Nodulationsschaltung. Die Erfindnug bezieht sich auf eine Mo- dulatIonssehaltung und ist besonders zur Verwendung in Hochfrequenzübertragungs- schaltungen geeignet, wie sie zum Beispiel in Radiosende- und Empfänbseinrichtungen ver wendet werden.
Eine Modulation oder Frequenztranspo- nierung wird bis jetzt im allgemeinen da durch bewirkt,,dass zwei Weehsels-pannungen von im allgemeinen verschiedener Frequenz einer einzigen oder auch zwei verschiedenen Entladungsröhren in Symmetrieschaltung zu- gef ührt werden, wobei wegen der nicht linearen Arbeitsweise der Röhren Schwin- gungskomponenten entstehen, deren Frequenz gleich der Summe bezw. der Differenz der Ursprungsfrequenzen ist.
Es ist bekannt, dass der Emissionsstrom einer Glühkathodenröhre im wesentlichen der '/,t-en Potenz der wirk samen Steuerspannung proportional ist, wenn diese Spannung positiv auf die Kathode ein wirkt und null ist bei entgegengesetzt ge richteter Steuerspannung. Diese nichtlineare Arbeitsweise ruft Verzerrungen der Aus- gangsschwingungen hervor, was häufig stö rend ist.
Zu zwei Mitteln hat man in der Praxis hauptsächlich Zuflucht genommen, um diese Verzerrungen zu vermeiden. Das erste ist an wendbar, wenn die zu verarbeitenden Span nungen nur klein sind; es besteht in einer Begrenzung der Aussteuerung auf einen so kleinen Bereich der Röhrencharakteristik, dass der benutzte Teil dieser Kurve praktisch als parabolisch angesehen werden kann, wo bei der mathematische Ausdruck für den Emissionsstrom keine wesentlichen Glieder höherer Ordnung als qradratisehe enthält.
Dieser quadratische Ausdruck hat drei Teile, nämlich je einen zum Quadrat jeder Einzel spannung proportionalen und einen zum Pro dukt der beiden Spannungen proportionalen Teil; der letztgenannte enthält die Kompo nenten der Summenfrequenz und der Diffe renzfrequenz. Auf diese Weise kann die Ver zerrung im wesentlichen vermieden werden, vorausgesetzt, dass die Komponenten, die das Quadrat jeder Spannung enthalten, heraus gefiltert werden können, was nicht immer möglich ist.
Das zweite Mittel ist geeignet, wenn die zu verarbeitenden Spannungen gross sind und besteht darin, erstens im Anoden kreis der 11Todulationsröhre einen Widerstand einzuschalten, der gross ist im Vergleich mit dem innern Anodenwiderstand der Röhre oberhalb des Einsatzpunktes der Anoden stromkennlinie, und zweitens die Röhre über den Einsatzpunkt hinweg auszusteuern, so dass die Arbeitskennlinie der Röhre mit dem äussern Widerstand aus einem Teil besteht, bei welchem der Strom null ist, und einem andern Teil,
dessen Verlauf hauptsächlich durch den äussern Widerstand bestimmt wird und der infolgedessen annähernd linear ist.
Gewisse Verzerrungskomponenten können auch dadurch eliminiert werden, dass man zwei Röhren in einer Symmetrieschaltung verwendet. Es ist vorgeschlagen worden, da bei an Stelle zweier Röhren eine einzige Röhre mit zwei Anoden, zwei Steuerelek troden und einer gemeinsamen Kathode zu verwenden.
Röhren dieser Konstruktion sind jedoch für lbZodulationsschaltungen nicht be sonders in Gebrauch gekommen, weil - ausser andern Gründen -sie eine verhältnismässig grosse Steuerwechselspannung brauchten, um die Verteilung des Entladungsstromes zwi schen den beiden Anoden zu steuern, so dass eine einzige Röhre dieser Art in der Wir kungsweise zwei getrennten Drei-Elektroden- röhren unterlegen war.
Ausserdem wurde bei diesen Röhren die Verzerrung nicht vollstän dig eliminiert, weil die Steuerung der Strom- verteilung zwischen den Anoden der zwi schen den Steuerelektroden wirksamen Span nung nicht proportional war.
Es wurde von uns bereits eine verbesserte Entladungsröhre mit zwei Anoden beschrie ben, bei welcher die Stromverteilung zwi schen den beiden Anoden durch verhältnis mässig kleine Spannungen gesteuert werden kann und im wesentlichen der Steuerspan nung proportional ist. Diese Röhre enthält eine Kathode, zwei Anoden und Mittel zur Steuerung der Stromverteilung; die Elektro den sind so angeordnet, dass die von der Ka thode zu den Anoden verlaufende Entladung in mehrere Teilentladungen zerlegt wird, welche entsprechend dem Verlauf der Steuer spannung abwechselnd von einer Anode auf die andere gelenkt werden.
Die Anordnung der Röhrenelemente kann so getroffen wer den, dass eine verhältnismässig kleine Ände rung der Steuerspannung ausreicht, um die Entladung von einer Anode zur andern abzu lenken. Dann ist auch die dazu nötige Rich tungsänderung der Elektronenwege so klein, dass die Aufteilung der Entladung auf die beiden Anoden im wesentlichen der steuern den Spannung proportional ist bis zu dem Punkt, wo die Entladung vollständig von einer Anode auf die andere abgelenkt ist. Es sind verschiedene Anordnungen der Röhren elemente brauchbar, um diese Wirkung zu erreichen.
Eine Ausführungsform enthält beispielsweise zwei Steuerelektroden, welche nach der Art einer zweigängigen Schraube ineinandergewunden und koachsial zur Ka thode angeordnet sind, wobei sie entweder gleiche oder auch ungleiche Abstände von der Kathode haben können; ferner sind zwei ganz ähnlich gebaute Anoden vorhanden, welche gleichfalls zwei ineinandergewundene oder "durchschossene" Schraubengitter bilden und die Steuerelektroden umgeben; sie haben die gleiche Schraubensteigung wie die Steuer gitterelektroden.
Wenn bei dieser Anordnung die einander entsprechenden Windungen der Anoden und der Steuerelektroden sich gegen überliegen, das heisst, wenn sie innerhalb einer gemeinsamen, um die Kathode herum entwickelten Schraubenfläche liegen, kann man sieh die Entladung in mehrere parallele Ströme geteilt denken, welche entsprechend den Veränderungen des elektrostatischen Feldes zwischen den Steuerelektroden von einer zur andern Anode und umgekehrt ab gelenkt werden. Ausserdem kann die Gesamt emission durch eine zweite Spannung ge steuert werden, die zwischen der Kathode und beiden Steuerelektroden gleichsinnig an gelegt wird.
