CH194221A - Photoelektrischer Belichtungsmesser mit Vorrichtung zur Begrenzung der Öffnung des auf eine lichtelektrische Zelle einwirkenden Lichtbüschels. - Google Patents
Photoelektrischer Belichtungsmesser mit Vorrichtung zur Begrenzung der Öffnung des auf eine lichtelektrische Zelle einwirkenden Lichtbüschels.Info
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Description
Photoelektrischer Belichtungsmesser mit Vorrichtung zur Begrenzung der Öffnung des auf eine lichtelektrische Zelle einwirkenden Lichtbüschels. Bei der Konstruktion lichtelektrischer Belichtungsmesser, insbesondere für photo graphische Zwecke, besteht die Notwendig keit, Vorrichtungen anzuwenden, die nur Lichtstrahlen aus einem bestimmten Raum winkel auf die Zelle gelangen zu lassen, während Strahlen aus andern Richtungen von der Zelle ferngehalten werden sollen. Die einfachste Vorrichtung zur Fernhaltung von Licht aus Richtungen, die einen grösseren Winkel als erwünscht gegen das Lot auf der Zellenfläche aufweisen, ist ein vor der Zelle angeordnetes, nach vorn offenes Blenden rohr (Kammer).
Um hinreichend grosse Licht ströme auf der Zelle zu erhalten, hat man gewöhnlich die Länge des Blendenrohres und seine vordere Öffnung etwa ebenso gross bemessen wie die Zellenfläche. Um die Ab messungen der Anordnung zu verringern, hat man fernerhin die eine grosse Blendenkammer durch eine Vielzahl von kleinen, nebenein- anderliegenden Blendenkammern von beispiels- weise wabenähnlicher Form ersetzt, die bei praktisch gleicher Wirkung eine wesentlich geringere Baulänge ermöglichen.
Diese Vorrichtungen haben jedoch den Nachteil, dass die wirksame Öffnung nicht scharf abgegrenzt ist. Der Bruchteil des ein fallenden Lichtes, der von dem auf die Vor richtung auffallenden Lichtbüschels hindurch gelassen wird, nimmt vielmehr mit zuneh mender Neigung des Lichtbüschels verhältnis mässig langsam und stetig ab.
Man hat auch schon vorgeschlagen, die Totalreflexion beim Austritt des Lichtes aus Glas oder dergl, zur Fernhaltung von Licht strahlen bestimmter Neigung zu verwenden, indem man von der Zellenfläche eine Platte aus Glas anordnete, deren Vorderseite er haben und deren Rückseite eine entspre chende Anzahl von hohl gekrümmten kleinen Teilflächen aufwies. Auch diese Vorrichtung besitzt den Nachteil einer verhältnismässig unscharfen Begrenzung des hindurchtretenden Lichtbüschels, ganz abgesehen davon, dass auch durch mehrfache Reflexion noch ein erheblicher Bruchteil der Intensität von Strah len aus solchen Richtungen auf die Zellen fläche gelangen kann, die von der Vorrich tung nicht mehr hindurchgelassen werden sollten.
Bei dem Erfindungsgegenstand erfolgt nun die Begrenzung der wirksamen Öffnung eines Büschels in vollkommener Weise durch den Grenzwinkel der Totalreflexion beim Austritt des Lichtes aus einem durchsichtigen Körper (wie z. B. Glas) in Luft oder in ein anderes optisch dünneres Medium. Da das Reflexions vermögen einer Grenzfläche "Glas-Luftr0 erst in unmittelbarer Nähe des Grenzwinkels der Totalreflexion ansteigt, ergibt sich ein ver hältnismässig steiler Abfall der hindurchge lassenen Intensität, verglichen mit den bisher üblichen Anordnungen mit unterteilter Blen- denkammer.
Der Grenzwinkel der Totalreflexion ist vom Brechungsvermögen der beiden; die C'arenzfläche bildenden Medien abhängig, über das man nur innerhalb gewisser Grenzen frei verfügen kann. Will man erreichen, dass solche Strahlen total reflektiert werden, deren Einfallsrichtung einen bestimmten kleinen, aber beliebig wählbaren Winkelbetrag über schreitet, so muss die Grenzfläche, an der die Totalreflexion stattfinden soll, eine bestimmte Neigung gegen die vorzugsweise als Plan fläche ausgebildete Eintrittsfläche des Glas körpers aufweisen.
