CH195337A - Verfahren zur Herstellung von Formstücken, insbesondere Knöpfen, Abzeichen, Broschen aus Kunstharz. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formstücken, insbesondere Knöpfen, Abzeichen, Broschen aus Kunstharz.

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CH195337A
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Siegmund Sborowitz
Jakob Laupheimer
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Siegmund Sborowitz
Jakob Laupheimer
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C3/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing ornamental structures
    • B44C3/08Stamping or bending

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  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Formstücken, insbesondere     'Knöpfen,     Abzeichen, Broschen aus Kunstharz.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung von mit einer Zierfolie     ver-          sehenen    Formstücken, insbesondere Knöpfen,  Abzeichen, Broschen aus     Kunstharz-Press-          stoff,    durch Pressen in der Wärme, sowie  ein nach diesem Verfahren     hergestelltes     Formstück.  



  Bekanntlich haben die     Pressstoffe    aus       Phenolharzen    den Nachteil, dass es     nicht     möglich ist, reine, helle     bezw.    weisse Farb  töne zu erzielen. Auch ist es nicht möglich,  helle naturgetreue Maserungen, z. B. solche  von hellen Hölzern oder von hellen sonstigen  Mustern, nachzubilden.     Harnstoffharze    haben  zwar die     Nachteile    bezüglich .der Farbe nicht,  wohl aber ist     es    auch bei ihnen nicht ohne  weiteres möglich, beliebige vorgeschriebene       Musterungen    hervorzurufen.  



  Es ist schon vorgeschlagen worden, auf  die     Kunstharzmassen    mit einem Kunstharz  lack imprägnierte Zierfolien, insbesondere  aus Papier oder Gewebe, aufzulegen und    ,diese imprägnierten Zierfolien mit dem aus  Kunstharz bestehenden Körper des herzustel  lenden Gegenstandes durch Druck und Hitze  zu     vereinigen.        .Solche    imprägnierten Papiere  oder dergleichen müssen aber gut getrocknet  werden, bevor sie als Auflage verwendet wer  den können, da sie im feuchten Zustande eine       langdauernde        Wärmeeinwirkung    gebrauchen,

    bis das Lösungsmittel verdampft ist und die       Enthärtung        ider        Kunstharzimprägniermasse     erreicht ist. Ein solches Trocknen erfordert  besondere umfangreiche Vorrichtungen, er  hebliche Zeit und     viel    Wärme. Die getrock  neten Papiere sind schwer zu handhaben,  weil sie leicht brechen, und sie ergeben des  halb viel     Ausschuss.    Ferner saugen ,die Zier  folien     'beim    Imprägnieren mit     KuMtharz-          lacken    sehr viel von dem Lackmaterial auf,  was naturgemäss eine     Verteuerung    bedingt.

    Auch finden Verluste an     Lösungsmittel    statt,  selbst wenn man     Regenerationsanlagen    dafür  benutzt.      Zweck des den     Gegenstand        vorliegender     Erfindung bildenden Verfahrens ist, diese  Nachteile zu vermeiden.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung zur  Herstellung von mit einer Zierfolie     ver-          sehenen    Formstücken, insbesondere Knöpfen,  Abzeichen, Broschen,     ans    Kunstharz durch  Pressen in der Wärme, ist dadurch gekenn  zeichnet, dass der die Unterschicht     bildende     Körper des Formstückes aus Kunstharz  material in einem Arbeitsgang hergestellt  und mit einer durchsichtigen Oberschicht aus       Acetylzellulose    vereinigt wird,     wobei    zwi  schen die beiden genannten Schichten eine       dritte,    mittlere Schicht aus einer mit einem  Muster versehenen, nicht     imprägnierten    Zier  folie,

   die den fertigen Gegenstand mit     einem,     Muster versieht,     gel     acht wird.  



  Falls     gewün.seht,    kann zwischen die Zier  folie, die z. B. aus Papier oder     dergl.    sein  kann. und das     Kunstharzmaterial    noch eine  Lage aus Papier oder ähnlichem Stoff ein  gelegt werden.  



  Das Verfahren wird, wie     erwähnt,    in  einem     Arbeitsgang    zweckmässig in eurer  Form durchgeführt, derart, dass     Formgebur)g,     Härtung des     Kunstharzmaterials    und Ver  einigen der     durchsichtigen        Ohersehicht    mit  dem     Kunstharzkörper    praktisch gleichzeitig  unter dem Einfluss der     Pressung    und der  Wärme erfolgt.  



  Man kann entweder das     Kunstharz-          material    in Gestalt der     bekannten        Kunst-          harzpresspulver    benutzen oder man kann  schon einen     vorgepressten        Robliig        herstellen.     der     aber    noch nicht in den fertigen End  zustand übergeführt ist.  



