Schaltungsanordnung zur Verbindung von Telegraphenapparaten. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Verbin dung von Telegraphenapparaten, in welcher einer Zentralstelle eine Mehrzahl von Sta tionen durch getrennte Leitungen zugeordnet ist,
wobei die genannten Leitungen in irgend einer gewünschten Kombination mittelst Sehalteinriohtungen mit einem Nachrichten aussendenden iSender der Zentralstelle ver bunden werden können.
In vielen Fällen wird gefordert,,dass eine Vielzahl verhältnismässig kurzer Nachrichten von einer Zentralstelle aus über verschiedene Telegraphenleitungen entsprechenden Fern sehreibern bezw. Fernschreibergruppen zuge- leitet wird. Bei .den bekannten Vermittlungs- einrichtungen ist es zunächst notwendig, die Stationen, die die Nachricht empfangen sol len,
mit dem sendenden Fernschreiber z u ver binden. Dann wird,die Nachricht mit Hilfe eines .Streifenloohens :gestanzt. Während der Aussendung der Zeichen wird :der Streifen überwacht, und sobald die Zeichenübertra gung beendet ist, sind neue Handgriffe not wendig, um ,die nächste Station bezw. die nächste Gruppe von Stationen zur Übermitt lung einer weiteren Nachricht auszuwählen.
Es wird also verhältnismässig viel Zeit für zusätzliche Handgriffe erfordert.
Bei der erfindungsgemässen Schaltungs- anordnung können die Schalteinrichtungen, durch die die Leitungen in jeder ;gewünschten Kombination mit einem die Nachrichten aus- sendenden :Sender verbunden werden können, durch von ,dem Sender ausgesandte Zeichen betätigt werden.
Einige Ausführungsbeispiele des Erfin- dungsgegenstandes werden anhand der Figu ren beschrieben. Fig. 1 zeigt eine @Schaltungs- anordnung, beider die Steuerung ,durch einen Lochstreifen, und die jeweilige Auswahl durch fünf Magnete erfolgt. In. Fig. 2 ist eine Abänderung :
dieser Anordnung gezeigt, bei der die Steuerung von einer entfernten Station aus vorgenommen wird und die Aus wahl mit einem einzigen Magneten durch geführt wird.
In der Fig. 3 wird die Steue rung von einer fernen ,Station aus in der Weise bewirkt, dass zunächst ein ;besonderer Stanzstreifen in der Zentralstelle hergestellt wind.
In Fig. 1 wird mit Hilfe,des. Lochers 100 auf der Zentralstelle A ein :Sendelochstreifen 101 entsprechend einem iSecbszeichencode her gestellt.
Die untern fünf Zeichen des Codes werden zur Betätigung des Auswählmecha- nismus.der am fernen Ende liegenden Fern- sohreiber, die schematisch mit 60 bis 63 be zeichnet sind, verwendet. Das oberste und sechste Zeichenelement wird zur @Steuermiug der normalerweise offenen Übertraggrun.gs- k ,
näde 6, 7, 8 und 9 benutzt. In der Mitte des .Streifens 101 sind noch Transportlöcher 48 vorgesehen, die: der Weiterschaltung des Streifens 101dienen. Die Zentralstelle A be sitzt ferner einen Lochstreifensen:der 1,08 mit zugehörigem Verteiler 40, der durch ,den Streifen 1,01 betätigt wind. Der Lochstreifen sender 108 hat sechs Kontakte 10 bis 15.
Die Kontakte 10 biss 14 entsprechen den fünf Wählimpulsen des Streifens '101. Der Kon takt 15 entspricht. dem sechsten Zeichen element.
Die Kontakte 1,0 bis 14 sind mit Ankern 1 bis 5 eines mit Abfallverzögerung ausgerüsteten Relais '20 verbunden. Nor- malerweise ist das Relais 20 nicht erregt, und die Anker 1 bis 5 verbinden die Kon takte 10 bis 14 mit .den ,Segmenten 73 bis,
77 des Verteilers 40. Wird Relais 20 erregt, so werden die Kontakte 10 bis 14 mit Wählmagneten 23 bis 27 verbunden. Diese Wählmagnete sind .
in bekannter Weise nach Art der Typen- drucker mit mehreren Magneten ausgerüstet und betätigen einen nichtdargestellten Aus- wählmechanismus, um einzelne Zugstäbe aus einer Gruppe von 31 iStäben auszuwählen. Schematisch sind Zugstäbe 54 bis 57 dar gestellt,
-die nach ihrer Auswahl von einem Magneten 22 betätigt werden. Wie aus der Zeichnung ersichtlioh ist, ist der Sender<B>108</B> 2 über die vom Motor 41 angetriebene @cli@c42 mit dem Verteiler 40 verbunden.