Von einem solchen Körper werden aber anderseits Strahlen, die unter dem .entgegengesetzt gleichen, oder auch einem grösseren Einfallswinkel symmetrisch zum Einfallslot auf die Vorrichtung auftre ten, praktisch ungeschwächt hindurchgelas sen. Erfindungsgemäss ist daher die Einschal tung wenigstens eines zweiten Körpers aus Glas oder dergl. vorgesehen, der durch Total reflexion den Durchtritt von solchen Strahlen verhindert, die unter entgegengesetzt gleichen oder ähnlichen Neigungen auf die Vorrich tung auftreten, wie die Strahlen, die an der Grenzfläche Glas-Luft des ersten Körpers total reflektiert werden.
Durch Wahl einer geeig- neten Neigung der- Austrittsflächen des zwei ten und des ersten Körpers gegen die Ein trittsfläche kann man dann nach Belieben erreichen, dass diejenigen Strahlen, die aus irgendwelchen Richtungen kommend gerade im Grenzwinkel der Totalreflexion auf die Urenzfläche Glas-Luft eines der Körper auf fallen, verschieden grosse oder auch gleiche Winkel mit dem Einfallslot auf der Eintritts fläche des ersten Körpers bilden.
Um den Öffnungswinkel eines ebenen Büschels in der beschriebenen Weise sym metrisch oder unsymmetrisch zum Eintritts lot zu begrenzen, sind mindestens zwei Körper aus (glas oder dergl. notwendig, die so- angeordnet sind, däss sich zwischen den beiden Körpern und hinter der Aus trittsfläche des zweiten Körpers ein Mit tel von niedrigerem Brechungsvermögen be findet. Die Aufgabe kann jedoch auch auf eine grössere Zahl von im Lichtweg hinter einanderliegenden Körpern verteilt werden, wenn dies zur Erzielung einer bestimmten Abhängigkeit der Intensität des hindurchge lassenen Lichtes vom Einfallswinkel notwen dig erscheint.
Fernerhin ist es möglich, die Vorrichtung durch weitere Körper aus Glas oder dergl. zu ergänzen, so dass sie als Gan zes für Lichtstrahlen, die nicht durch Total reflexion an einer der Grenzflächen am Durch tritt durch die Vorrichtung gehindert wer den, die Wirkung einer Planplatte besitzt. Ebenso ist es möglich, im Bedarfsfalle eine oder mehrere Flächen von einem oder meh reren hintereinander angeordneten Körpern so auszubilden, dass der Teil der Körper oder die Vorrichtung als Ganzes eine sammelnde oder zerstreuende Wirkung besitzt.
Kennzeichnend für den Erfindungsgegen stand ist in jedem Fall die Verwendung von mindestens zwei im Lichtweg aufeinander folgenden Körpern aus durchsichtigem Ma terial von bestimmten Brechungsindex die durch ein Mittel von niedrigerem Brechungs index getrennt sind.
In der Zeichnung sind beispielsweise Aus führungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine schematische Darstellung der Vorrichtung gemäss der Erfindung, Fig. 2 eine erste; Fig. 3 eine zweite und Fig. 4 eine dritte Ausführungsform; Fig. 5 ist ein Diagramm, das die Ab hängigkeit der Intensität des hindurchgelas senen Lichtes vom Einfallswinkel, für eine Vorrichtung gemäss Fig. 2 oder 3 veranschau licht.
In Fig. 1 ist eine Vorrichtung schema tisch dargestellt, die für ein in der Zeichen ebene liegendes Büschel die beschriebene öff nungsbegrenzende Wirkung besitzt. Es bedeu tet dabei 1 die lichtempfindliche Schicht der Photozelle, 2 ist der im Lichtweg an erster Stelle liegende Körper und 3 der vom Licht an zweiter Stelle getroffene Körper. Für ein derartiges ebenes Büschel besitzen die Kör per 2 und 3 zweckmässig prismatische For men, wie in Fig. 1 dargestellt.
