CH194708A - Verfahren zur Herstellung eines harten, wetterbeständigen Erzeugnisses für Bauzwecke und darnach hergestelltes Erzeugnis. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines harten, wetterbeständigen Erzeugnisses für Bauzwecke und darnach hergestelltes Erzeugnis.

Info

Publication number
CH194708A
CH194708A CH194708DA CH194708A CH 194708 A CH194708 A CH 194708A CH 194708D A CH194708D A CH 194708DA CH 194708 A CH194708 A CH 194708A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
oil
binder
drying
binding agent
product
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Komlos Dezso
Original Assignee
Komlos Dezso
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Komlos Dezso filed Critical Komlos Dezso
Publication of CH194708A publication Critical patent/CH194708A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B26/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing only organic binders, e.g. polymer or resin concrete
    • C04B26/003Oil-based binders, e.g. containing linseed oil

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Road Paving Structures (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines harten, wetterbeständigen Erzeugnisses  für Bauzwecke und darnach hergestelltes Erzeugnis.    Gegenstand :der     vorliegenden        Erfindung     ist ein Verfahren zur Herstellung     eines    har  ten, wetterbeständigen Erzeugnisses für Bau  zwecke und ein darnach     hergestelltes.        Er-          zeugnis.        Gemäss    der     Erfindung    ist     dieses     Verfahren     dadurchgekennzeichnet,        dass    man  ein     körniges,

          in.    Wasser unlösliches und zur       Hauptsache    von     feinem    Pulver freies Mate  rial mit einem     Bindemittel    vermischt,     .das     mindestens ein mit einem     Trockenmittel    ver  mengtes, trocknendes 01 enthält, die sich er  gebende Masse presst und bei einer Tempe  ratur     zwischen    150 und 22,0' C     erhärten     lässt.  



  Zur     Herstellung    des harten, wetterbestän  digen     Erzeugnisses    können als in der Haupt  sache von feinem Pulver freies, körniges  Material     ca.        9,5%        .Sand    oder     sonst    ein     in     Wasser nichtlösliches, körniges     Mineral    und  5 % des genannten     Bindemittels        verwendet     werden.

   Dem Erzeugnis kann zum     Beispiel     noch     1/2%        Färbemittel    zugesetzt sein.     Das       im     Bindemittel    enthaltende<B>01</B> kann trock  nend oder halbtrocknend sein.     Das    trocknende  Öl kann     heinssamen6l    oder     Tungöl    und das       halbtrocknende    Öl     kann        .Sonnenblumenöl        oder          Sojabo#huenöl    sein.

   Das     Bindemittel        kann        als          trocknendes    oder     halbtrocknendes    Öl     ver-          dicktes    oder     polymerisiertes    Öl     enthalten;

      es  kann auch     gewisse    Typen von aus     trocknen-          den    oder     halbtrocknenden    Ölen     hergestellten          Ölfirnissen    und     Öllacken    in Verbindung mit  allen Typen von öl- und     sp.ritlöslichen,        syn-          thetischen    Harzen, zusammen mit     verdickten     trocknenden oder halbtrocknenden Ölen, und       gewissen        Verdünnungsmitteln    oder Lösungs  mitteln, wie     Terpentin,

          reiner    Sprit,     methy-          lierter        .Sprit,        Aceton,        Kohlenteerwasserstof-          fen    und     dergl.        enthalten.     



       Dass        Erzeugnis    kann mit     Bindemitteln    von  folgenden     Zusammensetzungen    hergestellt  werden:  1.     Öllösliches,        synthetisches    Harz des           Phthalsä-ure-Glyzerintyps    10'0 g, Ölfirnis  <B>100</B> g,     Leinsamenstandöl    800 g;  2.     öllösliches,    synthetisches Harz     des          Phenolformaldehydtyps    100 g, Öllack 100 g,       Tungöl    oder     Leinsamenstand:öl    800 g;

    3.     öllösliches,        synthetisches    Harz des       Kresolaldehydtyps    200 g,     So:jabohnenstandöl     700, g,     Terpentin    oder reiner     .Sprit        10.0    g;  4. spritlösliches,     synthetisches    Harz des       Kresola1d.ehydtyps    100 g,     Terpentin    10,0 g,       Sannenblumenstandöl    800 g;

    5.     spritlösliches,        synthetisches    Harz eines  ,der drei oben genannten Typen 150 g,     Ter-          pentin.    oder     methylierter    Sprit 100 g,     Lein-          samenstandöl    750 g.  



