CH195435A - Zwangsdurchlaufkessel. - Google Patents

Zwangsdurchlaufkessel.

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CH195435A
CH195435A CH195435DA CH195435A CH 195435 A CH195435 A CH 195435A CH 195435D A CH195435D A CH 195435DA CH 195435 A CH195435 A CH 195435A
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boiler
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temperature
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Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
Original Assignee
Siemens Ag
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  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description


      Zwangsdurchlaufkessel.       Es ist bekannt, bei     Zwangsdurchlauf-          kesseln    die     Feuerregelung    einem Temperatur  impuls zu unterstellen, der von dem aus dem  Kessel     austretenden    Dampf abgeleitet wird.  Eine solche     Regelung    hat den Nachteil, dass  sie den tatsächlichen Vorgängen im Kessel  mehr oder weniger stark nacheilt und dass  infolgedessen leicht     Pendelungen    eintreten.

    Dass die     Regelung    nacheilt, ist darauf zu  rückzuführen, dass sich eine Änderung der       Beheizung    immer erst dann am Kesselende  als     Dampftemperaturänderung    bemerkbar  machen kann, wenn das im Augenblick der       Beheizungsänderung    in den     Kessel    eintre  tende     Arbeitsmittel    an jene     Stelle    gelangt ist.  Da die     Durchlaufzeit    des     Arbeitsmittels    im  allgemeinen mehrere Minuten     beträgt,    so       kommt    der     Regelimpuls    also immer in  einem sehr beträchtlichen Masse zu spät.

    



  Bisher hat man noch keinen vollkommen       befriedigenden    Ausweg gefunden, diesen  Mangel zu beheben. Mit einer     Vorverlegung       der     Impulsentnahmestelle    entgegen der Strö  mungsrichtung des     Arbeitsmittels    lässt sich  kaum eine Verbesserung der Verhältnisse  erreichen,

   da man den     Impulsentnahmepunkt     nur bis an die Stelle der beginnenden     über-          hitzung    vorschieben     kann.    Die sich hieran       anschliessende        Verdampfungsheizfläche    kann       bekanntlich    nicht für die Entnahme von  Temperaturimpulsen herangezogen werden,  da das in dieser Heizfläche     eingeschlossene          Arbeitsmittel        unabhängig    von der     Belastung     des Kessels immer ,die gleiche Temperatur,  und zwar die     Sattdampftemperatur,

      die dem  Betriebsdruck     entspricht,    besitzt. Es bleibt  damit nur noch die Möglichkeit, den Impuls  vom     Vorwärmer    abzuleiten. Aber auch diese  Möglichkeit erweist sich als brauchbar, da       einerseits,die    Temperaturänderungen, die im       Vorwärmer    auftreten,     verhältnismässig    ge  ring     sind    und anderseits, weil dieser Impuls  zu früh kommt, und     .mandamit    einen zu  grossen Teil des     Kessels,    der     hinter    der Im-           pulsentnahmestelle    liegt.     unkontrolliert    sich  selbst überlassen müsste.

   Es     versteht    sich von       ,elbst,    dass auch ein Summenimpuls. der sich  teils aus einem vom Vorwärmen teils vom       f'berhitzer    abgeleiteten Impuls zusammen  setzt, nicht brauchbar ist. da     .sich    auch in  dieser Zusammensetzung entweder der eine  oder der andere Impuls durchsetzt, deren  jeder, wie vorstehend     erläutert    wurde. zu un  gelegener     Zeit    zustande kommt.  



  Die Erfindung weist nun einen     in-und-          sätzlich    neuartigen Weg, einen in kürzerem  Zeitabstand auf eine     Änderung-    der     Behei-          zung    des Kessels folgenden Temperatur  impuls zu gewinnen.

   Sie besteht darin, dass  der Hauptheizfläche des Kessels eine     Neben-          heizfläeh.e    mit einer der ersteren     gegenüber     geringeren     Durchlaufzeit    zugeordnet wird  und die     Temperaturänderungen    dein dieser  Nebenheizfläche strömenden     Mittels    für die       Regelz--eeke    des Kessels benutzt     werden.    Die       Bedeutun;

  -    dieses Vorschlages     ergibt    sich  daraus, dass es durch seine     Anwendun-    mög  lich ist, die Grösse, die     'bisher    das Zustande  kommen des Temperaturimpulses     verzögerte,     nämlich die     Durehla.ufzeit    des Arbeitsmittels,  beliebig klein zu machen.  



