CH194559A - Verfahren zum Löschen eines brennenden Bogens in Gas- oder Dampfentladungsgefässen. - Google Patents
Verfahren zum Löschen eines brennenden Bogens in Gas- oder Dampfentladungsgefässen.Info
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Verfahren zum Löschen eines brennenden Bogens in Gas- oder Dampfentladuugsgefässen. Es ist bereits bekannt, dass ein Licht bogen in seiner Bahn durch Raumladungs- schichten soweit eingeengt werden kann, dass er erlischt. Ferner ist bekannt. .dass ein Licht bogen bezw. eine lichtbogenartige Entladung durch Einengung seiner Bahn in Schwingun gen versetzt werden kann, derart, dass der Anodenstrom Maxima durchläuft. Es hat sich nun gezeigt, dass diese Schwingungen im Falle der Einengung der Entladungsbahn durch Paumladungsschichten bezw. Ladungs- trägerentzug bei gleich grossen, durch Er höhen des innern Widerstandes der Ent-, ladungsbahn bewirkten, dauernden Verlusten eine grössere Amplitude annehmen können als bei rein mechanischer Einengung. Diese Erscheinung wird nun nach der Erfindung zum Löschen des Bogens benutzt. Erfindungsgemäss wird der Bogen durch Entnahme von Ladungsträgern aus der Ent ladungsbahn mit Hilfe einer oder mehrerer vorzugsweise grossflächigen Hilfselektroden so stark in Schwingungen versetzt, dass der Anodenstrom Minima durchläuft, die ent weder selbst Nulldurchgänge sind oder doch so nahe an Nulldurchgängen liegen, dass zum Löschen des Lichtbogens negative Steuer spannungen von der Grössenordnung der Sperrspannungen genügen. Während dieser Minima kann also, so weit diese nicht selbst zu Nulldurchgängen führen, leicht eine Löschung des Bogens mit tels des eigentlich an eine Spannung gelegten Steuergitters bewirkt werden. Dabei sind extrem hohe negative Steuerspannungen im Gegensatz zu den bekannten Verfahren zur Lichtbogenlöschung nicht notwendig, .da sich der Bogen naturgemäss während der Anoden stromminima bedeutend leichter löschen lässt als das etwa bei einem gleichmässig fliessen den Anodenstrom möglich ist. Beim Durchlaufen eines Minimums wird die Entladungsstromdichte so gering, dass sich die das Steuergitter umgebenden Raum- ladungsschichten von selbst stärker aue- dehnen und eine Unterbrechung des, Bogens herbeiführen, ohne dass das Gitter besonders stark negativ gemacht werden müsste. Bei diesem neuen Verfahren genügen vielmehr zum Löschen Gitterspannungen von der Grö ssenordnung der Steuerspannungen, welche bei der eigentlichen Gittersteuerung die Gas- oder Dampfentladungsstrecken gesperrt hal ten, das heisst welche wohl ein Zünden der Entladung verhindern können, nachdem die Entladung aber einmal eingesetzt hat, im all gemeinen keinen weiteren Einfluss auf dieses mehr haben. Ob der Entladungsbahn zum Einsetzen der Schwingungen durch Anlegen der Hilfs elektroden an eine negative oder eine posi tive Spannung positive oder negative La dungsträger entzogen werden, ist an sich ohne Belang. Zn beiden Fällen gerät der Bogen in Schwingungen. Zweckmässig ist es in vie len Fällen, zwei Hilfselektroden vorzusehen, von denen die eine an eine negative und die andere an eine positive Spannung gelegt wird. Der Entladungsbahn werden dann so wohl positive wie negative Ladungsträger entzogen. In gewissen Fällen ist es vorteilhaft, an Stelle einer oder zwei Hilfselektroden und des Steuergitters nur eine einzige Elektrode vorzusehen. Eine einzige Hilfselektrode braucht naturgemäss nur vorhanden zu sein, wenn die Schwingungen an sich schon zu Null .durchgängen führen, so dass der Bogen ohne besondere weitere Vorkehrungen erlischt und, wenn die Steuerspannung genügend negativ und die Entionisierung der Entladungsbahn genügend weit fortgeschritten ist, auch nicht wieder zündet. Aber auch dann, wenn die Schwingungen des Bogens nicht unmittelbar zur Löschung führen, ist nicht unbedingt ein besonderes Steuergitter notwendig. Die ein zige vorgesehene Hilfselektrode zum Entzug der Ladungsträger muss dann nur im Au genblick,des Anodenstromminimums genügend negativ sein. Es bilden sich dann hier um diese Hilfselektrode anstatt um das Steuer- Bitter die die Löschung bewirkenden Raum- ladungsschichten aus. Bei Quecksilberdampfgleichrichtern (mit Quecksilberkathode), bei denen die Anoden von Schutzrohren umgeben sind, können auch diese Schutzrohre als Hilfselektroden zum Entzug der Ladungsträger verwendet wer den, während das Steuergitter dann zum eigentlichen Löschen der Entladung durch Ausbildung von Raumladungsschichten um dieses Gitter dient.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Löschen eines brennenden Bogens in Dampf- oder Gasentladungs- gefässen, dadurch gekennzeichnet, dass der Bogen durch Entziehen von Ladungsträgern aus der Entladungsbahn mit Hilfe min destens einer aufgeladenen Hilfselektrode so stark in Schwingungen versetzt wird, dass der Anodehstrom Minima durchläuft, die entweder selbst Nulldurchgänge sind, oder doch so nahe an Nulldurchgängen liegen, dass zum Löschen des Bogens negative Steuer spannungen von der Grössenordnung der Sperrspannungen genügen. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die die Schwingungen des Bogens bewirkende Steuerspannung in den Augenblicken der Anodenstrom minima zwecks endgültiger Löschung der Entladung gegenüber der Kathode stärker negativ gemacht wird. ?. Verfahren gemäss Unteranspruch 1, ge kennzeichnet durch die Verwendung von zwei zum Ladungsträgerentzug dienenden Hilfselektroden, von denen die eine an eine negative und die andere an eine posi tive Spannung gelegt ist.ü. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die das eigentliche ,Erlöschen des Bogens herbeiführende Steuerspannung an ein besonderes Steuer- gitter gelegt wird und hier zur Ausbil dung von Raumladungsschichten führt. 4.Verfahren gemäss Unteranspruch 3 zum Löschen eines brennenden Bogens in Quecksilberdampfgleichrichtern, bei denen die Anoden von Anodenschutzrohren um geben sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzrohr bezw. die Schutzrohre als Hilfselektroden zum Entziehen der La dungsträger dienen, während mittels des Steuergitters des Gefässes die endgültige Löschung des Bogens bewirkt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE194559X | 1935-07-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH194559A true CH194559A (de) | 1937-12-15 |
Family
ID=5744986
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH194559D CH194559A (de) | 1935-07-27 | 1936-07-04 | Verfahren zum Löschen eines brennenden Bogens in Gas- oder Dampfentladungsgefässen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH194559A (de) |
-
1936
- 1936-07-04 CH CH194559D patent/CH194559A/de unknown
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