CH194770A - Papier und Verfahren zu dessen Herstellung. - Google Patents

Papier und Verfahren zu dessen Herstellung.

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CH194770A
CH194770A CH194770DA CH194770A CH 194770 A CH194770 A CH 194770A CH 194770D A CH194770D A CH 194770DA CH 194770 A CH194770 A CH 194770A
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Naamlooze Vennootsch Octrooien
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Mij Exploitatie Octrooien Nv
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  Papier und Verfahren zu dessen Herstellung.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Papier,  bei dem das Neue darin besteht, dass das Pa  pier in ihm verteilt Glasteilchen enthält.  



  Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein  Verfahren zur Herstellung eines solchen Pa  piers, wobei das Verfahren darin besteht,  dass die Glasteilchen der Papiermasse vor  deren Verfestigung zugesetzt werden.  



  Die Glasteilchen können in Form von  Glasfasern als einfache Fasern, Faserbüschel,  Fasermatten, Fäden oder Gewebe oder auch  in Form von Glaspulver oder Glaskörnern in  dem Papier enthalten sein.  



  Die Papiermasse selbst kann aus irgend  welchen für die Papierherstellung üblichen       Ausgangsstoffen    und Zusatzstoffen bestehen.  Der Glasgehalt des Papiers kann je nach  dem Verwendungszweck verschieden sein.  Der Glasanteil kann kleiner sein als der     Pa-          piermasseanteil,    so dass das Papier einen ähn  lichen Charakter wie gewöhnliches Papier  behält, er kann aber auch gegebenenfalls über    den     Papiermasseanteil    hinausgehen, so dass  die Eigenschaften des Glases in dem Papier  vorherrschen. Je nach dem Mischverhältnis  und der Art der Glasteilchen ist es möglich,  Papier von relativ grosser Schmiegsamkeit  bis zu solchem von relativ grosser     Steifigkeit     herzustellen.  



  Papier mit Glaszusatz gemäss der Erfin  dung ist weniger hygroskopisch und daher  den Einflüssen von Feuchtigkeit in geringe  rem Masse ausgesetzt als die üblichen Papiere.  Der Glaszusatz bildet eine Armierung des  Papiers. Besonders bei Zusatz von Glas in  Form von mehr oder weniger langen Glas  fasern, sei es als einfache Fasern, Faser  büschel, Matten, Fäden oder Geweben, ergibt  sich eine erhöhte mechanische Festigkeit des  Papiers. Auf Grund dieser Eigenschaften eig  net sich dieses deshalb vorzüglich als Isola  tion für elektrische Kabel, in Akkumulatoren,  Kondensatoren usw. Ebenso ist es besonders  geeignet für die Herstellung von Papiersäcken,      Papierkordeln und sonstigen Gegenständen,  die erheblichen Beanspruchungen ausgesetzt  sind.  



  Der Glaszusatz zum Papier ergibt; auch  je nach der Menge und Art des Zusatzes be  sondere Wirkungen hinsichtlich des äussern  Aussehens und des Verhaltens zum Licht,  wodurch eine Fülle neuer Anwendungsmög  lichkeiten bedingt wird. Durch den Glaszu  satz lässt sich beispielsweise ein glänzendes  oder schillerndes Aussehen erzielen. Ferner  lässt sich das Papier durch den Glaszusatz,  bis zu einem gewissen Grade durchscheinend  machen. Weitere eigenartige Effekte lassen  sich erzielen durch Verwendung von gefärb  tem Glas, -von undurchsichtigem Glas, von  versilbertem oder metallisiertem Glas, von  ultraviolette Strahlen absorbierendem Glas  usw. Das Papier kann für das Druckerei- und  Reklamewesen oder für Mal-, Zeichen-, Photo  zwecke usw. Verwendung finden.

   Es eignet  sich ferner zur Herstellung von starken,  schönen Bucheinbänden, Packpapieren, Pack  kartons, sowie zur Herstellung von Fenster  und sonstigen Lichtblenden, Lampenschirmen  usw. Schliesslich lässt sich das Papier mit  Vorteil zu Gegenständen verschiedenster Form  verarbeiten, für die heutzutage Kunstharz,  wie Bakelit oder dergleichen, Verwendung       findet:     Die Herstellung des Papiers lässt sich auf  verschiedene Weise durchführen und hängt  zum Teil von der Form der Glasteilchen ab,  welche der Papiermasse beigemengt werden  sollen.  



  Glasfasern oder Glaspulver können der  Papiermasse vor oder während ihrer Behand  lung im Holländer zugesetzt werden. Fasern,  Faserbüschel, Matten, Fäden, Gewebe, Pulver  oder Körner können hinter dem Holländer  dem Papierbrei, vorzugsweise auf -der     Ver-          festigungsbahn,    zugesetzt werden.  