  Geeignete Trockenmittel sind     Oxyde    oder       Hydrogyde    von Blei, Mangan,     Vanadium,          Titanium,    Zink, Kobalt oder andern Metal  len, oder öllösliche Salze :dieser     Metalle,        wie          Kobaltresin:at,        Kobaltnaphthalat    und Blei  linoleat oder ein Gemisch einiger     :dieser    Ver  bindungen. Die Menge des     Trockenmittels     kann annähernd     1i2    bis 1 % Gewichtsprozent       des    Öls sein.  



  Ferner kann die noch     ungehärtete    Ober  fläche     :des        gep.ressten        Gemisches    mit einem       Bindemittel,        wie    es der Masse einverleibt       wurde,    überzogen und alsdann mit     einem     körnigen Substanz     bestreut    werden.

   Die       Porosität    des     Erzeugnisses    kann durch die  Grösse der Saud-     oder        andern        Füllstoffteil-          eb.en    oder durch Änderung :der Mengen von  Füll- und     Bindemittel    oder durch beides     re-          guliert    werden.  



       Das        Erzeugnis    kann ein Bauelement, z. B.  .ein     Ziegel,    Backstein, Block, eine Platte     etc.     oder ein     Belag    sein.  



  Bei einem     Beispiel    des Verfahrens nach       der        Erfindung        wird    1 % eines Trockenmittels  enthaltendes     Leinsamenöl    mit Sand, so ge  mischt,     dassdas    Öl mit seinem     Trockenmittel          cä.    3 bis 5 % des     Gewichtes    des     Sandes    aus  macht. Das sich ergebende Gemisch     wird    auf  eine *Unterlage     gelegt        und    gepresst oder     wird     in     Formen.    gepresst.

   Es     findet    dann in der  Masse eine Erwärmung     und    dadurch in 5  bis 6     ;Stunden    eine     Temperaturerhöhung    der       Masse    auf     ca.    120     bis        15,0.'    C statt. Je län-         ger    diese     chemisch    erzeugte Temperatur in  nerhalb     praktischen        Zeitgrenzen    aufrechter  halten werden     kann,    desto härter wird     das          fertige    Produkt.

   Durch eine Heizvorrich  tung wird dann die     Temperatur    der Masse  rasch von 1.50 bis auf     280'    C :erhöht und  während ca. 3 Stunden auf :dieser Höhe auf  recht erhalten,     wobei    das Gemisch zu einem  harten und dauerhaften Erzeugnis     erhärtet.     



  Dem     Gemisch    kann eine kleine Menge,  zum     Beispiel    1/2% Färbematerial und     eine     .kleine Menge eines nichttrocknenden     Öls    zu  gesetzt werden.  



  Das     zubereitete    Bindemittel wird zweck  mässig mit :der gewünschten Menge Füllmit  tel gründlich     gemischt.        Tin    Falle das Erzeug  nis ein Belag oder ein Fundament ist, kann  das Gemisch :in     situ    gelegt und zum Beispiel  durch eine     geeignete        Vibrahonsmaschine    an       Ort    und Stelle gepresst werden.     Während    der       Hitzebehaadlung    des Gemisches     wird    ihm  zweckmässig :ein konstanter Luftstrom<I>zuge-</I>  führt. Wenn gewünscht, kann .die Fläche.

    auf welche :das Gemisch zu liegen kommen  soll, auf eine     geeignete    Temperatur     vorerhitzt     werden, bevor :das Gemisch darauf gelegt  wird, und wird durch ein solches     Vorwärmen     eine     glei.ehförmigere    und raschere     Erhärtung          erreicht.     



  Bei der Herstellung des Erzeugnisses in       bestimmten    Formen,     wie    Ziegeln,     Backstei-          nen,    Blöcken oder     dergl.    kann das Gemisch  geeigneten Formen zugeführt und in sie ge  presst werden, worauf das geformte Erzeug  nis während einer geeigneten     Zeit    -der Wir  kung einer Erhitzung auf 1,50 bis 220' C       unterworfen    wird. Zu diesem Zweck können  die geformten     Erzeugnisse    in einer Kammer  ca. 3     Stunden    :erhitzt werden.

   Bei grossen  Blöcken oder andern Erzeugnissen kann die       Erhitzungszeit        entsprechend    verlängert wer  den:.  



