CH194558A - Elektrodensystem mit unsymmetrischer Leitfähigkeit mit Steuergitter. - Google Patents
Elektrodensystem mit unsymmetrischer Leitfähigkeit mit Steuergitter.Info
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Description
Elektrodensystem mit unsymmetrischer Leitfähigkeit mit Steuergitter. Die Erfindung bezieht sich auf ein Elek- trodensystem mit unsymmetrischer Leitfähig keit, das durch zwei Schichten mit verschie denem Emissionsvermögen gebildet wird, die durch eine nicht genetische Sperrschicht von einander getrennt sind.
Unter einer "nicht genetischen Sperr schicht" soll eine Sperrschicht verstanden werden, welche nicht durch chemische Um wandlung einer anliegenden Elektrode gebil det ist.
Es ist bereits bekannt, wenn von Kupfer- oxydulgleichrichtern ausgegangen wird, ein Dreielektrodensystemdadurch herzustellen, dass in der halbleitenden Oxydschicht ein Gitter angebracht wird, an das eine Hilfs spannung angelegt wird, um den von der Kupferelektrode zum Halbleiter fliessenden Elektronenstrom zu beeinflussen. Auf die sem Wege konnten jedoch, .soweit der An- melderin bekannt, keine befriedigenden Re sultate erzielt werden.
Es wurde ferner bereits vorgeschlagen, den von einer Metallelektrode über eine Schicht aus Isoliermaterial auf einen Halb leiter übergehenden Elektrodenstrom durch Änderung der Feldstärke eines das System durchsetzenden magnetischen Feldes zu be- .einflussen. Man muss damit rechnen, .dass eine solche Einrichtung viel Raum bean sprucht und nicht auf einfache Weise be dient werden kann.
Die Erfindung hat den Zweck, Strom-, steuerungseinrichtungen zu schaffen, .die, bei spielsweise als Verstärker oder als audion- artig wirkende Detektoren benutzt, die ge genwärtigen Röhren mit thermischer Emis sion ersetzen sollen, die verwickelt und in der Anschaffung sowie im Betrieb, zum Bei spiel durch Stromverbrauch zur Heizung,der Kathode, teuer sind.
Bei einem Elektrodensystem unsymme trischer Leitfähigkeit, das durch zwei Schich ten mit verschiedenem Emissionsvermögen gebildet wird, die durch eine nicht genetische Sperrschicht voneinander getrennt. sind, ist erfindungsgemäss in der Sperrschicht ein mit einem Zuführungsleiter versehenes leitendes Gitter vorgesehen.
Unter Emissionsvermögen wird hier die Fähigkeit. verstanden, Elek tronen in die Sperrschicht zu senden, und zwar wird sie dann als verschieden zu be trachten sein, wenn der in ein und dasselbe Sperrschichtmaterial, bei der Arbeitstempera tur des Systems, abgegebene Elektronenstrom verschieden ist. Es hat beispielsweise ein Metall ein wesentlich höheres Emissionsver mögen als ein Halbleiter, etwa Selen, und zwar in einem weiten Temperaturgebiet und bezüglich sehr verschiedener Sperrschicht materialien.
Als "leitend" soll ein Gitter bezeichnet werden, wenn es ein, wenn auch geringes Mass von Elektronenleitfähigkeit besitzt.
Ein derartiges System kann also eine üb liche Detektor- oder Verstärkerröhre ersetzen; denn er weist gleichfalls eine emittierende, sowie eine nicht oder fast nicht emittierende Elektrode und zwischen diesen beiden ein Gitter auf, das einem in einer Röhre im Vakuum zwischen Kathode und Anode an geordneten Gitter entspricht.
Weil das Gitter sich erfindunb gemäss in der nicht genetischen isolierenden Schicht befindet, kann .der Aufbau in einfacher Weise statt- finden und kann ein brauchbares Ergebnis erzielt werden, wie aus dem im Unterstehen den gegebenen Ausführungsbeispiel hervor geht. Überdies ist es möglich in ganz ein facher Weise im System mehrere Gitter an zuordnen. Man hat ja die Dicke der nicht genetischen Schicht selbst und die Lage der darin angeordneten Gitter völlig in der Hand.
