CH195161A - Selbstanlaufender Einphasen-Wechselstrom-Synchronmotor. - Google Patents

Selbstanlaufender Einphasen-Wechselstrom-Synchronmotor.

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CH195161A
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Otto Janzen
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Otto Janzen
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Description


  Selbstanlaufender Einphasen-Wechselstrom-Synchronmotor.    Für selbstanlaufende Einphasen-Wechsel  stromsynchronmotore sind bereits zahlreiche  Vorschläge     bekannt    geworden mit dem Er  gebnis, dass diejenigen, welche wirklich selbst  anlaufende und synchronlaufende Motore  zeitigten, nur für die Zwecke     :des-    Antriebes  von Uhren bezw. Tarifapparaten verwend  bar waren, während sie für grössere Leistun  gen, wie zum Beispiel sie bei Sprechappara  ten oder dergl. erforderlich sind, selbst bei  Ausführung des Motors im. vergrösserten  Massstabe nicht brauchbar waren.

   Die eine  Gruppe dieser Vorschläge     betraf    meist  schnell laufende Motore, bei denen Läufer  und Ständer gleiche Polzahl aufwiesen und  der Läufer die der Polzahl des Ständers: ent  sprechende Geschwindigkeit besass. Die an  dere Gruppe     :dieser    Vorschläge     richtete    sich  auf langsam laufende Motore, bei denen die  Anzahl der Polzähne :des Läufers ein     Viel-          faches:,der    Ständerpolzahl betrug. Die so, vor  geschlagenen Motore weisen gleichzeitig     Vor-          und        Nachteile    auf.

   Die     :ersteren    haben den    Nachteil, dass das Kupfer der Käfigwicklung  während des, synchronen Laufes den grössten  Teil     seiner    Wirkung     einbüsst,    da in der  Wicklung nur noch so viel     ,Strom    induziert  wird, wie sich     :das    Magnetfeld im Läufer  zahn während     :des    Laufes von einem Pol  zum andern in seiner Stärke verändert, wo  durch nur ein Bruchteil der Leistungsmög  lichkeit erzielt wird.     Infolgedessen    weist das  Anlaufmoment kurz vor dem     Erreichen    des  Synchronismus eine sehr     :schwache    Stelle  auf, so dass der Motor, sobald er belastet an  laufen soll, über :

  diese Stelle nicht hinweg  kommen und     seine    synchrone Drehzahl nicht  erreichen kann. Der     Vorteil    dieser ersteren  Motore besteht jedoch darin, dass sie im syn  chronen Lauf einen sehr guten Wirkungs  grad haben, der dadurch erzeugt wird, dass  das Eisen im Läufer nicht dauernd     ummag-          netisiert        wird        und    daher dieser .sich lediglich  in Wärme umsetzende Energieverlust ge  spart wird. Diese Motore laufen nur noch als  Reaktionsmotore, wie die Synchronmotore      mit kupferlosem Läufer nach dem Prinzip  des phonischen Rades, die bekanntlich einen  sehr guten Wirkungsgrad aufweisen.  



  Bei der     zweiten    Gruppe der vorgeschla  genen Motore, den Langsamläufern, bei  denen die Läuferpolzahl ein Vielfaches. der  Ständerpolzahl beträgt, tritt die oben er  wähnte, kurz vor dem .Synchronismus auf  tretende schwache Stelle im Anlaufdreh  moment nicht so stark in Erscheinung, da  gegen ist.

   der Wirkungsgrad wesentlich nie  driger als bei der ersten Gruppe, was darauf  beruht, dass der Ständerpol, der einen gewis  sen Teil des Läuferumfanges umschliessen       muss,    eine grössere Anzahl von Läuferpolen  abdeckt und, da der Läufer während     eines     Wechsels sieh nur um eine Läuferpolteilung  fortbewegen kann, dass der Läuferpol samt  seinen     Nachbarn    während der Bewegung  innerhalb des durch den Ständerpol bedeck  ten Winkels bei jedem Wechsel ummagneti  siert wird, wodurch in der Käfigwicklung  nutzlose, in Wärme sich umsetzende Energie  verbraucht     wird,

      da der     induzierte    Läufer  pol bei seiner     Weiterbewegung    innerhalb  eines Wechsels nicht die richtige Gegen  polarität vorfindet, sondern sich während  mehrerer     Wechsel    immer noch unter .dem  gleichen Pol bewegt.

