CH194816A - Verfahren zur Herstellung einer Muffenverbindung und nach dem Verfahren hergestellte Muffenverbindung. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Muffenverbindung und nach dem Verfahren hergestellte Muffenverbindung.Info
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Description
verfahren zur Herstellung einer llluffenverbindung und nach dem Verfahren hergestellte Huffenverbindung. Bei der bisher gewöhnlichen Art der Her stellung von Muffenverbindungen bringt man zuerst die Muffe und das mit dieser zu ver bindende Rohr in die richtige Lage im Ver hältnis zueinander, wonach man das Dich tungsmaterial, z. B. Blei oder Asphalt, durch das die Verbindung hergestellt wird, ein führt oder eingiesst. Dieses Verfahren kann in vielen Fällen zu wesentlichen Übelstän den führen, indem es oft schwierig ist, das Eingiessen vorzunehmen.
Ferner wird dieses Eingiessen beschwerlich, wenn es sich um Muffenverbindungen handelt, bei denen die Achse der Muffe nicht senkrecht oder an nähernd ,senkrecht ist, sondern sich der Waagrechten nähert.
Nach dem Verfahren gemäss der Erfin dung wird nun eine Muffenverbindung da äurch hergestellt,,dass in die Muffe ein Dich tungsring eingebracht wird, welcher aus einem Material besteht, das bei gewöhnlicher Temperatur fest ist, bei verhältnismässig schwacher Erhitzung jedoch plastisch bezw. flüssig wird, und dass die mit dem Dich- tungsring versehene Muffe mit dem mit ihr zu verbindenden Rohrteil zusammengesetzt wird, worauf das Material des Dichtungsrin ges erhitzt wird,
so dass es plastisch bezw. flüssig wird und an dem zu verbindenden Rohrende und der Muffe festklebt.
Das Einbringen des Dichtungsringes in die Muffe kann in der Fabrik zum Beispiel durch Einpressen oder Eingiessen des Dich tungsringes erfolgen. Der Dichtungsring kann jedoch auch für sich geliefert und auf dem Bauplatz lose in die Muffe eingebracht werden.
Bei Verwendung von losen, zweiteiligen Muffen, die um ein Rohr zusammengespannt werden sollen, kann der Dichtungsring auch aus zwei Teilen bestehen. Wie bei ungeteil ten Muffen können auch bei geteilten Muffen die zwei Muffenhälften mit je einer Dich tungshälfte versehen sein, welche in die Muf- fenhälfte eingegossen oder eingepresst wer den, so ;
dass die zwei Muffenhälften unmittel- bar zusammengespannt werden können, Der Dichtungsring kann aus einem b,itu- menartigen Material, z. B. Asphalt, herge stellt werden, welchem gegebenenfalls pulver förmige oder gekörnte organische oder an organische Stoffe beigemischt werden.
Das Verfahren gemäss der Erfindung kann bei vielen verschiedenen Muffenverbin- dungen Verwendung finden, z. B. bei Ver bindung von glasierten Tonröhren, Kloaken röhren, Gusseinfallröhren, Schachtröhren für Einstürzungssohächte, S-S-MuffenTÖhren bei Anschluss von Wasserklosettschalen usw. Fer ner kann das Verfahren Verwendung finden bei Dichtungen von Röhrendurchführungen, z. B. durch die Decke von Etagen, sowohl von Kaltwasser-, wie auch von Heisswasser und Zentralheizungsröhren.
Das Verfahren gemäss der Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise veranschau licht, wobei sämtliche Figuren Muffenver- bindungen zeigen, bei welchen das Dich tungsmaterial noch nicht durch Erhitzen plastisch oder flüssig gemacht worden ist.
Fig.1 ist ein Schnitt durch eine Muffen verbindung von zwei Röhren; Fig. 2 zeigt .einen Schnitt durch eine Rohrdurchführung durch eine zwei Etagen voneinander trennende Decke, Fig. 3 eine Draufsicht zu Fig. 2 und Fig. 4 eine andere Ausführungsform einer Rohrdurchführung.
In Fig. 1 bezeichnet 1 ein Rohr, das mit einem mit einer Muffe 3 versehenen Muffen rohr 2 verbunden werden soll. In der Muffe 3 ist ein Dichtungsring 4, z. B. aus Muffen asphalt, angebracht, welcher Ring entweder in der Fabrik in das Muffenrohr eingegossen oder eingepresst und mit dem Ring 4 gelie- fert worden ist, oder in die Muffe unmittel bar vor !der Einführung des Rohres 1 lose eingebracht wurde. Der Ring 4 hat einen innern Durchmesser, der dem äussern Durch messer des Rohres 1 gleich oder nur um wenig grösser ist.