  Als :ein Beispiel     ist        nachstehend,die    Her  stellung von Dachziegeln     beschrieben.    Zu  diesem Zweck     wird        gewöhnlicher,    trockener  Sand mit     einer        kleinen    Menge Färbematerial  und der erforderlichen Menge Bindemittel ge  mischt, wobei das letztere     beispielsweise    aus      einem trocknenden Öl mit einer kleinen       Menge    eines     Trockenmittels,    wie zum Beispiel  eines     Metalloxydes    oder     -hydrogyd-es    oder  eines öllöslichen Metallsalzes im Betrage von  ca.

       1.        ',        bis    1 Gewichtsprozent des trocknenden       Ols    besteht.     Geeignete    Mengenverhältnisse  sind die bereits oben erwähnten, nämlich       941/2    Gewichtsprozent gewöhnlicher,     trok-          kener    Sand,     1/2    Gewichtsprozent Färbemate  rial, 5     Gewichtsprozent    Bindemittel.  



  Für die besten Resultate sollte     das.    Sand  gesiebt und     sortiert    sein. Der gesiebte und  sortierte Sand kann .dann in annähernd den  folgenden Mengen gemischt werden:  <B>3,0%</B> durch ein Sieb von der Maschen  weite Nr. 10 passierter, aber die Maschen  weite Nr. 2:0 nicht passierender Sand,  310 % durch ein Sieb von der Maschen  weite Nr. 20 passierter, aber die Maschen  weite Nr. 50 nicht     passierender    Sand.,  20% durch ein Sieb von .der     Maschen-          weite    Nr. 50 passierter, aber die Maschen  weite Nr. 100 nicht passierender Sand,       20,%    durch ein Sieb von der Maschen  weite Nr. 100 pass     ierenderSand.     



  Diese Mengen von Sand von verschiede  nen     Korngrössen    können je nach der Art des  verlangten Erzeugnisses verändert werden.  



  Der Sand, das Färbematerial und     da's     Bindemittel werden zweckmässig     automatisch     einem Mischer zugeführt, wo sie während  einer gewissen Zeit, welche annähernd 3 bis  4 Minuten dauert, gemischt werden. Hierauf  werden sie automatisch     einer    geeigneten       Präzi.sions-Hochleistungspressmaschine    zuge  führt, wo das Gemisch Formen zugeführt  und darin gepresst wird. Die Formen sind  zweckmässig so angeordnet, dass die geform  ten Ziegel parallel zu ihrer Längsase die  Maschine passieren, so     dassi    allfällig vorkom  mende, jedenfalls nur sehr schwache Adern  in der Längsrichtung der Ziegel verlaufen.

    Die     Ziegel    werden zweckmässig     paarweise,     Seite an Seite geformt und können dann  durch .ein kreisendes Messer getrennt werden.  Die obere Fläche der Ziegel kann überzogen  werden, indem man auf diese Fläche Binde  mittel sprüht- und dann auf die     besprühte       Fläche Sand bläst. Das kreisende Messer     wird     zweckmässig in einem kleinen Winkel zur  Fläche des Ziegels gestellt, und der geschnit  tene, untere Rand des Ziegels mit Bindemit  tel überzogen. Nagel- und andere Löcher zum  Befestigen der Ziegel werden zweckmässig  nach dem Pressen und     Sanden.    der Ziegel ge  bohrt,     so,dass    ,die Löcher nicht mit Sand ver  stopft werden.

   Die geformten Ziegel werden  dann     zweckmässig    durch     Förderwagen    oder  andere Mittel einem Tunnel- oder     anderem          Ofen        zugeführt.    Eine     Anzahl    mit Ziegeln  beladener Förderwagen wird im Ofen plaziert  und bei zweckmässiger Anordnung können  80 ca.     '310,0,00    Ziegel fassende Wagen in  einem Ofen plaziert werden. Es kann auch  ein Ofen mit einem     Fassungsvermögen    von  100,000, bis 200,000     Ziegeln        angewandt    wer  den.

   Der Ofen     wird    dann durch von     einem.          Vorwärm-eapparaterzeugte    Heissluft auf eine       Temperatur    von     150,    bis 220   C erhitzt.     Ein          Ventilator    oder ein anderer     Luftbeweger          fördert    die heisse Luft konstant in den Ofen.

    Letzterer kann mit verschiedenen     Luftaus-          lässen    versehen sein, welche in     mit,der    Ver  brennungskammer einer     Heizvorrichtung    ver  bundene Röhren führen, in welcher     Kammer     der vom Ofen kommende Rauch verbrannt  wird. Die Behandlung im Ofen wird 3 bis 4       Stunden    fortgesetzt, während     welcher    Zeit  eine     Okydation    und     Polymerisation    des Ge  misches stattfindet. Nach     Verfluss        dieser     Zeit werden die Ziegel abgekühlt und es sind  dieselben d     ann    gebrauchsfertig.

