CH194855A - Verfahren zur Herstellung von Kondensatorelektroden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensatorelektroden.

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CH194855A
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electrodes
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Verfahren zur Herstellung -von     Kondensatorelektroden.       Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung von Kondensator  elektroden mit mehreren gleich starken, ko  axialen Mänteln und einem Boden durch  Kaltspritzen. Aus zwei derart ausgebildeten,  ineinander schiebbaren Elektroden bestehende  Kondensatoren sind bereits bekannt. Die be  kannten Elektroden werden dadurch erhal  ten, dass mehrere Mäntel, z. B. durch     Löten,     koaxial an einem gemeinsamen Boden be  festigt wurden. Auch wurde schon vorge  schlagen, die Elektroden dadurch herzustel  len, dass mehrere     becherartige    Körper inein  ander gesteckt und deren Böden aneinander  befestigt wurden.

   Die Durchführung der  artiger Verfahren ist mühevoll, beansprucht  ziemlich viel Zeit und setzt eine grosse Ge  schicklichkeit des Arbeiters voraus.  



  Auch hat man früher schon vorgeschla  gen, mit Hilfe des sogenannten     Gesenk-          schmiedeverfahrens    mit doppelten, konzen  trischen Mänteln und einem     gemeinsamen     Boden ausgestattete Gegenstände herzustel-         len.    Die     Umgestaltung        .des,        Werkstückes    in  seine endgültige Form erfordert jedoch da  bei mehrere Ziehstufen und somit viel Zeit.  



  Das     Kaltspritzverfahren    wird beispiels  weise     angewendet    zur Herstellung von       becherartigen    Körpern, z. B. aus Aluminium,  wobei der Werkstoff nur durch einen ein  zigen Spalt, und zwar zwischen den benach  barten Enden von zwei     Ringen    gepresst wird.  



  Bei der Herstellung von     Körpern    ver  wickelter Gestalt, wie z. B.     mehrwändigen     Elektroden, durch Kaltspritzen, bei der der  Werkstoff gleichzeitig durch mehrere Spalte  hindurch gepresst wird, tritt jedoch der Übel  stand auf, dass der gewünschte Werkstoff  fluss auf bestimmte Gebiete beschränkt bleibt       und    an andern Stellen nur unvollkommen  oder gar nicht zustande kommt. In     Fig.    3  ist eine     Kondensatorelektrode    dargestellt, bei  der der gewünschte     Werkstofffluss    bei den  innern Mänteln nur sehr unvollkommen zu  stande gekommen ist.

   Es ergibt sich, dass  der äussere Mantel bedeutend höher als der      innere     Mantel        ist.    Eine     .derartige    Elektrode  wird mit Hilfe des Gerätes nach     Fig.    2 her  gestellt. Diese     Vorrichtung    besteht aus einem  ortsfesten Tisch 6 und einem beweglichen  Stempel 7. Auf den Tisch 6 wird die Pastille  P aufgelegt. Der Stempel 7 weist einen mit  einer zylindrischen Öffnung versehenen Kör  per, sowie mehrere ringförmige Stempelteile  9 und 10 auf. Im Stempel 7 ist ferner ein  erweiterter Teil 11     vorhanden,    mit dem der  Flansch gebildet wird, der erforderlich ist,  um den Körper nach dem     Pressvorgang    aus  der Form entfernen zu können.

   Es wurde je  doch erkannt, dass eine solche Vorrichtung  für die Herstellung von     Kondensatorelektro-          den    unbrauchbar ist, da die mit ihr erzeug  ten Elektroden Mäntel mit sehr grossen       Höhenunterschieden    aufweisen, wie in     Fig.    $  gezeigt ist. Diese Erscheinung ist darauf zu  rückzuführen, dass der Werkstoff beim Ab  fliessen nach dem grössten Mantel den ge  ringsten Widerstand findet.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist da  durch gekennzeichnet, dass eine kreisförmige  Scheibe, deren Durchmesser höchstens gleich  dem Aussendurchmesser des äussersten Man  tels der herzustellenden Elektrode ist, mit  tels eines Stempels nur so weit gepresst wird,  dass der Boden der Elektrode eine Dicke auf  weist, die mindestens das Dreifache der  Mantelstärke beträgt.  