   Dieses ungünstige mag  netische Verhalten des     Motors    bedingt einen  so schlechten Wirkungsgrad, dass Motore für  grössere     Leistungen    nach diesem Prinzip  praktisch überhaupt nicht gebaut werden       können.    Der grosse     Unterschied        zwischen    der  Umlaufzahl     des        Feldes    und der Drehzahl  eines beispielsweise zweipoligen Läufers  wird dabei auch keineswegs     nutzbringend     für das Drehmoment innerhalb des:

       :syn-          ehronen        Laufes    verwendet, vielmehr erhält  der Motor infolge des oben erwähnten un  günstigen magnetischen Verhaltens einen  derartig grossen Schlupf, dass die asynchrone  Motordrehzahl von selbst nur .ganz wenig  über der synchronen Drehzahl liegt. Diese  bekannten Motore besitzen keine Einrichtun  gen, welche ein Festhalten des Läufers ent  sprechend der Ständerpolzahl bereits bei  500 Umdrehungen     ermöglichen        könnten,       wenn die der Ständerpolteilung entspre  chende höhere Drehzahl wirklich vorhanden  wäre; besässen sie derartige Einrichtungen,  dann würden sie unter keinen Umständen  anlaufen können.  



  Es sind auch Synchronmotore vorge  schlagen worden, die mit einem sechspoligen       Ständer    und     sechspoligem    Läufer an- und  synchron liefen, jedoch die Eigenschaft be  sassen, dass sie bei völligem     Leerlauf    über die  synchrone Drehzahl hinausliefen, weil das  synchronisierende Moment zu klein war, so  dass sie durch mechanische Bremsen an die  sem übersynchronen Lauf gehindert werden  müssen und daher auch nicht als wirkliche       Synchronmotore        angesehen        werden    können.  



  Das     günstigste    Verhältnis für einen Syn  chronmotor würde sich dann ergeben, wenn  der Motor beim Anlaufen die Eigenschaften  eines normalen     Asynchronmoton,    hätte und  der Läufer in seiner Betriebsdrehzahl     etwas     langsamer als das asynchrone Drehfeld lau  fen würde; ein zum Beispiel vierpoliger Mo  tor würde     bei        etwa        140O    Umdrehungen an       %seiner        günstigsten    Stelle liegen.

   Dieses Ver  hältnis ist praktisch nicht erreichbar, weil  ,die erforderliche Polteilung nichtdurchführ  bar ist; es muss daher versucht werden, bei  den durch die Polteilung bedingten Synchro  nen     Drehzahlen    einen Motor elektrisch     iso          auszurüsten,    dass dieses Verhältnis eintritt,  dass also zum Beispiel ein Motor mit sechs  Polen und<B>1000</B> Umdrehungen bei 50 Perio  den     eine    a .synchrone Drehzahl aufweist, die  etwa bei 1100 Umdrehungen liegt. Dann  wird der Wirkung grad das gleiche Verhält  nis ergeben, wie bei einem reinen asynchro  nen Motor mit sechs Polen, der während der  Arbeitsleistung mit 900     Umdrehungen    läuft.

    Diese Aufgabe wird durch die     Erfindung     annähernd gelöst und der neue Synchron  motor ist in seinem Wirkungsgrad entgegen  .dem     bis    jetzt     Erzielbaren    nicht etwa weit  schlechter, sondern erheblich besser als ein       Asynehronmotor    von gleicher Grösse und  Drehzahl.  



  Die     Erfindung    besteht im wesentlichen  darin,     :dass    bei einem Motor mit einer einem      sechspolig     ausgeführten    Motor entsprechen  den synchronen Drehzahl ein Ständer vorge  sehen ist, der vier gleichstarke ausgeprägte  Pole     beisitzt,    die in Haupt- und Hilfspole  unterteilt sind, wobei die Hauptpole in un  gleichen     Winkelabständen    von 60 und 120    mit wechselnder Polarität angeordnet sind  und zwei Drehfelder verschiedener Geschwin  digkeit erzeugen, welche auf einen mit sechs  Polvorsprüngen und einer Käfigwicklung  versehenen Läufer derart einwirken, dass aus  den zwei verschiedenen Drehfeldern sich  eine dritte,

   etwas über der dem kleineren       Winkelabstand    und der Läuferteilung ent  sprechenden .synchronen Drehzahl liegende       asynchrone    Drehzahl ergibt.  



  Ein     Ausführungsbeispiel    der Erfindung  ist     nachfolgend    anhand der Zeichnung. näher       erläutert.     