Die Eintritts- fläche des zweiten Körpers liegt zwar dicht an der Austrittsfläche des ersten Körpers, aber der eine Körper wird vom andern durch eine dünne Luftschicht getrennt, welche na turgemäss einen entsprechend kleineren Bre chungsindex als Glas 'besitzt. Ein senkrecht auf die Vorrichtung auffallender Lichtstrahl (in Fig. 1 mit a bezeichnet) trifft auf die Austrittsfläche des ersten Körpers unter einem Winkel auf, der kleiner ist als der Grenz- winkel der Totalreflexion.
Er kann daher aus dem ersten Körper austreten, in den zweiten eintreten und verlässt diesen, ledig lich geschwächt durch die Reflexionsverluste an den vier Grenzflächen der beiden Körper gegen das umgebende Medium, um auf die Zelle aufzufallen. Der Lichtstrahl b, der stärker geneigt auf die Vorrichtung auffällt, wird zwar an der Eintrittsfläcbe nach dem Einfallslot hin gebrochen, die Neigung des gebrochenen Strahles gegen die Austritts fläche des ersten Körpers (Winkel ii) ist jedoch noch so gross, dass dieser Strahl an der Grenzfläche des ersten Körpers total reflektiert wird.
Ein Lichtstrahl c, der symmetrisch zum Lichtstrahl b auf die Vorrichtung auffällt, kann dagegen ebenso wie der Lichtstrahl a aus dem Körper 1 wieder heraustreten und in den Körper 2 eintreten. Durch passende Wahl des Winkels qs zwischen Eintritts- und Austrittsfläche des zweiten Körpers ist jedoch erreicht, dass dieser Strahl an der Austrittsfläche des zwei ten Körpers total reflektiert wird und daher nicht auf die Zelle gelangen kann.
Will man für ein ebenes Büschel. errei chen, dass zwei Strahlen, von denen der eine auf die Austrittsfläche des ersten Körpers und der andere auf die Austrittsfläche des zweiten Körpers gerade im Grenzwinkel der Totalreflexion auftritt, entgegengesetzt gleiche Winkel mit dem Einfallslot auf der Einfalls fläche des ersten Körpers bilden, so muss bei einer Anordnung gemäss Fig. 1 der Win kel cpa gerade doppelt so gross gewählt wer den wie der Winkel cpi.
Um für ein räumliches Büschel eine ent sprechende Wirkung zu erzielen, kann man die Anordnung wie in Fig. 2 dargestellt wählen. Hier bedeutet wiederum 1 die Photo zelle, 4 ist ein Körper mit planer Eintritts fläche und kegelförmiger Austrittsfläche, 5 ist der im Lichtweg an zweiter Stelle lie gende Körper, bei dem die Eintritts- und die Austrittsfläche hohlkegelförmig au.gebildet sind. Die Wirkung dieser Anordnung ent spricht offensichtlich weitgehend der oben beschriebenen Wirkung der in Fig. 1 sche matisch dargestellten Anordnung.
Fig. 3 zeigt als Beispiel, wie in einfacher Weige die in Fig. 2 dargestellte Anordnung durch Hinzufügen eines weiteren Körpers 8 so ergänzt werden kann, dass sie als Ganzes für Lichtstrahlen, die nicht an einer der Grenzflächen total reflektiert werden, nur die gleiche Wirkung ausübt wie eine Plan platte. In Fig. 3 bedeutet 6 den vom Licht zuerst getroffenen Körper mit planer Ein tritts- und kegelförmiger Austrittsfläche, 7 den an zweiter Stelle vom Licht durchsetzten Körper mit hohlkegelförmiger Ein- und Aus trittsfläche und 8 den dritten Körper, der die beiden vorerwähnten Körper zu einer Plan platte ergänzt.
Durch den Körper 8 werden die Veränderungen in der Lichtverteilung auf der Zelle, die die aus den beiden Teilen 6 und 7 allein bestehende Vorrichtung bewir ken würde, wiederum rückgängig gemacht.
