CH194542A - Anlasseinrichtung an Verbrennungskraftmaschinen. - Google Patents

Anlasseinrichtung an Verbrennungskraftmaschinen.

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CH194542A
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Inventor
Aktiengesellschaft Rober Bosch
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Bosch Robert Ag
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Description


      Anlasseinrichtung    an     Verbrennnngskraftmaschinen.       Die Erfindung bezieht sich auf eine An  lasseinrichtung an     Verbrennungskraftma,schi-          nen    mit einem Kupplungsglied, welches sich  zum Ein- und     Ausspuren    auf einer Schrau  benwelle verschrauben kann, die mit der     An-          triebswelle    des Anlassers durch eine Frei  laufkupplung verbunden ist.

   Bei solchen An  lassern kommt es häufig vor, dass das Kupp  lungsglied sich zu früh zurückschraubt und  infolgedessen zu früh     ausspurt.    Um dies zu       vermeiden,    ist gemäss der Erfindung ein das  Kupplungsglied nach dessen Einspuren beim  Anlassen in der eingespurten Stellung halten  des Halteglied vorgesehen, dessen Haltewir  kung durch ein Steuerglied willkürlich be  seitigt werden kann.  



  In der Zeichnung sind zwei Ausführungs  beispiele des Erfindungsgegenstandes darge  stellt. Es     zeigt:          Fig.    1 eine erste Ausführungsform eines  erfindungsgemässen Anlassers im Längs  schnitt,         Fig.    2 eine Getriebestellung dieser Aus  führungsform,       Fig.    3 eine zweite Ausführungsform im  Schnitt,       Fig.    4 eine bestimmte Getriebestellung  der zweiten Ausführungsform.  



  In den     Fig.    1 und 2 ist mit 10 ein  elektrischer     Anlassmotor    bezeichnet, dessen       Ankerwelle    11 verlängert und am Ende in  einem dritten Lager 44 geführt ist. Auf die  ser Welle sitzt eine Schraubenhülse 12 frei  drehbar. Sie hat zwei Gewinde 18 und 14.  Auf dem Gewinde 13 sitzt ein     Ritzel    15,  während auf dem Gewinde 14 die     Press-          mutter    16 einer     Lamellenfreilaufkupplung     reitet.

   Die     Lamellenkupplung    besteht aus der  schon     erwähnten        Mutter    16,     einer    mit der  Ankerwelle verkeilten Trommel 17 und den  zwischen diesen beiden Teilen angeordneten  Reibscheiben 18, ferner einer Druckplatte 19  und einem federnden     Widerlager    20. Die  Trommel 17 ist so lang, dass sie über die  Reibscheiben vorsteht. An der     Mutter    greift      ein Steuerglied in der Form eines an einer  Stange 22 befestigten Bolzens 23 an.

   Die  Stange ist in der im Bereich des     Anlass-          motors    hohlen Ankerwelle 11 geführt, ragt  aus dieser an dem dem     Ritzel    abgekehrten  Ende vor und ist an diesem Ende mit dem  Kern 24 eines     Elektromagnetes    25 verbun  den, der die Stange aus der Ankerwelle her  auszuziehen sucht, wenn er     eingeschaltet    ist.  Bei ausgeschaltetem Elektromagnet wird die  Stange von einer Feder 26 entgegen der Zug  richtung des Elektromagnetes in die Anker  welle hineingeschoben.

   Der Bolzen 23, der an  der Stange 22 befestigt ist, ragt durch einen  Längsschlitz 27 der hohlen Ankerwelle  und liegt an der     Mutter    16 an, wobei  er letztere gegen einen Anschlag 28 der  Schraubenhülse 12 drückt.     Z ,ischen    diesem       Anschlag    und einem Bund der Mutter 16  liegt eine Feder 29, welche die Mutter gegen  die     Damellen    zu     drücken        sucht.    Der Schlitz       ?7    ist so lang.

   dass beim     Zurückziehen    der       Stange.    22 der Bolzen 23 bis an das Wider  lager 20 der Reibscheiben wandern kann und  so die Druckplatte 19, die dicker als der  Bolzen ist, zur Anlage an dem     Widerlager     kommen lässt.  