Das Elektrodensystem könnte zum Bei spiel dadurch erhalten werden, dass auf die eine der beiden, Endschichten mit verschie denen Emissionsvermögen abwechselnd eine isolierende und eine gelochte leitende ein Gitter bildende Schicht, auf die letzte ge lochte leitende Schicht noch eine isolierende Schicht und auf diese schliesslich die andere Endelektrode aufgebracht wird. Ein solches Elektrodensystem würde den jetzigen Radio- röhren mit drei oder mehr Elektroden ent sprechen.
Wenn man zum Beispiel jeder Gitter- schicht eine Dicke von 0,5 Mikron gibt und. jeder isolierenden Trennschicht ebenfalls eine Dicke von 0,5 Mikron, so ist man im stande in einer Gesamtdielektrikumdicke von 8;5 Mikron acht Gitter unterzubringen.
Es ist selbstverständlich sehr erwünscht, die Zwischenschicht möglichst dünn zu machen, um die elektrische Feldstärke zwi schen den Hauptelektroden möglichst zu steigern, :da dies einen starken, günstigen Einfluss auf die zu erzielende Wirkung hat. Es entsteht jedoch durch das Vorhandensein eines leitenden Gitters die Möglichkeit, @dass letzteres infolge der zu geringen Dicke der isolierenden Schicht in einem einzigen, zum Beispiel zufälligerweise vorragenden Punkt; mit einer der Elektroden Kurzschluss verur sacht.
Zur Vermeidung der Kurzschluss- gefahr kann es zweckmässig sein, einzu legende Metallgitter vorher mit einem iso lierenden Überzug zu versehen.
Bei der Wahl eines Gittermaterials ist zu berücksichtigen, dass ein Gitter aus stark emittierendem Material den Elektronenstrom zwischen Anode und Kathode der eigenen Emission wegen beeinflusst. Es kann daher zweckmässig sein, als Gittermaterial einen Halbleiter zu verwenden.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel des Gegenstandes der Er findung; in folgendem wird auch ein Her stellungsverfahren für dasselbe gegeben.
Die Hauptelektrode 2- besteht aus Selen, das folgendermassen zubereitet wird. Nor males Handelsselen wird geschmolzen und dann zur Erhöhung seiner Leitfähigkeit mit einer isolierenden, stabilen Metallverbindung, wie Bariumwolframat (Ba W04), in einem Gewichtsverhältnis von etwa<B>5%,</B> gemischt. Nach inniger Vermischung durch stetiges Rühren wird die Masse auf einen nicht dar gestellten Träger aus Messing (welcher Trä ger zugleich als Stromzuführungsleiter für die Selenelektrodedient), aufgetragen und ausgestrichen, wonach sie zu einer Dicke von etwa 0,05 mm flachgewalzt wird.
Hierauf bringt man den Träger mit,dem Selen .in einen Ofen und erhitzt das Ganze auf eine Tem peratur von etwa 2,00' C während ungefähr ?d Stunden. Deise Massnahme dient dazu, das Selen in die graue, halbleitende Modifi kation überzuführen.
Auf die Selenschicht wird dann eine Schicht 3- aus isolierendem Material auf gebracht. Wählt man für diese Schicht ein Kunstharz wie Polystyren, so kann man die ses in sehr geringer Dicke auftragen (z. B. in einer Dieke von 0,5 ,u), indem man es in einer leichtflüchtigen Substanz, wie Ben- zen löst.
Nach dem Auftragen der Lösung wird das Ganze erhitzt und das Benzen völlig ausgedampft, um,das Kunstharz dureh- polimerisieren zu lassen, wodurch .ei dichter wird und noch bessere dielektrische Eigen schaften erhält.
Das auf diese Schicht anzuordnende Git ter .1 kann aus Kohle, die aus einer Sus pension in Wasser niedergeschlagen wird, oder aus einem Metall, wie Silber oder Alu minium bestehen. Bekanntlich kann man diese Metalle bis zu einer ausserordentlich ge ringen Dicke (0,1,u) walzen.
