CH194196A - Verfahren zur Herstellung von an Verunreinigungen armem Russ unter gleichzeitiger Bildung von Wasserstoff bezw. wasserstoffenthaltenden Gasen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von an Verunreinigungen armem Russ unter gleichzeitiger Bildung von Wasserstoff bezw. wasserstoffenthaltenden Gasen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von an Verunreinigungen armem Russ unter gleichzeitiger Bildung von Wasserstoff bezw. wasserstoffenthaltenden Gasen. Es ist an sich bekannt, bei der Herstel lung von Russ durch Verbrennung von Kohlenwasserstoffen, wie z. B. Acetylen, die Flamme an einer Kühlfläche abzuschrecken, um eine Verbrennung des Russes zu verhin dern.
Indessen wurde bei der thermischen Spaltung von Kohlenwasserstoffen .eine Ab schreckung bezw. Temperatursenkung der Spaltprodukte bisher nicht vorgesehen, im Gegenteil hielt man es für angebracht, Ace- t.ylenruss nach seiner Entstehung noch .durch eine durch Verbrennung,des Spaltwasserstof fes gebildete Wasserstofflamme zu leiten.
Im Gegensatz hierzu wurde überraschen derweise gefunden, dass besondere Vorteile eintreten, wenn bei .der Herstellung von Russ unter gleichzeitiger Bildung von Wasserstoff bezw. wasserstoffenthaltenden Gasen durch thermische Spaltung von Kohlenwasserstof- fen die Spaltprodukte unmittelbar nach ihrer Entstehung abgeschreckt werden.
Auf diese Weise gewinnt man nicht nur den Spalt wasserstoff für andere Zwecke, 2. ss. für an- organische oder organische Synthesen, son dern die Qualität des anfallenden Russes wird hierdurch erhöht, da einerseits die bei höheren Temperaturen einsetzende Graphit bildung vermieden und gleichzeitig die Fein heit und .Struktur des Russes verbessert wird. Bei der Ausführung des Verfahrens werden beispielsweise ungesättigte oder gesättigte Kohlenwasserstoffeenthaltende Gase oder Dämpfe, z. B.
Abgase der Kohlehydrierung oder Benzinsynthese nach Franz Fischer, ohne oder mit Zusatzstoffen, z. B. geringen Mengen Eisenpentacarbonyl, thermisch ge spalten und .die .Spaltprodukte unmittelbar nach ihrer Entstehung abgeschreckt, d. h. ihre Temperatur wird plötzlich gesenkt. Die Abschreckung muss mindestens auf solche Temperaturen erfolgen, dass Grösse und Atomanordnung derKohlenstoffteilchen prak tisch erhalten bleiben bezw. keine wesentlichen Veränderungen mehr erfahren.
Demgemäss kann die Abschreckung sowohl auf tiefe Temperaturen, als auch so vorsichtig vorge- nommen werden, dass die abgeschreckten Spaltprodukte noch eine für etwaige andere Zwecke, z. B. einet Weiterbehandlung, hin reichend hohe Temperatur aufweisen.
Wesent lich ist nur, dass die Spaltprodukte unmittel- bar nach ihrer Entstehung eine Abschreckung bezw. plötzliche Temperatursenkung erf ahren.
Besondere Vorteile bietet das neue Ver fahren beisolchen Gasen oder Gasgemischen, deren Spaltung unter Wärmeentwicklung verläuft, beispielsweise bei der Spaltung von Acetylen bezw. acetylenenthaltenden Gas gemischen, bei .der je Mol C,H:! 54 Kalorien frei werden.
Andere solche unter Wärme entwicklung spaltende Kohlenwasserstoffe sind beispielsweise Allylen, Dimethyldiacety- len, ferner Äthylen, Propylen und andere Homologe der Olefinreihe, weiterhin bei spielsweioe Cyclopropan, Benzoldampf, Di- hydrobenzol und andere,
bezw. deren Ge misch unter einander oder mit egothermen Verbindungen. Es ergibt sich hieraus ins besondere die bisher nirgends verwendete Arbeitsweise, allein durch iSpaltwärme ent standene Spaltprodukte einer abschreckenden Kühlung zu unterwerfen.
Die Abschreckung bezw. plötzliche Tem peratursenkung kann mit Hilfe bekannter Mittel, z. B. durch eine von aussen wirkende oder in den Gasweg eingebaute Kühlvorrich tung erfolgen., die mit irgendwelchen Kühl flüssigkeiten arbeitet. Bei Aussenkühlung kann man auch Kühlrippen aus Wärme gut leitendem Metall verwenden. Besonders vor teilhaft ist es, die Kühlung durch siedende Flüssigkeiten vorzunehmen und die Kühlvor richtung zur Dampferzeugung einzurichten.
In diesem Falle kann, die Kühleinrichtung beispielsweise nach Art eines unmittelbar hinter die Spaltzone geschalteten Röhren dampfkessels ausgebildet werden; die Spalt produkte strömen hierbei durch das Rohr bündel und erhalten durch die Verengung des freien Querschnittes eine erhöhte Geschwin- digkeit, die für .die Kühlung besonders vor teilhaft ist, da die Spaltprodukte schnell aus der Nähe der Reaktionszone entfernt werden.
Man kann die Kühlung bei erhöhter Ge- schwindigkeit der Spaltprodukte auch ander weitig .durch Verengung des an den Spalt raum anschliessenden Raumes, beispielsweise durch ein von aussen luft- oder flüGsigkeits- gekühltes engeres Rohr (technische Kapil lare), erzielen. Die Erhöhung der Geschwin- digkeit der Spaltprodukte bietet den weiteren Vorteil, ein Absetzen des Russes, Verstopfung der Rohre usw. wirksam zu verhindern.