  An dem äussern Ende der Hülse 12 ist  ein Bund     30    und an diesem ein gefedertes  Sperrglied 31 befestigt. Das Sperrglied ist so  angeordnet, dass es in die Zähne des     Ritzels     eingreift, wenn letzteres in den Schwungrad  zahnkranz 32 des Motors voll eingespurt ist.  der Bund     3U        bezw.    die Hülse 12 liegt  an einem auf :der Welle 11 festsitzenden       Flanschstück    33 an.  



       Über    dem     Ritzel    ist, ein Schalter 34 ange  bracht, der von dem     Ritzel    eingeschaltet  wird, wenn es in den     Schwungradzahnkranz     eingespurt ist. Über die Kontakte dieses  Schalters führt der Erregerstromkreis des  Elektromagnetes 24, 25.  



  Die     Vorrichtung    wirkt in folgender  Weise:     .Zum    Anwerfen des Motors schaltet  der Fahrer den     Anlassmotor    ein. Zunächst  wird die Schraubenhülse 12 von der Welle  11 nur durch die Reibung zwischen dem       Flanschstück    33     und        der        Hülse    12 mitgenom-    tuen. Das auf der Hülse sitzende     Ritzel     schraubt sich infolge seiner Trägheit in den  Zahnkranz 32 ein.

   Wenn es an dem Bund 30  angekommen ist, greift erstens das Sperrglied  31 in seine Zähne ein und zweitens wird  der Schalter 34 geschlossen und damit der  Elektromagnet eingeschaltet und der     Anlass-          motor    an die volle     Spannung    gelegt. Der  Magnet zieht die Stange 22 mit dem Bolzen  23 zurück (siehe     Fig.    2) und gibt damit der  Mutter 16 den Weg frei, so     dass    diese sich  gegen die Reibscheiben verschrauben und  diese mit der Druckplatte bis an das Wider  lager 20 verschieben und dagegen anpressen  kann.

   Nunmehr ist die Reibscheibenkupp  lung voll     kraftschlüssig    und kann das ganze  Drehmoment des     Anlassmotors        übertragen.     



  Wenn sich der     Verbrennungsmotor    wäh  rend des     Anlassens    auch zeitweilig beschleu  nigt, so wird trotzdem das     Ritzel    nicht aus  gespurt, weil es von dem Sperrglied 31 fest  gehalten wird. Sobald der Motor angesprun  gen ist, tritt, die     Freilaufwirkung    der Kupp  lung ein und die Hülse 1 ? überholt die  Ankerwelle 11.

   Dabei wird jedoch das     Ritzel     vorerst immer noch nicht     ausgespurt.    Erst  wenn der Fahrer den     Anlassmotor    und mit  ihm den Elektromagnet ausschaltet, wird das       Ritzel        ausgespurt.    Beim Ausschalten des  Magnetes nämlich drückt die Feder 26  die Stange 22 gegen die Mutter 16 und  damit mittels des Anschlages ?8 auch die  Hülse 12 gegen das     Flanschstück    33. Da  durch wird die Reibung zwischen der An  lasserwelle 11 und der Hülse an dem Flansch  33 so vergrössert, dass das Sperrglied 31 von  dem     Ritzel    zurückgedrückt wird, so dass  dann das     Ritzel        ausspuren    kann.  



  Bei diesem Ausführungsbeispiel wird  durch dasselbe Steuerglied 23 sowohl die  Reibscheibenkupplung     ein-    und     aussgesehal-          tet,    als auch das     Ausspuren    des     Ritzels    mit  telbar     bewirkt.     



  Bei     dem        Ausführungsbeispiel        nach    den       Fig.    3 und 4 ist ein Sperrglied vorgesehen,  das durch das Steuerglied unmittelbar in die  Sperrstellung gebracht und von dem Steuer  glied wieder freigegeben wird. Ähnlich wie      beim ersten Ausführungsbeispiel ist das  Ritze] auf einer Schraubenhülse 40 angeord  net, die mit der hohlen     Anlassertreibvelle    41  durch eine     Reibscheibenlaufkupplung    42 ver  bunden ist.