In einer andern Ausführungsform der Röhre wird die Gesamtemission durch eine zusätzliche Elektrode gesteuert, und die in einandergewundenen Steuerelektroden be wirken nur die Ablenkung der Entladungs ströme von einer Anode zur andern.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Röhre ist nur eine Steuerelektrode zur Steue rung der Emission vorgesehen; die Ab lenkungssteuerung wird durch ein elektro magnetisches Feld bewirkt, welches durch eine Steuerspule erzeugt wird, die ausserhalb der Röhre und koachsial mit den Röhrenelek troden angebracht ist.
Gegenstand der Erfindung ist eine Modu- lationsschaltung, in der eine Röhre der be schriebenen Art verwendet wird, welche die Modulation einer Frequenz mit einer andern Frequenz bei ausserordentlich geringen Ver zerrungen ermöglicht.
Dies wird bei der Erfindung dadurch er reicht, dass zwei elektrische Schwingungen gleicher oder verschiedener Frequenz auf die Steuermittel der Röhre derart einwirken, dass eine Schwingung die Gesamtelektronenemis- sion der Kathode und die andere Schwingung die Ablenkung der Entladung bald auf die eine, bald auf die andere Anode steuert. Auf diese Weise kann eine Spannung einer Fre quenz durch die Spannung einer andern Fre quenz moduliert werden; die entstehende Spannung der Summen- oder Differenz frequenz kann ausgefiltert werden.
Die Be ziehung zwischen der Ablenkspannung und der sich ergebenden Stromverteilung zwi schen den beiden Anoden ist innerhalb eines günstigen, ziemlich weiten Amplitudenberei- ches der Ablenkspannung im wesentlichen linear, solange nicht eine vollständige Ab lenkung der Entladung auf eine der beiden Anoden vorhanden ist. Dabei soll die Ge samtemission durch die Ablenkungssteuerung möglichst nicht beeinflusst werden, weil da durch Verzerrungen entstehen würden.
Für die Modulationsschaltung gemäss der Erfindung sind viele verschiedene Ausfüh rungsformen möglich. Bei Verwendung der Röhre mit den beiden "durchschossenen" schraubenförmigen Steuerelektroden kann eine der Wechselspannungen-direkt zwischen beiden Steuerelektroden eingeschaltet werden, so dass die Ablenkwirkung gemäss der Fre quenz dieser Spannung gesteuert wird, und die andere Wechselspannung kann zwischen beiden Steuerelektroden einerseits und der Kathode anderseits eingeschaltet werden, so dass dadurch die Gesamtemission mit der Frequenz der zweiten Spannung variiert wird.
Auf diese Weise steuern beide Spannungen den Strom im greise zwischen den beiden Anoden, und es ergibt sich eine Modulation der einen Spannung durch die andere, so dass Komponenten der Überlagerungsfrequenzen entstehen, welche durch einen Filter aus gesiebt werden können.
Wenn eine Röhre mit unsymmetrisch angeordneten Steuerelektro den bezw. Anoden verwendet wird, können die Schaltungselemente so dimensioniert wer den, dass trotzdem eine Symmetrie der Ab lenksteuerung gewährleistet ist, so dass die Ablenkspannung die Gesamtemission nicht beeinflusst; die allgemeine Schaltung bleibt dieselbe. Bei der Ausführungsform mit mag netischer Ablenksteuerung wird eine der Steuerspannungen dazu benutzt, die Verände rung dieses Feldes zu erzeugen.
In den Fig. 1, 2 und 3 ist eine der er wähnten Entladungsröhren gezeigt, die in der erfindungsgemässen Schaltung zur An wendung kommen kann. Sie enthält mehrere Elektroden, welche durch einen Quetschfuss oder in irgend einer andern Weise gehalten werden können. Das Vakuumgefäss ist in den Figuren nicht dargestellt.
Die Elektroden bestehen in einer Kathode 2 (indirekt oder direkt geheizt), zwei Steuerelektroden (Git ter) 3 und 4, welche die Kathode umgeben, und zwei Anoden 5 und 6, welche die Steuer elektroden umgeben, sowie einen Schirm 7, der die Anoden 5 und 6 umgibt. In der dar gestellten Ausführungsform sind die Steuer elektroden 3 und 4 in der Form "durchschos sener" Schrauben gebaut, welche in gleichen Abständen von der zylindrischen Kathode 2 koaxial zu dieser angeordnet sind.
Die Ano- den 5 und 6 sind in ähnlicher Weise gebaut; sie bilden "durchschossene" Schrauben, wel che dieselbe Steigung und dieselbe Win- dungsrichtung haben wie die Steuerelektro den; sie sind in bezug auf die Kathode 2 koachsial angeordnet und umgeben die Steuerelektroden 3 und 4.
Es können an sich beliebige Halterungs- mittel für den Elektrodenaufbau verwendet werden, wenn sie nur die notwendige Steif heit haben, um die Elektroden in ihrer gegen seitigen Lage unverrückbar festzuhalten.
Im vorliegenden Fall sind vier metallische Stäbe 8, 9, 10 und 11 als Halter für die Anoden 5 und 6 vorgesehen und ausserdem Isolierstützen 12, die an ihren ganten mit Vertiefungen versehen sind, in welche die Windungen der Anoden und der Steuerelektroden eingreifen, so dass sie im richtigen Abstand voneinander gehalten werden.
Die Metallstäbe 8 und 9 können mit den Windungen der Anode 5 an einander gegen überliegenden Punkten jeder Windung ver schweisst sein; sie sind gegenüber den Win dungen der Anode 6 mit Ausschnitten 13 versehen, so dass keine elektrische Verbin dung zwischen den beiden Anoden entsteht. Ebenso können die metallischen Stäbe 10 und 11 mit der Anode 6 verschweisst sein und Ausschnitte 13 besitzen zur Verhinderung einer elektrischen Verbindung zwischen den beiden Anoden.
Die Abschirmung 7 kann mit Vertiefungen 14 versehen sein, um ihre Form den vier Stützen 8-11 anzupassen und einen gleichmässigen Abstand der Abschir mung von den Anoden zu gewährleisten.
Die Lage der Elektroden zueinander wird am besten aus der Querschnittsansicht nach Fig. 3 ersichtlich. Man erkennt, dass die Windungen der einen Steuerelektrode und die Windungen der einen Anode in derselben Rechtsschraubenfläche liegen. Demgemäss liegen die Schnittflächen der Steuerelektrode 3 und der Anode 5 auf einer gemeinsamen Senkrechten zur Kathode 2. Ebenso liegen die Schnittflächen der Steuerelektrode 4 und der Anode 6 auf einer gemeinsamen Senk rechten zur Kathode 2.