  Fig. 1 zeigt schematisch den Motor in       Seitenansicht    mit teilweisem Schnitt,  Fig. 2 zeigt eine beispielsweise Ausfüh  rungsform des Läufers , mit seiner     Käfig-          wicklung;     Fig. 3 zeigt einen Teil des Kraftlinien  flusses. zwischen Ständer und Läufer;  Fig. 4 zeigt in mehreren Drehmomenten  kurven die     Wirkungsverhältnisse    des. Motors       und     Fig. 5 zeigt Drehmomenten- und Lei  stungskurven des Motors.  



  Der Ständer des Motors ist aus zwei glei  chen, U-förmig gestalteten Doppelpolstücken  1 zusammengefügt, von denen jedes mit     einer     Erregerwicklung 2 versehen ist und für sich  allein bereits einen wirksamen Ständer dar  stellt; die aber durch ihre Zusammenfügung  eine neue     Wirkungsweise    ergeben. Jeder  Schenkel des Doppelpolstückes 1 ist in       Hauptpole    3 und Hilfspole 4 mit Kurz  schlusswicklung 5 aufgeteilt, wobei --die  Hauptpole jeder Ständerhälfte einen Winkel  von 120   einschliessen,     innerhalb        dessen    die  Erregerwicklung 2 auf den Jochen der Dop  pelpolstücke angeordnet ist.

   Die Hauptpole       sowie    die Hilfspole besitzen annähernd die  gleiche Breite einer sechspoligen Läufertei-    lung, sind also in einem geometrischen Win  kel von etwa<B>30'</B> angeordnet. Würde man  eine dieser Ständerhälften mit einem glat  ten, mit einer Käfigwicklung versehenen  Läufer     zusammenfügen    und durch die Er  regerwicklung einen 50periodigen Wechsel  strom leiten, dann würde der Läufer je nach  seinem     Kupferwiderstand    eine Geschwindig  keit annehmen, die dem Hauptpolwinkel von  120 ',entspricht.

   Das entsprechende Drehfeld  in diesem Polabschnitt würde .selbstverständ  lich eine Geschwindigkeit von 2000 Um  drehungen     besitzen,    infolge der     einseitigen     Beeinflussung     würde    jedoch der Läufer einen  erheblichen .Schlupf     aufweisen.     



  Setzt man nun die beiden Ständerhälften  wie dargestellt zusammen, so ergibt sich zu  nächst ein     vierpoliger        Ständer,    der     in    der  Stellung seiner Hauptpole zueinander ver  schiedene Winkel     aufweist,    nämlich zwei von  1,20'     und    zwei von<B>60'.</B> An den Stellen, an  welchen sich die beiden Doppelpolstücke 1  m it     ungleichnamiger    Polarität berühren, be  finden sich zwischen den in einem Winkel  von 60   liegenden     Hauptpolen    3     die    gleich       breiten    Hilfspole 4.

   Durch     diese    zueinander  verschiedene     Winkelstellung    von 60 und 120  der vier gleich starken     Hauptpole    ergibt  sich folgende     vorteilhafte    Wirkung: Der       Winkelabstand    von 60   wirkt     bestimmend     auf die     .synchrone    Geschwindigkeit und er  zeugt ein starkes     asynchrones    Anlauf  moment.

   Bei Erreichung ,der     synchronen    Ge  schwindigkeit     wird    allerdings das Kupfer  der Käfigwicklung 6 im Läufer 7 innerhalb       des        Winkels    von<B>60'</B>     fasst    wirkungslos       (verg!l.        Fig.    4), trotzdem wird die schwache  Stelle kurz vor dem     Synchronismus    über  brückt, und zwar durch     dm    zweite Drehfeld,

    welches durch die     Winkelabstände    von 120    der     Hauptpole    in beiden     Doppelpoletücken-    1       entsteht.    Hierdurch ist also der Nachteil der  vorher     erwähnten        bekannten        Motore    - be  seitigt, dabei ist aber die     wertvollste    Ursache  eines guten     Wirkungsgrades,    nämlich die  Wirkungsweise eines Reaktionsmotors er  halten geblieben, da     hinsichtlich        des        Winkels     von<B>60'</B> sowohl die Läufer-, als,

   auch die      Ständerteilung übereinstimmen und für die  sen     Teil    mit dem gleichen     Drehfeld    um  laufen. Für diesen Teil des Motors stimmt  auch der     Wechsel    der Polarität im Ständer  und Läufer während des Laufes: gesetz  mässig überein, so dass das Läufereisen hier  nicht zwecklos     ummagnetisiert    wird.  