   Die Schraubenhülse hat zwei Ge  winde. eines für das Ritze] und das andere  für die     Pressmutter    43 der     Reibseheibenkupp-          lung.    Die Reibscheibenkupplung besteht aus  der     Pressmutter    43, einer auf der Anlasser  welle 41 befestigten Trommel 46, den Reib  seheiben 47, die zwischen der Trommel und  der Mutter angeordnet sind, und einem       Widerlager    48 für die Reibscheiben. Die  Hülse     40    ist längsverschiebbar in zwei  Lagern 44 und 45 gelagert.

   Am innern  Ende der Hülse ist ein Anschlag 49     an-          (;ebraeht,    der sich an das     Widerlager    an  legt, wenn das Ritze] ganz eingespurt ist.  Am äussern Ende der Hülse und etwa in  ihrer Mitte sind weitere Anschläge 50 und       51-    vorgesehen, die den Weg des     Ritzels    auf  der Hülse begrenzen. In der Hülse ist     zwi-          chen    den Anschlägen 50 und 51 ein Loch  52 angebracht, in dem ein als Kugel ausge  bildetes Sperrglied 53 liegt.

   Das Loch ist so  angebracht, dass der Gewindegrund des am  Ritze] weggeschnittenen Gewindeendes über  ihm liegt, wenn es an dem Anschlag 50 an  liegt, so dass die Kugel in dieser Stellung  dass Ritze]     hintergreifen    kann. Innerhalb  der Hülse und Hohlwelle ist eine Steuer  stange 54 längsverschiebbar angeordnet, die  an dem der Getriebeseite des Anlassers abge  kehrten Ende der Ankerwelle endigt und  dort an dem Kern 55 eines Elektromagnetes  anliegt, der beim Einschalten der     Elektro-          inagnetspule    die Stange gegen das Ritze] hin       ierschiebt.    Die Steuerstange hat nahe bei  dein     ritzelseitigen    Ende einen Bund 56 mit  einer     kegeligen    Auflauffläche,

   die in der  Ruhelage des Anlassers, also bei     ausgespur-          tem        Rizel    und ausgeschaltetem Elektromag  net, unmittelbar hinter dem Loch 52, in dem  die Kugel 53 sitzt, liegt. Die Stange 54 wird  von einer Feder 57. die zwischen einer  Schulter 58 der Ankerwelle und einem Bund  59 der Stange     liegt,    in die Ruhelage gezogen.

    Mit 60 ist eine Feder bezeichnet, die den    Zweck     hat,    die Hülse aus .der in     Fig.    4       strichpunktiert        angedeuteten    Lage während       des,        Anlassvorganges    in die Ruhelage zurück  zuschieben. Über dem Ritze] ist     wie    beim  ersten Beispiel ein Schalter 61 angebracht,  der von dem Ritze] betätigt wird und der im  Erregerstromkreis der Spule des Elektro  magnetes liegt.  



  Bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel  spielt sich der     Anlassvorgang    folgendermassen  ab. Beim Einschalten des Anlassers wird die  Hülse 40 durch die von der Feder 60 leicht  vorgespannte Reibkupplung gedreht. Das auf  ihr sitzende Ritze] schraubt sich infolge sei  ner Trägheit gegen den Zahnkranz 62, bis  es an dem Hülsenbund 50 anstösst. In dieser  Lage, die in der     Fig.    4 dargestellt ist, wird  der Schalter 61 durch ,das Ritze]     geschlossen     und dadurch der     Elektromagnet    erregt.

    Durch den     eingeschalteten    Magnet wird die  Steuerstange 54 entgegen dem Druck der  Feder 5 7 vorgeschoben und die Kugel 53  durch die Schrägfläche des Bundes 56 nach  aussen gedrückt und in dieser Lage durch  den Bund 56 gehalten (siehe     Fig.    4). Die  Kugel kann     hei        dieser    Lage des     Ritzels    in  der Hülse nach auswärts wandern, weil sie  unter dem Endgang des Gewindes liegt. In  dieser Lage     hintergreift    die Kugel das Ritze]  und verhindert es am Zurückwandern. Die  Hülse 40, an deren Bund 50 das Ritze] anliegt,  schraubt sich in der Mutter 43 gegen das  Lager 44 vor.

