CH195130A - Verfahren zur Herstellung von durchgehend gemusterten Gegenständen aus schichtbaren und verpressbaren Stoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von durchgehend gemusterten Gegenständen aus schichtbaren und verpressbaren Stoffen.

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CH195130A
CH195130A CH195130DA CH195130A CH 195130 A CH195130 A CH 195130A CH 195130D A CH195130D A CH 195130DA CH 195130 A CH195130 A CH 195130A
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  Verfahren zur Herstellung von durchgehend gemusterten Gegenständen  aus schichtbaren und     verpressbaren        Stoffen.            Die    Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur     Herstellung    von     gemusterten        Ge-          genständen        aus        schichtbaren    und     verpress-          baren    Stoffen, wie z.

   B.     Harnstofformalde-          hyd,    bei denen die     Musterung    den ganzen       Gegenstand        durchzieht.     



  Den bisher     bekannten    Verfahren zur Her  stellung von Gegenständen aus pulverförmi  gen     Stoffen,    bei     denen    der Gegenstand seine       endgültige        Form    durch     Druck    oder Wärme  oder Druck und Wärme erhält, haftet der       Nachteil    an,     @dass    die farbige Musterung des       Gegenstandes    meist nur an seiner     Oberfläclzä     erfolgt.

   Soll nach den     bisherigen    Verfahren  eine durchgehende     Musterung        erreicht    wer  den, so ergeben     sich    erhebliche     Schwierigkei-          ten,    und es     bedarf    so     umstän=dlicher    Mass  nahmen, dass dadurch die     Wirtschaftlichkeit     stark     beeinträchtigt    wird.

       Insbesondere    eine       Musterung    mit     durchgehenden,    konzentri  schen     Ringen,    wie sie in der     Natur    bei Horn,  Holz und     ähnlich        gewachsenen:        Gegenständen       häufig     vorkommt,    lässt sich mit den     bisher          bekannten        Verfahren:    nur sehr schwer und  unvollständig herstellen.  



  Somit bestand die Aufgabe, ein Verfah  ren zu entwickeln, durch das in     einfacher          Weise    die aus     s-ciiiahtbaren    und     verpressbaren     Stoffen     hergestellten        Gegenstände    in jeder       gewünschten,    auch das Innere des Stückes  durchziehenden Musterung hergestellt wer  den können.  



  Beim     erfindungsgemässen        Verfahren.    zur  Herstellung von     .durchgehend        gemusterten     Gegenständen aus schichtbaren und     verpress-          baren        Stoffen-    wird     die    verwendete Form in  Rotation versetzt,.

       wobei    die     dabei    entste  hende Fliehkraft eine ringförmige Schich  tung     der-verschiedengefärbten    und nachein  ander     zugeführten    Stoffe     bewirkt.    Zweck  mässig wird     die        Umlaufgeschwindigkeit    der       Form,    sowie deren Gestalt dem zu verarbei  tenden Stoff und der     beabsichtigten    Muste  rung angepasst. Dabei kann die     Form.    in je-      der     Achsenstellung    zwischen lotrecht und  waagrecht umlaufen.  



  Um besondere Formen oder     Musteiatn.gen     zu erzielen, kann gleich zu Beginn     oder        wäh-          renid    des     Arbeitsganges    die Form mit Ein  sätzen versehen     werden,,    die vorzugsweise aus  schwach     vorgepresstem    und gegebenenfalls       vorgemustertem    Pulver bestehen können.

   Ist       die    Form dem     bea=bsichtigten    Zweck     entspre-          ehend    mit     pulverföinnigein    Stoff gefüllt, so  wird die Umdrehung unterbrochen und der       Gegenstand    kann durch Druck oder Wärme  oder beides in seine Fertiggestalt     übergefüh        rt     werden.  



  Lässt sich ein     Gegenstand,    infolge seiner       besonderen    Gestalt, nicht in der umlaufenden       Musterungsform        fertigpressen,    oder ist     dieses     aus andern     Gründen    nicht zweckmässig, so  kann in der Umlaufform ein in seiner Masse  und seiner Musterung dem zu     erzeugenden     Teil entsprechender Grundkörper     hergestellt     werden, der dann zur Anfertigung des end  gültigen     Presslings        weiter    verwendet werden  kann.

   Ist diese sofortige     Weiterverarbeitung     aber     aus    irgend einem Grunde nicht empfeh  lenswert, so kann :der vorbereitete Grundkör  per auch durch Druck und gegebenenfalls  Wärme in einen     transport-    und lagerfähigen       Vorpressling    übergeführt werden, dessen  Weiterverwendung zu ganz     beliebiger    späte  rer Zeit erfolgen kann.  