Bei dieser Elektrodenanordnung bewir ken die beiden Steuerelektroden eine Auf teilung der Entladung in mehrere parallele Teilströme. Diese Vorstellung wird erleich tert, wenn man jede Windung der Anoden und Steuerelektroden für sich allein als einen Teil der entsprechenden ganzen Elektrode betrachtet, wobei die einzelnen Teile oder Windungen an ihren Enden miteinander ver bunden sind. Die Entladung erfolgt da bei innerhalb zweier ineinandergewundener Schraubenkörper,
die von je zwei zur Ka thode im wesentlichen senkrecht stehenden Schraubenflächen eingeschlossen werden und zwischen je zwei benachbarten Steuergitter- windungen der zweigängigen Wicklung hin durchtreten. Die Stärke der Emission kann durch die gleichzeitige Einwirkung beider Steuerelektroden gesteuert werden.
Wenn die Augenblickspotentiale der Elektroden 3 und 4 in bezug auf die Kathode 2 gleich sind und in gleichem Masse verändert werden, indem beispielsweise dieselbe periodische Wechsel spannung an beide Elektroden angelegt wird, so wird die Emission und damit die Grösse des über die Anoden 5 und 6 fliessenden Stromes entsprechend dem Verlauf der Wech selspannung verändert. Ferner kann die Richtung der Entladungen durch Verände rung des elektrostatischen Feldes zwischen den Elektroden 3 und 4 gesteuert werden.
Wenn die Elektrode 3 abwechselnd negativer und positiver gegenüber der Kathode 2 ge macht wird als die Elektrode 4, so dass sich das elektrostatische Feld zwischen den beiden Elektroden verändert, so werden die Elek tronen abwechselnd -auf die eine und dann auf die andere Anode gelenkt. Wenn also eine Wechselspannung zwischen den Steuer elektroden 3 und 4 angelegt wird, so wird der Elektronenstrom abwechselnd von einer Anode auf die andere gelenkt.
Es darf natürlich nicht übersehen wer den, dass die Aufteilung der Entladung auf die Anoden zu einem gewissen Grade auch durch die Potentiale an den Anoden beein- flusst wird. Wenn die Anode 5 positiver gegenüber der Kathode 2 ist als die Anode 6, so werden mehr Elektronen zur Anode 5 als zur Anode 6 gezogen und umgekehrt. Solche Verschiedenheiten der Anodenpotentiale haben jedoch einen geringeren Einfluss auf die Stromverteilung als Verschiedenheiten der Steuergitterpotentiale, weil die Anoden einen grösseren Abstand von der Kathode haben als die Steuerelektroden.
Es ist verständlich, dass die zwischen den Anoden 5 und 6 hindurchgehenden Elektro nen wenigstens zum Teil zu den Anoden zu rückgezogen werden; einige können jedoch auch die Abschirmung 7 erreichen, wenn das Potential der Abschirmung nicht genügend negativ ist, um die Austrittsgeschwindigkeit der Elektronen bis auf null abzubremsen. Daher kann die Abschirmung 7 zweckmässi- gerweise auf einem gegenüber der Kathode 2 leicht negativen Potential gehalten werden, um dadurch die Elektronen zu den Anoden zurückzutreiben.
Wenn die Austrittsgeschwin digkeit der Elektronen hinreichend klein ist, kann die negative Vorspannung auch weg gelassen und die Abschirmung 7 direkt mit der Kathode 2 verbunden werden.
Die Abschirmung 7, welche die Anoden 5 und 6 umgibt, hat einen dreifachen Zweck zu erfüllen. Erstens verhindert sie, dass sich die zwischen den Anoden hindurchgehenden Elektronen auf der innern Oberfläche des Vakuumgefässes ansammeln und dadurch eine unerwünschte elektrostatische Aufladung bil den. Zweitens vermindert sie die Sekundär emission von der im Augenblick weniger positiven Anode zur positiveren Anode, und drittens wirkt sie als elektrostatischer Schirm zur Verminderung der kapazitiven Kopp lungen zwischen dem Eingangskreis und dem Ausgangskreis.
Sie ist besonders wirksam zur Herabsetzung der kapazitiven Kopplung zwischen den beiden Steuerelektroden einer seits und den beiden Anoden anderseits. Um die Sekundäremission von einer zur andern Anode und die Kapazität zwischen den Elek troden noch weiter zu vermindern, kann die Abschirmung 7 mit einwärts gerichteten schraubenförmigen Flossen versehen sein, welche zwischen die beiden Anoden eingrei- fen. Wenn die Abschirmung mit der Kathode verbunden ist, haben diese Flossen im wesent lichen die Wirkung eines Fanggitters, wie es in den gebräuchlichen Pentodenröhren ver wendet wird.
In Fig. 4 ist eine Ausführungsform der Modulationsschaltung nach der Erfindung dargestellt, welche eine Röhre mit den be schriebenen Konstruktionsmerkmalen enthält. Die Eingangselektroden 3 und 4 sind mit der Sekundärspule 17 eines Transformators 18 verbunden, an dessen Primärspule 19 eine Wechselspannung der Frequenz f,_ zugeführt wird. Der Mittelpunkt 20 der Sekundärwick lung 17 ist über einen Nebenschlusskonden- sator 21 und die Sekundärspule 22 eines Transformators 23 mit der Kathode 2 ver bunden. Der Primärspule 24 des Transfor mators 23 wird eine Wechselspannung der Frequenz f 2 zugeführt.
Um den Steuerelek troden 3 und 4 eine geeignete negative Vor spannung gegenüber der Kathode 2 zu er teilen, kann eine Vorspannungsquelle zwi schen, .den Klemmen 25 und 2.6 eingeschaltet werden; der negative Pol dieser Spannungs quelle ist mit der Klemme 25 zu verbinden. Die Anoden 5 und 6 sind mit den Eingangs klemmen eines Filters 28 verbunden. Die Kreise zwischen den Anoden 5 und 6 und der Kathode 2 enthalten eine Anodenspannungs- quelle + B, die durch einen Nebenschluss- kondensator 27 überbrückt ist.
Man erkennt, dass die Spannung der Fre quenz f 2 gleichzeitig beiden Steuerelektroden 3 und 4 aufgedrückt wird, so dass dadurch der - Mittelwert aus den. Augenblickspoten tialen beider Elektroden gegenüber der Ka thode 2 geändert wird. Daher wird die Grösse der Emission entsprechend dem Verlauf der an die Klemmen der Primärspule 20 angeleg ten Wechselspannung gesteuert. Wie bereits oben erwähnt wurde, wird die Gesamtent ladung durch die Steuerelektroden in mehrere parallele Teilentladungen zerlegt, v#,elche un ter dem Einfluss des positiven Anodenpoten tials zu den Anoden übergehen.