   Dabei kommt der Bund 49 am  innern Ende der Hülse an das     Widerlager    48  der Reibscheiben. Nunmehr kann die Reib  seheiberikupplung das volle Drehmoment des  Anlassers übertragen, da die     Reibscheiben     von der     Pressmutter    43 mit voller Kraft  gegen das     Widerlager    gedrückt werden     kön-          men.    Wenn der     Verbrennungsmotor    an  springt, kann das Ritze] vorerst noch nicht       ausspuren,    weil es von der Kugel daran ge  hindert wird.

   Das Ritze] wird daher von  dem     Schwungrad    angetrieben, jedoch wird  die Drehung nicht auf den Anker übertragen,  weil die Kupplung als Freilauf     wirkt.    Erst  wenn der Fahrer den Elektromagnet aus  schaltet, wird die als Sperrglied     wirkende         Kugel 53 ausgelöst, weil die Stange 54 von  der Feder 57 zurückgezogen und dadurch  der Kugel der Weg nach innen freigegeben  wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anlasseinrichtung an Verbrennungskraft maschinen mit einem Kupplungsglied, wel ches sich zum. Ein- und Ausspuren auf einer Schraubenwelle verschrauben kann, welche mit der Antriebswelle des Anlassers durch eine Freilaufkupplung verbunden ist, ge kennzeichnet durch ein das Kupplungsglied nach dessen Einspuren beim Anlassen in der eingespurten Stellung haltendes Halteglied, dessen Haltewirkung durch ein Steuerglied willkürlich beseitigt werden kann.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Anlasseinrichtung gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Besei tigung der Haltewirkung des Halteglie des durch eine vom Steuerglied bewirkte Reibverbindung zwischen Anlasser- und Schraubenwelle bewirkt wird. 2. Anlasseinrichtung gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Steuer glied eine in der hohlen Anlasserwelle angeordnete Stange dient.
    3. Anlasseinrichtung gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, bei der die Schraubenwelle auf der Anlasser welle frei dreh- und verschiebbar ange ordnet und mit der Anlasserwelle durch eine Freilaufreibscheibenkupplung ver bunden ist, deren Reibscheiben beim An werfen des Verbrennungsmotors durch ein auf der Schraubenwelle verschraubbares Pressglied zusammengepresst werden, da durch gekennzeichnet, dass durch das Steuerglied gemeinsam die Reibscheiben kupplung gesteuert und die Haltewir kung des Haltegliedes beseitigt wird.
    4. Anlasseinrichtung gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerglied auf die Schraubenwelle über das Pressglied der Reibscheibenkupplung einwirkt. 5. Anlasseinrichtung gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass das Steuerglied durch einen Elektromagnet betätigt wird. 6. Anlasseinrichtung gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromkreis des Elektromagnetes über einen von dem Kupplungsglied betätigten Schalter ver läuft.
    7. Anlasseinrichtung gemäss Patentanspruch., dadurch gekennzeichnet, dass das Halte glied vom Steuerglied unmittelbar in Eingriff mit dem Kupplungsglied ge bracht wird. B. Anlasseinrichtung gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekenn zeichnet, dass das Halteglied in einer radialen Öffnung der als Hülse ausge bildeten Schraubenwelle angeordnet und das auf das Halteglied einwirkende Steuerglied in der Hülse geführt ist. 9. Anlasseinrichtung gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 7 und 8, gekenn zeichnet durch eine in der Hülsenöffnung liegende Kugel, die mittels einer Schräg fläche am Steuerglied bewegt wird.
    10. Anlasseinrichtung gemäss Patentanspruch und den Unteransprüchen 7 bis 9, ge kennzeichnet durch eine solche Lage der Kugel in bezug auf das Kupplungsglied, dass sie bei eingespurtem Kupplungsglied das Kupplungsglied hintergreift. 11. Anlasseinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugel durch eine innerhalb der Schrauben- und der Ankerwelle längsverschiebbar angeord neten Stange bewegt wird, die selbst in Abhängigkeit von der Stellung des Kupplungsgliedes bewegt wird.
CH194542D 1936-03-27 1937-03-19 Anlasseinrichtung an Verbrennungskraftmaschinen. CH194542A (de)

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