Wendelförmiger Wolfrarnleuehtkörper für luftleere elektrische Glühlampen. Bei luftleeren elektrischen Glühlampen mit Wolframleuchtkörper ist mann zwecks Verkürzung des Leuchtkörpers in .grösstem Umfang dazu übergegangen, statt eines grad linig ausgespannten Leuchtkörpers einen in Wendelform aufgewickelten Leuchtkörper zu verwenden.
Um eine möglichst weitgehende ZusammendTäng ung des Leuchtkörpers zu erzielen und auch ,die Leistungsfähigkeit der Wendelwickelma.schinen zu steigern, war mann hierbei bestrebt, beim Wendeln von möglichst @grossen Kerndurchmessern Ge brauch zu machen. Anderseits war es aber im Interesse eines einheitlichen Lampenauf baue8 erwünscht, die Wendellänge für ver schiedene Spannungen trotz der ungleichen Leuchtdrahtlänge gleich zu halten.
Man wählto daher in der Regel einen Kerüdurch- messer, der zwischen dem Zweieinhalbfachen und Sechsfachen des Leuehtdrahtdurch- messers lag, und zwar wurde entsprechend den durch die Netzspannung bedingten ver- schiedenen Drahtlängen ein Kerndurehmesser gewählt, ,der für 110 Volt zwischen dem Zweieinhalbfachen und Viereinhalbfachen,
und für 220 Volt zwischen dem Vierfachen und Sechsfachen des Leuchtdrahtdurch- messers lang. Der Windungsabstand betrug hierbei zwischen 4,1o und 9/1o des Leucht- drahtdurchmessers. Kleinere Windungsab- stän.de verboten sich deshalb,
weil sich sonst beim Brennen deT Lampen leicht die Lebensdauer beeinträchtigende Windung6- kurzschlüsse oder Windungsannäherungen ausbildeten.
Es wurde nun gefunden, dass sich die bisher vermiedenen ,geringeren Windungs- abstände deir Wendeln ohne Nachteil anwen den lassen, wenn gleichzeitig der Innendurch- messerder Wendeln .genügend klein ,gehalten wird, und es wurde weiter dabei festgestellt, dass dadurch die Lampengüte in ganz un- erwartetem Ausmasse gesteigert wird.
Gegen- stand der Erfindung ist demgemäss ein wendelförmiger Wolframleuchtkörper für luftleere elektrische Glühlampen, bei dem ,der Wind ungsabstand kleiner als ein Dritteldes Leuchtdrahtdurchmessers und ;
gleichzeitig der Innendurchmesser der Wendel zwischen dem Einfachen und Dreieinhalbfachen des Drahtdu,rchmewers ist.
Die Erfindung möge an drei Beispielen erläutert werden. Im folgenden werden für die Typen 110 Volt 15 Watt 220 Volt 1:5 Watt und 2'20 Volt 25 Watt die :
gemäss ,der Erfindung gewählten Wendel abmessungen (Reihe A) den bisher üblichen Wendelabmessungen (Reihe B) gegenüber- gestellt. Der Windungsabstand und der Innendurchmesser ,der Wendeln sind hierbei als Bruchteile bezw. Vielfaches des Leucht- drahtdurchmessers angegeben.
EMI0002.0035
110 <SEP> Volt <SEP> 1'5 <SEP> Watt
<tb> Drahtdurchmesser <SEP> Drahtlänge <SEP> Windungsabstand <SEP> Innendurchmesser <SEP> Wendellänge
<tb> Drahtdurchmesser <SEP> Drahtdurchmesser
<tb> A <SEP> 0,02.40 <SEP> mm <SEP> 5<B>1</B>7 <SEP> mm <SEP> 0,2'0 <SEP> 2,08 <SEP> 64 <SEP> mm
<tb> B <SEP> 0,0226 <SEP> mm <SEP> 441 <SEP> mm <SEP> 0,79 <SEP> 2,65 <SEP> 619 <SEP> mm
<tb> 2,20 <SEP> Volt <SEP> 15 <SEP> Watt
<tb> A <SEP> 0,0154 <SEP> mm <SEP> 874 <SEP> mm <SEP> 0,09 <SEP> 2,85 <SEP> 78;
8 <SEP> mm
<tb> B <SEP> 0,0146 <SEP> mm <SEP> 73'7 <SEP> mm <SEP> 0,90 <SEP> 5,.15 <SEP> 69,0 <SEP> mm
<tb> ,2,20 <SEP> Volt <SEP> 12.5 <SEP> Watt
<tb> A <SEP> 0,0212 <SEP> mm <SEP> 971 <SEP> nnm <SEP> 0,,20 <SEP> 3,10 <SEP> 90,5 <SEP> mm
<tb> B <SEP> 0,0207 <SEP> mm <SEP> 889 <SEP> mm <SEP> . <SEP> 0,45 <SEP> 6,01 <SEP> 58,5 <SEP> mm Die Lampen mit den in Reihe A angegebenen neuen Leuchtkörperabmes@sungen geben bei gleicher Lebensdauer eine um rund 5 v.