Diese Teil entladungsströme werden nun durch den Ein fluss des elektrostatischen Feldes zwischen den Steuerelektroden 3 und 4 entsprechend dem Verlauf der an der Primärwicklung 19 zugeführten Wechselspannung abwechselnd auf die eine und die andere Anode gelenkt. Wenn beispielsweise während einer Halb periode der Spannung des Transformators 18 die Polarität des elektrostatischen Feldes zwi schen den Steuerelektroden 3 und 4 eine Ab lenkung der Entladung auf die Anode 5 be wirkt, so wird während der andern Halb periode die Entladung auf die Anode 6 ab gelenkt werden.
Auf diese Weise fliesst der von der Kathode 2 emittierte Strom abwech selnd über die eine und die andere Anode mit einer Periodizität, die durch die Frequenz der dem Transformator 18 zugeführten Span nung bestimmt wird. Gleichzeitig wird die Grösse dieses Anodenstromes durch die Ver änderung der Emissionsstärke entsprechend der an den Eingangsklemmen des Transfor mators 23 zugeführten Spannung gesteuert. Die Anodenströme bilden an der Eingangs impedanz des Filters 28 zwischen den Anoden 5 und 6 eine Potentialdifferenz aus, welche eine Frequenz f 1 moduliert mit einer Fre quenz f 2 enthält.
Das Ergebnis ist die Er zeugung zweier Potentialdifferenzen, deren Frequenzen gleich<I>f</I> l -j- <I>f</I> = und<I>f 1- f -</I> sind. Der Filter 28 kann so dimensioniert sein, dass er nur eine Spannung der einen Frequenz komponente überträgt. Infolge der Symme trie der Anordnung wird keine Spannung der Frequenz f -, zwischen den Anoden er zeugt.
Es ist bekannt, dass die Eigenkapazität zwischen der Anode und der Steuerelektrode einer Röhre eine Kopplung zwischen dem Eingangskreis und dem Ausgangskreis ver ursacht, welche oft sehr störend ist und wel che gewöhnlich durch die Anwendung eines Schirmgitters zwischen der Steuerelektrode und der Anode vernachlässigbar klein ge macht werden kann. Bei der oben beschrie benen Ausführungsform der Erfindung ist dies unnötig, insoweit Kopplungen zwischen dem Eingangs- und Ausgangskreis in Be tracht kommen, weil die Schaltung sich bei nahe vollständig selbst neutralisiert.
Dies liegt daran, dass gewissermassen jede Steuer elektrode die andere Steuerelektrode und jede Anode die andere Anode abschirmt, und dass die Anoden nahezu gleiche Kapazitäten (mit entgegengesetzten Wirkungen) gegenüber den Steuerelektroden haben.
In Fig. 5 ist eine Ausführungsform der Erfindung gezeigt, welche je nach der Ein stellung der Schaltungselemente sowohl als Oszillatormodulator für einen Superhetero- dyneempfänger, als auch als Oszillatordetek- tor in einem Homodyneempfänger verwendet werden kann. Die Schaltung unterscheidet sich von Fig. 4 dadurch, dass die zweite Wechselspannung durch Rückkopplung in einem abstimmbaren Resonanzkreis in der Schaltung selbst erzeugt wird.
Die Schal tung enthält einen Transformator 29, an des sen Primärspule 30 die modulierten Träger- frequenzschwingungen von einem vorher gehenden Teil des Empfängers her zugeführt werden; durch die Sekundärspule 31 werden diese Schwingungen den Steuerelektroden 3 und 4 gegenphasig aufgedrückt. Der Anoden kreis enthält die Primärspule 33 eines Trans formators 32, die zwischen den beiden Ano den 5 und 6 eingeschaltet ist; die Primär spule 33 ist durch zwei in Serie geschaltete Nebenschlusskondensatoren 34 und 35 über brückt.
Die Gesamtemission der Kathode 2 wird durch die Spannung eines Resonanzkreises 36 gesteuert, der eine Induktivität 37 und einen Abstimmkondensator 38 enthält. Der Kreis ist zwischen den beiden Steuerelektro den 3 und 4 einerseits und der Kathode 2 anderseits über den Kondensator 39 und die beiden Teile der Sekundärspule 31 ein geschaltet. LTm in dem Resonanzkreis 36 eine kontinuierliche Schwingung seiner Resonanz frequenz zu erzeugen, ist eine Rückkopplung vorgesehen, welche durch eine Spule 40 ge bildet wird, die mit der Indukti.vität 37 des Schwingungskreises gekoppelt ist.
Wenn die Oszillator-14Zodulatorschaltung der Fig. 5 als Transponierungsstufe in einem Superheterodyneempfänger verwendet wer- den soll, kann die Primärspule 30 mit dem Ausgangskreis der vorhergehenden Hoch frequenzverstärkerstufe verbunden sein, so dass zwischen den Steuerelektroden 3 und 4 die empfangene, modulierte Hochfrequenz trägerspannung aufgedrückt wird.
Diese Spannung bewirkt die Ablenkung der Ent ladungsströme abwechselnd auf die beiden Anoden 5 und 6 und erzeugt dadurch eine Veränderung der Anodenstromv erteilung ent sprechend der Frequenz des ankommenden Trägers. Der Anodenkreis ist in bezug auf die Kathode 2 symmetrisch, so dass die Trägerfrequenzkomponenten sich in der Win dung 33 in ihrer Wirkung gegenseitig aus gleichen und keine Komponente der Träger frequenzspannung zwischen dem Mittelpunkt .Il und der Kathode 2 auftritt.
Die Summe der beiden Anodenströme fliesst durch die Spule 40 und induziert in den Resonanzkreis 36 eine Spannung. Dieser Kreis kann mit tels des veränderlichen Kondensators 38 auf eine Resonanzfrequenz oberhalb oder unter halb der empfangenen Trägerfrequenz ein gestellt werden. Die an dem Kreis 36 er zeugte Wechselspannung wird den Steuer elektroden 3 und 4 gleichphasig zugeführt, so dass in der schon beschriebenen Weise die Gesamtemission gesteuert wird.
Diese Ver änderungen der Gesamtemission modulieren den durch die Ablenkungssteuerung erzeug ten Wechselstrom, so dass im Anodenstrom [Tberlagerungsfrequenzen entstehen, welche gleich der Summe und der Differenz der Ur sprungsfrequenzen sind. Man erkennt, dass die Wechselkomponente des Stromes in der Spule 40 nur die Oszillatorfrequenz enthält, die durch den Resonanzkreis 36 bestimmt ist.