Der Ring kann dem Rohr 1 auch so angepasst werden, dass er an letzte rem fest anliegt. Wenn das Rohr 1 an seinem Platz in der Muffe 3 gebracht ist (Fig. 1), wird die Muffe erhitzt, z. B. mittels einer Lötlampe, wodurch der Ring 4 so weit pla stisch bezw. flüssig wird, dass er am Rohr 1 und der Muffe 3 festklebt, so dass nach dar auf folgender Abkühlung eine feste und dichte Verbindung zwischen den Röhren 1 und 2 erreicht ist.
Wie bekannt, werden zum Beispiel Zen tralheizungsröhren oder andere Röhren, die grösseren Temperaturschwankungen ausge setzt sind, in der Weise durch die Decken zwischen Etagen geführt, .dass an diesen Aussenrohre befestigt werden, welche einen innern Durchmesser haben, der beliebig grö sser ist als der äussere Durchmesser des Durchführungsrohres, so dass das Durchfüh rungsrohr sich bei der durch Temperatur veränderungen hervorgerufenen Erweiterung und Zusammenziehung frei bewegen kann.
Diesen gewöhnlichen RöhrendurchfÜhrun- rungen haftet der Mangel an, dass schädliche Insekten., wie Wanzen, Kakerlake und ähn liche, von .der einen Etage zu der andern ein dringen können, und zwar längs der Reiz röhren durch den Spielraum zwischen diesen und den Aussenrohren. Ausserdem werden Geräusche, wie Lärm, leicht von der einen Etage nach der andern übertragen.
Zur Beseitigung dieser Übelstände sind verschiedene Dichtungsvorrichtungen vorge schlagen worden, durch welche eine Abdich tung zwischen dem Durchführungsrohr und der Decke zwischen den Etagen erhalten wird. Die bisher vorgeschlagenen Dichtungs vorrichtungen sind jedoch nicht ganz zufrie- denstellend, indem sie entweder recht kom pliziert sind oder keine vollkommene Sicher heit für eine tatsächliche und dauerhafte Dichtung bieten.
In F.ig. 2 und 3 ist eine Röhrendurchfüh rung durch eine Decke zwischen zwei Etagen dargestellt, wobei 5 ein Heizrohr bezeichnet, das durch die Decke 6 hindurchgeht. In die ser Decke ist ein Aussenrohr 7 befestigt, zwischen welchem und dem Rohr 5 ein Spiel raum 8 vorhanden ist, um eine freie Bewe-. gung des Rohres 5 bei Temperarturschwan- kungen zu gewährleisten.
Am Rohr 5 ist un- ter der Decke 6 eine Muffe 9 befestigt, die gemäss Fig. 3 aus zwei Hälften besteht, die je mit einer Hälfte eines zweiteiligen Dich tungsringes 10 aus Bitumen oder dergl. ver sehen sind. Im untern Teil 11 der Muffe 9 ist eine Rille 12 für die Anbringung eines passenden Packungsmaterials, z. B. eines Bleiringes, vorgesehen, der zur dichten An lage gegen das Rohr 5 gebracht wird, wenn die zwei Hälften der Muffe um das Rohr zusammengespannt werden, was mittels des Spannbügels 14 mit Schraube 15 geschieht.
Wenn, die zwei Muffenhälften, wie in F'ig. 2 dargestellt, angebracht sind, so,dass, die Bitumenhalbringe 10 das Aussenrohr 7 um schliessen und in dieser Lage mittels des Spannbügels 14 festgespannt sind, kann man mit einer Lötlampe oder dergl. die Muffe 9 so weit erhitzen, dass der Asphalt oder dergl. plastisch bezw. flüssig wird und an dem Aussenrohr 7 und der Muffe 9 festklebt, wo durcheine dichte Verbindung geschaffen ist. Falls das.
Rohr 5 ein Zentralheizungs- rohr ist, wird die Wärme der durch dasselbe hindurchfliessenden Flüssigkeit genügen, den Dichtungsring nach kurzer Zeit so plastisch zu machen, dass,das Dichtungsmaterialdicht sowohl an der Muffenwand, wie an .der Röhrenwand klebt, so dass eine besondere äussere Erhitzung nicht notwendig ist. Fer ner wird :erreicht, dass das Rohr 5 sich inner halb gewisser Grenzen bewegen kann, die im Hinblick auf die stattfindenden Temperatur schwankungen notwendig sind.