Das Gitter wird so dimensioniert, dass es etwa die ganze Ober fläche der Schicht 3 bedeckt und eine Zunge 5 aufweist, beispielsweise, ebenso wie G und die folgenden Zungen, aus Silberpapier beste hend, die :das Gitter mit einem äussern Kreis verbindet. Die Gitterelektroden brauchen nicht notwendigerweise Öffnungen aufzuwei sen; doch wird man meist, um ein ungehemm- teres Durchfliessen der Elektronen zu er zielen, solche vorsehen.
Man kann solche Üff- nungen dadurch zustandebringen, dass man diejenigen Stellen der Gitterelektrode wo man Öffnungen wünscht, durch einen auf alle zugänglichen Stellen wirkenden. chemi schen Angriff wegbeizt, während die Stel len, die nicht w eggebeizt werden .sollen, mit einer unangreifbaren (z. B. Wachs- oder Pa- rafin-) Schicht überzogen werden.
Nach der Herstellung des Gitters 4 wird dieses wieder mit einer Schicht 3' ebenfalls aus Polystyren überzogen. Es ist klar, dass man in der oben beschrie benen Weise die erforderliche Zahl von Git tern anbringen kann. Es muss dabei Sorge getragen werden, dass die Gitter gegenein ander und das letzte Gitter gegen die an letzter Stelle anzubringende, gutleitende Elektroden mittels einer Schicht aus isolie rendem Material getrennt sind.
Die gutleitende Elektrode 1 kann aus einem Metall wie Silber oder Gold bestehen und aus einer Suspension niedergeschlagen oder in flüssigem Zustand aufgebracht (z. B. aufgespritzt) werden.
Es ist klar, dass man die Dicke der ein zelnen isolierenden Schichten 3, 3' je nach den zu berücksichtigenden Umständen (Ka pazität zwischen den Elektroden, Potential differenz zwischen .den anliegenden Elek troden oder Gittern) wählen wird.
Die Gitter könnten auch aus durchbro chenen Platten bestehen, die zwecks Behe bung der Selbstemission und .der Gefahr des Durchbrechens der äusserst dünnen Sperr schicht vor dem Aufbringen auf die isolie renden Schichten mit einem isolierenden Überzug versehen werden können. Sie könn ten zum Beispiel aus einer gelochten, elek- trolytl-Sel1 oxydierten Aluminiumplatte oder einer mit einer dünnen Kunstharzschicht überzogenen gelochten Platte bestehen. Die Gitter könnten auch als Drahtgeflecht aus gebildet sein.
Selbstverständlich ist es ange bracht, auch die Anschlusszungen 5, 5' usw. grösstenteils mit einem isolierenden Überzug gegen gegenseitigen Kontakt zu schützen.
In vorhergehendem Ausführungsbeispiel war als Material für die Gitter in erster Linie an Kohle zu denken, und für die gut leitende Elektrode an Silber oder Gold. Nach- stehend. wird der Aufbau eines Systems, mit einem Kupferjodürgitter und einer gutleiten den Elektrode aus einer Metallegierung be schrieben.
Die halbleitende Elektrode ist, wie in vorhergehendem Ausführungsbeispiel be schrieben, gebildet und auf die freie Ober fläche des Selens ist eine dünne isolierende Schicht von etwa 0,5 Mikron aufgebracht. Hierauf wird eine äusserst dünne Schicht aus metallischem Kupfer aufgedampft.
Indem das Kupfer Joddämpfen ausgesetzt wird, wird eine halbleitende Kupferjodürverbin- dung .gebildet, welcher Stoff ausgezeichnete Eigenschaften als Gittermaterial aufweist. Das so dargestellte CuJ ist so porös, dass die Elektronen sehr leicht durch die Gitterschicht hindurch-schiessen können. Als Zuführungs leiter kann ein ganz dünner Zinnstreifen ver wendet werden.