    



  Beim     Verfahren    zur     Herstellung    von  Blöcken,     Backsteinen    oder     andern    Erzeugnis  sen wird zweckmässig eine ähnliche Behand  lung durchgeführt; doch können die Mengen  der im Gemisch     verwandten    Materialien je  nach dem im     fertigen    Erzeugnis erforder  lichen     Härtegrad    oder einer andern Eigen  schaft     verändert    werden. Auch können die  Behandlungszeit und     -temperatur    je nach  Grösse, Form und Art der betreffenden Ge  genstände     variieren.     



  Beim erfindungsgemässen Verfahren zur  Herstellung eines Belages als Erzeugnis wer  den der Sand oder ein anderes     körniges    Mate-           rial    und das     Bindemittel    mit oder ohne  Färbematerial zweckmässig     einem    Mischer       automatisch    zugeführt, in welchem sie ca. 3       bis    4 Minuten gemischt und dann auf     die          Unterlage    gebracht werden.

       Letztere    kann  zweckmässig vorbereitet     und    auf beiden Sei  ten mit einem Rahmen versehen werden, des  sen Höhe von der Tiefe des Materials für den  zu     bildenden    Belag     abhängt    und zum Beispiel  51 mm (2")     beträgt.    Das     Material    wird       zweckmässig        mittelst    einer automatischen       Vibrationsmaschine    auf die Unterlage ge  bracht, welche das Material     ausebnet    und  auf die Unterlage     presst.        Diese    Maschine  führt ca.

   3     bis    4000     Vibrationen    pro Minute  aus, so dass     ,das        Material    mit derselben Dich  tigkeit     aufgepresst    wird, als wenn es unter  erheblichem hydraulischen Druck     aufgepresst          würde.        Fussgängerstreifen    und andere Merk  zeichen, von vom Blag     verschiedener    oder  zu ihm     kontrastierender    Farbe können auf  gelegt oder     in    den Belag     eingebettet    werden.

         Diese    Zeichen können aus     einem        ähnlichen     Gemisch     wie    jenes des     Belages,    aber von ver  schiedener oder     kontrastierender    Farbe be  stehen und vorher auf die Unterlage     aufge-          bracht    werden, worauf dann das     Gemisch    für  den Belag um diese     Zeichen    herum     aufge-          bracht    wird.  



  Nachdem der Belag durch den     Vibrator     oder andere Mittel aufgebracht      -orden    ist,  wird er     mit    geeigneten     Heizvorrichtungen     bedeckt, und wird der von der     Heizvorrich-          tung    eingeschlossene     Raum        zweckmässig     durch einen     Heissluftstrom    :geheizt.

   Die     H.eiz-          vorrichtung    ist     imstande,    das     Gemisch    auf       ea.    150     bis    220' C zu erhitzen, welche Tem  peratur     oa.    3 Stunden aufrecht     erhaltenwird.     Während dieser Erhitzung findet die     Oxyda-          tion    und     Polymerisation    des den Belag bil  denden Gemisches     statt    und wenn die ge  nannten Vorgänge vollendet sind,     ist,der    Be  lag sofort für den Verkehr benutzbar.  



  Die zum Gemisch     für,den    Belag benutz  ten Substanzen können je. nach dem     Typ    des  Belages     variiert    werden, und es können ge  eignete Mengen von     Materialien    von     feiner     oder     .grober        Struktur        mit    der erforderlichen         Bindemittelmenge    gemischt werden. Der Be  lag kann vor dem Erhitzen mit dem Binde  mittel besprengt und mit Sand, Kiesel, Gra  nit- oder andern Splittern     bestreut        werden,     um eine raube,     gleitsichere    Oberfläche zu er  halten.  



  Dem     Gemisch        bezw.        Odem        Überzugsmate-          rial        kann    ein Material mit leuchtenden Ei  genschaften     einverleibt    werden.  



  Nach der     Erfindung    hergestellte Erzeug  nisse können durch Besprühen ihrer Ober  fläche mit dem     Bindemittel        und    nachfolgen  dem Aufbringen einer     glasierten        Fritte,    kom  biniert mit     einer    geeigneten Menge Binde  mittel, oberflächenglasiert werden.