  Das Verfahren kann in der Praxis     bei-          spielsi@=eise    wie folgt ausgeübt werden. In  eine Stahlform, deren Bodenfläche und ge  gebenenfalls deren     Randflächen    entsprechend  der gewünschten Gestalt des fertigen Form  stückes ausgebildet sind, wird ein Blatt aus  durchsichtiger     Acetylzellulose,wie    solche im  Handel unter dem     Namen        .,Cellon"    bekannt.  sind, eingelegt. Darauf wird die Zierfolie.

    beispielsweise ein mit der gewünschten Mu  sterung     bedrucktes    Papier, mit der Schau-         leite    gegen das durchsichtige     Blatt    aus     Ace-          tylzellulose    eingelegt, und darauf wird das       Kunstharzmaterial,    sei es in losem Zustande,  sei es als vorgeformter Körper, aufgebracht.       l)as    Ganze wird     mit,    Hilfe eines Stempels  unter     Anwendung    der zur     Überführung    des  Kunstharzes in den Endzustand erforder  lichen Wärme zusammengepresst.  



  Falls erwünscht, kann .die Form in ab  gestufter Weise geheizt oder erhitzt werden,  indem     derjenige    Teil der Form, der das       Kunstharzmaterial    umschliesst, höher erhitzt  wird als derjenige Teil der Form. gegen den  die durchsichtige     Oberschicht    gelegt ist. Ein(,       Solche        stufenweise    Erhitzung lässt sich bei  spielsweise auf elektrischem Wege durch ent  sprechende Verteilung und     Dimensionierung     der Heizkörper erhalten.  



  In vielen Fällen ist es     zweckmässig,    für  die durchsichtige     Oberschicht    aus     Aoetyl-          zellulose    ein     kapperrartiges    Gebilde mit auf  rechtstehendem Rand zu verwenden und in       dieses        kappenartige        Gebilde    dann die Zier  folie, die z.

   B. aus bedrucktem Papier oder  dergleichen sein kann, einzulegen und darauf  das     Kunstbarzmaterial,        sei    es zum     Beispiel     als loses Pulver, sei es zum     Beispiel    als     vor-          -epresster    Formling, aufzubringen.

   Die Höhe  des     Randes    richtet sich     dabei    je nach den       Umständen.    Es ist in der Regel nicht nötig,  den Rand so hoch zu wählen, wie die Dicke  des gesamten fertig gepressten Gegenstandes       beträgt.    Es wird also eine Art von Fassung  benutzt, in welche die Zierfolie und ein ge  wisser Teil des     Kunstharzmaterials    einge  bracht wird, so dass nach Fertigpressung  des     Gegenstandes    der durchsichtige Rand die  den Körper     des    Formstückes bildende     Unter-          schicht    etwas umfasst.

   Es wird durch diese  Ausführungsform des Verfahrens eine beson  ders     taubere    Ausbildung des     Randes    des fer  tigen Formstücke, z. B. eines Knopfes, er  reicht und eine     besonders    feste und halt  bare Vereinigung der mehrfachen Schichten  des     Formstückes    gesichert.  



  In der beiliegenden Zeichnung sind zwei       Ausführungsbeispiele    von nach dem bean  spruchten Verfahren     hergestellten    Formstük-           ken    dargestellt. Ferner     zeigt    die Zeichnung  zwei mit Material beschickte     Pressformen    im       Schnitt.     



       Fig.    1 und 2 sind Schnitte :durch zwei  nach dem     beanspruchten    Verfahren     herge-          stellte    Knöpfe;       Fig.    3 ist ein     senkrechter    Schnitt durch  eine mit     Material        beschickte        Pressform    zur  Herstellung einer     Platte    oder eines Knopfes,  wobei als     Kunstharzmaterial    ein     vorgepress-          ter        Kunstharzkörper    vorgesehen     .ist;

            Fig.        3,a    ist ein     Schnitt    durch ein kappen  artiges Gebilde;       Fig.    4 ist eine ähnliche     Darstellung    wie       Fig.    3, wobei als     Kunstharzmaterial    loses       Presspulver    vorgesehen ist.  



  In     Fig.    1     bedeutet    a den eigentlichen  Körper eines Knopfes, welcher Körper aus       Kunstharzmaterial    besteht, das in den end  gültigen     Härtungs:zustand    übergeführt ist.  b ist die     Zierfolie,    beispielsweise ein Blatt  Papier, das mit dem gewünschten farbigen       Muster    bedruckt ist. c ist die durchsichtige  Oberschicht aus     Acetylzellulose,    z. B. aus  einem Blatt     Cellon.     



       Fig.    2 zeigt eine andere Ausführungs  form eines Knopfes. a ist wiederum der Kör  per des Knopfes aus     Kunstharzmaterial,    b  ist die Zierfolie aus bedrucktem Papier oder  dergleichen, cl ist die durchsichtige Ober  schicht aus     Acetylzellulose,    die bei der Her  stellung des Knopfes in Gestalt einer Kappe  benutzt worden ist und deren Rand     c2    beim  fertigen Knopf den Körper     a    übergreift.  