       Ausser    den vier gleich starken Haupt  polen und den vier Hilfspolen besitzt der be  schriebene Ständer noch zwei schwächere  Hauptpole ohne Hilfspole, welche durch die  zwischen den Polschenkeln der     Doppelpol-          stücke    1 vorgesehenen, an sich bekannten Ei  senschlussbleche 8 gebildet werden. Diese  Eisenschlussbleche nehmen den äussern Streu  fluss der Erregerspule 2 mit auf und sind so  gestaltet, dass sie in ihrer einen, an den  Hilfspol anschliessenden Hälfte dem Kreis  bogen der Ständerbohrung folgen, während  ihre andere Hälfte tangential dazu nach dem  Hauptpol hin verläuft.

   Diese     magnetischen     Schlussstücke liefern also den fünften und  sechsten Pol, so dass der Ständer wenigstens  teilweise die Wirkung eines     (sechspoligen          Ständers    besitzt. Der Teilbogen der Eisen  schlussbleche 8 wirkt besonders     vorteilhaft     für das Abfangen des     Läufers    in der syn  chronen Drehzahl.  



  Der oben beschriebene Ständer hat für  den asynchronen Teil mit Wirkung auf einen       normalen,    glatten Läufer (ohne Polflächen)  mit Käfigwicklung ein einem Polwinkel von  60' entsprechendes Drehfeld, welches bei  50 Perioden praktisch -eine     Geschwindigkeit     von weniger     als    1000 Umdrehungen bedingt,  und ein zweites Drehfeld von 120 , dessen       Geschwindigkeit    praktisch unter 2000 Um  drehungen liegt.

   Diese beiden Drehfelder zu  sammen     ergeben    eine resultierende asyn  chrone Drehzahl, die etwa einem Winkel ent  spricht, welcher zwischen 68 und<B>72'</B> liegt,  je nach dem Widerstand in der Käfigwick  lung und je nach dem magnetischen Schluss  an der     Berührungsstelle    der beiden Ständer  hälften. Diese resultierende Drehzahl liegt  im     Mittel    bei     1150    Umdrehungen. Der  gleiche     :Ständer    bedingt aber gleichzeitig ein       synchrones    Drehmoment, welches aus der         Reaktionswirkung    der gleichen Polteilung  von Ständer und Läufer     entsteht    und bei  1000 Umdrehungen liegt.

   Die     resultierende     Drehzahl würde von sich aus zwar höher lie  gen, es wird jedoch während des Laufes der       induzierte    Läuferabschnitt bei seinem Aus  treten aus dem 60' '-Winkel von den Pol  schenkeln abgefangen, da die magnetische  Wirkung in     .diesem        Läuferabschnitt    noch  nicht     erloschen    ist. Die gleiche Wirkung  würde bei einem glatten Läufer ohne Pol  flächen ebenfalls auftreten.

   Hieraus ergibt  sich ein gewisses-     negatives    Moment,     welches     den Läufer hindert, seinen noch induzierten  Pol aus :dem Feld der 60 -Teilung weiter  hinauszudrehen, was, sich mit grösster Deut  lichkeit in dem     steilen    Abfall der Leistungs  kurve 13' in der Fig. 5 offenbart.  



  Ist es nun aus irgend welchen Gründen  des Verwendungszweckes wünschenswert, die  resultierende asynchrone Drehzahl zu ver  grössern oder zu verkleinern, so lässt sich die  ses in .sehr einfacher Weise mittels d er     Stifte     0 erzielen, die nach der Vereinigung der bei  den Ständerhälften mittels der unmagneti  schen Klammern 10 in die so entstehenden  durchgehenden Aussparungen zwecks an sich  bekannter Fixierung dieser Hälften einge  führt werden. Je nachdem, ob diese Stifte  aus magnetischem oder aus nicht magneti  schem Stoff bezw. ob sie nur auf einem Teil  ihrer Länge aus     magnetischem    Stoff be  stehen oder nur einen Teil der     Ständerbreite     ausfüllen, wird der magnetische Schluss zwi  schen den beiden     Ständerhälften    und damit.

    das Magnetfeld der Hilfspole beeinflusst, so  dass bei .seiner Verstärkung das     Anlaufsmo-          ment    steigt und die     resultierende    Drehzahl       sinkt.    Der Motor ist im letzteren Falle im  'Anlauf .stärker, im synchronen Drehgebiet  dagegen     etwas    schwächer geworden. Man  kann zwar auch durch Veränderung des  Kupferwiderstandes im Läufer eine ähn  liche Wirkung erzielen, jedoch nicht im glei  chen Masse und auf gleich einfache und be  queme     Art.     