  Im folgenden wird die Erfindung anhand  der     Fig.    1, 4 und 5 der Zeichnung beispiels  weise erläutert. Obgleich     einfachheitshalber     nur eine geringe Anzahl von Mänteln dar  gestellt ist, ist es einleuchtend, dass Elektro  den hergestellt werden können, die eine  grössere Anzahl von Mänteln besitzen.  



  In     Fig.    1 ist eine     Kondensatorelektrode     dargestellt, die aus einem Boden 1 und aus  Mänteln 2, 3 und 4 besteht. Der Boden ist  an der Aussenseite mit einem Flansch 5 ver  sehen. Die Elektrode ist mit Hilfe des     Kalt-          spritzverfahrens    hergestellt.  



  Da der Werkstoff in der Umgebung der  mehr nach innen liegenden     lIäntel    einen  grösseren Widerstand findet, wird nun für  jeden mehr nach aussen liegenden Mantel    weniger Werkstoff zur Verfügung gestellt,  wodurch alle Mäntel eine nahezu gleiche  Höhe erhalten. Dies kann zum Beispiel da  durch erreicht. werden, dass die ringförmige       Ausdrehung    11 in     Fig.        \?    fortgelassen wird.  Man erhält so eine Ausgangsscheibe, deren  Aussendurchmesser demjenigen des äussersten  Mantels der herzustellenden Elektrode ent  spricht.

   Es entsteht in diesem Falle eine  auf der Aussenseite glatte .     Kondensatorelek-          trode    gemäss     Fig.    4, deren Mäntel nahezu die       gleiche    Höhe besitzen, sofern bei der endgül  tigen Elektrode die Dicke des Bodens wenig  stens dreimal so gross als die Stärke der       Nläntel    bleibt.     Geringe    Unterschiede in der  Höhe der Mäntel können auf in der Technik       übliehe    Weise ausgeglichen werden.  



  Eine Elektrode mit dem in     Fig.    1 dar  gestellten Flansch 5 kann mit Hilfe der in       Fig.    5 dargestellten     Pressvorrichtung    her  gestellt werden. Diese Vorrichtung     besitzt     einen Tisch 17 und einen auf diesem an  geordneten Körper 13, der sich nicht mit  dem Stempel bewegt und eine ringförmige       Ausdrehung    19 aufweist. P bezeichnet wie  der die umzuformende Scheibe. Der Stempel  weist einen Stift 20, sowie einige ringför  mige Stempelteile 21, 22 und 23 auf, die an  ihren Enden etwas verdickt sind, so dass das  während des Pressens diesen Teilen entlang  fliessende Material einen Widerstand findet,  der so klein wie möglich ist.

   Der Unterseite  des     Elektrodenbodens    kann durch den     Press-          vorgang    jede beliebige Form gegeben wer  den.  



  Die Elektrode bietet ausser der billigen  Herstellungsweise den weiteren Vorteil, dass  der Abstand zwischen je zwei Mänteln stets  gleich ist. Ausserdem sind alle mit einem und  demselben Gerät hergestellten Elektroden  vollkommen gleich, so dass die Unterschiede  der Kapazitätswerte verschiedener Konden  satoren sehr gering gehalten werden können.  



  Als Werkstoff kommt vorzugsweise Alu  minium, aber auch Messing mit     einem    genü  genden Kupfergehalt, ferner Blei und Zink,  in Betracht. Es können im allgemeinen alle      Stoffe, die bei     Kaltspritzverfahren    angewen  det werden, zur Anwendung kommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Konden- satorelektroden mit mehreren gleich starken. koaxialen, zylindrischen Mänteln und einem Boden mittels des Kaltspritzverfahrens, da durch gekennzeichnet, dass eine kreisförmige Scheibe, deren Durchmesser höchstens gleich dem Aussendurchmesser des äussersten Man tels der herzustellenden Elektrode ist, mit tels eines Stempels nur so weit gepresst wird, dass der Boden der Elektrode eine Dicke auf- weist, die mindestens das Dreifache der Man telstärke beträgt.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass durch .Anordnung einer entsprechenden Aussparung im ortsfesten Teile der Pressvorrichtimg beim Spritzen der Boden der Elektrode mit einem seitlichen ringförmigen Wulst versehen wird.
CH194855D 1935-09-02 1936-08-31 Verfahren zur Herstellung von Kondensatorelektroden. CH194855A (de)

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