  Der     Vorteil    .des neuen Verfahrens     besteht     ferner darin,     da.ss    .sich seine Anwendung nicht  auf     bestimmte    schichtbare und     verpreÜbare     Stoffe beschränkt. Das Verfahren ist. für  viele schichtbare und     verpressbare    Stoffe.     wie     pulverförmiges,     grobkörniges,        schnitzelför-          mig        es    oder anderes     Sehüttbut    oder Spritz  gut, sofern es sich unter dem     Einfluss    der  Fliehkraft schichten lässt. geeignet.  



  In der Zeichnung     ist,die    Herstellung eines  Gegenstandes nach dem neuen Verfahren und  die dazu verwendete Hohlform in einem     Aus-          führungsbeispiel    dargestellt. Dabei ist a eine  etwa zylindrische Hohlform, die mit ihrer  Hohlwelle b in einem Lager c .drehbar     ge@a-          gert    ist. Durch die     Hohlwelle        gellt    ein    Schaft f, an dessen vordern Ende eine     kol-          benförmige    Platte d sitzt, welche zugleich  den verstellbaren Boden der     Form    bildet.

   An       ihrer        Vorderseite    ist die Form a mit einem  durch     Bajonettverschluss    zu befestigenden  Deckel g versehen, in dessen     Mitte    sich     eine          Einfüllöffnung        li        befindet.     



  Soll nun ein Gegenstand hergestellt wer  den., in diesem Fall ein zylindrischer Körper,  so kann durch den Schaft<I>f</I> der Formboden<I>d</I>  auf ein bestimmtes Mass eingestellt werden.  Die Form a. wird     darin    in Umlauf gesetzt  und durch die Öffnung     1i:    die erste Pulverart       mittels        eines        geeigneten    Löffels eingefüllt.  Das Pulver 1. wird durch .die bei der Um  drehung der Form a     entstehende    Schleuder  wirkung gegen die Wand der     Form    a ge  schleudert und dort mehr oder weniger ring  förmig verteilt und festgehalten.

   Das     zweite     Pulver     \?,    das     anders    gefärbt sein kann,     wird     nach seiner     Einführung    gegen die Pulver  wand 1 geschleudert und     bildet    eine     weitere     Schicht. In gleicher Weise geschieht es mit  Pulver 3. Schliesslich wird ein Kernstück -1  eingeführt, welches aus losem oder gegebe  nenfalls     vorgepresstem    Pulver     bestehen    kann.

    Nachdem auf diese     Weise    die Form gefällt  ist, kann durch Nachdrücken     des    beweglichen  Formbodens die Pulvermasse     etwas    zusam  mengedrückt und dadurch verfestigt werden,  worauf nach Abnahme     des        Deckels    der     ganze          Vorpressling    aus der Form herausgedrückt  werden kann.

   Gegebenenfalls kann aber nach  Abnahme des Deckels noch ein in der Zeich  nung, nicht     dargestellter        Gegenstempel        auf-          aleset7t    und der Formling durch Druck oder,  je nach     Art    der verwendeten Pulver, durch       Wärme    oder beides meinen festen     Körper          umgewandelt        werden.    Bei     diesem    Körper ist  dann die Musterung eine     derartige,

      dass die       Pulverarten    1 bis 1 ringartig an den     End-          flächen        siclitba.r    sind und sich nach Art kon  zentrischer Rohre durch den ganzen Körper       hindurchziehen.    Es ist somit die     Forderung     nach     durchgehender        Musterung    erfüllt.  



  Die in der     umlaufenden    Form erhaltenen  Muster bestehen im allgemeinen     aus        kreis-          runden,    konzentrischen     Ringen.    Wird eine      andere Ringform gewünscht, wie z. B. mehr  ovale Musterringe, so kann     dieses    in ein  facher Weise dadurch erreicht werden, dass  auf :den     Formling    ein seitlicher Druck quer  zur Ringachse     ausgeübt    und     :dadurch    :der       Formling    entsprechend     flachgepresst    wird.

    Man erhält dann einen     Vorpressling        bezw.          Fertigpressling,    bei dem die     konzentrischen     Musterringe eine mehr oder     weniger    ovale  Gestalt haben, wie es bei ,den     Jahresringen     von     Naturkörpern,    z. B.

   Holz oder Horn,  vielfach     vorkommt    und auf die oberbeschrie  bene     Weise    weitgehend nachgebildet werden  kann. '  Ganz     besonders    eignet sich das neue Ver  fahren zur Herstellung von     Kunsthornknöp-          fen    mit     Ringmuster,

      -die als Ersatz zum Bei  spiel für die echten     Büffelhornknöpfe    dienen       können.    Zur Herstellung derartig     flacher     Gegenstände mit     Ringmuster        kann        beispiels-          weise        in    der Weise verfahren werden, dass  man     zunächst    eine lange,

       runde    Stange mit       durchgehender        Musterung        anfertigt    und in  eine Anzahl     sch-eibenfärmiger    Tabletten     zer-          legt,    die dann     s@ämtliohe    die gleiche     Muste-          rung        aufweisen    und je zur     Bildung    :eines  Knopfes dienen.