  Der zu einem selbstanlaufenden Syn  chronmotor gehörige Läufer ist in der     Fig.    2      in einer beispielsweisen     Ausführungsform          dargestellt    und in ans sieh     bekannter    Weise  mit sechs     Abflachungen    versehen, so dass sechs       ausgesprochene        Polvorsprünge    entstehen.

    Während man bisher ,die Polvorsprünge und       Lücken,    bei     synchronen    Läufern     stets,    an  nähernd gleichbreit zu machen pflegte, haben  Versuche erwiesen, dass diese Gleichheit bei  kleinen Selbstanläufern mit Käfigwicklung  nicht vorteilhaft ist und     es    wesentlich gün  stiger ist, wenn die Abflachungen bezw.  Lücken am Läufer erheblich breiter als die  Polvorsprünge     gestaltet    werden.

   Es hat sich       erwiesen,    dass der Motor bei einem Verhält  nis der Polbreiten am Läufer zu den  Lückenbreiten von 2 : 3 die günstigsten Lei  stungsverhältnisse sowie einen absolut siche  ren     ,synchronen    Lauf aufweist, obwohl ein       relativ    grosses asynchrones Drehmoment vor  handen     ist,    und das     Drehfeld    eine über der       synchronen    liegende Drehzahl besitzt.

   Ein  mit     diesem    Teilungsverhältnis     versehener     Läufer kann aber niemals von selbst an  laufen, wenn die Zahl .der     Kupferstäbe    der  Käfigwicklung gemäss den bisherigen Vor  schlägen etwa der Zahl der Polvorsprünge  des     Läuferfis    entspricht; der Läufer muss viel  mehr am     zweckmässigsten    mit einer ungera  den Zahl von     Kupferstäben    in der Käfig  wicklung versehen werden, wobei     diese    Zahl  so zu wählen ist, dass eine :gleichmässige Ge  wichtsverteilung im Läufer erzielt und des  sen sonst     unvermeidliches,    starkes     Vibrieren     vermieden wird.

   Bei kleineren Motoren mit  :der beschriebenen Ständerform haben sich als       am,        zweckmässigsten    die     Zahlen    von 15, 21, 27,  3,3 usw. für die Stäbe der Käfigwicklung er  geben. Bei zum Beispiel 1.5 Stäben der Kä  figwicklung hat der Motor im synchronen  Lauf bereits     .gute    Eigenschaften, jedoch     ist          dass    Anlaufmoment beim     ,stillstehenden    Motor  je nach der     jeweiligen    Winkelstellung des  Läuferpolvorsprunges zum Ständerpol ent  weder sehr     ,gross    oder sehr klein.

   Dieses ver  schieden ,grosse Anlaufmoment     entsteht    da  durch, dass dass eintretende Magnetfeld bei  der geringen Anzahl     von.    Kupferstäben  wenig     induktiven    Widerstand findet und so    der Läuferpol zwar stark     angezogen    aber       wiederum    auch beim Austreten aus dem  Magnetfeld des. Ständerpols stark behindert  wird.  



  Um. nun -dem Motor ein einigermassen  gleichmässiges Anlaufmoment zu     erteilen,    ist  es vorteilhaft, die Anzahl     der        Kupferstäbe     in der Käfigwicklung gegenüber der Anzahl  der Polvorsprünge     des    Läufers möglichst  gross zu machen, so dass innerhalb eines: Pol  vorsprunges sich mehrere     Kupferstäbe    be  finden.

   Dieses     ist    bei kleineren     Läufer-          durchm3essern,    jedoch     naturgemäss    nur dann  möglich, wenn die Käfigwicklung in an sich  bekannter Weise aus,     Flachstäben    gebildet  wird, da ja bei     Rundstäben    in grösserer Zahl  der Eisenquerschnitt     zwischen    ihnen zu sehr       geschwächt    würde, anderseits ,die von der  Käfigwicklung umschlossene Eisenmenge für       die,        Wirkung    bekanntlich von grosser Be  deutung ist.

   Bei Verwendung von Flach  stäben für die     Kupferwicklung;    wie dies in  Fig. 2 und 3 gezeigt ist, lässt sich der grösst  mögliche     Eisenquerschnitt    zur Wirkung       bringen.    Aus der oben     erwähnten    Teilung  von 15, 21, 27,     33    usw.

       ergibt    sich zwang  läufig, dass bei einem sechspoligen Läufer  die     Kupferstäbe    der benachbarten Pole stets  um eine halbe Teilung     verlagert    sind, da  gegen in jedem     übernächsten    Pol     wiederum     gleiche Eisen- und Kupferverhältnisse vor  hand-en     sind,    die auch eine gleiche Gewichts  verteilung im Läufer bedingen.