Fig. 4 zeigt schliesslich schematisch eine Form der Vorrichtung, bei der eine der Flä chen eines Körpers, und zwar die Eintritts fläche des ersten Körpers, die Form einer Konvexfläche aufweist. Das bat zur Folge, dass die Vorrichtung als Ganzes für Strahlen, die nicht durch Totalreflexion am Durchtritt gehindert werden, die Wirkung einer Sammel linse ausübt.
Während bei allen vorher be schriebenen Anordnungen die Auffangfläche der Zelle zweckmässig etwa die gleiche Flä chengrösse aufweist wie der freie Durchmesser der Vorrichtung, kann bei einer Anordnung gemäss Fig. 4 der durch die Vorrichtung ein fallende Lichtstrom auf einer Zellenfläche vereinigt werden, die erheblich kleiner ist als der freie Durchmesser der einzelnen Teil körper der Vorrichtung.
Fig. 5 zeigt schliesslich die Abhängigkeit der Intensität des hindurchgelassenen Lichtes vom Einfallswinkel für eine Vorrichtung ge mäss Fig. 2 bezw. 3. Die Intensität nimmt mit zunehmendem Einfallswinkel zunächst langsam ab. Diese langsame Abnahme wird verursacht durch die Verringerung des Bü- schelquerschnittes (Cosinus-Gesetz), durch Vignettierung und durch die Winkelabhängig keit der Reflexionsverluste an den vier bezw. sechs Grenzflächen gegen Luft.
Wird der Einfallswinkel grösser, so dass der gebrochene Strahl in einem der Körper nahezu unter dem Grenzwinkel der Totalreflexion auf die Austrittsfläche auffällt, so nimmt die Intensi tät sehr rasch ab, bis auf den Betrag 0 im Grenzwinkel selbst.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Photoelektrischer Belichtungsmesser mit Vorrichtung zur Begrenzung der Öffnung des auf eine lichtelektrische Zelle einwirkenden Lichtbüschels, dadurch gekennzeichnet, dass im Lichtweg mindestens zwei Körper aus durchsichtigem Material von bestimmtem Bre- chungsindex aufeinanderfolgen, die durch ein Mittel von niedrigerem Brechungsindex ge trennt sind. UNTERANSPRÜCHE: 1.Photoelektrischer Belichtungsmesser nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass diejenigen Flächen der Körper aus durchsichtigem Material, durch die das Licht austritt, eine solche Neigung gegen die Eintrittsflächen besitzen, dass Strahlen bündel, deren Einfallswinkel eine bestimmte Grösse überschreitet, entweder an der Aus trittsfläche des ersten oder der Austritts fläche eines der folgenden Körper total reflektiert werden. 2. Photoelektrischer Belichtungsmesser nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Lichtein- trittsfläche der Vorrichtung eine Plan fläche ist. 3.Photoelektrischer Belichtungsmesser nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Ein- und Austrittsflächen jedes Körpers aus durch sichtigem Material eine solche Neigung gegeneinander besitzen, dass die uner wünschten Strahlen-, die in der gleicben Ein fallsebene auf die Eintrittsfläche des ersten Körpers auftreffen und entgegengesetzt gleiche Winkel gegen das Einfallslot bil den, derart weiter verlaufen, dass der eine Strahl (a) an der Austrittsfläche des ersten Körpers und der andere Strahl (b) an der Austrittsfläche des zweiten Körpers total reflektiert wird. 3.Photoelektrischer Belichtungsmesser nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsfläche des ersten Körpers eine Kegelfläche und die Austrittsfläche des zweiten Körpers eine Hohlkegelfläche ist. 5. Photoelektrischer Belichtungsmesser nach Patentanspruch und Unteransprüeben 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung als Ganzes für Strahlen, die nicht an einer der Austrittsflächen der verschiedenen, im Lichtweg hintereinander liegenden Körper total reflektiert werden, die Wirkung einer Planplatte besitzt. 6.Photoelektrischer Belichtungsmesser nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Flächen von wenigstens einem der erwähnten Körper eine wenigstens an nähernd kugelige Krümmung aufweist, so dass die Vorrichtung als Ganzes für Strah len, die nicht an einer der Grenzflächen der einzelnen Körper total reflektiert wer den, eine sammelnde oder zerstreuende Wirkung besitzt.
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