Durch Abstimmung der mit der Spule 33 ge koppelten Kreise auf die gewünschte Schwe- bungsfrequenz, welche einem Überlagerungs- empfänger als Zwischenfrequenz mit den Niederfrequenzschwingungen moduliert ist, wird nur diese ausgewählte Schwebungs- frequenz zu den nachfolgenden Teilen des Empfängers durchgelassen.
Durch den Kondensator 38 in Fig. 5 kann der Kreis 36 auch auf die Trägerfrequenz der Empfangsschwingungen abgestimmt wei den, so dass die Wirkungsweise eines Homo dyneempfängers erzielt wird.
In. Fig. 6 ist ein Oszillatormodulator dar gestellt, der eine Hochfrequenzspannung mit einer Niederfrequenz zu modulieren gestattet und für Laboratoriumszwecke besonders brauchbar ist.
Die Schaltung besitzt einen abstimmbaren Hochfrequenzresonanzkreis 45, der in Parallelschaltung eine Induktivität 46 und einen variablen Kondensator 4 7 enthält, sowie einen abstimmbaren Niederfrequenz resonanzkreis 48 mit einer Induktivität 49 und einem variablen Kondensator 50. Der Resonanzkreis 45 ist zwischen den Steuer elektroden 3 und 4 eingeschaltet und mit einer zwischen den Anöden 5 und 6 liegen den Induktivität 51 gekoppelt.
Der Kreis 48 ist zwischen beiden Steuerelektroden einer seits und der Kathode 2 anderseits ein geschaltet und mit der Spule 52 gekoppelt, welche mit dem Mittelpunkt 53 der Spule 51 verbunden ist; er liegt in dem gemeinsamen Teil der beiden Anodenkreise. Der Anoden kreis enthält auch eine Anodenspannungs- quelle -f- B, die mit einem Ende der Spule 52 verbunden und durch einen Kondensator 54 überbrückt ist.
Die beiden Steuerelektro den können durch Anlegen einer Spannung zwischen den Klemmen 55 und 56, die durch einen Nebenschlusskondensator 57 überbrückt sind, gegenüber der Kathode mit einer ge eigneten Vorspannung versehen werden.
Bei Benutzung der in Fig. 6 gezeigten Schaltung wird zu den beiden frequenz- bestimmenden Kreisen 45 und 48 Schwin- gungsenergie über die Kopplungen zwischen den Spulen 46 und 51, sowie 49 und 52 zu rückgeführt, so dass die beiden Resonanz kreise in kontinuierlicher Schwingung erhal ten werden.
Auf diese Weise wird eine Hoch frequenzwechselspannung entsprechend der Resonanzfrequenz des Kreises 45 zwischen den beiden Steuerelektroden 3 und 4 erzeugt, wodurch die Ablenkung der Entladung ab wechselnd zu der einen und dann zu der an dern Anode veranlasst wird. Gleichzeitig ist zwischen beiden Steuerelektroden 3 und 4 einerseits und der Kathode 29 anderseits am Resonanzkreis 48 eine Niederfrequenzspan- nung wirksam, , welche die Gesamtemission zu den Anoden steuert.
Dementsprechend enthält der Strom in der Spule 51 eine Hoch frequenzkomponente, welche mit einer Nie derfrequenz moduliert ist.
Anstatt zwei symmetrisch in bezug auf die Kathode 2 angeordnete Anoden zu ver wenden, kann auch die Abschirmung, wel che die übrigen Elemente der Röhre umgibt, als Anode verwendet werden. Eine solche Röhre ist in Fig. 7 dargestellt; der Metall zylinder 75 kann dabei als Anode geschaltet werden. Sonst ist die Bauart der in dieser Figur gezeigten Röhre identisch mit derjeni gen in Fig. 1.
Die Verwendung der Abschirmung an Stelle der einen schraubenförmigen Anode verändert die Wirkungsweise der Röhre nicht wesentlich; infolge der Ablenkungssteuerung treffen die Elektronen abwechselnd die Ober fläche der einen und dann der andern Anode (5 und 75) in derselben Weise, wie es bisher beschrieben wurde. Man kann daher diese Röhre in den beschriebenen Modulations- schaltungen ohne wesentliche Veränderung verwenden.
Unter Umständen kann es jedoch vorteilhaft sein, die Schaltung nach Fig. 8 zu verwenden; sie entspricht der nach Fig. 4 mit dem Unterschied, dass nur die Anode 75 direkt in den Ausgangskreis geschaltet ist; die Anode 5 befindet sich auf einem festen positiven Potential, welches über die Klemme 76 angelegt wird. Hierbei wirkt die Anode 5 als Schirmgitter zwischen den Steuerelek troden 3 und 4 einerseits und der Einzelanode 75 anderseits. Das an die Elektrode 5 an gelegte positive Potential ist im allgemeinen geringer als das der Anode 75.
In. Fig. 9 ist eine weitere Modifikation der zu verwendenden Röhre dargestellt, .bei welcher die Windungen der schraubenförmi gen Steuerelektroden zueinander "auf Lücke stehen"; die Windungen der einen Steuer elektrode sind nämlich in einem grösseren Ab stand von der Kathode angeordnet als die der andern Steuerelektrode. Dementspre- chend ist die Steuerelektrode 4 ein 8olenoid von grösserem Durchmesser als das Solenoid der Elektrode 3.
Die Unsymmetrie des Röhrenaufbaues ändert die grundsätzliche Wirkung der Ab lenksteuerung nicht; es ist aber vorteilhaft, einen unsymmetrischen Eingangskreis zwi schen diesen beiden Steuerelektroden zu ver wenden. Eine solche unsymmetrische Schal tung ist in Fig. 10 gezeigt; sie ist der Schal tung nach Fig. 4 ähnlich, jedoch mit dem Unterschied, dass die Sekundärspule des Transformators 18 in zwei Teile 77 und 78 von ungleicher Windungsanzahl unterteilt ist.
Die Spule 77 von grösserer Windungs- zahl ist mit der von der Kathode 2 weiter entfernten Steuerelektrode 4 verbunden, und der Teil 78 von kleiner Windungszahl ist mit der Steuerelektrode 3 verbunden, die der Kathode 2 näherliegt. Die Wirkungs weise dieser Schaltung ist im wesentlichen die gleiche wie die der Schaltung nach Fig. 4; das Verhältnis der Windungszahlen von 77 und 78 ist so zu wählen, dass die Änderungen der Steuergitterpotentiale, welche über den Transformator 18 zugeleitet werden, keinerlei Einfluss auf die Gesamtemission hervorrufen.
Ferner sind die Verhältnisse der Windungs- zahlen in den Kopplungsmitteln der Trans formatoren 18 und 23 so bemessen, dass die zur Steuerung der Gesamtemission dienende Spannung keine Ablenkung der Entladungs ströme bewirkt. Aus Einfachheitsgründen wird nur die Steuerelektrode 3, die der Ka thode zunächst liegt, zur Emissionssteuerung verwendet; in ihrem Kreis liegt der Sekun därteil 22 des Transformators 23.