  In     Fig.    3     bedeutet    d eine Form, z. B. aus  Stahl. Der Boden e ist entsprechend der Ge  stalt der obern Fläche des fertigen Gegen  standes     gestaltet.    In die Form ist ein     kap-          penartiges    Gebilde c aus     Acetylzellulose,     z. B. aus dem     bekannten        "Cellon",    eingelegt.  



       Fig.    3a zeigt dieses die Oberschicht bil  dende Gebilde c     .gesondert.    In das durch  sichtige,     kappenförmige        Gebilde    ist mit der  Schauseite nach unten wieder die Zierfolie  b, z. B. aus     bedrucktem    Papier, Gewebe oder       dergl.,    eingelegt, und darauf ist ,dann ein       vorgepresster    Formling     a'    aus Kunstharz,     bei-          ,-hi.el,sweise    in     Gestalt        einer    Scheibe, auf-    gelegt.

   In diese Form wird dann ein     Press-          stempel    (nichtdargestellt), dessen untere Flä  che entsprechend der     Gestaltung    des Bodens  des Knopfes oder dergleichen ausgebildet  ist, eingeführt und unter Druck gesetzt, nach  dem die Form erhitzt worden ist. Selbst  verständlich kann ,der Borden der Form in  bekannter Weise abnehmbar oder verschieb  bar angeordnet sein, so dass der fertige Ge  genstand leicht     entfernt.werden    kann.  



       Fig.    4 zeigt eine ähnliche Form, bei der  aber das     Kunstharzmaterial        ä2    in Form des  üblichen     Presspulvers    eingebracht ist. Pres  sung und Erhitzung erfolgen in gleicher  Weise, wie zuvor     beschrieben.     



  Der Boden der     Form    kann mit Vertie  fungen oder     Erhöhungen    oder beidem ver  sehen sein, wenn die obere Fläche des ge  pressten Gegenstandes eine reliefartige Ge  staltung erhalten soll.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von mit einer Zierfolie versehenen Formstücken, insbeson dere Knöpfen, Abzeichen, Broschen, aus Kunstharz, durch Pressen in der Wärme, da durch gekennzeichnet, dass !der die Unter- schicht bildende Körper des Formstückes aus Kunstharzmaterial in einem Arbeitsgang hergestellt und mit einer durchsichtigen Oberschicht aus Acetylzellulose vereinigt wird, wobei zwischen die beiden genannten Schichten eine dritte, mittlere ,
    Schicht aus einer mit einem Muster versehenen, nicht im prägnierten Zierfolie, die den fertigen Se genstand mit einem Muster versieht, gebracht wird. UNTERANSPRt1CHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durchgekennzeichnet, dass in eine Stahl form ein. Blatt aus Acetylzellulose ein gebracht, auf dieses eine aus dekoriertem Papier ausgestanzte Zierfolie gelegt und darauf als Kunstharzmaterial Kunstharz Presspulver eingebracht wird, worauf das Ganze in,der Wärme gepresst wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Blatt aus Acetylzellulose ein sol ches aus dem im Handel unter der Be- zeichnung "Cellon" erhältlichen Material eingebracht wird.
    :3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Kunstharz material ein vorgepresstes Kunstbarzform- stück, das aber noch nicht in den fertigen Endzustand übergeführt ist. für die Bil dung des die Unterschicht bildenden Kör pers des Formstückes benutzt wird.
    ?. Verfahren nach Patentanspruch I, dadiicch gekennzeichnet, dass die Acetylzellulose :ii Gestalt einer Kappe mit aufrecht -stehen- dem Rand in eine Form eingelegt wird. dass dann in die Kappe ein dekoriertes Papier und darauf das Kunstha.rzmaterial eingebracht wird, worauf das Pre.ssun in der Wärme erfolgt.
    -3. Verfahren nach Patentlnspi-uch 1 und Un- teransprüchen 1 und ?, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Presseinrichtun- an clean Teil, der das hilnstharzmal:erial um schliesst, höher erhitzt wird als an de?ii Teil, der mit der durchsichtigen Ober- .:chiclit aus Acetylzellulosc in Px@rührung steht. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 3. dadurch gekennzeichnet, dass die Presseinrichtun- an dem Teil, ,der das Kunstharzmaterial umschliesst, höher erhitzt wird als an dem Teil. der mit der durchsichtigen Oberschicht aus Acetyl- zellulose in Berührung steht.
    PATENTANSPRUCH II: Nach dem Verfahren gemäss Pa.tentan- < pruch 1 hergestelltes Formstück. bestehend eins einem Körper aus in den Endzustand übergeführten Kunstharzmaterial, einer @lurch:
    ichtigen, am Rand mit dem Körper aus Kunstharzmaterial verschmolzenen Ober- schicht aus Acetylzellulose und einer zwi- -chen diesen beiden Schichten liegenden Zier folie aus dekoriertem Papier.
CH195337D 1937-03-02 1937-03-02 Verfahren zur Herstellung von Formstücken, insbesondere Knöpfen, Abzeichen, Broschen aus Kunstharz. CH195337A (de)

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