CH194750A - Verfahren zum Entfernen von überschüssigem Chlorwasserstoff aus salzsäurehaltigen Lösungen von Holzzucker, der für technische Zwecke bestimmt ist. - Google Patents
Verfahren zum Entfernen von überschüssigem Chlorwasserstoff aus salzsäurehaltigen Lösungen von Holzzucker, der für technische Zwecke bestimmt ist.Info
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Description
Verfahren zum Entfernen von überschüssigem Chlorwasserstoff aus salzsäurehaltigen Lösungen von Holzzucker, der für technische Zwecke bestimmt ist. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Entfernen von über- sehüssigem Chlorwasserstoff aus ealzsäure- halti,gen Lösungen von Holzzucker, der für technische Zwecke bestimmt ist.. Solche tech nische Zwecke sind zum Beispiel die Her stellung von technischem Alkohol, von Mit teln zum Schlichten und Apprefieren, von Farbstoffen, Klebstoffen., Polypentosen,
Ace- tylverbindungen usw.
Beim Aufschliessen von Holz mit konzen trierter, z. B. 40%iger Salzsäure, entstehen Lösungen, die neben Kohlenliydraten einen hohen (behalt an Chlorwasserstoffsäure haben. Beispielsweise können solche Lösun gen in<B>100</B> Gewichtsteilen<B>28</B> Gewichtsteile Zucker und<B>2.7</B> Teile HCl enthalten.
Wegen der Empfindlichkeit des Zuckers gegen Salzsäure von so hoher Konzentration muss das Eindampfen im Vakuum geschehen. Da aber nicht; genügend Wasser aus der Lö sung verdampft, um bei der naclifolgenden Kondensation die ganze Menge 11C1 aufneh men zu können, verlassen grosse An-teile des Chlorwasserstoffes den Kondensator noch gasförmig und müssen durch die -\Takuum- pumpe abgesaugt werden.
Die Vakuum pumpe muss also grosse Leistung besitzen, um das aus der Lösung entwickelte CTas so schnell abzusaugen, dass das Vakuum auf recht erhalten bleibt. Die ser Nachteil w-ird vermieden, -wenn man die Holzzuckerlösung von einem Teil des Chlorwasserstoffes be freit, ehe man sie in ;den Vakuumverdampfer bringt und dort wässrige Salzsäure aus der Lösung abdestilliert.
Es hat sieh nun gezeigt, dass diese an sieh bekannte Massnahme vorteilhaft mit der das Eindampfen der rohen Holzzuckerlösun gen bezweckenden Weiterverarbeitung dieser Lösungen, nämlich der Vakuumverdampfung oder auch noch der Zerstäubung der einge dickten Lösung mit heisser Luft inder Weise in Verbindung gebracht wird, dass die bei dieser Weiterverarbeitung anfallenden Gase oder Dämpfe dazu verwendet werden, um aus nachfolgenden Anteilen der Ausgangslösung einen Teil des überschüssigen Chlorwasser stoffes zu beseitigen.
Das den Gegenstand vorliegender Erfin- duno, bildende Verfahren ist also dadurch o-e- kennzeichnet, dass man Dämpfe oder Gase, die beiderdas Eindampfen der Holzzucker- lb,sungen bezweckenden Weiterbehaiidlung -vorangegangener Anteile dieser Lösungen an fallen, dazu benützt, um die Holzzucker lösung von einem Teil des Chlorwasserstoffes zu befreien, ehe man sie in den Vakuum verdampfer bringt und dort wässrige Salz säure aus der Lösung abdestilliert.
Nach einer Arbeitsweise benutzt man also die Wärme der bei der Vakuum-destillation erzeugten Dämpfe für die Vorwärmung der einzudampfenden Lösung. Man führt diese Wärme beispielsweise in Röhrensystemender sauren Holzzuckerlösung zu, benutzt diese also zugleich als Kühlflüssigkeit für die Dämpfe und wendet dabei vorzugsweise einen geringen Unterdruck an, wodurch die von der Lösung aufgenommene Wärme zum Teil dazu verwendet wird, Chlorwasserstoff aus der Lösung zu entfernen.
Da dieser Un- t±rdruck nur einen Bruchteil von einer Atmo sphäre zu betragen braucht, erhält man einen Teil des Chlorwa3serstoffgases mit nicht esehr grossem Volumen und kommt mit kleinen Pumpen aus. Man kann dann vor die Pumpe einen Einspritzkondensator oder Absorptionsturm für Chlorwasserstoff schal ten und dadurch die Belastung der Pumpe noch weiter verringern.