Eine Erhöhung der Geschwindigkeit der Spaltprodukte lässt sich vorteilhaft auch durch Zumischung von Gasen oder Dämpfen hinter der Spaltzone bewirken, wobei man solche Gase von guter Wärmeleitfähigkeit, beispielsweise Wasserstoff, bezw. grosser Wärmeli:apazität, beispielsweise mehratomige Moleküle wie Wasserdampf oder dergl., vor zugsweise verwenden wird;
im letztgenannten Falle kann der Dampf in beschriebener Weise durch .den Prozess selbst erzeugt wer den. Eine besonders vorteilhafte Abschrek- kung bezw. plötzliche Temperatursenkung der -Spaltprodukte erhält man, wenn man den Spaltwasserstoff ganz oder teilweise in den Reaktionsraum hinter die Spaltzone im Kreislauf zurückführt;
hierfür kann auch wasserstoffenthaltendes Reaktionsgemis'eh, das gegebenenfalls noch nicht vollkommen von Russ' befreit ist, benutzt werden.
Die Abschreckung bezw. plötzliche Tem peratursenkung der iSpaltprodukte lässt sich vorteilhaIterweise auch so vornehmen, dass der Spaltprozess mit wärmeverbrauchenden Vorgängen gekoppelt wird, beispielsweise durch Einführung von dissoziierenden Gasen oder verdampfenden Flüssigkeiten hinter der Spaltzone.
Im ersteren Falle wird die Disso- ziationswärme des Gases bezw. des Dampfes für die Temperatursenkung nutzbar gemacht, im letzteren Falle die Verdampf ungswärme der Flüssigkeit, beispielsweise Wasser, das in flüssiger Form durch eine oder mehrere Düsen oder durch eine grössere Anzahl von feinen Öffnungen feinzerteilt hinter der Spaltzone in den Weg cler Spaltprodukte ein- geführt wird.
Die gekennzeichneten Möglichkeiten gel ten alle nur beispielsweise, die neue Erfin- dung umfasst auch alle andern Ausführungs formen, bei denen die Spaltprodukte unmit telbar nach ihrer Entstehung eine Abschrek- kung bezw. plötzliche Temperatursenkung er fahren.
Besondere Vorteile besitzt das neue Ver fahren zum Beispiel bei der thermischen Spaltung von Acetylen oder solches enthal tenden Gasgemischen, insbesondere dann, wenn das Acetylen in sehr grossen Mengen, vorzugs-#veiee in Mengen von mehr als 10 kg/Stunde nach Einleitung der Spaltung kontinuierlich dem Spaltraum bei gewöhn lichem oder wenig erhöhtem Druck ohne wei tere Wärmezufuhr bezw. besondere Wärme duelle zugeführt wird.
Die Wärmezufuhr ist nur zu Beginn der iSpaltung notwendig. Sie erfolgt zum Beispiel in der Weise. dass der Reaktionsraum in der Nähe bezw. kurz hin ter der Gaszuführungsdüse auf eine elek trische Heizwicklung auf die zur Spaltung notwendige Temperatur gebracht wird. Die Wärmezufuhr kann aber auch auf beliebig andere Weise, durch Gasheizung, elektrische Funken oder dergl. erfolgen und wird nach Einleitung der Spaltung abgeschreckt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von an Ver unreinigungen armem Russ unter gleichzei tiger Bildung von Wasserstoff bezw. wasser stoffenthaltenden Gasen durch thermische Spaltung von Kohlenwasserstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die Spaltprodukte un mittelbar nach ihrer Entstehung abgeschreckt werden. LTNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass unter -#ÄTäi-meent- wicklung entstandene Spaltprodukte un mittelbar nach ihrer Entstehung abge schreckt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschreckung durch Kühlung von aussen erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschreckung durch eine in den Gasweg eingebaute Kühlvorrichtung erfolgt. 4.Verfahren nach Patent.arnspruch,dadurch gekennzeichnet, -dass die Kühlvorrichtung zur Dampferzeugung eingerichtet ist. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschreckung durch Kühlung bei erhöhten Geschwin digkeiten der Spaltprodukte erzielt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Abschreckung den Spaltprodukten hinter der Spaltzone Gase zugemischt werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Abschreckung den Spaltprodukten hinter der Spaltzone Gase von guter Wärmeleitfähigkeit zu gemischt werden. B.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschreckung der Reaktionsprodukte durch Rückfüh rung von wasserstoffenthaltendem Reak tionsgemisch in den Raum hinter der Spaltzone erfolgt. 9. Verfahren nach Patentanepruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Spaltprozess durch Einführung von verdampfenden Stoffen hinter der Spaltzone mit wärme verbrauchenden Vorgängen gekoppelt wird.10. Verfahren nach Patentanspruch,dadurch gekennzeichnet, dass der Spaltprozess durch Einführung von dissoziierenden Stoffen hinter der Spaltzone mit wärme verbrauchenden Vorgängen gekoppelt wird. 11.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass Acetylen in Mengen von mindestens 10 kg/Stunde nach Ein leitung der .Spaltung kontinuierlich ohne weitere Wärmezufuhr dem Reaktions raum zugeführt und die Spaltprodukte unmittelbar nach ihrer Entstehung ab geschreckt werden.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1035821B (de) * | 1952-07-23 | 1958-08-07 | Degussa | Verfahren zur Herstellung von Russ |
| DE1181351B (de) * | 1957-02-13 | 1964-11-12 | Cabot Corp | Vorrichtung zur Erzeugung von Thermalruss |
-
1937
- 1937-01-07 CH CH194196D patent/CH194196A/de unknown
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