  An sich kann man die Nebenheizfläche,  die von einem einzigen,     verhältnismässig    dün  nen Rohrstrang gebildet; werden kann. an  beliebiger Stelle dem     ileizga"trom    des Kes  sels aussetzen und ihr jede beliebige Form  geben. In diesem Falle werden sieh jedoch  Änderungen in der     Beheizung    des Kessels  nicht immer in einem gleichbleibenden Ver  hältnis auf die Hauptheizfläche und die  Nebenheizfläche auswirken, das heisst die am  Ende der Nebenheizfläche auftretenden  Dampftemperaturen werden nicht immer  ohne weiteres ein getreues Abbild der Tem  peraturen am Kesselende sein.

   Das schliesst  aber nicht aus, dass von den, von der Neben  heizfläche abgenommenen Temperaturimpul  sen die     Feuerungsregelung    doch vorgenom  men     wird.    Um eine einwandfreie     Regelung     zu erhalten, hat man nur nötig, die je  weilige Grösse des Impulses korrigiert auf die  Feuerregelung zur Einwirkung kommen zu    lassen, wozu in der     Regeltechnik    die     ver-          ehiedensten    Mittel zur Verfügung stehen.  wie     beispielsweise    die geeignete Anwendung  von Kurvenscheiben, von gestaffelten Wider  ständen und ähnliches mehr.  



  In der Regel wird man sieh mit dieser  Lösung aber nicht zufrieden geben und dar  nach trachten, die Nebenheizfläche auf sol  che Weise der     Hauptheizfläche    des     Keseels,     die nachfolgend kurz als Hauptheizfläche       l"_-zeichnet    wird. zuzuordnen. dass die Tem  peraturänderungen am Ende der     Nebenheiz-          fldi.ehe    bei einer Änderung der     Beheizung    des  Kessels denen am Ende der Hauptheizfläche       proportional    sind.  



  Um das zu erreichen, lässt man vorteilhaft  die Hauptheizfläche und die Nebenheizfläche       wenigstens        angenähert    die gleichen Wärme  zonen im Kessel durchlaufen. Unter Um  ständen ergibt sieh aber auch auf diese     ZVeise     noch nicht immer eine genügende     Propor-          tionalität    der     Temperaturänderungen    am  Ende der Haupt- und Nebenheizfläche. so  dass es sich empfiehlt, ausserdem das jewei  lige Grössenverhältnis der Nebenheizfläche  zur Hauptheizfläche in den aufeinander  folgenden Zonen gleicher     Brenngastemperatur          wenigstens    angenähert gleich gross zu machen.  



  Um am Ende der Nebenheizfläche     mög-          liehst    eindeutige und grosse Temperaturände  rungen zu erhalten,     ist    es zweckmässig, die  Nebenheizfläche in der     Weise    mit einer Flüs  sigkeit. die auch ein Teil des     Kesselspeise-          vvasse        rs    selbst sein kann. zu speisen, dass  diese die     genannte    Heizfläche ohne Dampf zu  bilden, durchströmt.

   Würde man eine Dampf  bildung zulassen, so würde die Nebenheiz  fläche längs einer gewissen Strecke, inner  halb der eine Verdampfung stattfindet, eine       gleichbleibende        Messflüssigkeit-stemperatur     aufweisen. also eine Strecke enthalten, die  für den vorliegenden Zweck geradezu über  flüssig ist.

   An     dieser    Stelle sei noch be  merkt, dass es sich unter Umständen emp  fiehlt, um am Ende der     Messstrecke    möglichst  hohe Temperaturen und damit grosse     Tem-          peraturänderungen    zu erhalten, die Neben  lieizfläehe etwa mit<B>01</B> zu     epeisen.    An Stelle      einer Flüssigkeit kann man durch ,die Neben  heizfläche aber auch ein Gas     hindurchschik-          ken,    was deshalb     vorteilhaft    sein kann, weil  der Strömungswiderstand eines Gases gerin  ger ist als der einer Flüssigkeit, so     :

  dass    die       Durchlaufzeit    des strömenden     Mittels    der  Nebenheizfläche besonders klein gemacht  werden kann.  