Der Verteiler 40 besitzt einen drehba.rc@ii Bürstenarm 79, einen ISchleifring 78 und sieben Segmente 71 bis 77. Da,s Segment 71 ist das sog enannte IStopsegment, das Segment 72 das Startsegment, während die :Segmente 73 bis 77 der Auswahl dienen.
Der Bürsten- arm 79 des Verteilers 40 ist mit einer nicht dargestellten Reibungskupplung verbunden und wird normalerweise durch die Nase 70 des Aukens des Startmagnetes 29 fest- gehalten.
Wird der Startmagnet <B>29</B> erregt, z. B. .durch Schliessung :des (Schalters 47, so wird der Bürstenarm 79 freigegeben, und die Bürste rotiert, bis sie bei Aberregüng des Habometes 29 wieder verriegelt wird. Die Ab- erregwng kann entweder durch Öffnen des Schalters 47 erfolgen, oder durch .die automa tische Betätigung des Streifenkontrollkon- taktes 49,
der automatisch geöffnet wird, wenn sich der Streifen zwischen Locher 100 und Sender 108 zu stark spannt. Der Arm 7 9 dreht sich im Uhrzeigersinne und verbin det die Segmente 71 bis 77 nacheinander mit dem Kontaktring 78. Während jeder Um drehung des Bürstenarmes 79 wird ein Kon taktsatz 28 in dem Augenblick geschlossen, in dem der Bürstenarm 79 über das Segment 77 des Verteilers streicht.
Der Ring 78 des Verteilers 40 ist sowohl mit dem Empfangsmagneten 45 des Fern schreibers 43, als mit einem Kontakt des Relais 21 verbunden. Dieser Kontakt ist als Folgekontakt ausgebildet. Normalerweise ist das Relais 21 nicht erregt, so dass der Anker den Ring 78 mit den Widerständen 36 bis 39 verbindet. Wird das Relais 21 erregt, so be tätigt es seinen Kontakt und bereitet einen Stromkreis vor, um die Widerstände 36 bis 39 mit der Batterie 35 zu verbinden, sobald das Relais 34, wie nachstehend beschrieben, angesprochen hat.
Jedes der Relais 30 bis 33 hat einen Kon takt, der mit einem der zugehörigen Fern schreiber 60 bis 63, wie in der Zeichnung dargestellt, in Verbindung steht. Es ist mög- lieh, 31 derartige Fernschreiberstationen an die Zentralstelle anzuschliessen. Es sind je doch der Übersichtlichkeit halber nur vier solcher Stationen gezeigt, wobei 60 und 61 die ersten beiden, 62 und 63 die dreissigste und einunddreissigste Station darstellen.
Um eine Nachricht von der Zentralstelle aus zu übertragen, wird zunächst der Schalter 47 geschlossen, um den Magneten 29 zu erregen, dann wird der Streifen 101 mit den entsprechenden Anrufzeichen der für diese Nachricht gewünschten Teilnehmer stationen gelocht. Die entsprechende Lochung ist bei 85 und 86 im Streifen 101 dar gestellt.
Wenn die Lochung 85 durch den Sender <B>108</B> läuft, schliesst der Kontakt 15 einen Stromkreis für die Batterie 16, so dass das Relais 20 zum Ansprechen kommt und seine Kontakte umlegt. Der rechte Kontakt des Relais 20 schliesst einen Stromkreis von der Batterie 17 über das Relais 21.. Die linken Kontakte 1. bis 5 des Relais 20 unterbrechen die Stromkreise von den Kontakten 10 bis 14 des Senders 108 zu den Segmenten 73 bis 77 des Verteilers und verbinden die Kontakte 10 bis 14 mit den Auswählmagneten 23 bis 27.