Zum Beispiel werden die beim Eindampfen der Holzzuekerlösung entwickelten Dämpfe von zirka<B>50 '</B> durcli, einen mit sä;urefesten Röhren versehenen Kondensator geleitet, dem von aussen die rolle Illolzzuekerlösung bei ,einem Unterdruck von 20 cm Quecksilber säule zufliesst. Unter dem Einfluss der Wärme und des Vakuums gibt diese Lösung Chlor wasserstoff und wenig Wasser ab und läuft beieiner Temperatur von etwa<B>30'</B> dem Va kuumverdampfer zu.
Die entwickelten Gaee werden von zukeführter 2,0%iger Salzsäure. unter Kühlung aufgenommen.
Bei einer andern Arbeitsweise, gegebenen- 22 falls in Verbindung mit der eben besehrie- benen, entfernt man Chlorwasserstoff ausder ganzen Zuckerlösung- durch die Abluft, die bei der bekannten Zerstäubungstrocknung des noch sauren Holzzuckersirups entsteht. Der beider Vakuumverdampfung gewonnene Holzzuckersirup wird dabei unter Zufuhr von heisser Luft fein zerstäubt und getrock net.
Die Luft nimmt die im Sirup verblie benen Anteile von Wasser und Chlorwasser stoff grösstenteils auf, sie ist aber noch lange nicht damit gesättigt. Diese noch warme<B>Ab-</B> luft wird in geeigneter Weise mit der vor zubehandelnden Holzzuckerlösung in Berüb- rung gebracht, wobeidie letztere vorgewärmt und von einem Teil ihres Wasser- und.Säure- gehaltes befreit wird.
Beispielsweise enthält ,die auf etwa<B>815 '</B> erwärmte Holzzucker lösung auf<B>100</B> Teile Zuck-,er nur noch<B>70</B> bis <B>75</B> Teile HCI, bevor sie im Vakuumverdamp- fer weiter behandelt wird.
Die Abluft von der Zerstäubungstrock- nung ist dabei sowohl von mitgoerissenen Zuk- kerteilchen befreit, wie an Säure angerei chert, so dass, nunmehr die Salzsäure daraus leichter als vorher gewonnen werden kann.
Das zum Eindampfen der salzsäureha,1- tigen Holzzuckerlösung erforderliche Va kuum wird vorzugsweise dadurch erzeugt, dass mandie entstehenden Gase durch einen Strahlapparat absaugt. Man schickt zum Bei spiel in bekannter Weise, eine Flüssigkeit, die mit den abzusaugenden Gasen nicht reagiert und sie nicht löst, unter Druck durch eine Düse und benutzt diese Flüssigkeit<U>immer</U> wieder durch Umpumpen. Dabei lässt es sich niclit vermeiden, dass ein gewisser Anteil der Gase durch die Flüssigkeit aufgenommen wird und. ihren Dampfdruck erhöht.
Wenn man dann diese Flüssigkeit wieder durch ,die Düse schickt, so erhält man ein durch den Eigendruck der in Ader Flüssigkeit vorhan denen flüehtio"en Stoffe verschlechtertes Va <B>kuum.</B> Während man mit frischer Flüssig keit zum Beispiel einen Restdruck von<B>15</B> mm in der Verdampfungsapparatur erzeugen kann, erhöht sieli dieser Restdruck in vielen Fällen auf das Doppelte, wenn man die Flüs sigkeit nach blossem Umpumpen wieder be nutzt.
Dieser wesentliche Übelstand kann da durch vermieden werden, dass mandie Flüs- sig,keit, die den Strahlapparat verlässt, zu- näch-st einemstarken Unterdruck in einem be- sondern Raum aussetzt.
E.s ist bekannt, auf dieselbe Weise, aber aus andern Gründen,die in den umlaufenden Flüseigkeiten vorhan- ,denen Gase zu beseitigen, zum Beispiel um da-durch Korrosionen zu vermeiden. Bei dem vorliegenden Verfahren dient die in sich be kannte Massnahme dem angegebenen neuen Zweck, bei der Verdampfung salzsäurehal tiger Flüssigkeiteii dauernd ein hohes Va kuum aufreeht zu erhalten.
Man kann auf diese Weise die druckerhöhenden Stoffe ent fernen, so dass die so vorbehandelte Flüssig keit nunmehr im Straklapparat wieder ihre volle Leistung entfalten kann. Es ist zweck mässig, für die Entgasung der Flüssigkeit in dem oben erwähnten besonderen Raum einen Druck zu wählen, der kleiner ist als der am Austritt aus der Strahldüse lierrschende Druck.