  Die Speisung der Nebenheizfläche kann  man     entweder    so durchführen, dass sie stän  dig :der bei     Belastungsänderungen    des Kes  sels sich ändernden Speisung der Hauptheiz  fläche     proportional    ist, oder aber,     @dass    sie un  abhängig von     Belastungsänderungen    des Kes  sele dauernd     unverändert    aufrecht erhalten  wird.

   Indem ersten Falle hat man nur nötig,  die Nebenheizfläche an dieselbe Pumpe an  zuschliessen, die zur Speisung der Haupt  heizfläche dient.     Hierdurch    ist die Propor  tionalität der :Speisung beider Heizflächen       sichergestellt,    ohne     dass    es zu diesem Zweck  noch besonderer, während des     Betriebes    zu  betätigender     Regelorgane    bedarf.

       Stellt    man  hierbei das Verhältnis der in die beiden     Reiz-          flächen        einströmenden    Flüssigkeitsmengen  einmalig so ein, dass die durch die Neben  heizfläche strömende Menge so gross ist, dass  die Flüssigkeit beim Durchströmen der Ne  benheizfläche keine Verdampfung erfährt, so  ist man damit zugleich sicher, dass dann auch  bei keiner Belastung des Kessels in .der Ne  benheizfläche eine Dampfbildung eintritt.

    Dass dieser Zustand     selbsttätig    ohne beson  deres     Zutun    des Kesselwärters ständig auf  rechterhalten bleibt, folgt daraus, dass bei  einem     Zwangsdurchlaufkessel    bei     allen    Be  lastungen das Verhältnis der     Arbeitsmittel-          zur    Brennstoffzufuhr stets wenigstens ange  nähert aufrechterhalten wird.

   Soll eine von       Belastungsänderungen    -des Kessels unabhän  gige gleichbleibende Speisung der Neben  heizfläche     durchgeführt    werden, so hat man  nur nötig, die zur     ,Speisung    der Nebenheiz  fläche     bestimmte    Pumpe mit gleichbleibender  Drehzahl anzutreiben. Besondere Regel  organe sind dann auch für diese     Betriebsweise     entbehrlich.

   Indem zweiten Fall muss beach  tet werden,     dass,    sich bei Belastungsänderun-    gen des     Kessels    am Ende der Nebenheizfläche       Temperaturänderungen    ergeben, während die  Temperatur am Ende der Hauptheizfläche,  sofern beider Änderung der     Kesselbelastung     die Wärme- und     Arbeitsmittelzufuhr    gleich  zeitig in entsprechendem Masse verändert  worden sind, konstant bleibt.

       Es    würde in  folgedessen von dem Temperaturmesser am  Ende der Nebenheizfläche ein     auf    die     Feue-          rengeinwirkender    Regelimpuls ausgehen, der       fälschlicherweise    die     Wärmezufuhr    ver  ändert.

   Dem     kann.    man jedoch auf ein  fache     Weise    dadurch begegnen,     :dass    man auf  die     Regeleinrichtung    einen Kompensations  impuls     einwirken        lässt,    der     selbsttätig    bei     Be-          lastungsänderungen    ausgelöst wird     und    des  sen Grösse der Grösse der     Belmtungs'änderung     entspricht.

       Verwendet    man als     Temperatur-          messer    am Ende der Nebenheizfläche ein       Widerstandsthermometer    und baut man !die  Regeleinrichtung in an sich bekannter Weise  so auf,     dass        unter    Anwendung einer     Whea,t-          .ston'schen    Brücke bei Temperaturänderungen  der Widerstand in dem einen Zweig und da  mit das     Gleichgewicht    .der Brücke gestört  wird, so kann man die vorstehend .gegebene  Anweisung in einfacher Weise dadurch ver  wirklichen,     dass:

          man        eine        Störung    des     Brük-          kengleichgewichtes    verhütet, indem man in       einen    entsprechenden andern,     Zweig,der        Brücke     einen Widerstand einschaltet, der bei Last  änderungen in entsprechendem Sinne und ent  sprechendem Masse verändert wird. Das .spä  terhin beschriebene Ausführungsbeispiel des       Erfindungegegenistandes    lässt diese Anord  nung noch deutlicher werden.  