Wie bereits oben erwähnt, sind die Mag nete 23-27 Teile eines Druckmechanismus, ähnlich dem eines Fernschreibers, mit dem einzigen Unterschied, dass die Zugstäbe 54 bis 57, die den zu druckenden Buchstaben entsprechen, so angeordnet sind, dass jeder Zugstab einen von 31 Kontakten schliesst, wie sie schematisch mit 50 bis 53 angegeben sind.
Es sei angenommen, dass die Station 60 zum Empfang einer Meldung angeschlossen werden soll. Es, wird dann ein Rufzeichen, beispielsweise das Zeichen 85 übermittelt. Dieses Zeichen bewirkt nunmehr die Aus wahl eines Zugstabes, beispielsweise des Zugstabes 54.
Sobald der Startmagnet 29 angesprochen hat, wird der Bürstenarm 79 zur Drehung freigegeben. Wenn der Bürstenarm 79 das Segment 77 überstreicht, schliesst er den Kontakt 28, und dadurch wird ein Strom kreis hergestellt von Erde 18 über Kontakt 28, Magnet 22, Kontakt 15 des Senders 108, Batterie 16 nach Erde.
Gleichzeitig verläuft auch über den Kontakt 28 ein Stromkreis über einige der Magnete 23 bis 27, entsprechend der Schliessung der Kontakte 10 bis 14, durch die Lochung 85. Dadurch wird die Auswahl des gewünschten Zugstabes, beispielsweise 54, bewirkt. Der Magnet 22 wird erregt und bewirkt nun, dass der ausgewählte Zugstab 54 den Kontakt 50 schliesst. Durch die Schliessung des Kontak tes 50 wird ein Stromkreis von der geerdeten Batterie 19 über die linke Wicklung des Relais 34, Kontakt 50; Wicklung des Relais 30 nach Erde hergestellt, der die Relais 30 und 34 zum Ansprechen bringt.
Relais 34 legt sich an einen Haltestromkreis, der sich von Erde 44 am Fernschreiber 43 über Kon takt 46 durch die rechte Wicklung des Relais 34, den Anker des Relais 34 zur geerdeten Batterie 35 erstreckt. Relais 30 verriegelt sich über einen Strom kreis von Erde über die Wicklung des Relais 30, den obern Kontakt von Relais 30, Kon takt von Relais 34, Batterie 35 nach Erde.
Durch das Relais 30 wird ein Stromkreis von der fernen Fernschreiberstation 60 über Leitung 6, Kontakt des Relais 30, Wider stand 36, der die Stromstärke der Lei tung 6 begrenzt, Kontakt von Relais 21, Kontakt von Relais 34, Batterie 35 nach \ Erde geschlossen. Der auf der Fernschreibersta- tion 60 vorgesehene Motor wird dadurch ein geschaltet, so dass die Station 60 nunmehr empfangsbereit ist.
Während der Drehung des Bürstenarmes 79 sind die von den Seg menten 73 bis 77 des Verteilers abgehenden Leitungen an den Kontakten 1 bis 5 des Re lais 20 unterbrochen, so dass die dem Anruf zeichen 85 entsprechenden Impulse nicht auf den Fernschreiber 43 übertragen werden. Wenn es erwünscht sein sollte, auch das An rufzeichen 85 mitzuschreiben, können die linken Kontakte des Relais 20 in Fortfall kommen, und die Segmente 73 bis 77 werden direkt mit den Kontakten 10 bis 14 verbun den.
Entsprechend der üblichen Arbeitsweise des Lochstreifensenders 108 wird der Strei fen<B>101</B> bei jeder vollständigen LTmdrehung des Bürstenarmes 79 um einen Schritt wei tergeschaltet. Nunmehr kommt also die Zeichenkombination 86 auf die Kontakte 10 bis 15 zur Wirkung und bewirkt die An schaltung der nächsten Station. Das Relais 20 wird wiederum erregt, und da sein Anker nach Aufnahme der Kombination 85 noch nicht abgefallen war, weil das Relais als Ab fallverzögerungsrelais ausgebildet ist, bleibt das Relais 20 angezogen und hält auch das Relais 21 während dieser Zeit im angespro chenen Zustand.
Es wird nun ein weiterer Zugstab 55 ausgewählt, der kurzzeitig den Kontakt 51 schliesst. Dadurch wird das Re lais 31 in gleicher Weise, wie vorstehend für das Relais 30 beschrieben, eingeschaltet. Re lais 31 schliesst einen Haltestromkreis und verbindet die ferne Fernschreiberstation 61 mit dem Relais 21.