Man kann die Wirkung noch,dadurch ver stärken, dass man die Flüssigkeit im Vakuum warm und im Strahlapparat möglichst kalt bält, am einfachsten, indem man die aus dem Vakuumgefäss kommende Flüssigkeit ab kühlt. Als Druckflüssigkeit für den Strahl- appa.rat kann man gewisse Gasölfraktionen oder sonstige gegen Salzsäure beständige, Flüssigkeiten, wie, z. B. Diphenyl o#der Di- phenyl enthaltende Flüssigkeiten benutzen.
In der beiliecenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer für die, Aus-füh- rung des Verfahrens geeigneten Vorrichtung schematisch dargestellt.
Die, salzsäurehaltige 'Holzzuckerlösung kommt durch Rohr<B>1</B> in den Röhreninnen- raumdes Vorwärmers 2, gibt,dorteinen Teil des Chlorwasserstoffes. #durch Rohr<B>3</B> nach aussen ab und fliesst durch Leitung 4 in den Vakuumverdampfer<B>5.</B> Während die einge- diekte Zuckerlösung bei<B>6</B> nach aussen ge führt wird, gehen die abgesaugten Dämpfe durch Leitung<B>7</B> in den Mantelraum.
des Vor- wärmers 2 nach Abgabe ihres Wärmeinhaltes in den Kondensator<B>8,</B> aus dem die konden sierten Dämpfe bei<B>9</B> nach aussen gelangen.
Das Vakuum wird in dem Strahlapparat <B>10</B> :durch eine Kreiselpumpe<B>11</B> erzeugt, die die Druakflüssigkeit aus,dem mit Kühler 12- versehenen Vorratsbehälter<B>1,3</B> durch Rohr 14 entnimmt. Aus dem Strahlapparat <B>10</B> ge langt die Flüssigkeit in den Behälter<B>15,</B> -wo sie die abgesaugten Gase nach<B>16</B> abgibt und selbstdurch #die Pumpe<B>19</B> nach dem Gefäss <B>17</B> gesaugt -wird.
Ein Überlaufgefäss <B>18</B> trennt übergespritzte Teilchen der Flüssigkeit; wieder ab und führt diese gemeinsam mit der Hauptmenge zurück in das Vorrats gefäss 13.
Der Kreislauf der Strahlflüssigkeit ist dadurch geschlossen. Der Holzzuckersirup wird bei<B>6</B> abgezapft. Die ersten. Anteile Chlorwasserstoff wurden aus dem Vorwärmer bei<B>3</B> abgeführt, die letzten Anteile aus der Stralilflüssigkeit bei l'6-, verdünnte Salzsäure wird aus,dem Kondensator bei<B>9</B> entnommen. Alle Anteile können wiedergewonnen und zum Aufschlessen von Holz weiter verwendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Entfernen von überscliüs- sigem Chlorwasserstoff aus salzsäurehaltigen Lösungen von für teehnische Zwecke be stimmtem Holzzucker vor deren Eindampfen im Vakuum, dadurch gekennzeichnet, dass Dämpfe oder Gase, die bei der das Ein dampfender genannten Lösungen bezwecken den Weiterverarbeitung vorangegangener Anteile der Holzzuckerlösung anfallen, dazu benützt werden, um die Holzzuckerlösung von einem Teil des Chlorwasserstoffes zu be freien,ehe ma.n sie in den Vakuumver dampfer bringt und dort wässrige Salzsäure aus der Lösung abdestilliert. TJNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nachL Patentanspruch, dadurch. gekennzeichnet, dass man die saure Holz zuckerlösung durcli die bei der Vakuum verdampfung entstehenden<B>Dämpfe</B> vor wärmt und den entweiellenden Chlor wasserstoff auffängt. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Un- tera.nepruchL <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, #dass'. die saure Holzzuckerlösung bei ge- ringein Unterdruck vorgewäxmt wird. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruell, dadurch gekennzeichnet, dass man die Abluft von der Zerstäubungstrocknung des Holz- zuckersirups durch die saure einzudamp fende Holzzuckerlösung durchstreichen lüsst. 4.Verfahren nach Patentansprucli, wchbei ,das Vakuum durch eine DruekflüE;S#igkeit in Stralilapparaten erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass man aus der Druck flüssigkeit Salzsäure a.bsauo-t, indem man sie in einem besonderen Raum unter einen ,geringen Druck bringt. <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Druckflüssigkeit in dem be sonderen Raum unter einen Druck bringt-, der kleiner ist als am Ausgang der Strahl- dÜse.
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