CH195372A - Vorrichtung zur Erzielung einer gleichmässigen Temperatur über die Messlänge eines Prüfstabes, insbesondere für Warmzerreiss- und Dauerstandsversuche. - Google Patents
Vorrichtung zur Erzielung einer gleichmässigen Temperatur über die Messlänge eines Prüfstabes, insbesondere für Warmzerreiss- und Dauerstandsversuche.Info
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Description
Vorrichtung zur Erzielung einer gleichmässigen Temperatur über die Nesslänge eines Prüfstabes, insbesondere für Warmzerreiss- und Dauerstandsversuche. Bisher hat die Einhaltung einer gleich mässigen Temperatur über den gesamten Messbereich bei Warmzerreiss- und Dauer standsversuchen erhebliche Schwierigkeiten bereitet.
Zur Überwindung dieser Schwierig keiten ist bereits vorgeschlagen worden, an den Ofenenden, an denen erhöhte Wärme abfuhr vorhanden ist, verstärkte Heizung vorzusehen, beispielsweise durch Unterteilung des Ofens in mehrere voneinander getrennte Partien, wobei die an den Ofenenden liegen den Heizelemente stärker erhitzt wurden als die mittleren; jedoch konnte auch durch diese Massnahme nicht die für Feinmessver- suche nötige gleichmässige Temperatur über die ganze Messlänge des Prüfstabes erzielt werden.
Zwar lässt sich mittels der bekann ter, Salzbadöfen eine verhältnismässig gleich mässige Temperatur erreichen; doch ist der Prüfstab wie auch die Messvorrichtpng den chemischen Einflüssen des Salzbades ausge- setzt. Es treten besonders bei hohen Tempe- ratureu Anfressungen des Prüfstabes und der Messfederschneiden auf, die eine Beeinflussung des Messergebnisses herbeiführen können.
Zwecks Erzielung einer gleichmässigen Temperatur über die Messlänge von Prüf- Stäben, insbesondere bei Warmzerreiss- und Dauerstandsversuchen, hat man nun bereits vorgeschlagen, den in den Heizmantel einge setzten Prüfstab mit einem Rohr aus Kupfer oder Nickel zu umgeben, wobei dieses Rohr in einer ziemlichen Entfernung vom Prüfstab angeordnet ist, zwischen Rohr und Prüfstab also ein nicht geringer mit Luft gefüllter Raum verbleibt. Die Wärmeübertragung vom Heizmantel auf den Prüfstab wird daher bei dieser Ausführung in der Hauptsache durch Wärmestrahlung erzielt.
Die Erfindung macht nun von einem den Prüfstab umhüllenden T.emperaturausgleich- körper Gebrauch, hat sich aber zur Aufgabe gestellt, den schlechten Wärmeleiter Luft zwischen diesem Körper und dein Prüfstab möglichst vollständig zu beseitigen und die sen Raum durch einen guten Wärmeleiter auszufüllen. Dieses geschieht erfindungsge- mäss dadurch, dass der Temperaturausgleieh- körper, z.
B. aus Kupfer oder Silber, an den Prüfstab nahe heranreicht, damit die Wärme übertragung vorn Heizmantel auf den Prüf stab in der Hauptsache durch Wärmeleitung erfolgt, aber ohne dass der Dehnvorgang des Prüfstabes behindert wird. Der- Ausgleich körper besteht zweckmässig aus zwei Hiilften und wird vorteilhaft so bemessen, dass er bei Raumtemperatur mit Vorspannung durch Befestigungsschrauben an die Prüfst:
3bober-- fläche angepresst werden kann und bei Prüf temperatur infolge seiner höheren Wärure- ausdehnung das notwendige Spiel für das Gleiten besitzt.
Insbesondere ist es erwünscht, falls es nicht möglich ist, praktisch den ganzen Rarim zwischen Heizmantel und Prüftab durch einen guten Wärmeleiter auszufüllen, so doch dem Atisgleiclrkörper solche Ausmasse zu geben, dass sein Durchmesser mehr als das Dreifache des Prüfstabdurchrriessers, sein Volumen und seine Ausseriober@fläclie also das Mehrfache derjenigen des Prüfstabes sind.
Der Temperaturabfall nach den Stabenden hin wird vor allem dadurch bewirkt, dass die metallenen, also gut wärmeleitenden Ein spannköpfe eine grosse W ärmernenge aus den) Heizmantel, aus dem sie hinausragen, ab führen. Der Ausgleichkörper hat die Aufgabe, diesen Wärmeverlust an den Enden der Mess- strecke durch Zuführung von Wärme aus dem Innern auszugleichen. Das ist nur- dann möglich, wenn man dein Ausgleichkörper eine bessere Wärmeleitfähigkeit gibt als den Einspannköpfen.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs- beispiele des Erfindungsgegenstandes darge stellt.
Frg. 1 ist eine Ansicht eines Prüfstabes mit der Vorrichtung nach dem ersten Bei spiel; Fig. 2 ist ein Querschnitt dazu und Fig. 3 zeigt einen Prüfstab mit der Vor richtung nach dem zweiten Beispiel.