Auf diese Weise kann nacheinander eine grössere Zahl von Fernschreibern an die Sta tion A. angeschlossen werden, um diesen ge meinsam eine Mitteilung zuzusenden. Beim Ausführungsbeispiel ist durch die Verwen dung des Fünfzeichencodes zur Auswahl die Zahl der anschaltbaren Fernschreiber auf 32 beschränkt.
Vorzugsweise werden nur 31 Leitungen angeschaltet, da die 32. Zeichenkombination für einen Zeichenabstand verwendet wird, um auf diese Weise den Motoren der Fern schreiber auf den Stationen 60 bis 63 genü gend Zeit zum Anlauf zu geben und sicher zustellen, dass die volle Geschwindigkeit beim Eintreffen des ersten Zeichens der Nachricht erreicht ist. Die 32. Kombination ist vorzugsweise die bei 87 auf dem Streifen 101 gezeigte, die nur aus dem sechsten Im puls des Zeichencodes besteht.
Während des Durchlaufene des Zeichens 87 durch den Sender 108 bleibt das Relais 20 angezogen, jedoch werden keine weiteren Funktionen ausgelöst. Es ergibt sich damit für die Aus- wählmagnete 23 bis 27, die Zugstäbe 54 bis 57, die Kontakte 50 bis 53 und die Relais 30 bis 33 eine in ihrer Wirkung mechanisch arbeitende, automatisch wirkende Vermitt lungsanordnung.
Nachdem eine genügende Zahl von Zei chen 87 übermittelt ist, um die Motore auf die richtige Geschwindigkeit kommen zu lassen, wird ein Vorbereitungssignal oder mehrere dieser Art gegeben. Ein solches Signal ist bei 88 auf dem Streifen 101 ge zeigt. Es enthält keinen sechsten Impuls. Während der Übertragung dieses Signals bleibt also der Kontakt 15 offen, so dass das Relais 20 zum Abfallen kommt. Der Abfall des Relais 20 bewirkt, dass über seine Kon takte 1 bis 5 die Segmente 73 bis 77 des Verteilers 40 mit den Sendekontakten 10 bis 14 des Senders 108 verbunden werden.
Durch den Abfall des rechten Ankers des Relais 20 wird der Stromkreis für das Relais 21 unter brochen, das ebenfalls abfällt und nunmehr eine Verbindung zwischen dem Verteilerring 78 und den ausgewählten Telegraphenleitun gen der Stationen 6 bis 9 herstellt.
Die einzelnen Zeichen einer Nachricht, wie sie mit 89 auf dem Streifen 101 dar gestellt sind, können nun auf die ausgewähl ten Stationen 60 bis 63 und ebenso auf den Empfangsmagneten 45 des Fernschreibers 43 übertragen werden. Diese Zeichen um fassen nicht nur die Buchstabenkombination, wie bei 89 gezeigt, sondern können auch Wagenrücklaufkombination 90, Zeilenfort schaltkombination 91, Umschaltkombination 92, und am Schluss der Nachricht die Stop kombination 93 enthalten.
Dieses Stopsignal wird am Schluss jeder einzelnen Nachricht übermittelt. Es dient dazu, die Motore der ausgewählten Fern- schreiber auf den Stationen 60 bis 63 stillzu- setzen. Gleichzeitig wird auch durch dieses Stopsignal kurzzeitig der Kontakt 46 des Fernschreibers 43 durch eine Stossstange 58 geöffnet. Dadurch wird der Stromkreis für das Relais 34 unterbrochen, so dass dieses ab fällt und dabei die Haltestromkreise der Relais 30 bis 33 auftrennt. Die Relais fal len ab und öffnen die Leitungen 6 bis 9, so dass nunmehr die ganze Anlage wieder im Ruhezustand sich befindet.
Es ist wünschenswert, auf das Stopsignal 93 einige Signale 94, die den Signalen 8 7 entsprechen, folgen zu lassen, um den Relais 30 bis 33 genügend Zeit zum Abfall zu geben und die Ruhestellung der Anlage sicherzustellen, bevor die Auswahl neuer Stationen zur Übermittlung weiterer Nach richten beginnt.
Die Auswahl der Stationen zur Über- rnittlung der nächsten Nachricht wird in gleicher Weise wie oben beschrieben ' vor genommen. Auf diese Weise ist es möglich, nacheinander beliebige Nachrichten an eine beliebige Zahl von Stationen ohne grossen Zeitverlust zu übermitteln.