       ;An        Stelle        einer        Wheatston'schen    Brücke       kann    man aber auch jede andere elektrische  oder hydraulische     Regeleinrichtung        benutzen.     Verwendet man beispielsweise einen Kontakt  zeigerregler, dessen Zeigerausschläge den  Temperaturänderungen am Ende der Neben  heizfläche entsprechen, so     kann    man eine       Falschregelung    bei Belastungsänderungen des  Kessels auf     einfache    Weise dadurch ver  hüten,     dass    man die beiden     Gegenkontakte,

       mit denen der     Zeigerkontakt        zusammen-          arbeitet,    bei     Belastungsänderungen    des Wes-           sels    nach der einen oder andern Richtung hin       sinngemäss    verschiebt.  



  Eine Falschregelung kann auch dadurch  unter Umständen eintreten, dass sich die     T'eni-          peratur    des in die Hauptheizfläche oder die       Temperatur    des in die Nebenheizfläche ein  gespeisten Mittels verändert. Notwendigen  falls muss man deshalb auch diese beiden  Einflüsse berücksichtigen.

   Bei Anwendung  von     Widerstandsthermometern    an der Ein  speisungsstelle der beiden Heizflächen und  gleichzeitiger Anwendung einer     Wheatston'-          schen    Brücke lässt sich das in einfacher     Weise     dadurch erreichen, dass man in die Brücken  zweige die entsprechenden Widerstands  thermometer einschaltet,

   deren     Widerstands-          werte    sich sinngemäss mit den     Temperaturen     an den     Einspeisungsstellen        verändern.    Bei  Anwendung eines hydraulischen Reglers las  sen sich     Temperaturänderungen    der     einge-          speisten        Mittel    durch entsprechend ausgebil  dete Zwischengestänge des Reglers beauf  sichtigen,     bei    Anwendung eines Kontakt  zeigerreglers kann dies in ebenso einfacher  Weise dadurch geschehen,

   dass man das mit  dem Zeigerkontakt     zusammenarbeitende        Ge-          genkontaktpaar    in     enteprechendem        Sinne     nach der einen oder andern Richtung ver  stellt.

   Soll dabei gleichzeitig, wie vorher be  schrieben wurde, eine Falschregelung ver  hütet werden, wie sie durch     Belastungsände-          rungen    des Kessels eintreten könnte, so muss  man den Antrieb, der das     Gegenkontaktpaar     verstellen     soll,    als Mehrfachdifferential  getriebe ausführen, das     gestattet,    ohne gegen  seitige     Beeinträchtigung        das    Kontaktpaar je  weils so zu verstellen,

       wie    es eine     Belastungs-          änderung    oder eine     Anderung    der einen oder  andern der Temperaturen der     eingespeisten          Mittel    erfordert.  



  Die Regler können in allen Fällen     mit     oder ohne Rückführungseinrichtung ausge  führt sein. Finden Regler ohne Rückfüh  rung     Verwendung,        so    erfolgt die Zurück  führung der Temperaturen am Ende der Ne  benheizfläche auf den     Ausgangswert    von der       Feuerungsseite        des    Kessels her. Falls diese       Rüekführung    zu schleichend erfolgt, so dass    die     (fefahr    besteht, dass bei der Regelung       Peiidelungen    eintreten, empfiehlt es sich, die  Rückführung in den Regler selbst hinein zu  verlegen.

   Dabei kann die Rückführung starr  oder     isodromwirkeiid    erfolgen. Wie die Rück  führung bei Anwendung einer     M'heatston'-          schen    Brücke, eines hydraulischen Zieglers  oder eines     Zeigerkontaktreglers    im     einzelnen     erreicht werden kann, ist an sich     bekannt     und für die Erfindung als solche ohne Be  deutung. Es erübrigt. sich deshalb, an dieser  Stelle hierauf näher einzugehen.  



