignal    eine     starke    Kompo  nente mit einer Frequenz von 9     KHz    enthal  ten, so     dass    dem genannten     Gleichrichter    eine  grosse Spannung zugeführt und eine Verrin  gerung der Bandbreite     herbeigeführt    wird.

    Diese     Einrichtung    zur     selbsttätigen    Band  breiteregelung weist den     Nachteil    auf, dass  beim Empfang eines starken Signals die  Wiedergabe bei     Anwesenheit    von Nachbar  signalen mittlerer     Stäxke    unnötig stark ge  fälscht wird, während beim Empfang     eines     schwachen Signals mit     Nachbarsignalen    mitt  lerer     Stärkeeine    Störung auftreten kann.  



  Die vorliegende     Erfindung    hat zum  Zwecke, eine     Schaltung    zur     selbsttätigen          Bandbreiteregelung    zu schaffen, bei der die  Nachteile, welche den oben beschriebenen  Schaltungen anhaften, vermieden werden.  



  Nach der Erfindung     wird    die Breite des  empfangenen     Frequenzbandes    sowohl in Ab  hängigkeit von der     Trägerwellenamplitude     des zu empfangenden Signals, als auch in       Abhängigkeit    von der     Trägerwellenampli-          tude        frequenzbenachbarter    Signale geregelt.,  derart, dass, die Breite des empfangenen Fre  quenzbandes sowohl bei zunehmender     Trä-          gerwellenamplitude    des zu empfangenden  Signals,

   als auch bei abnehmender     Träger-          wellenamplitude    der     frequenzbenachbarten          Signale    zunimmt.  



       Die        Erfindung    wird vorzugsweise da  durch verwirklicht,     dass.        Mittel    zur Erzeu  gung einer von .der     Trägerwellenamplitude     des zu     empfängenden    Signals abhängigen         Regelspannung    und Mittel zur Erzeugung  einer von der     Trägerwellenamplitude    benach  barter Signale abhängigen     Regelspannung          vorgesehen:

      sind, und     dass    die     Differenz    bei  der Regelspannungen mindestens einer zur       Bandbreiteregelung    dienenden Regelröhre zu  geführt wird.  



  Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus  führungsbeispiel des     Erfindungsgegenstan-          des.     



  Auf der Zeichnung ist ein Zwischen  frequenzüberlagerungsempfänger dargestellt.  Die von der Antenne 1 empfangenen Schwin  gungen     worden    einem     Hoehfrequenzverstär-          ker    zugeführt, der mittels des     Kondensators     2,     abgestimmt    wird. Die vom     Hochfrequenz-          verstärker    verstärkten     Schwingungen,    werden  der     Mischröhre    3 zugeführt, in der     Zwischen-          frequen.zschwingungen    erzeugt werden.

   Diese       Zwischenfrequenzschwingungen    werden über  einen Bandfilter 4., 5, eine Zwischenfrequenz  verstärkerröhre 6, einen     Bandfilter    8., 9, eine       Zwischenfrequenzverstärkerröhre    7 und einen  Bandfilter 10, 11 dem Detektor     1ss    zugeführt.

    Die vom Detektor 1.3 erzeugten     Niederfre-          quenzschwingungen    werden über einen Trans  formator 12 dem nicht dargestellten     Nieder-          frequenzverstärkerzugeführt.    Zu den     Schwin-          gungskreisen    4 und 8 des     Zwis:chenfrequenz-          verstärkers    sind die Regelröhren     -920    und 21  parallel     geschaltet,    welche je einen veränder  lichen     Dämpfungswiderstand    für diese       Schwingungskreise    bilden.

   Als Regelröhren  werden zweckmässig     Doppelgitterröhren    ver  wendet, deren beide Gitter     miteinander    ver  bunden sind. Zwischen den     Gittern    und der  Kathode wird eine Regelspannung für die  selbsttätige     Bandbreiteregelung        angelegt.    Je  positiver die Regelspannung ist, desto     kleiner     wird     der    Innenwiderstand der Regelröhren.

    Bei einer Zunahme der     Regelspannung    in       positiver        Richtung    werden daher .die Kreise  4 und 8 stärker gedämpft, wodurch die  durchgelassene     Bandbreite        vergrössert    wird.

    Die den Regelröhren 20 und 21     zugeführte     Regelspannung wird durch die Differenz  zweier Regelspannungen     gebildet,    welche von  den     Gleichrichtern    2-2 und 40     erzeugt    werden,      und zwar erzeugt der     Gleichrichter        22    eine  von der     Trägerwellenamplitude    des zu emp  fangenden Signals abhängige Regelspannung  und der     Gleichrichter    40 eine von der Träger  wellenamplitude     frequenzbenachbarter    Si  gnale abhängige Regelspannung.