Bei der Anordnung der Fig. 2 ist die Steuerstelle B2, die entweder eine Zentral stelle oder eine Teilnehmerstelle darstellen kann, an einem entfernter liegenden Punkt angeordnet und mit der Zentralstelle Az über die Leitung L2 verbunden. Die Station 212 besitzt einen Empfangsmagneten 145, der dem Magneten 45 der Fig. 1 entspricht, um die von dem Fernschreiber T2 der Station B2 ausgesandten Zeichen aufzunehmen.
Die Zentralstelle A2 besitzt ferner Sendekon takte 59 an Stelle der durch den Streifen gesteuerten Kontakte der Fig. 1, um Signale zum Fernschreiber T2 zu übermitteln. Der Fernschreiber 143 der Zentralstelle A2 ist mit zwei Kontakten 64 und 65 ausgerüstet, von denen normalerweise der eine geschlos sen, der andere offen ist, um eine besondere Steuereinrichtung, hier das Relais 66, zu steuern. Relais 66 seinerseits überwacht die Tätigkeit eines mit verzögertem Abfall aus gerüsteten Relais 120, das dem Relais 20 der Vig. 1 entspricht.
In gleicher Weise wie bei Fig. 1 wird durch das Relais 120 das Relais 121 entsprechend dem Relais der Fig. 1 ge steuert.
Relais 121 ist mit zwei Kontakten aus gerüstet, von denen. der eine,<B>67,</B> als Folge kontakt ausgebildet ist, während der andere, 69, mit einem Wählmagneten 80, der dem Empfangsmagneten eines Fernschreibers ent spricht, in Verbindung steht. Der Empfangs mechanismus dieses Apparates besitzt. Kon takte 150 bis 153, vergleichbar den Kontak ten 50 bis 53 der Fig. 1, die durch Zugstäbe 154 bis<B>157</B> betätigt werden, und damit eine automatisch wirkende mechanische Schalt einrichtung darstellen.
Wenn von der Station Bz aus die Schalt einrichtung betätigt werden soll, so wird zu nächst eine besondere Zeichenkombination übertragen, z. B. die für den Buchstaben J, und zwar vom Fernschreiber TZ über die Leitung L2 durch den Empfangsmagneten 145, die Sendekontakte 59, Relais 81 zum Fernschreiber zurück. Diese Zeichenkombi nation betätigt den Fernschreiber 143 auf der Zentralstelle A2, der mit Hilfe seines Auswählmechanismus den Zugstab 82 an hebt, der beispielsweise dem Buchstaben J zugeordnet ist und kurzzeitig den Kontakt 64 schliesst.
Nunmehr ist ein Stromkreis her gestellt von der Batterie 83 über Kontakt 64 und Relais 66 nach Erde, so dass dieses anzieht und sich über den Kontakt 65 und seinen . eigenen Kontakt weiterhin hält. Durch das Relais 66 wird fernerhin der Kontakt 115 geschlossen, der einen Stromkreis von der Batterie 116 über Kontakt 115, Re . lais 120 nach Erde schliesst, so dass das letz tere anspricht, das Relais 121 an die Bat terie 117 anschaltet und dieses dadurch zum Ansprechen bringt. Relais 121 bereitet einen Stromkreis für eine oder mehrere der Lei tungen 106 bis 109 vor, während ein wei terer Stromkreis von der Batterie 68 für das Relais 80 vorbereitet wird.
Da Relais 81 in der Leitungsschleife liegt, folgt sein Anker den einzelnen von der 5 Station Bz aus übermittelten Zeichenände rungen und überträgt dementsprechend Strom von der Battexne 68 zum Kontakt 67 am Relais l'21. Dadurch, dass das Relais ,121 angesprochen hat, fliesst Strom von.
der Bat- terie 68 über den Kontakt 69 des Relais 121 und erregt das Relais @80 im Rhythmus mit den von der iStation B2 übermittelten Zei chen. Dadurch werden die entsprechenden. durch den Au@swählmechamismus zu betäti- genden Kontakte .geschlossen.