Dieser Streifen wird nun derart auf das CuJ gelegt, dass das Gitter nur zu einem ganz ,geringen Teil bedeckt wird, weil sonst die Gitterwirkung des CuJ beeinträchtigt würde. Dieses Gitter wird nun mit einer isolierenden Schicht von eben falls zum Beispiel 0,5 Mikron bedeckt. Mau kann nun in dieser Weise so lange vorgehen,
bis die erforderliche Anzahl an Gittern unter Zwischenfügung der isolierenden Trenn schichten angeordnet ist. Schliesslich wird die letzte Isolierschicht angeordnet. Die gut leitende Elektrode besteht nun aus sogenann- tem Rose's Metall (einer Legierung von Blei, Zinn und Wiemut).
Das System, von dem im nachstehenden ,die Messergebnisse gegeben werden, besitzt ein aus CuJ bestehendes Gitter, welches von den beiden Elektroden durch je eine Polystyren- schicht von 5 Mikron getrennt wurde.
Bei einer Anodenspannung von 50 Volt und einer Schichtfläche von 0,25 cm' waren die Re sultate
EMI0004.0044
<I>Eg <SEP> i.,</I>
<tb> 0 <SEP> Volt <SEP> 2 <SEP> mA
<tb> '-15 <SEP> " <SEP> 0 <SEP> "*
<tb> -E- <SEP> 15 <SEP> " <SEP> 7 <SEP> " Von einer weiteren Entwicklung der er findungsgemässen Anordnung sind viele gün- stige Resultate zu erwarten.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCH: Elektrodensystem mit unsymmetrischer Leitfähigkeit, ,das .durch zwei Schichten mit verschiedenem Emissionsvermögen gebildet wird, die durch eine nicht genetische .Sperr schicht voneinander getrennt sind, dadurch gekennzeichnet, dass in der isolierenden Zwi schenschicht mindestens ein mit einem Zu führungsleiter versehenes leitendes Gitter vorhanden ist. UNTERANSPRüCHE 1.Elektrodensystem nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die isolie rende Zwischenschicht mehrere Gitter enthält, zu denselben Zwecken wie die bei Mehrgitter-Radioröhren verwendeten. 2. Elektrodensystem nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass .das bezw. die Gitter durch in der isolierenden Zwischenschicht vorhandene, gelochte Schichten aus leitendem Material gebildet werden.3. Elektrodensystem nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass es durch auf die eine Elek trode abwechselnd aufgebrachte isolie rende und gelochte, leitende Schichten gebildet wird, wobei die letzte Schicht vor !der Endelektrode eine isolierende Schicht ist. 4. Elektrodensystem nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass die Sperr schicht aus einem in flüssigem Zustand aufgebrachten Stoff besteht.5. Elektrodensystem nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Sperrschicht aus Kunst harz besteht. 6. Elektrodensystem nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch vor dem Aufbrin gen auf die isolierenden Schichten mit einem isolierenden Überzug versehene Gitter. 7. Elektrodensystem nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gitter aus einem Halbleiter besteht, so dass es ein geringes Emissionsvermögen hat.B. Elektrodensystem nach Patentanspruch und Unteranspruch <B>6,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass das, bezw. die Gitter wenigstens grösstenteils aus elektrolytisch oxydiertem Aluminium bestehen. 9. Elektrodensystem nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das bezw. die Gitter aus Kohle bestehen. 10.Elektrodensystem nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es die unten stehenden, in der angegebenen Reihen folge aufeinanderliegenden Schichten enthält: Elektrisch leitender Träger für Selen, Selen, Isolierschicht aus Kunst harz, Gitter aus Kohle, Kunstharz schicht, darauf, abhängig von der Gitter- zahl, mehrere abwechselnde Gitterschich ten aus Kohle und Kunstharzschichten und eine vom letzten Gitter mittels einer Kunstharzschicht getrennte Metallschicht aus Silber,wobei die Gitter je mit einem herausgeführten Silberpapierstreifen als elektrische Zuleitung versehen sind.
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