Bei der Verwendung eines Dichtungsrin ges aus Asphalt oder Bitumen besteht keine Gefahr für ein Heraussickern des Dichtungs- materials längs des Rohres 7 oder - bei ge- teilt-er Muffe - durch die Stossflächen der Muffenhälften, wie .dies der Fall ist bei Dichtung zum Beispiel mit flüssigem Blei, indem das Asphalt oder Bitumen bei ge wöhnlicher Temperatur fest ist und auch bei der hier vorliegenden Erhitzung nicht flüs sig, sondern nur in solchem Grade plastisch wird, wie es notwendig ist, um die ge nügende Bewegung zwischen dem Aussenrohr und dem Durchführungsrohr mit daran fest gespannter Muffe zu ermöglichen.
Bei schon bestehenden Zentralheizungs anlagen ist es möglich, dass man nicht ohne weiteres die in Fig. 2 und 3 dargestellte Muffe benützen kann, indem das Aussen rohr 7 nicht oder nur wenig unten über die Decke vorsteht. Man kann dann ein Ver längerungsstück verwenden, zum Beispiel wie in Fig. 4 dargestellt ist. Hier bezeichnet, wie in Fig. 2 und 3, 6 die Decke, 5 das Durchführungsrohr und 7 das Aussenrohr. Im untern Ende desselben ist :ein rohrförmi- ges Verlängerungsstück 16 festgekeilt, das zur Abdichtung mit einem Flansch 17 mit Packung 18 versehen ist.
Das Rohrstück 16 besteht im übrigen aus zwei Hälften, die bei 19 eng aneinander stossen und zum Beispiel durch Bindedraht zusammengespannt wer den, der in Rillen 20 angebracht und straff angezogen wird. Die Muffe 9 wird danach wie bei der Ausführungsform nach Fig. 2 und 3 an dem Rohr 5 angebracht, wobei,das untere Ende des Verlängerungsstückes 1-6 an Stelle des Endes des Rohres 7 in Fig. 2 tritt.
Die Vorrichtung nach Fig. 4 ist, wie er wähnt, nur zur Verwendung bei vorhandenen Heizungsanlagen bestimmt, während bei sämtlichen Neuanlagen die in Fig. 2 und 3 dargestellte, bedeutend einfachere Ausfüh rungsform benutzt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung einer Muffen verbindung, dadurch gekennzeichnet, dass in die Muffe ein Dichtungsring eingebracht wird, welcher aus einem Material besteht, das bei gewöhnlicher Temperatur fest ist, bei verhältnismässig :schwacher Erhitzung jedoch plastisch bezw. flüssig wird, und dass die mit dem Dichtungsring versehene Muffe mit dem mit ihr zu verbindenden Rohrteil zu sammengesetzt wird, worauf das Material ,des Dichtungsringes erhitzt wird, so,dass es plastisch bezw. flüssig wird und an,dem zu verbindenden Rohrteil und der Muffe fest klebt. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da ,durch gekennzeichnet, dass der Dichtungs ring in die Muffe .eingepresst wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da- .durch gekennzeichnet, dass der Dichtungs ring in die Muffe eingegossen wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, in Anwendung bei losen, zweiteiligen Muf fen, dadurch gekennzeichnet, dass in die Muffenteile ein ebenfalls zweiteiliger Dichtungsring eingebracht wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, in Anwendung bei einer Rohrdurchführung, bei welcher das Durch führungsrohr ein Aussenrohr durchsetzt, dadurch gekennzeichnet, dass die Muffen teile zur Abdichtung gegen das Aussen rohr mit einem Dichtungsring und zur Abdichtung gegen das Durchführungsrohr mit einer Packung versehen werden. 5.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Innen- .durchmesser des Dichtungsringes dem Aussendurchmesser des mit,der Muffe zu sammenzusetzenden Rohrteils derart ange- passt wird, dass der Dichtungsring beim Zusammensetzen von Muffe und Rohrteil fest gegen den letzteren anliegt. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da .durch gekennzeichnet; dass der Dichtungs ring aus bitumenartigem Material herge stellt wird. 7.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungsring aus Asphalt her gestellt wird. B. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 6, ,da=durch gekennzeichnet, .dass .dem bitumenartigen Material pulver förmige Stoffe beigemischt werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch ,6, dadurch gekennzeichnet, dass dem bitumenartigen Material ge körnte Stoffe beigemischt werden.PATENTANSPRUCH II: Muffenverbindung, hergestellt nach dem Verfahren nach Patentanspruch I.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1990002902A1 (en) * | 1988-09-07 | 1990-03-22 | Ab Kinds Produkter | A device and a method of providing a joint between two components and the use of such a joint |
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1937
- 1937-02-11 CH CH194816D patent/CH194816A/de unknown
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