   Die Katho  den der     beiden:        Gleichrichter    sind direkt mit  einander     verbunden,    und die den Regelröhren  20 und 21     zugeführte    Spannung wird     mit-          tels        Anzapfungen        .31    und 31' zwischen einem  Punkte des     Ausgangswiderstandes    23 des  Gleichrichters 22 und einem Punkte des Aus  gangswiderstandes 33 des     Gleichrichters    40  abgenommen und über die     Leiter    30 und 32  zwischen der Kathode und     den,        Gittern    der  Regelröhren angelegt.

   Die Ausgangswider  stände 2:3 und 33 werden: von     Kondensatoren     ?5 und 42     überbrückt.    Die Ausgangsspan  nung des     Zwischenfrequenzverstärkers        wird     über einen Kopplungskondensator 26, eine       VeTstä,rkerröhre    27 und einen     Transformator     28, 24 dem     Gleichrichter    22 zugeführt. Dem       Gleichrichter    40 wird     -die    Ausgangsspannung  eines Filters zugeführt, welcher aus den  Schwingungskreisen 43, 44 und 45, 46 be  steht und auf eine     Frequenz    von 9     KHz    ab  gestimmt ist.  



       Dieser    Filter ist über den Kopplungs  kondensator 47 an den     Ausgangskreis    des  Detektors 13 angeschlossen.  



  Wenn eines -der beiden     frequenzbenach-          bartenSignale    eine grosse Stärke aufweist, so  wird die     Ausgangsspannung    des Detektors  13 eine starke     Komponente    mit einer Fre  quenz von 9     KHz    enthalten. Diese Kompo  nente wird -durch den     Filter    43,     44,    45, 46  dem     Gleichrichter    40 zugeführt und ver  ursacht eine Abnahme der den     RegelröhTen     20 und 21 zugeführten     Spannung.    Eine Zu  nahme der     Amplitude    der zu empfangenden  Trägerwelle wird demgegenüber eine Zu  nahme der Regelspannung herbeiführen.

   Die  Breite des durchgelassenen     Frequenzbandes     wird daher     derart        geregelt,    dass die Band  breite sowohl mit     zunehmender    Trägerwellen  amplitude des zu empfangenden Signals, als  auch mit     abnehmender        Trägerwellenampli-          tude    der Nachbarsignale     zunimmt.       Die     über    dem Widerstand 213 auftretende  Spannung kann zur selbsttätigen     Lautstärke-          regelung        verwendet    werden,

   indem diese  Spannung in an sich     bekannter    Weise min  destens einer     Verstärkerröhre    zugeführt  wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Radioempfangsschaltung mit selbsttätiger Bandbreiteregelung, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des empfangenen Frequenz bandes sowohl in Abhängigkeit von der Trä- gerwellenamplitude des zu empfangenden Signals, als auch in Abhängigkeit von der Trägerwellenamplitude frequenzbenachbarter Signale geregelt wird, derart, dass die Breite des empfangenen Frequenzbandes, sowohl bei zunehmender Trägerwellenamplitude des zu empfangenden Signals,
    als auch bei abneh mender Trägerwellenamplitude, der frequenz- benachba.rten Signale zunimmt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Radioempfangsschaltung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mit tel zur Erzeugung einer von .der Trä_ger- wellenamplitude des zu empfangenden Signals abhängigen Regelspannung und Mittel zur Erzeugung einer von der Trä- gerwellenamplitude frequenzbenachbarter Signale abhängigen Regelspannung vorge sehen sind,
    und dass die Differenz beider Regelspannungen mindestens einer zur Bandbreiteregelung dienenden Regelröhre zugeführt wird.
    2,. Radioempfangsschaltung nach Patentan- spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden %gelspan- nungen je von einem Gleichrichter erzeugt werden,
    indem einem der Gleichrichter eine dem Zwischenfrequenzverstärker ent- nommene Spannung und dem zweiten Gleichrichter die Ausgangsspannung eines an den Niederfrequenzteil angeschlossenen und auf die Frequenzdifferenz zweier be nachbarten Sender abgestimmten Filters zugeführt wird.
    3. Radioempfangsschaltung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, da- durch gekennzeichnet, dass, zwei gleich artige Elektroden der beiden Gleichrichter direkt miteinander verbunden sind, und .dass-die ,den Regelröhren zugeführte Span nung zwischen einem Punkte des Aus gangswiderstandes des einen Gleichrich ters und einem Punkte des Ausgangs widerstandes des zweiten Gleichrichters abgenommen, wird.
    4. Radioempfangsschaltung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die von der Trägerwel- lenamplitude des zu empfangenden Signals abhängige Regelspannung zwecks selbst- tätiger Lautstärkeregelung auch minde stens einer Verstä@rkerröhre zugeführt wird.
    5. Radioempfangsschaltung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Regelröhren als ver änderliche Dämpfungswiderstände je mit einem der Schwingungskreise .des Zwi- schenfrequenzverstärkers parallelgeschal tet sind.
CH194047D 1935-11-25 1936-11-23 Radioempfangsschaltung mit selbsttätiger Bandbreiteregelung. CH194047A (de)

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