       Dieses          Glasiergemisch    wird vorzugsweise auf die  Oberfläche des     ,geformten        Erzeugnisses    auf  gebracht, bevor es der     Hitzebehandlung    un  terworfen wird, während     welcher    die     Här-          tung    stattfindet.  



  Die     Härtung,    welcher das. Gemisch unter  worfen wird, umfasst zwei     gesonderte,    gleich  zeitige     Reaktionen,    nämlich     einerseits    eine       Oxydation,    bei welcher     Sauerstoff    aus der  Luft in durch Wägen     bestimmbaren    Mengen  absorbiert wird, und anderseits einen     Poly-          merisationsvorgang,    d. h. eine     A.gglomerisa-          tion    von     Molekülen.     



  Die     Zeichnung    veranschaulicht als     Bei-          spiel    eine     Einrichtung    zur     Ausführung    des  Verfahrens zur Herstellung von     D,rzeugnis-          sen    in Form von     Ziegeln.     
EMI0004.0119     
  
    Fig. <SEP> 1 <SEP> ist <SEP> ein <SEP> Aufriss <SEP> dieser <SEP> Einrichtung;

  
<tb>  Fig. <SEP> 2 <SEP> ist <SEP> teils <SEP> ein <SEP> Aufriss <SEP> und <SEP> teils <SEP> ein            Vertikalschnitt    der Einrichtung zur Hitze  behandlung der     Ziegel    und       F'ig.        ä    ist     eine    Stirnansicht zu     Fig.    2.

    Auf     Fig.    1     bezugnehmend,    wird das zu  mischende Material durch     eine    längs einer  Steilbahn 3 fahrbare     Carrette    2     einem    Mi  scher 1     zugeführt,    wobei die     Carrette        durch     ein Kabel 4 hochgezogen wird, das auf eine  durch Riemen 6,     Scheibe    7 und ein     Getriebe     in Drehung versetzbare Trommel 5 aufge  wickelt wird.

   Die     Mischmaschine    kann auch  als     Wägemaschine        funktionieren.    Die erfor-           de-rliche    Menge     Öl    und Trockenmittel wird  dem     Mischer    1 aus einem Tank 8     zugeführt,     welcher durch eine Leitung 9 mit einem  Kompressor 10 verbunden ist und seinen In  halt durch eine     Druckleitung    11,     lla    der  Mischmaschine abgibt.

   Das     Gemisch    fällt       einen    Schacht 12     hinunter,    von     dessen    unte  rem Ende     es    durch geeignete, bekannte Mit  tel in die auf einem Förderer 1.4 befestigten  Formen     13,        gelangt.    In der     Füllstation    15  gelangen die Formen unter eine Walze 16,       um    auf das Material in den Formen     eine     Form- oder     Presswirkung    auszuüben.

   Beim       Weiterpassieren    der .geformten Erzeugnisse  von der Walze 16 können sie dem Einfluss  eines Sand:-     oder        Bindemittelstromes:    oder  beider ;Ströme unterworfen werden. Zu die  sem Zwecke verbinden Leitungen 17 den  Kompressor     mit    dem     Gebläse    18, um die ge  formten Ziegel in noch plastischem Zustande  zu     besprühen.     



  Die Ziegel werden     :dann    durch     bekannte     Mittel auf ein Förderband 19 übergeführt,  von welchem sie     Förderwagen    20     (Fig.    2) ab  gegeben und auf diesem so aufgestapelt wer  den, dass sie der Umgebungsluft vollständig  gesetzt sind. Die Wagen 20 werden durch  <B>.</B> ausg  geeignete Fördermittel in einen Behand  lungsofen 21     eingeführt,    welchem durch eine  Leitung     .23    von einer Gebläse- oder Reiz  anlage 22 heisse Luft oder Gas     zugeführt     wird.