In der Röhre nach Fig. 11 ist die Anode 6 weggelassen; die zylindrische Elektrode 75 wirkt dabei als zweite Anode, wie es in Verbindung mit Fig. 7 beschrieben wurde; die Anordnung der Steuerelektroden ist un symmetrisch wie in Fig. 9. Eine Röhre die ser Bauart kann in einer unsymmetrischen Modulationsschaltung, wie sie in Fig. 12 dar gestellt ist, verwendet werden. Eine Span nung der Frequenz f 1 wird mittels eines Transformators 81 zugeführt, um die Ab- lenkung der Entladungsströme auf die bei den Anoden 5 und 7 5 zu steuern.
Der Trans formator 81 enthält zwei Sekundärspulen 82 und 83, die zwischen den Steuerelektroden 3 und 4 über den Kopplungskondensator 84 in Serie eingeschaltet sind. Eine Spannung der Frequenz f., wird den Elektroden 3 und 4 gleichphasig aufgedrückt, um dadurch die Gesamtemission zu steuern. Die Zuführung von f 2 erfolgt über den Transformator 85, der eine Primärspule 86 und zwei Sekundär spulen 87 und 88 hat.
Der Ausgangskreis zwischen den Anoden 5 und 75 und der Ka thode 2 enthält die Primärspule eines Trans formators 89, mit welchem über eine An zapfung 90 die positive Klemme einer Ano- denspannungsquelle + B verbunden ist.
Die Wirkungsweise der Schaltung nach Fig. 12 .ist der von Fig. 4 ähnlich; die Ver- bältnisse der Windungszahlen sind so ge wählt, dass die Unsymmetrie infolge der un symmetrischen Anordnung der Steuerelektro den 3 und 4 und der Anoden 5 und 75 kom pensiert wird.
In beiden Fällen sind die Win- dungszahlen der Transformatoren so be stimmt, dass die Spannung der Frequenz f, die Elektronenemission nicht beeinflusst und die Spannung der Frequenz f.-, nicht zwischen den Anoden 5 und 75 erscheint.
In Fig. 13 ist eine weitere Modifikation der verwendeten Röhre dargestellt, in wel cher zwei weitere Elektroden, nämlich ein schraubenförmiges Schirmgitter 91 und ein schraubenförmiges Fanggitter 92 zusätzlich zu den in Fig. 11 beschriebenen Elementen vorgesehen sind. Eine 3Iodulationsschaltung mit einer derartigen Röhre ist in Fig. 14 dar gestellt. Dabei ist das Fanggitter 92 inner halb der Röhre mit der Kathode 2 und das Schirmgitter mit der positiven Klemme einer Spannungsquelle verbunden, so dass das letz tere Gitter auf einem etwas geringeren posi tiven Potential gehalten wird als die Anoden 5 und 75.
Die Wirkungsweise dieser Schal tung ist im wesentlichen die gleiche wie bei den schon beschriebenen Schaltungen.
In der Röhre nach Fig. 15 wirkt der Me tallzylinder 75 als Anode und die schrauben- förmige Elektrode 93 wirkt als Schirmgitter. Es ist auch ein schraubenförmiges Fanggitter 94 vorgesehen, welches zwischen der Elek trode 93 und der Anode 75 liegt.
Die Ver wendung dieser Röhre in einer Modulations- schaltung ist in Fig. 16 dargestellt, welche sich von der in Fig. 14 dargestellten Schal tung nur darin unterscheidet, dass eine ein zige Anode verwendet wird; das Schirmgitter wird durch die Elektrode 93 gebildet, und die Elektrode 94 ist als Fanggitter mit der Kathode 2 verbunden.
Bei der in Fig. 17 gezeigten Röhre ist eine zusätzliche Steuerelektrode 95 zwischen der Kathode 2 und den ineinandergewun- denen,schraubenförmigen Steuerelektroden 3 und 4 vorgesehen. Mit dieser Elektrode kann eine von den Steuerelektroden 3 und 4 unab hängige Steuerung der Emission bewirkt werden, und 'die Steuerelektroden 3; und 4 be- wirken allein die Ablenkung,der Entladungs ströme.
Eine Schaltung mit der Röhre nach Fig. 17 ist in Fig. 18 dargestellt; man sieht. Tl.a. & in dieser Figur eine Klemme der Spule 2.2 mit der zusätzlichen Elektrode 95 anstatt mit den Elektroden 3 und 4 verbunden ist.
In den bisher beschriebenen Ausfüh rungsformen der Modulationsschaltung wurde die Ablenkspannung und die Emissionssteuer spannung auf die Steuerelektroden auf gedrückt. Man kann nun auch eine dieser Spannungen oder beide den Anoden zuführen. Als Beispiel ist in Fig. 19 eine Röhre dar gestellt, welche die Anoden 5 und 6, die Ka thode 2 und eine Einzelelektrode 96 zur Steuerung der Elektronenemission enthält.
Die Röhre wirkt in bezug auf die Emissionssteue rung wie eine normale Dreielektrodenröhre, während sie in bezug auf die Ablenkungs- steuerung in der Weise eines Gleichrichters wirkt; die Ablenkspannung wird den Anoden aufgedrückt.
Eine entsprechende Modula- tionsschaltung ist in Fig. 20 dargestellt; die Anoden 5 und 6 sind über die Blockkonden satoren 97 und 98 an den Sekundärteil eines Transformators 99 angeschlossen, dem an seiner Primärspule ein Strom der Frequenz f 1 zugeführt wird. Die sich ergebende Ab- lenkung der Entladungsströme von einer Anode zur andern ist der Erzeugung eines Stromes der Frequenz f, äquivalent, der über die Anoden und über den Sekundärteil des Transformators 99 fliesst.
Durch einen Trans formator 100 kann nun eine Spannung der Frequenz f. der Elektrode 95 zugeführt wer den, so dass die Emission mit der Frequenz f, gesteuert wird, wodurch der Widerstand zwischen den Anoden 5 und 6 und der Ka thode mit dieser Frequenz f ., verändert wird. Daraus folgt, dass zwischen den Anoden 5 und 6 Potentialdifferenzen solcher Frequenzen entstehen, welche der Summe und der Diffe renz der Ursprungsfrequenzen f1 und f, gleich sind.
Bei der in Fig. 20 dargestellten Anord nung ist angenommen, dass allein die Diffe renzfrequenz ausgenutzt werden soll, und dass diese Frequenz beträchtlich niedriger als f, ist, so dass sie vom Eingangskreis durch die Kondensatoren 97 und 98 ferngehalten wer den kann.