  Die Herstellung der Papiermasse und der  zuzusetzenden Glasteilchen kann auch gleich  zeitig und an der gleichen Stelle vorgenom  men werden, so dass auch die Mischung der  beiden Stoffe im Zuge ihrer Herstellung er  folgen- kann;, wodurch sich -wesentliche wirt-         schaftliche    Vorteile ergeben, vor allem eine  besondere Lagerhaltung vermieden wird. Da  bei können die Teilchen in Form von Glas  fasern hergestellt werden, indem die aus Dü  sen austretende flüssige Glasmasse von einem  kräftigen Dampf- oder Luftstrom erfasst und  weggeschleudert wird.

   Bei diesen Verfahren  hat man es in der Hand, die Faserstärke und  Faserlänge wahlweise zu bestimmen und er  hält ein ausserordentlich gleichmässiges Pro  dukt, das sich für die     Verrnerrgung    mit der  noch flüssigen oder weichen Papiersubstanz  besonders gut eignet und ein sehr homogenes  Erzeugnis liefert.  



  Die anliegende Zeichnung zeigt beispiels  weise eine schematische     Darstellung    einer  Anlage, bei der Glasfasern in der zuletzt  erwähnten Weise hergestellt und der Papier  masse zugesetzt werden, während diese sich  auf der     Verfestigungsbahn    befindet.  



  Die noch flüssige     bezw.    breiartige Papier  masse gleitet auf der     Verfestigungsbahn    1,  auf der sie in bekannter Weise durch die  Siebvorrichtung 2 und     Absaugkanäle    3 lang  sam     entwäsaert    wird, unter der Vorrichtung  4 zur Erzeugung der Glaswolle vorbei. 5 be  zeichnet eine der     Austrittsöffnungen    für die  flüssige Glasmasse, die in der Regel in einer  Mehrzahl feiner Düsen bestehen.

       Der-Luft-          oder    Dampfstrom, durch den das aus 6 aus  tretende Glas erfasst und zu Fasern ausge  zogen wird, tritt aus einer Düse 6 aus und  schleudert die Glasfasern im Augenblick ihres  Entstehens unmittelbar auf das auf der     Ver-          festigungsbahn    1     vorbeigleitende    Papier. Hier  bei dringt die Glasfaser im Laufe des     Ver-          festigungsverfahrens,    wobei in     bekannterWeise     ein vielfaches Walzensystem durchlaufen wird,  vollkommen in die Papiermasse ein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Papier, dadurch gekennzeichnet, dass das selbe in ihm verteilt Glasteilchen enthält. PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung von Papier nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, dass die Glasteilchen der Papiermasse vor deren Verfestigung zugesetzt werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Papier nach dem Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dasselbe die Glasteilchen in Form von Glasfasern ent hält. 2. Papier nach dem Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dasselbe die Glasteilchen in Form von Faserbüscheln enthält. 3. Papier nach dem Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dasselbe die Glasteilchen in Form von Fasermatten enthält. 4.
    Papier nach dem Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dasselbe die Glasteilchen in Form von Glasfäden ent hält. 5. Papier nach dem Patentanspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass dasselbe die Glasteilchen in Form von (D'rlasfasergewe- ben enthält. 6. Papier nach dem Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dasselbe die Glasteilchen in Form von Glaspulver ent hält. 7. Papier nach dem Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dasselbe die Glasteilchen in Form von Glaskörnern enthält. B. Verfahren nach dem Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Glas teilchen der Papiermasse vor der Behand lung im Holländer zugesetzt werden. 9.
    Verfahren nach dem Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Glas teilchen der Papiermasse im Holländer zugesetzt werden. 10. Verfahren nach dem Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Glas teilchen der Papiermasse auf der Ver- festigungsbahn zugesetzt werden. 11. Verfahren nach dem Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Herstel lung der der Papiermasse zuzusetzenden Glasteilchen gleichzeitig und an gleicher Stelle mit der Aufbereitung der Papier masse erfolgt. 12.
    Verfahren nach dem Patentanspruch 1I und den Unteransprüchen '10 und 11 zur Herstellung von Papier nach dem Patent anspruch I und dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glas fasern durch einen Gasstrom auf die noch weiche Papiermasse aufgeschleudert und im Laufe der Verfestigung der Masse in diese hineingearbeitet werden.
CH194770D 1936-02-13 1937-02-11 Papier und Verfahren zu dessen Herstellung. CH194770A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1205373B (de) * 1954-09-13 1965-11-18 Arthur E Carlson Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen verstaerkter Papierbahnen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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