       ,So        zeigt    der       sechspolige    Läufer gemäss der     Fig.    2 bei       einer    Breite der Polvorsprünge von 24' und  einer     Breite    der Läuferabflachungen     bezw.     Pollücken von 36  , also bei einem Verhält  nis     dieser        Breiten    von 2 :

   3, eine Teilung von  27     für    die     Käfigwicklung,    so     dass    die Zahl  der     Kupferstäbe    innerhalb der     benachbarten     Pole     stetsi    um eine     .halbe    Teilung verlagert  ist.

   Die     Käfigwicklung    selbst     besteht        aus    nur  21 Stäben, da es sich     herausgestellt-    hat, dass  die voll in die     Abflachungen    fallenden, .ge  strichelt     angedeuteten    Kupferstäbe     dass    An  laufverhältnis nur     ungünstig    beeinflussen  und infolgedessen zweckmässig fortgelassen  werden     können.         Bei dem in der Fig.

   2 dargestellten Läu  fer ist klar erkennbar, dass bei der Teilung  von 27 je drei im     Winkel    von 120' angeord  nete Pole genau gleiche Eisen- und Kupfer  mengen und demzufolge auch die gleichen       Gewichtsverhältnisse    aufweisen, die von :den  symmetrisch dazwischen liegenden Polen  gleich verschieden sind. So findet man in  den einen um 120' gegeneinander     versetzten     Polen je drei, in     den.    dazwischen liegenden  je vier Kupferstäbe.

   Hieraus ist ersichtlich,  dass der Läufer eine für die Erzielung eines  möglichst gleichmässigen Anlaufmomentes er  forderliche unsymmetrische     Verteilung    der       Kupferstäbe    und     Eisenquerschnitte    zwischen       benachbarten    Polen     aufweist,    trotzdem aber  auch in seiner     Gewichtsverteilung    vollstän  dig     symmetrisch    ist, so dass     Vibrationen    des       Läufers    vermieden     ,sind.       Die     durch,

  die    hohe Zahl der Kupferstäbe  im Läufer auftretende Verschmälerung der  Eisenpole innerhalb zweier benachbarter  Kupferstäbe bedingt den wesentlichen Vor  teil, dass an den Berührungsstellen der un  gleichnamigen     Polschenkel    der Doppelpol  stücke 1 das Magnetfeld nicht wirkungslos  in das     Eisen    des Läufers innerhalb zweier  Kupferstäbe hinein und wieder heraustreten  kann.

   Um     ,diese    Wirkung zu unterstützen,  sind, wie aus der Fig. 3 ersichtlich ist, die       beiden    sich berührenden Teile der ungleich  namigen Ständerpolschenkel 3 und 4 derart       abgeschrägt,    dass ihr gemeinsamer Abstand  an der breitesten Stelle weiter ist., als die  Eisenbreite innerhalb zweier     Kupferstäbe    im  Läufer, wodurch das Magnetfeld bei seinem  Fluss ,durch den Läufer zwangsweise durch  die Käfigwicklung hindurchgeführt wird  und somit Arbeit     leisten    muss.    Die Fig. 4 zeigt eine Zusammenstellung  mehrerer Diagramme, welche die Wirkungs  weise des     beschriebenen    Motors veranschau  lichen.

   Darin stellen .die Kurven A, C und  C, das genau gemessene Drehmoment in cmg  in Abhängigkeit von der     Umdrehungszahl     eines kleinen Motors dar, dessen Läufer  einen Durchmesser von 39,5 mm und eine    Länge von 30 mm besitzt und der im Durch  schnitt 21 Watt aufnimmt. Die in den Kur  ven I und II angedeuteten Drehmomente ent  sprechend den     Winkeln    von<B>60</B> und 120       konnten    dagegen nicht gemessen werden, da.  sie ja nur miteinander verkuppelt in Wir  kung treten; sie .sind daher mit schätzungs  weisesieh ergebenden Werten eingefügt. Die  Kurve A jedoch, welche die Resultierende  aus -den beiden Kurven.

   I und II :darstellt,  ist mittels Stroboskop und Wirbelstrom  bremse genau aufgenommen,     wobei    ein glat  ter asynchroner Läufer mit 2 7     Flachstäben     verwendet wurde.     Ebenso    wurde die, Kurve C  aufgenommen, wobei der gleiche Läufer, je  doch mit den polbildenden     Abflachungen    ge  mäss Fig. ? gemessen wurde.