In den Fig. 1 und 2 ist 1 der Prüfstab, der- von dem Körper 2 zwischen den Mess- marken 3 und 4 umgeben ist. In dem ge zeigten Ausführungsbeispiel ist ein runder Prüfstab vorgesehen und dementsprechend ist der beispielsweise aus Kupfer bestehende, gut wärmeleitende Körper 2 zweckmässiger weise als Kreishohlzylinder ausgeführt. Für andere Querschnittsformen des Prüfstabes wird vorteilhaft eine dem Stabquerscbnitt angepasste Form des umgebenden Körpers vorgesehen.
Der Kupferkörper 2 reicht an den Prüfstab 1 bis auf ein geringes Spiel heran und ist bloss an seinem obern Ende mittels der Stiftschrauben 5 und 6 am Stab befestigt, so dass sich der Stab und der um gebende Körper in der Längsrichtung unge hindert gegeneinander bewegen können. Um der) Kupferkörper 2 um den Prüfstab herum anordnen zu können, ist derselbe in zwei Ilalbscbalen aufgeteilt, die durch die Sehrau ben 7 und 8 zusammengehalten werden.
Bei denn gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Kupferkörper so lang gewählt, dass an beiden Enden desselben gerade noch Platz genug vorhanden ist, um die Messfedern 9 und 10 mittels der Schneider) ain Prüfstab befestigen zu können, ohne da() eine Behinderung durch der) Kupferkörper eintritt. Die Messfedeni 9 und 10 betätigen in üblicher Weise einer) Messspiegel 13.
Die gesamte Anordnung kann in einen beliebigen Luftofen) eingebracht werden, der über seine Länge keine gleich mässige Temperatur aufzuweisen braucht. Die Tetriperaturverteilung übernimmt der Kupfer körper infolge seiner hohen Wärmeleitfähig keit.
Bei der Vorrichtung nach Fig. 3 ist der den Prüfstab 1 umgebende Kupferkörper etwa in seiner Mitte bei 18 quer zur Längs achse unterteilt. Die beider) Teilkörper sind an den gegeneinander gekehrte)) Enden mittels des ringförmigen Ansatzes 14 in der ring förmigen Eindrehung 15 geführt; sie können sich daher in der Längsrichtung des Prüf stabes frei gegeneinander bewegen.
Die Be- festigung der beiden Teilkörper geschieht in ähnlicher Weise wie beim Ausführungsbei spiel nach Fig. 1 mittels der Stiftschrauben 5 und 6 für den einen Teilkörper und der Schrauben 5' und 6' für den andern Teil körper. Zweckmässigerweise benutzt man die Befestigungsschrauben gleichzeitig als An griffsmittel der Messfedern, so dass also die Schrauben an den Messmarken des Prüfstabes angreifen müssen.
Da der Prüfstab und der ihn umgebende Körper aus verschiedenen Werkstoffen bestehen, demnach auch ver schiedene Wärmeausdehnungsbeiwerte be sitzen, ist hierauf bei der Befestigung des Kupferkörpers mittels der mit den Messfedern in Verbindung stehenden Stiftschrauben Rück sicht zu nehmen. Zu diesem Zweck sind, wie in Fig. 3 gezeigt ist, die Stiftschrauben 5 und 6 bezw. 5' und 6' in einen besonderen Ring 16 eingeschraubt und nicht etwa in den Kupferkörper selbst. Ferner sind die für die Stiftschrauben in dem Kupferkörper vor gesehenen Bohrungen 17 grösser gehalten als die Schrauben.
Der Kupferkörper wird von den Stiftschrauben lediglich getragen und kann sich auf den Stiftschrauben bei Er wärmung in radialer Richtung ungehindert dehnen. Die bei Erwärmung auftretende Aus dehnung in der Längsrichtung des Kupfer körpers kann sich durch die Unterteilung quer zur Längsachse bei 13 auswirken, ohne die Messbewegung der Schrauben zu beein flussen.
Zur Messung der Temperatur am Prüf stab sind in den Kupferkörper über die Mess- länge etwa gleichmässig verteilte Thermo- elemente eingebaut, deren Lötstellen 19 sich an der Innenwandung des Kupferkörpers, also ganz dicht an der Prüfstaboberfläche befinden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Erzielung einer gleich mässigen Temperatur über die Messlänge eines Prüfstabes, insbesondere für Warmzerreiss- und Dauerstandsversuche, mit einem den Prüf stab umhüllenden Temperaturausgleichkörper aus gut wärmeleitendem Werkstoff, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturausgleich körper an den Prüfstab nahe heranreicht, damit die Wärmeübertragung vom Heizmantel auf den Prüfstab in der Hauptsache durch Wärmeleitung erfolgt, aber ohne dass der Dehnvorgang des Prüfstabes behindert wird. UNTERANSPRüCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen und die Oberfläche des Ausgleichkörpers grösser sind als die des Prüfstabes. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgleichkörper aus Kupfer ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Angriffsmittel der Mess- federn am Prüfstab auch das Halten des Ausgleichkörpers übernehmen, ohne von diesem in ihrer Messbewegung gehindert zu werden. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1-3, dadurch gekennzeich net, dass der den Prüfstab umgebende Ausgleichkörper aus zwei in der Längs richtung des Prüfstabes gegeneinander be weglichen Teilkörpern besteht, deren gegen einander gerichtete Enden ineinander ge führt sind, während die freien Enden in der Höhe der Endpunkte der Messlänge des Prüfstabes die Messfederschneiden auf nehmen.
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