   Für die Herstellung     eines     solchen     Stabes    mit     Büffelhornmuster        kann     'beispielsweise     foligende    Füllungsreihe ange  wendet     wenden:     
EMI0003.0047     
  
    1. <SEP> 217,50 <SEP> .g <SEP> Grundmehl
<tb>  ,2. <SEP> 18,75 <SEP> " <SEP> .braunes <SEP> Pulver
<tb>  3. <SEP> 3-1,25 <SEP> " <SEP> Grundmehl
<tb>  4. <SEP> 6,26 <SEP> " <SEP> braunes <SEP> Pulver
<tb>  :5. <SEP> 25,00 <SEP> " <SEP> Grundmehl
<tb>  6. <SEP> 6',25 <SEP> " <SEP> braunes <SEP> Pulver
<tb>  7. <SEP> <B>6,25</B> <SEP> " <SEP> Grundmehl
<tb>  B. <SEP> 3,15 <SEP> " <SEP> braunes <SEP> Pulver
<tb>  9. <SEP> 1;62' <SEP> " <SEP> weisses <SEP> Pulver
<tb>  1,0. <SEP> :

  3,25 <SEP> " <SEP> Grundmehl
<tb>  1,1. <SEP> <B>3,25</B> <SEP> " <SEP> Kernpulver
<tb>  1,2. <SEP> 1,62 <SEP> " <SEP> weisses <SEP> Pulver
<tb>  13. <SEP> 1;6.21 <SEP> " <SEP> Grundmehl
<tb>  14. <SEP> 1;62 <SEP> " <SEP> braunes <SEP> Pulver
<tb>  15. <SEP> 1;62, <SEP> " <SEP> Kernpulver
<tb>  16. <SEP> <U>1,6,2</U> <SEP> " <SEP> weisses <SEP> Pulver
<tb>  150,72,       Mit     Grundmehl        wird    dabei dasjenige       Presspulver    bezeichnet,     auo    welchem der       nichtgemusterte    (durchscheinende) Teil des       Press!gegenstandes        besteht,        währendmitKern-          pulver        :

  dasjenige    Pulver     bezeichnet    wird, wel  ches bei     Nachbä-dung    von     Büffelhornknöpfen,     der sogenannten     Kernmusterung,    das ihr       eigentümliche        milchig-weisse    Aussehen gibt.  



  Der so     gebildete    :Stab     wind    nun durch  gelinde     Vorp@ressung        verfestigt        un:ddabei     gegebenenfalls unter Flachpressung in eine  mehr oder     weniger    ovale     Quemchnittsform          übergeführt.    Schliesslich     wird    die Stange in  eine     Anzahl    (z.

   B. 3:0) Tabletten von je etwa  5     .g        zerschnitten        und    dann einzeln in der  Wärme     nachgepresst    und in der üblichen  Weise     durch    Bohren, Polieren usw. fertig ge  stellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von durch gehend gemusterten Gegenständen aus schichtbaren und verpressibaren Stoffen, da durch gekennzeichnet, dass man die ver- schiedenfarbigen Stoffe nacheinander in eine umlaufende Hohlform einfüllt und -dabei durch :
    die entstehende Fliehkraft die ge- wünschte ringförmige Verteilung und kon- zentrische Schichtung der verschiedenfarbi ger Stoffe bewirkt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass :die aus konzentrischen Kreisringen bestehende Musterung durch seitlichen Druck quer zur Ringachse zu einer ovalen Form flachgepresst wird. 2. Verfahren;
    nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufsgeschäin- digkeit der Hohlform. während der Fül lung geändert wird, um die Musterung zu beeinflussen. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, ,dass. zur Herstellung :stab- förmiger Werkstücke die Form, um eine waagrechte Achse umläuft. 4. Verfahren nach Patentanspruch, :dadurch gekennzei@chn,et, :
    dass man zur Herstellung scheibenförmiger Formlinge die Hohlform um eine lotrechte Achse umlaufen lässt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass- man zur Erzielung besonderer Musterwirkung die Form um eine geneigte Achse umlaufen lä.sst. G.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die umlaufende Hohlform mit Einsätzen versieht, um welche sich das eingebrachte Pulver her- umschichtet und die nach der Verpressung wieder entfernt werden. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung beson derer Musterwirkung in die umlaufende Hohlform Einsätze aus leicht vorgepress- tem Pulver gesetzt werden, welche sich bei der späteren Verpressung fest mit der übrigen Pulvermasse verbinden.
CH195130D 1936-06-17 1937-05-22 Verfahren zur Herstellung von durchgehend gemusterten Gegenständen aus schichtbaren und verpressbaren Stoffen. CH195130A (de)

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