   Die Kurve S  zeigt das rein synchrone Drehmoment. aus  der Reaktionswirkung des Eisens, wäh  rend die zu Beginn     dieser    Kurve auftreten  den Kurvenzüge SD und SB das synchrone  Drehmoment bezw. das synchrone Brems  moment des Läufers beim Anlauf zeigen,       welche:,;    bei einem mit     ausgeprägten    Polen       versehenen    Läufer im Augenblick des An  laufens je nach seiner Stellung zum Ständer  pol entsteht.

   Steht der Läufer in seiner gün  stigen Anzugstellung, dann erhält er ein  das Drehmoment der Käfigwicklung verstär  kendes Anlaufmoment, andernfalls hat er  das Bestreben,     rückwärts    zu laufen, und nur  ein noch stärkeres Drehmoment der     Käfig-          wieklung    vermag den Läufer über dieses       Hindernis    hinweg anzudrehen.

   Aus diesen  Grunde haben -die     selbstanlaufenden        Syn-          chronmotore    mit     ausgesprochenen    Läufer  polen und gleicher     Stäüderteilung    stets ein  verschieden starkes Anlaufmoment je nach  ihrer     Läuferstellung    beim Einschalten. Des  halb zeigt auch die Kurve C des synchronen  Motors ein in der     Kurve    C, angedeutetes  mittleres     Anlaufmoment    von 200     emg,     während das schwächere zu<B>100</B>     cmg,    das  stärkere dagegen zu     :30L)        cmg    gemessen.  wurde.

   Das schwächere Anlaufmoment von  1.00 cm- tritt, wie bereits oben gesagt wurde,  dann auf, wenn der Läuferpol sich in seiner  ungünstigsten Stellung     befindet,    was jedoch      nur     innerhalb    einer ,ganz kleinen Winkelstel  lung der Fall ist; .die geringste Bewegung in  der Laufrichtung     führt    zu einem sprunghaf  ten Ansteigen des     Drehmomentes,        wie    dies  die Kurve C in der Fig. 4 zeigt.

   In der       schraffierten.        Fläche        zwischen.    den Kurven A  und C kommt     deutlich    zum Ausdruck, um       wieviel    die     Leistung    eines solchen synchro  nen Motors, wenn man also die     Reaktions-          wirkung    des Eisens :

  der ausgeprägten Pole  noch zusätzlich zu Hilfe     nehmen    kann, bes  ser     ist,        als,die        des    ,gleich grossen asynchronen  Motors.     Selbstverständlich    ist die Ausnut  zung     dieser    Wirkung nur dann möglich,  wenn alle Teile des Motors in d er oben     be-          schriebenen    Weise richtig zueinander abge  stimmt sind.  



  Die Kurven A' und C' ,der Fig. o" zeigen  nochmals die Drehmomente des Motors in  Abhängigkeit von der Umdrehungszahl pro  Minute und ,die Kurven B' und     D'    die     Lei-          stungscharakteristik    in Abhängigkeit von  der     Umdrehungszahl.    pro Sekunde.

   Es zeigt  die     Kurve    A' das Drehmoment eines asyn  chronen Läufers ohne     Polflächen,,die    Kurve  B' die sich daraus ergebende     Leistungscha-          rakteristik,    die Kurve C das, Drehmoment  des :gleichen Läufers mit Polflächen und die       Kurve    D' die sieh aus letzterer ergebende       Leistungscharakteristik.    Auch hier zeigt die  schraffierte     Fläche    zwischen den Leistungs  kurven B' und D' deutlich die Erhöhung der  Arbeitsleistung durch die zusätzliche Aus  nutzung der     Reaktionswirkung    des     Poleisens.     



  Zu .den Kurven nach Fig. 5 ist noch zu  bemerken, dass die Werte,der Kurven B' und  D' zur     Ermittlung    der Leistung noch mit  2     n    zu     multiplizieren    sind. Somit ergibt sich  im synchronen Lauf bei 1000 Umdrehungen  eine Leistung von 2988 cmg . 6,28 =  1876,5 cmg/sek.  



  Die Vorzüge des beschriebenen Motors  sind jedoch nicht nur durch die wesentliche  Verbesserung des Wirkungsgrades begrün  det,     ,sondern    auch durch seine überaus     ein-          fache    und billige Aufbauweise.