In Fig. 21 ist eine Schaltung dargestellt, in welcher die Emissionssteuerspannung den beiden Anoden 5 und 6 und die Ablenksteuer- spännung den beiden Steuerelektroden 3 und 4 aufgedrückt wird. Die Schaltung unter scheidet sich von der nach Fig. 4 nur darin, dass die Emissionssteuerspannung der Fre quenz f , auf die Anoden anstatt auf die Steuerelektroden aufgedrückt wird. Dazu ist ein Transformator 102 mit einer Sekundär spule 103 vorgesehen, die zwischen den Ano den 5 und 6 einerseits und der Kathode 2 an derseits liegt.
In dieser Schaltung wird die Modulation im Anodenkreis nach Art der Heisingmodulation bewirkt.
In der Schaltung nach Fig. 22 sind die Steuerelektroden 3 und 4 weggelassen; beide Steuerspannungen werden den Anoden 5 und 6 zugeführt. Die Schaltung ist der von Fig. 20 ähnlich, jedoch ist der Transformator 100 weggelassen und durch einen Transformator 104 ersetzt, durch den die Spannung der Fre quenz f 2 zwischen den Anoden 5 und 6 einer seits und der Kathode 2 anderseits angelegt wird. Der Transformator 104 besitzt eine Primärspule 105, die von dem Strom der Fre quenz f= durchflossen wird, und eine Sekun därspule 106,
welche zwischen dem Mittel punkt 107 der Sekundärspule des Transfor mators 99 und der Kathode 2 über den Kon densator 108 eingeschaltet ist. Die Anoden können symmetrisch angeordnet sein, wie es dargestellt ist, oder die äussere Abschirmung kann als Anode verwandt werden, wobei eine der ineinandergewundenen Anoden wegfällt. Wie in Fig. 20 wird die Ablenkung der Ent ladung von einer Anode zur andern durch die Spannung der Frequenz f 1 gesteuert, die zwischen den Anoden durch den Transfor mator 99 aufgedrückt wird. Ausserdem wird die Emission durch die Spannung der Fre quenz f 2 gesteuert, die zwischen beiden Ano den einerseits und der Kathode anderseits über den Transformator 104 aufgedrückt wird.
Wie in der Schaltung nach Fig. 20 sind Eingangs- und Ausgangskreis parallel geschaltet.
Die in Fig. 23 dargestellte Schaltung wirkt ähnlich wie die der Fig. 22, jedoch sind Eingangs- und Ausgangskreis in Serie anstatt parallel geschaltet. Diese Anordnung kann manchmal vorteilhafter sein.
Ein wei terer Unterschied liegt darin, dass die ver wendete Röhre unsymmetrisch ist; eine Anode 5 hat die Form eines Gitters und die andere Anode 75 hat die Form einer Ab schirmung oder Platte ausserhalb des Gitters, ähnlich den Anoden der Fig. 7 und 11. 'Die Röhre ist daher im wesentlichen eine ge wöhnliche Triode, jedoch ist die Schaltung sehr verschieden von den gebräuchlichen Modulationsschaltungen, worin gewöhnliche Trioden verwendet werden. Der Eingangs kreis entspricht dem der Fig. 12, und es sind gleiche Bezugszeichen für einander entspre chende Elemente verwendet.
Die Ablenk- spannung der Frequenz f, wird zwischen den Anoden 5 und 75 durch die Sekundärspulen 82 und 83 des Transformators 81 auf gedrückt; diese Spulen haben ein solches Ver hältnis der Windungszahlen, dass die Ab lenkspannung nicht auf die Emission ein wirkt. Die Emissionssteuerspannung der Frequenz f 2 wird zwischen den Anoden 5 und 75 einerseits und der Kathode 2 ander seits über die Sekundärspulen 87 und 88 des Transformators 85 aufgedrückt.
Bisher wurde die Wirkung der Ablen kungssteuerung unter Verwendung von Steuer elektroden beschrieben, wobei die Ablenkung durch die Wirkung des elektrostatischen Feldes zwischen den Steuerelektroden her vorgerufen wird; die gewünschte Ablenkung der Entladungsströme kann auch durch die Wirkung eines veränderlichen magnetischen Feldes erzeugt werden. In Fig. 24 ist eine Röhre mit einer Kathode 109 dargestellt. Sie enthält ferner eine Reihe von achsial gerich- teten Stäben 110, die innerhalb der Röhre miteinander verbunden sind und auf diese Weise eine zur Kathode konzentrisch liegende Steuerelektrode bilden.
Ausserdem sind eine Reihe von achsial gerichteten Anodenstäben 111 vorhanden, von denen, wenn man sie aufeinanderfolgend numeriert, die mit ge raden und die mit ungeraden Ordnungszahlen miteinander verbunden sind, so dass sie zwei ineinandergreifende oder "durchschossene" Anoden bilden. Die Anzahl der Steuergitter stäbe ist halb so gross wie die Anzahl der Anodenstäbe; jeder Steuergitterstab steht dem Durchgang zwischen zwei Anodenstäben gegenüber. Eine Abschirmung 112 umgibt die Elektroden, welche alle von einem evä- kuierten Gefäss 113 aufgenommen werden. Um W irbelstrombildung in der Abschirmung möglichst zu vermeiden, ist ein Spalt 112' darin vorgesehen.
Die Ablenkung der Ent ladungsströme wird durch eine Spule 114 be wirkt, welche ausserhalb der Umhüllung her um angeordnet ist und durch einen geeigne ten Steuerstrom erregt wird.
Eine Modulationsschaltung mit der in Fig. 24 dargestellten Röhre ist in Fig. 25 gezeigt. Eine Wechselspannung der Frequenz f 1 wird der Spule 11.4 zugeführt und eine zweite Wechselspannung der Frequenz fz wird über den Transformator 116 an die Emissionssteuerelektrode 115 angelegt. Die beiden Anoden 119 und 120 sind mit einem Ausgangskreis verbunden, der den Eingangs- teil des Filters 121 und eine Anodenspan nungsquelle enthält.
Im Betriebe wird die Emission von der Kathode 109 zu den Anoden entsprechend der Frequenz f2 durch die an der Steuerelek trode 115 liegende Spannung gesteuert. Ausserdem wird die Entladung durch das magnetische Wechselfeld abwechselnd auf die eine und dann auf die andere Anode ge lenkt.
Die beschriebene Modulationsschaltungen sind besonders für drei Verwendungsarten brauchbar, nämlich zur Modulation eines Senders, zur Modulation zwecks Erzeugung der Zwischenfrequenz in einem Superhetero- dyneempfänger und zur Demodulation in einem Empfänger. Bei diesen Anwendungen soll eine Spannung einer einzigen monochro matischen Frequenz mit einem Frequenzband kombiniert werden. Der Vorteil einer ge ringeren Verzerrung wird im allgemeinen besser erreicht, wenn die Signalspannung zur Ablenksteuerung und die monochroma tische Frequenz zur Emissionssteuerung ver wendet wird.
