Einrichtung zur Erzeugung von sehr hochfrequenten elektrischen Schwingungen, insbesondere für medizinische Zwecke. Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Erzeugung von sehr hochfrequenten elek trischen Schwingungen (z. B. über 107 Hz.) mit einem Röhrengenerator, insbesondere für medizinische Zwecke.
Bei :den bekannten Einrichtungen dieser Art, bei denen Generatorkreis und Behand lungskreis zum Zwecke der Kopplung der beiden Kreise miteinander je eine Induktions schleife enthalten und beide Induktions schleifen einander eng benachbart sind, hat es sich als nachteilig herausgestellt, dass eine Erschütterung der Einrichtung etwa beim Transport oder eine Lockerung einer Verbin dung an, einer der Induktionsschleifen ein gegenseitiges Berühren der Induktionsschlei fen bewirken und dadurch der Behandlungs kreis unter Hochspannung gesetzt werden kann.
Es hat sich nicht als zweckmässig her ausgestellt, .diesem Nachteil durch den Ein bau einer isolierenden Zwischenwand zwi schen beiden Induktionsschleifen zu begeg- nen, denn :die Zwischenwand kompliziert den Aufbau und erschwert die Übersicht.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Ein richtungen ist, dass bei Wellenlängen von nur wenigen Metern die Induktionsschleifen im Hinblick auf .die geringen Abmessungen, die ein auf so kurze Wellen abgestimmter Schwingungskreis haben muss, nicht mehr hinreichend gross gemacht werden können, um eine genügend feste Kopplung zu bewirken.
Schliesslich hat sich bei den bekannten Einrichtungen ergeben, dass als Folge einer zu festen Kopplung leicht eine Doppelwellig keit auftritt.
Bei den bekannten Einrichtungen mit einem Röhrengenerator mit veränderbarer Wellenlänge kommt zu den vorstehenden Schwierigkeiten noch hinzu, dass durch die bei Verkürzung der Wellenlänge unvermeid liche Verkürzung der Induktionsscbleife die Kopplung,des Generatorkreises mit,dem Be handlungskreis geändert. und zwar loser wird. Dieser Nachteil wird besonders unan- genehm empfunden, denn die Leistung des Apparates wird mit kürzer werdender Wellen länge infolge der Verschlechterung des Wir kungsgrades schon an sich kleiner.
Es ist erwünscht, dass die Kopplung zwischen Be handlungskreis und Generatorkreis bei kürzer werdender Wellenlänge fester anstatt wie bisher loser wird. Durch die festere Kopp lung würfle dem Generatorkreis eine verhält nismässig grössere Energiemengeentzogenwer- den, so dass sich die Energieverminderung im Erzeugerkreis auf die Behandlung gar nicht oder weniger als bisher auswirken würde.
Alle im vorstehenden erwähnten Nach teile der bekannten Einrichtungen zur Er zeugung von sehr hochfrequenten elektrischen Schwingungen mit einem Röhrengenerator sind beim Gegenstand -der Erfindung da durch vermieden, dass Kopplungselemente des Behandlungskreises so weit der Generator röhre bezw. den Generatorröhren genähert sind, dass das Streufeld der Röhre(n) die Übertragung der Hochfrequenzenergie vom G eneratorkreis auf den Behandlungskreis be wirkt.
Als besonders zweckmässig hat es sich herausgestellt, .den Behandlungskreis mit Ka pazitätsflächen auszurüsten, die dem Anoden- biech bezw. den Anodenblechen der Genera- torröhre(n) ausserhalb der Röhrenwandung genähert sind.
Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass boim Gegenstand der Erfindung eine elektrisch leitende Berührung der die Kopplung des (Teneratorkreises mit dem Behandlungskreis bewirkenden Elemente (Kapazitätsflächen Anodenblech) nicht erfolgen kann, dass der Grad der Kopplung durch eine Verkleinerung der Abmessungen .des Generatorkreises nicht beeinträchtigt wird, und dass die Kopplung mit kürzer werdender Wellenlänge infolge des mit kürzer werdender Wellenlänge grösser werdenden Streufeldes von selbst fester wird.
Die Figur zeigt als Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung einen Ultra kurzwellentherapieapparat mit zum Teil ab genommener Rückwand. Der Aufbau des dargestellten Apparates ist symmetrisch. Um die Übersichtlichkeit nicht zu beeinträch tigen, enthält nur die linke Seite der Figur Bezugszeichen.
Der Apparat, :dessen Gehäuse mit 1 be zeichnet ist, enthält .die beiden @enerator- röhren 2, die in Gegentakt geschaltet. sind. Die Röhren sind befestigt in je einem So(-k-1 8, die auf der Schiene 4 aus Isoliermaterial montiert sind. Die Anoden 5 der Generator röhren sind mit den Anschlussteilen 6 und die Gitterspiralen 7 mit den Anschlussteilen 8 verbunden. Die Anschlussteile 6 sind über die Induktionsschleife 9 und die Anschluss teile 8 über die Induktionsschleife 10 mit einander verbunden.
Beide Induktionsschlei fen sind mit den Anschlussleitungen 11 ver sehen. Im Abstand von den Wandungen der Generatorröhren 2 sind die Kapazitätsflächen 12 den Anodenblechen 5 gegenüber gelagert. Durch das von den Anadenblechen 5 aus gehende Streufeld wird ihnen ein Teil der erzeugten Hochfrequenzenergie zugeführt. Über Leitungen 13 sind die Kapazitäts flächen 12 mit den Anschlussklemmen 14 für die Behandlungselektroden verbunden.