CH194746A - Einlage für Kleidungsstücke, insbesondere für Herrenkleider. - Google Patents
Einlage für Kleidungsstücke, insbesondere für Herrenkleider.Info
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Description
Einlage für Kleidungsstücke, insbesondere für Herrenklerder. Bei Herrenkleidern werden zwischen Fut ter und Oberstoff Einlagen begeben, um dem Kleidungsstück, besonders in der Brust- und Kragenpartie, Festigkeit und Formhaltigkeit zu verleihen.
Die üblichen Einlagen, die hauptsächlich Brust und Klappe (Revers) bedecken, in .der Regel aber auch bis zur un tern Kante des Rockes reichen und zum Teil auch über die Achsel gehen. bestehen ge wöhnlich aus vier Schichten, und zwar aus Leinengewebe, Rosshaargewebe, Baumwoll gewebe und Wattetuch. Diese vier Gewebe schichten werden nach entsprechendem Zu schnitt übereinander gelegt und pikiert, d. h. in gewissen Abständen durch Spezialstiche abgesteppt.
Es ist. auch bekannt, eine Einlage herzu stellen, aus einem handelsüblichen als "Kamelhaareinlage" oder "Wollelastik" be zeichneten Stoff. Diese soggenannte "Kamel haareinlage" besteht aus einem starkfädigen, aus Tierhaaren hergestellten Xaterial, das gehr fest geweht ist und einen stark elasti- sehen Widerstandseffekt besitzt.
Die fertigen Kleidereinlagen bestehen gewöhnlich . aus zwei Kamelhaarstoffeinlagen und einer Baumwollauflage, doch kann auch an Stelle der zweiten Kamelhaarschicht Rosshaar- oder Leinengewebe und gegebenenfalls Rosshaar- gewebe mit Wattetuch kombiniert verwendet werden.
Durch die Erfindung wurde das Problem der Herstellung einer Einlage gelöst, .die sich bei den Beanspruchungen, welchen das Klei dungsstück ausgesetzt ist (Feuchtigkeit, Ver knittern, langes Tragen und dergl.) mög lichst ähnlich verhält wie der Oberstoff, d. h. also sozusagen annähernd den gleichen Ausdehnungskoeffizienten besitzt. Wenn das Kleidungsstück zum Beispiel nass wird, so verändert sich die erfindungsgemässe Ein loge ungefähr in der gleichen Weise wie :der Oberstoff, so dass es unmöglich ist, dass die Einlage sich nach irgend einer Stelle hin verzieht.
Die Einlage ergibt eine starke Formbeständigkeit gegenüber allen äussern Einflüssen und vermindert die Notwendig- keit des häufigen Bügelns. Die Einlage ist trotz ihrer grossen Formbeständigkeit ausser ordentlich weich und leicht. Die durch die sehr leichte, dünne Einlage erzielbare Form beständigkeit des Rockes ist sonst oft nicht einmal durch übertrieben dicke kombinierte Einlagenstoffe zu erreichen, .die sich ausser dem sehr unangenehm tragen und sich ge genüber dem Oberstoff verziehen und ver schieben.
Die Einlage gemäss vorliegender Erfin dung ist ein starkfädiges, mindestens teil weise aus animalischen Haaren mit langer Faser hergestelltes Gewebe, in das in Ab ständen Versteifungsrippen eingewebt sind, die einen grösseren Durchmesser aufweisen als die Schuss- und Kettenfäden. Diese Ver steifungsrippen können sowohl im Schuss, als auch in der Kette oder gleichzeitig in Kette und Schuss eingewebt sein und ausschliesslich aus mehreren verzwirnten Garnfäden aus langfaserigen animalischen Haaren bestehen.
Als Herstellungsmaterial für die Verstei fungsfäden eignen sich, so wie für das Ge webe, hauptsächlich animalische Haare mit langem Stapel, insbesondere Ziegenhaare, Kamelhaare, Schafwolle oder Kombinationen von Ziegenhaar, Kamelhaar und Schafwolle. Zum Beispiel kann der die Verstärkungs rippe bildende Schuss- oder Kettenfaden aus sechs Einzelfäden verdrillt sein, deren jeder einzelne wieder aus drei Garnfäden, z. B. einem Kamelhaar-, einem Ziegenhaar- und einem Schafwollfaden verzwirnt ist. Man er zielt schon sehr gute Resultate, wenn man die Versteifungsrippen in das Gewebe in Ab ständen von etwa 1 cm einwebt.
Die erfindungsgemässe, mit Versteifungs rippen versehene Einlage hat den Vorteil, dassi sie Elastizität, Formbeständigkeit und Formfestigkeit in solchem Masse besitzt, dass man sie für sich allein ohne zusätzliche Ein lagestoffe verwenden kann.
Da sie vorzugs weise aus reinem Tierhaar mit langem Stapel besteht und zum Unterschied von dem bisher verwendeten "Kamelhaarstoff" Versteifungs rippen aufweist, nimmt sie, auch wenn sie feucht oder durch längeres Tragen des Klei dungsstückes stark beansprucht worden ist, immer ihre ursprüngliche Form wieder an.
Als besonders vorteilhaft hat es sich er wiesen, die mit Versteifungsrippen versehe- nen Einlagen mit einer Stoffauflage zu kombinieren, die aus leichteren Garnen ani malischer Herkunft schütter gewebt ist. Stoffe der letztgenannten Art wurden bisher für Kleidereinlagen noch nicht verwendet, doch werden sie manchmal als Einlage für Krawatten oder dergl. Zwecke benutzt. Die Auflage aus dem schütter gewebten Stoff wird mit dem mit Verstärkungsrippen ver- sehenen Gewebe durch Absteppen (Pikieren) vereinigt.
Diese Kombination der beiden Einlage stoffe bringt den Vorteil mit sich, dass die durch die gerippte Einlage erzeugte elastische Widerstandskraft durch die dünne Stoffauf lage gemildert und .geschmeidig ausgeglichen wird, so @dass :das Kleidungsstück weicher wird, ohne an Elastizität oder Formhaltig- keit zu verlieren.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Einlage für Kleidungsstücke, insbeson dere für Herrenkleider, gekennzeichnet-durch ein starkfädiges, mindestens teilweise aus animalischen Haaren mit langer Faser her gestelltes Gewebe, in das in Abständen Ver steifungsrippen eingewebt sind, die einen grösseren Durchmesser aufweisen als die Schuss- und Kettenfäden. UNTERANSPRüCHE 1. Einlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsrip pen ausschliesslich aus mehreren verzwirn ten Garnfäden aus langfaserigen animali schen Haaren bestehen. 2.Einlage nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der zu dem die Versteifungsrippen bildenden Garn versponnenen Einzelfäden aus einer andern Haarsorte besteht. 3. Einlage nach Patentanspruch und Unter anspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass jeder der zu dem die Versteifungsrippen bildenden Garn versponnenen Einzelfäden aus einer Kombination verschiedener Haarsorten besteht.-l. Einlage nach Patentanspruch, dadurch ekennzeichnet, dass das aus mit Ver- g <B>o</B> steifungsrippen versebenem Gewebe mit einer Stoffauflage aus leichteren Garnen animalischer Herkunft und schütterer Webart durch Steppstich verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH194746D CH194746A (de) | 1937-01-30 | 1937-05-15 | Einlage für Kleidungsstücke, insbesondere für Herrenkleider. |
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| CH (1) | CH194746A (de) |
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1937
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