   Die     Leitung    28 führt in einem der sich  längs der Wand des Ofens erstreckenden  Hohlräume 24.     Nachdem        die.Ziegel        die        er-          forderlieUe    Zeit der Hitzebehandlung     unter-          worfenworden    sind, werden die Förderwagen       atzs    dem Ofen ausgefahren und die Ziegel sich       abkühlen    gelassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung eines harten, wetterbeständigen Erzeugnisses für Bau zwecke, dadurch gekennzeichnet, dass: man ein körniges, in Wasser unlösliches und zur Hauptsache von feinem Pulver freies Mate rial mit einem Bindemittel vermischt, ,das mindestens ein mit einem Trockenmittel ver mengtes, trocknendes<B>01</B> enthält, die sich er- gebende Masse presst und bei einer Tempera tur zwischen 150 und 220 C erhärten lässt.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dass körnige Material ea. 9,5 % und das Bindemittel mindestens 41/2 % ausmacht. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich- net, da das Bindemittel 5 % und ein Färbemittel 1/2 % ausmacht. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, I, da durch gekennzeichnet, dass man als in Wasser nicht lösliches Material Sand ver wendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das, Bindemit tel als trocknendes Öl Leinsamenöl ent- häJt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da- ,durch ,gek@enüz,eichnet"dass das Bindemit tel als trocknendes Öl Tungöl enthält. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, .da3 -das Bindemit tel ein halbtrocknendes Öl enthält. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch. I und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass das Bindemittel als halbtrock nendes @Ö1 Sonnenblumenöl enthält. B. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass das Bindemittel als halbtrock- nendes-O,l Sojabolhnenöl enthält. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet"dass das Bindemit tel verdicktes, trocknendes Öl enthält. 10. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass- das Bindemittel verdicktes, halb trocknendes -Öl enthält. 11. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man dem Bindemittel ein öllösliches, synthetisches Harz zusetzt. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man dem Bindemittel ein spritlösliches, syntheti sches Harz zusetzt. 13. Verfahren nach Patentanspruch I, da- ,durch gekennzeichnet, dass die noch un- gehärtete Oberfläche der gepressten Masse mit Bindemittel, wie es der Masse ein verleibt wurde,
    überzogen und alsdann mit einer körnigen Substanz bestreut wird. PATENTANSPRUCH II: Nach dem Verfahren. gemäss Patenrtan- spriich I hergestelltes Erzeugnis.
CH194708D 1935-09-24 1936-09-01 Verfahren zur Herstellung eines harten, wetterbeständigen Erzeugnisses für Bauzwecke und darnach hergestelltes Erzeugnis. CH194708A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB194708X 1935-09-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH194708A true CH194708A (de) 1937-12-31

Family

ID=10129901

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH194708D CH194708A (de) 1935-09-24 1936-09-01 Verfahren zur Herstellung eines harten, wetterbeständigen Erzeugnisses für Bauzwecke und darnach hergestelltes Erzeugnis.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH194708A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE734065C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mit Bindemittel versetzten Matten aus Glasfasern oder aehnlichen Fasern
EP3166904B1 (de) Verfahren zum herstellen von betonelementen
DE69219838T2 (de) Verfahren zur Einführung von Zusätzen in faserartige Produkte
DE1961926A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Kunststeinen
DE2656473A1 (de) Nichtbrennbares und rauchloses baumaterial und verfahren zu seiner herstellung
DE2845775A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung einer aufschlaemmung
DE2911519C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schutz der Unterseite von keramischen Kacheln bzw. -fliesen und der Rollen eines Rollen- Tunnelofens
DE2121424C3 (de)
DE3022787A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von schaumglas
EP1827784B1 (de) Verfahren zum herstellen von betonsteinen oder betonplatten
DE3048142A1 (de) Verfahren zur herstellung einmal benutzbarer ziele zur verwendung im schiesssport
DE2749432C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Zementprodukten und deren Verwendung
DE604691C (de) Verfahren zur Herstellung von Formlingen, insbesondere aus keramischem Stoff
CH194708A (de) Verfahren zur Herstellung eines harten, wetterbeständigen Erzeugnisses für Bauzwecke und darnach hergestelltes Erzeugnis.
DE950409C (de) Verfahren zur Herstellung von Leichtbaukoerpern
DE2501111B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Beschichten einer porösen Unterlage mit Blei, Zink, Zinn, Cadmium, Aluminium and deren Legierungen
CH495300A (de) Verfahren zur Herstellung von keramischen Materialien und nach diesem Verfahren hergestellter keramischer Formkörper
AT153822B (de) Verfahren zur Herstellung von Straßenflächen od. dgl.
EP0043144A1 (de) Verfahren zur Herstellung von feuerfesten Bauplatten
DE3834950C1 (de)
DE3900289A1 (de) Verfahren zur herstellung von daemmaterial aus altpapier
DE941426C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung stueckiger Produkte aus nichtmetallischen Schmelzen
DE2136826B2 (de) Verfahren zum Herstellen kleiner Keramikkugeln
DE69801229T2 (de) Verfahren zur herstellung von dachfalzziegeln
DE2347268C3 (de) Verfahren zum Herstellen rauher Fahrbahnoberflächen und Bindemittel zur Durchführung des Verfahrens