Wenn, z. B. die .Station B2 mit der Sta tion 160 in. Verbindung treten will, so wird das dieser iStation zugeordnete Anrufzeichen übermittelt. Dadurch wird der Zugstab 1,54 ausgewählt, der den Kontakt 150 schliesst und damit einen !Stromkreis. von ,der Batterie 119 über,
die Relais 184 und 130 nach Erde herstellt. Durch -das Relais 134 wird von ,der Batterie 135 aus ein Halte- stromkreis für die Relais 130 und 134 ge schlossen, der für das letztere über den Kon takt 146 des Zugstabes 1,58 des Fernschrei bams 143 verläuft.
Durch das Relais 130 wird die Leitung 1,06 und cdie iStation 160 an den Übertragungsstromkreis angeschlossen, wodurch über die Batterie 135, den Kontakt des Relais 121, die Leitung<B>1,06</B> nach der Station 1,60 ein Strom übertragen wird,
der den Motor des Fernschreibers auf der Station 160 in bekannter Weise zum Anlaufen bringt. In gleicher Weise wie oben beschrie ben, kann jede beliebige der Stationen 161 bis 163 an die Übertragungseinrichtung an- geschlossen werden,
um gleichzeitig eine Nachecht vom Fernschreiber Bz aus zu emp- faaiggen.
'Sind ,die gewünschten iStationen mit der Übertragungsleitung verbunden, so sendet die iStation B2 zunächst eine besondere Zei chenkombination, z.
B. die für den Buchsta ben X in der umgeschalteten Stellung in Frage kommende. Durch diese Zeichenkom bination wird der Zugstab 84 betätigt, der kurzzeitig den Kontakt 66 öffnet, so dass der Haltestromkreis für das Relais 66 unterbro- chen wird. Das Relais 66 fällt ab und be wirkt dadurch auch ein--Abfallen der Relais 120 und 121.
Das Relais 1121 schaltet beim Abfallen die Wicklung des Relais $0 von der Batterie -68 ab und verbindet sie über den Handschalter, der, falls die .in der Fig. 2 ge zeigte Einrichtung nicht lokal von Hand be dient werden soll, dauernd geschlossen ist, mit der Batterie 95. Weiterhin wird der Kontakt ss7 geschlossen, .so dass die gemein same Übertragungsleitung über den Kontakt des Relais 81 an die Batterie 68 angelegt wird.
Wie bereits oben erwähnt, folgt das Re lais 81 den von der iStation D2 aus übermit telten Impulsen und betätigt dementspre chend seinen Kontakt, der damit die Im pulse in die Übertragungsleitung und auf die Leitungen 106 bis 109 weitergibt. Nach Übermittlung der Nachricht von der 'Station Bz aus wird ein Motorstopsignas, wie bereits oben beschrieben,
ausgesendet. Das Motomtops@gnal betätigt den Zugstab <B>158</B> im Fernschreiber 143, und öffnet ,dadurch den Kontakt 146, der den Haltestromkreis für das Relais 134 unterbricht.
Damit wer den auch,die Haltestromkreise für die unter .den Relais 13,0 bis 133 ausgewählten geöff net, so @dass nunmehr die ;ganze Anlage wie der in der ,in der F'ig. 2 dargestellten Ruhe stellung sich befindet.
In der varbeschriebenen Weise können,die einzelnen Nachrichten an beliebige Stationen übertragen werden. Da es notwendig ist, drei Zeichenkombinationen, nämlich die Zeichenkombination .I und die Zeichenkom- binatio,n X in der Umschaltstellung, die Mo- torstopkombination zur iSteuerung der Ver- mittlungseinrichtung zu verwenden,
und fda nur ,32 Zeichenkombinationen bei einem Fünfzeichencode zur Verfügung stehen, wenn man die Umschaltstellung ausser acht lässt, so können maximal 29 Leitungen mit 29 aussenliegenden Fernschreibern entsprechend den vierdargestellten "Stationen 160 bis 163 an die Vermittlungseinrichtung antigeschlos- sen werden.
Soll eine grössere Zahl von Lei tungen angeschaltet werden, so muss beim Auswählmechanismus eine besondere Tren- nun- :der durch die Umschaltstellung erziel ten Vorgänge bewirkt werden, oder es muss ein Zeichencode mit mehr als fünf Zeichen elementen Verwendung finden.