H. höhere Lichtausbeute 'als solche mit Leucht- körperabmessun:gen nach Reihe B. Stellt man die Lampen mit dem Windungsabstand und dem Innendurchmesser der Wendeln nach Reihe A auf die gleiche Lichtausbeute wie diejenigen, der Reihe B ein, was durch ge- ringfügige Änderung,
des Drahtdurchmessers und der Drahtlänge leicht erreichbar äst, so haben die-Lampen nach Reihe A eine um rund 40 v. H. längere Lebensdauer.
Diese in ihrem Ausmass überraschende Gütesteigerung dürfte auf mehrere Ursachen zurückzuführen sein. Bekanntlich ist für das selektiv strahlende Wolfram die von der Aussenseite der Wendel frei ausgesandte Strahlung beträchtlich wirtschaftlicher als die mehr oder weniger häufig reflektierte und somit weniger selektive,
von der Wendel innenseite kommende Strahlung. Durch die weitgehende Herabsetzung ,des Windungs- abstanden wird nun der Anteil der nach aussen gelangenden, an sieh ungünstigen Innenstrahlung vermindert.
Des weiteren wird durch die starke Verkleinerung des Innendurchmessers aber auch das Verhältnis von Innenfläche zur Aussenfläche und damit auch der Anteil der Innenstrahlung herab gesetzt. Beides führt zu einem ,grösseren Überwiegen der nützlichen Aussenstrahlung über .die ungünstigere Innenstrahlung und damit zu einer besseren Wirtschaftlichkeit der Gesamtstrahlung.
Es isst weiter bekannt, dass bei einer Wendel die Verdampfungsgeschwindigkeit des Wolframs, verglichen mit derjenigen eines ,gera.den Drahtes, herabgesetzt wird, weil ein Teil düs abgedampften Wolframs auf benachbarte Teile der Wendel trifft und von diesen sozusagen eingefangen wird.
Es ist nun ohne weiteres verständlich, dass durch die Verringerung des Windungsabstandes diese Fangwirkung erhöht wird. Eine Er niedrigung der Verdampfungsges.chwindig- keit hat aber eine Verlängerung der Lebens dauer zur Folge.
Zum Ausgleich für die zum Teil weg fallende Innenstrahlung muss, wie erwähnt, die Drahtstärke und Drahtlänge erhöht wer den. Die vergrösserte Drahtstärke bringt aber eine höhere Belastbarkeit des Leuchtkörpers mit sieh.
Nach dem Gesagten wird zufolge des kleineren Windungsabstandes ein grösserer Teil der Wendelinnenfläche gedeckt und somit der Strahlung nach aussen entzogen.
Da der Wendelleuchtkörper hierdurch weniger Watt aufnimmt, muss zur Erzielung gleicher Wattaufnahme der Drahtdurchmesser .des Wendelleuchtkörpers merklich, und zwar bis zu 1/1o, vergrössert und der Draht selbst zur Erhaltung gleichen Widerstandes bis zu 3/1o verlängert werden.
Der Drahtdurchmesser und die Drahtlänge richten sich hierbei nach dem jeweils gewählten Windungsabstand und Innendurchmesser der Wendel, sowie ferner auch darnaeh, ob eine Erhöhung der Lichtausbeute oder eine Verlängerung der Lebensdauer angestrebt wird.