CH194791A - Feinmessvorrichtung nach Art des Martenschen Spiegelgerätes, insbesondere zur Bestimmung kleinster Längenänderungen beim Zugversuch. - Google Patents
Feinmessvorrichtung nach Art des Martenschen Spiegelgerätes, insbesondere zur Bestimmung kleinster Längenänderungen beim Zugversuch.Info
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Description
Feinmessvorrichtung nach Art des 1Vlartenschen Spiegelgerätes, insbesondere zur Bestimmung kleinster Längenänderungen beim Zugversueh. Der Angriff der Messfedern bei dem Mar- tenschen Spiegelgerät oder ähnlichen Mess- geräten an der Probe erfolgt bekanntlich in der Weise, dass die Messfedern mit den an ihren einen Enden angebrachten Messerschnei den gegen die Probe angedrückt werden.
Das Gesamtgewicht des Gerätes wird dabei an der sehr kleinen Berührungsfläche von der Messerschneide auf die Probe übertragen. Ins besondere für den Warmzugversuch müssen aber die Federn verhältnismässig stark be messen sein, so dass das Gewicht'derselben im Verhältnis zu der nur kleinen Berührungs fläche einen sehr erheblichen Wert aufweist. Die Folge davon ist, dass die Messerschneiden zu hoch beansprucht werden und insbeson dere bei hohen Prüftemperaturen, bei denen die Festigkeit des Schneidenwerkstoffes ab sinkt, sehr schnell die für grosse Messgenauig- keiten erforderliche Schärfe verlieren.
Es tritt dann leicht ein Rutschen-'der Messerschnei den an der Berührungsfläche ein. Dies hat naturgemäss eine erhebliche Beeinträchtigung der Feinmessergebnisse zur Folge, die aber unbedingt zu vermeiden ist, da bei der Durch führung von Feinmessversuchen, z. B. Dauer standsversuchen, eine Messgenguigkeit von -j- l/ioooo mm gefordert werden muss.
Um diese Schwierigkeiten zu beheben; wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, die Messfedern im gewichtsentlasteten Zustand an der Probe angreifen zu lassen. Zweckmässig sind die Messfedern an Schraubenfedern auf gehängt, welche am Einspannkopf der Probe befestigt sind. Um die Aufhängung den ver schiedenen Gewichten und Anpressdrücken anpassen zu können, ist' es zweckmässig, die Federspannung der Entlastungsfedern ein stellbar zu machen.
Zwei Ausführungsbeispiele des Gegenstan des der Erfindung sind in der Zeichnung sche matisch dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 eine Vorrichtung zur Verwendung im Salzbadofen und Fig. 2 eine Vorrichtung zur Verwendung im Luftofen.
In den Figuren sind 1 die Messfedern, welche an ihren einen Enden Schneiden 2 besitzen, mit denen sie an dem Probestab 3 angreifen. Die Anpressung der Schneiden er folgt durch Druckbügel 4. Die Messfedern 1 sind an Entlastungsschraubenfedern 5 aufge hängt, die an einer Traverse 6 befestigt sind. Die Traverse steht mit dem Einspannkopf 7 in starrer Verbindung. Zum Einstellen der Federn dienen Stellmuttern B.
Durch die Aufhängung wird bei entspre chender Einregelung der Federspannung mit tels der Muttern 8 eine vollkommene Gewichts entlastung der Messfederschneiden erreicht. Der Vorteil der beschriebenen Feinmessvor- richtungen ist darin zu sehen, dass das An drücken der Messfederschneiden durch die Druckbügel 4 nur noch mit einer solchen Kraft zu erfolgen braucht, dass die Sebnei- den bei der Längenänderung der Probe mit genommen werden. Diese Kraft ist so gering, dass eine Überbeanspruchung der Schneiden nicht eintritt, ein frühzeitiges Stumpfwerden der Schneiden also vermieden wird.
Ein weiterer sehr wesentlicher Vorteil des gewichtsentlasteten Angriffes der Messfedern ergibt sich, wenn an Stelle der Messfeder- schneiden Körnerspitzen verwendet werden. Es ist bekannt, dass sich bei der Dehnung des Prüfstabes die beiden durch die Messfeder- schneiden bestimmten Querschnittsebenen des Prüfstabes nicht parallel voneinander entfer nen, sondern zueinander schräg stellen, was sich dadurch äussert, dass die Längenänderun gen zweier gegenüberliegender Mantellinien des Prüfstabes verschieden gross sind.
Wird die Verkantung der beiden Querschnittsebe- nen zu gross, so kann ein Abrutschen der Messfederschneiden eintreten, wodurch das Messergebnis fehlerhaft wird. Bei gewichts entlastetem Angriff der Messfedern ist es nun mehr möglich, an Stelle der Messfederschnei- den Körnerspitzen zu verwenden, die in in den Prüfkörper eingeschlagene kegelförmige Vertiefungen eingreifen, so dass ein Abrutschen der Körnerspitzen selbst bei starkem Verkan ten der durch die Körnerspitzen bestimmten Ebene nicht eintreten kann.
Zweckmässiger weise werden die kegelförmigen Löcher im Prüfstab mit einem etwas geringeren ÖffDungs- winkel eingeschlagen, als der Spitzenwinkel der Körnerspitzen beträgt, wodurch erreicht wird, dass die Körner nicht mit ihren Spitzen in den Körnermarken aufsetzen, sondern mit ihren Kegelflanken.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Feinmessvorrichtung nach Art des Mar- tenschen Spiegelgerätes, insbesondere zur Be stimmung kleinster Längenänderungen beim Zugversuch, welche mit an die Probe ange- pressten Messfedern versehen ist, dadurch ge kennzeichnet, dass die Messfedern im gewichts entlasteten Zustand an der Probe angreifen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Feinmessvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Messfedern an Schraubenfedern aufgehängt sind.2. Feinmessvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Schraubenfedern am Einspann kopf der Probe befestigt sind. 3. Feinmessvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass dieFederspannung derEntlastungs- federn einstellbar ist.
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