   Bei dem  Stanzen der Ständerbleche ergibt sich ein  kaum nennenswerter Eisenverlust: Die Be-    arbeitung der einzelnen Ständerteile und ihre       Fertigung    ist sehr bequem, was besonders  für das Wickeln und     Isolieren    .der     :Spulen          zutrifft.    Der flache Aufbau des Motors, des  sen Höhe nur     etwas    grösser als sein Läufer  durchmesser ist, macht den Motor als Sprech  maschinenmotor sowie auch für andere Ein  bauzwecke infolge seiner kleinen gedrunge  nen     Form    besonders vorteilhaft.

   Der Motor  eignet     .sich    auch vorzüglich für den Antrieb  von Zeitschaltwerken, wofür der Läufer     ge-          mä5    der Fig. 3 bis an die Grenze der Festig  keit mit Speichen bildenden     Aussparungen     1.1 versehen werden kann, um so durch mög  lichste Gewichtsverminderung .das Anlaufen  sowie das Einlaufen in die synchrone Ge  schwindigkeit zu     beschleunigen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCH: Selbstanlaufender Einphasen -Wechsel stromsynchronmotor mit einer einem sechs- polig ausgeführten Motor entsprechenden synchronen Drehzahl, dadurch gekennzeich net, dass sein. Ständer vier gleich starke aus geprägte -Pole aufweist, :die in Haupt- und Hilfspole unterteilt sind, wobei Hauptpole in ungleichen.
    Winkelabständen von 60 und 120' mit wechselnder Polarität angeordnet sind und zwei Drehfelder verschiedener Ge schwindigkeit erzeugen, welche auf einen mit sechs Polvorsprüngen und einer Käfigwick- lung versehenen Läufer derart einwirken, dass aus. den zwei verschiedenen Drehfeldern sich eine dritte, etwas über .der dem kleineren Winkelabstand und der Läuferteilung ent sprechenden ,synchronen Drehzahl liegende asynchrone Drehzahl ergibt.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Selbstanlaufender Synchronmotor nach Patenüanspruch, dadurch gekennzeich net, dass, der ,Ständer aus zwei gleichen, mit Haupt- und Hilfspolen versehenen U-förmig gestalteten Doppelpolstücken derart zusammengefügt ist, dass sich die ungleichnamigen Pole berühren und .durch die kleineren der so entstehenden ungleichen. Winkelabständen die Ge- schwindigkeit des Motors, bestimmt wird,
    während innerhalb der grösseren Winkel abstände je eine Erregerwicklung auf den Jochen der Doppelpolstücke ange ordnet ist. 2. Selbstanlaufender Synchronmotor nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, .dadurch gekennzeichnet, dass die Doppel polstücke des,Ständers durch Klammern oder dergl.
    aus ummagnetischem Stoff zusammengehalten und durch zwischen ihnen angeordnete Stifte von magneti scher Leitfähigkeit derart gegeneinander fixiert sind, dass durch die mehr oder minder starke magnetische Verbindung .der Doppelpolstücke über die Stifte die resultierende Drehzahl des Motors beein flusst wird.
    3. .Selbstanlaufender .Synchronmotor nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwi schen den 'Schenkeln der Doppelpolstücke verbindende Kurzschlusseisen vorgesehen sind, ,die in der einen Hälfte dem Kreis bogen der Ständerbohrung folgen und so das; Drehfeld unterstützen, -während sie in der andern Hälfte tangential verlau fen und so Lücken der Ständerbohrung bilden. 4.
    Selbstanlaufender Synchronmotor nach Patentanspruch und den Unteransprü chen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, ,dass der Läufer mit sechs polbildenden Abflachungen und einer Käfigwicklung versehen ist, deren im Verhältnis zu der Polzahl grosse ungerade Teilungszahl so gewählt ist, dass ,die um 120' gegenein ander versetzten Läuferpole stets gleiche Eisen-, Kupfer- und Gewichtsverhält nisse aufweisen, die von denen der da zwischen liegenden Läuferpole gleich verschieden sind, so dass trotz der elek tromagnetischen Ungleichheit der be nachbarten Pole der Gleichgewichtszu stand im Läufer erhalten bleibt.
    5. Selbstanlaufender Synchronmotor nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der polbildenden Abflachungen am Läufer zu der Breite der ausge sprochenen Läuferpole sich wie 3 : \? ver hält. 6. Selbstanlaufender .Synchronmotor nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis; 4, dadurch gekennzeichnet, dass .der Mittelteil der polbildenden Abflachun- gen des Läufers von .dem Kupfer der Käfigwicklung freigelassen ist. 7.
    Selbstanlaufender Synchronmotor nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4 und 6, dadurch gekenzeichnet, dass die Käfigwicklung des Läufers aus in radialen Schlitzen angeordneten Flach kupferstäben besteht.
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