Wenn in einem Sender eine symmetrische Röhre, wie in Fig. 4, als Modu- lationseinrichtung verwendet wird, und die Signalspannung (Niederfrequenz) zur Ab lenksteuerung dient, so hebt sich der Träger im Ausgangskreis auf. Wenn jedoch eine un symmetrische Röhre in einer Schaltung nach Fig. 8 verwendet wird und die Signalspan nung wiederum zur Ablenksteuerung dient, erhält man eine normale Amplitudenmodula- tion, wobei der Ausgangsstrom den Träger, moduliert durch beide Seitenbänder, enthält.
In einem Superheterodyneempfänger für amplituden - modulierte Trägerschwingungen können die Empfangsschwingungen zur Ab lenksteueiung und die örtliche Hilfsschwin gung zur Emissionssteuerung verwendet wer den; dabei sollte die Spannung der Empfangs schwingungen zwischen den Ablenkelektro- den hinreichend klein sein, um eine lineare Aussteuerung bei allen Amplituden des mo dulierten Trägers zu ergeben.
In einem Super- heterodyneempfänger für frequenzmodulierte Zeichen kann jedoch die zur Ablenkungs- steuereng verwendete Empfangsspannung so gross sein, dass die Entladung vollständig von einer Anode zur andern abgelenkt wird, so dass auf diese Weise eine begrenzende Wir kung geschaffen wird.
In einer Demodulationsschaltung ohne ört liche Homodyn-Schwingungserzeugung kann das vollständige Empfangsband zur Ablenk- steuerung und die über einen scharf ab gestimmten Selektionskreis ausgesiebte Trä gerspannung zur Emissionssteuerung verwen det werden.
In. einer Ilomodyn-Demodulationsschal- tung mit örtlicher Schwingungserzeugung kann das vollständige Empfangsband zur Ab lenkungssteuerung dienen, während die ört liche Schwingung die Emission steuert.
Die in den letzten beiden Absätzen be schriebenen Schaltungen ergeben eine lineare Demodulation und vermeiden somit die in nicht linearen Detektoren auftretenden Ver zerrungen, auch die des quadratischen Typs. Sie sind besonders zur Demodulation beim Einseitenbandempfang brauchbar, da selbst die gebräuchlichen linearen Detektoren in diesem Fall verzerren, wenn nicht die Träger komponente in bezug auf die Seitenbandkom- ponenten ausserordentlich gross ist.
Die beschriebenen Modulationsschaltungen haben eine besondere Anwendungsmöglich keit in Schaltungen zur automatischen Ab- stimmung bei Superheterodyneempfängern. Die Schaltungen sind den für Empfangs- demodulation beschriebenen Schaltungen ähn lich. ausgenommen, dass die Spannung zur Emissionssteuerung nicht in Phase mit der Trägerkomponente der Zwischenfrequenz spannung, sondern mit ihr in Quadratur steht.
Die Kombination dieser Spannungen ergibt eine Gleichspannung, welche normalerweise null ist, die sich jedoch von Null in einer oder der andern Richtung entfernt, wenn die Phasendifferenz zwischen den Spannungen sich von der Quadratur entfernt.
Es muss da bei unterschieden werden, ob die Emissions- steuerspannung durch scharfe Aussiebung des Trägers oder durch einen örtlichen Homo- dynoszillator erzeugt wird.
Im ersteren Falle verändert sich die eben erwähnte Phasendif ferenz schnell, wenn die Zwischenfrequenz sich von der Resonanzfrequenz des scharf ab gestimmten greises entfernt, und die sich ergebende Gleichspannung ist zur Steuerung der Frequenz des Superheterodyneoszillators in solcher Weise anwendbar, dass die Zwi schenfrequenz im wesentlichen mit der Reso nanzfrequenz zur Koinzidenz gebracht wird. Im letzteren Falle ist die erhaltene Gleich spannung anwendbar, um die Phase des Heterodyneoszillators in solcher Weise zu steuern, dass die erwähnte Phasendifferenz im wesentlichen in Quadratur gebracht wird.
Wenn auch in den verschiedenen hier be schriebenen Ausführungsformen der verwen deten Röhre schraubenförmige Steuerelektro den und Anoden vorausgesetzt wurden, so ist es doch klar, da3 ebensogut auch andere Formen verwendet werden können. Die Elek troden können zum Beispiel aus "durchschos senen", koachsialen Ringen aufgebaut sein, wobei jeder Ring in einer Ebene liegt und alle Ringe einer Elektrode gleichen Durch messer haben.
Natürlich müssen die einzel nen Ringe jeder Elektrode in diesem Fall elektrisch miteinander verbunden sein. Ganz allgemein kann die Form der Ringe bezw. des Querschnittes der schraubenförmigen Elek troden von beliebiger Gestalt sein, wie zum Beispiel abgeflacht oder elliptisch. Auch kön nen die Paare der "durchschossenen" Elek troden aus conplanar liegenden Teilen auf gebaut sein, wobei abwechselnd ein Teil einer Elektrode auf den entsprechenden Teil der andern Elektrode folgt.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Aus drücke "ineinandergreifend" und "durch schossen", welche in der Beschreibung viel fach auftauchen, zur Kennzeichnung der relativen Lage der Elektroden in ihrem wei testen Sinne zu verstehen sind, ohne Rück sicht darauf, ob die einzelnen Elektrodenteile tatsächlich in demselben Abstand von der Kathode liegen.
Es kommt nur darauf an, dass von der Kathode aus gesehen die Ober flächen der Teile so erscheinen, als ob die Teile der beiden "ineinandergreifenden" Elektroden abwechselnd nebeneinanderliegen. So sollen beispielsweise die Steuerelektroden auch bei demjenigen Ausführungsbeispiel als "durchschossen" angesehen werden, wo sie verschiedene Durchmesser besitzen, ihre Win dungen aber zueinander "auf Lücke stehen".
Auch bei der Ausführungsform mit nur einer schraubenförmigen Anode, wobei der umgebende Zylinder als zweite Anode dient, können die der Kathode zugewendeten wirk samen Oberflächen der beiden Anoden als "durchschossen" oder "ineinandergreifend" angesehen werden, da von der Kathode aus gesehen die in den Zwischenräumen der schraubenförmigen Anode sichtbaren Teile der zylindrischen Anode genau so betrachtet werden können, als läge eine aus ihnen ge bildete zweite schraubenförmige Anode in den Zwischenräumen der ersten schrauben- förmiL-en Anode.