Inder Fig. 3 ist eine Anordnung gezeigt, bei der :durch einen Empfangslocher die von einer andern Station ausgesandten Zeichen zunächst i@n einen iStreifen gelocht und :dann weiter übertragen werden. Der Sender 308 entspricht .dem Sender 1,08 der Fig. 1, und :die Batterie <B>316</B> und die Achse 342 entspre ehen der Batterie 16 und der Achse 42 der Fig. 1.
In gl.eicher Weise ist auch die Wir kung der Relais 3!20, 321 gleich der Wir kung der entsprechenden Relais 20 und 21 in Fig. l., durch die im einen Falle die Sta tionen 60 bis 63, bei der vorlie enden An ordnung die :Stationen 3'60 bis 363 zur An- schaltun;g kommen. Der Sender 308 wird durch einen Streifen 301 betätigt, der von einem Empfangslocher 9:5 ,gelocht wird.
Der Motor 341, der dem Motor 41 der Fig. 1 ent spricht, treibt eine besondere Zahn:raJüber- setzung an, die ihrerseits auf :den Lochmecha nismus 99 und :die Verteilerachse 342 ein wirkt.
Der Empfangslocher arbeitet in<B>Ab-</B> hängigkeit von :den Zeichenimpulsen, die von dem Fernschreiber B3 über :die Leitung L3 zur Zentralstelle As übertragen werden.
Die Station B3 ist als Sende- und Empfangs station :dargestellt, es kann jedoch auch eine Vermittlungsstation oder irgendeine andere Ferngchreiberstationsein. Um einen sechsten oder Steuerimpuls vorzusehen, muss eine An ordnung benutzt werden, :die bis zu einem gewissen Grade der Anordnung der Fig. 2 entspricht. Die Relais 345 und :366 und,die Kontakte 346, 364 und 365 entsprechen den Relais 145 und 66, sowie den Kontakten 146, 64 und 65 der F'ig. 2.
Das Relais 366 besitzt einen besonderen Kontakt 96, der einen Stromkreis von der Batterie 97 über :den Magneten 98 .herstellen kann. Die normaler weise von :dem Fernschreiber B3 über die Lei tung L3 übertragenen Impulse betätigen den Empfangslocher 95, der entsprechend den einlaufenden Zeichen den. Streifen 301 stanzt.
Der iStreifen 301 betätigt dann die Kontakte des Streifensenders 308 in: gleicher Weise, wie dies bereits bei der Fig. 1 für .den Sen der 108 beschrieben. wurde.
Wenn die @Sühalteinrichtung zur Verbin dung einer ,der -Stationen 36:0 bis :3.63 mit,der Zentralstelle As betätigt werden soll, so wird von der Station B3 aus :eine entsprechende Zeichenkombination ausgesendet, die bewirkt, dass der Kontakt 364 :den iStromkreis für Jas Relais 3G6 in der bereits für Idas Relais 6:6 der Fig. 2 beschriebenen Weise schliesst.
Re lais 366 hält sich über seinen eigenen Kon takt 365 :geschlossen. Gleichzeitig wird durch das Relais 36,6 der Stromkreis für den Mag- neten 98 ,geschlossen, der das sechste Loch in den Streifen 3,01 :einstanzt.
Wenn also von der ;Station B3 aus :ein Fünfzeichencode zur Auswahl einer der ,Station:en 360 bis 36,3 ver wendet wird, so wird trotzdem durch den Empfangslocher ein sechster Impuls in den Streifen 301 gestanzt, :da der Magnet 98 so lange angezogen bleibt, wie :das Relais 3G6 verriegelt ist.
Dieser Vorgang wiederholt sich :bei jeder zur Auswahl Ader Stationen übersandten Zeichenkombination, bis _ der Teilnehmer eine Kombination aussendet, :die den Kontakt 3:6.5 öffnet und damit das' Re- lais 3:66 und den Empfangsmagneten 98 zum Abfall bringt. Nunmehr kann :eine Nach- richtenübermittlung zwischen der ;
Station B3 und den aus,gewä@hlten ,der Stationen 360 bis <B>363</B> auf der Grundlage des Fünfzeichen:codes in der oberbeschriebenen Weise erfolgen.
Die in :den Fig. 1 bis 3 gezeigten Anord nungen ,stellen lediglich Ausführungsb.ei- spiele :dar"aaus :denen sich bereits ergibt, dass verschiedenartige Abwandlungen möglich sind, die alle den gleichen Erfindungsgedan ken enthalten.