  Es könnte vielleicht noch der Einwand  gemacht werden, dass die neue     Regelun.r    wirt  schaftlich nicht tragbar wäre, weil die  Wärmemenge, die der Nebenheizfläche     zu-          gefÜhrt    und damit der Hauptheizfläche ent  zogen wird, recht beträchtlich     ist.    Falls darin  aber     tatsächlich    ein     Nachteil    der neuen     Mess-          methode    gesehen werden sollte, hat man nur  nötig, das aus der Nebenheizfläche austre  tende     Mittel    einem     Wärmeaustauscher    zuzu  führen,

   in welchem die der Nebenheizfläche  zugeführte Wärme wiedergewonnen und für  irgendwelche Zwecke nutzbar gemacht wer  den kann.  



  Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs  gegenstandes ist in den Abbildungen schema  tisch dargestellt.     Zn        Fig.    1 ist die Haupt  heizfläche, die der     Erzeugung    des Nutz  dampfes dient, mit 1, die Nebenheizfläche  mit 2 bezeichnet.. Beide Heizflächen werden  von einer gemeinsamen     Kesselfeuerung    be  heizt, die bei 3 andeutungsweise dargestellt  ist.

   Wie durch die Pfeile 4 bis 6 ange  deutet ist., wird durch die     Feuerung    sowohl  die Heizfläche 1 wie die Heizfläche 2 be  heizt.     Die    Heizfläche 1 wird durch eine  Pumpe 7, die Nebenheizfläche 2 durch eine       Pumpe    8     gespeist.    Der     erzeugte    Dampf aus  der Heizfläche 1 tritt durch die     Leitung    9  aus. Das aus der Nebenheizfläche 2 aus  tretende Mittel wird durch die     Leitung    10  abgeleitet.

   In dieser     Leitung    ist ein     Tem-          peraturmessgerät    11     angeordnet;    ebenso befin  den sieh in der Zuleitung 12 zur Heizfläche  2 und in der Zuleitung 13 zur Heizfläche 1           Temperaturmessgeräte    14     bezw.    15. Die Ne  benheizfläche ist durch die Leitungen 16, 17,  18 und 19 in     einen    Kreislauf eingeschaltet,  in welchem ein     Wärmeaustauscher    20 ange  ordnet ist.  



       Fig.    2 zeigt die bereits erwähnte Regel  einrichtung, bei welcher eine     Wheatston'sche     Brücke zur Anwendung gelangt. In die     vier          Zweige    dieser     Brücke    sind vier Widerstände  21, 22, 23 und 24     eingesetzt.    Die Anord  nung ist so gewählt, dass sich die Wider  standswerte der Widerstände 21, 22 und 23  entsprechend den Temperaturänderungen an       ,den        Temperaturmessstellen    11, 14 und 15  ändern.

   Der Widerstand 24     kann    durch einen  Schieber 25 verändert werden, der sich selbst  tätig verschiebt, sobald die Belastung des  Kessels herauf oder     herunter    geht. In den  eigentlichen Brückenzweig 26 ist ein Gerät  27     eingeschaltet,    das, sobald durch die     Brük-          kenleitung    2,6 ein     Ausgleichstrom    fliesst, die  Drehzahl des Motors 28, der eine     Brennstoff-          fördereinrichtung    29 und gegebenenfalls ein       Verbrennungsluftgebläse    antreibt, im     Sinne     einer Drehzahlerhöhung oder -Verminderung  steuert.

   Der Motor 28 kann, wie durch die  gestrichelte Linie 3'0     angedeutet    sein soll, zu  gleich auch einem     sogenannten    Generalregler       unterstellt        sein,    das     isst        ein    Regler, der ge  stattet, die Belastung des Kessels dadurch  zu verändern,     dass        gleichzeitig    die Förderein  richtungen für den Brennstoff, die Verbren  nungsluft und das Speisemittel geregelt  werden.  



  Die Wirkungsweise der Anlage im Betrieb  ist folgende:     .Solange    die Anlage im     Behar-          rungszustande    ist, befindet sich auch die  Brücke im Gleichgewicht. Es fliesst also  durch die Brückenleitung 26 kein     Strom.    Die       Brennstoffördereinrichtung    2,9, die Speise  pumpe 7 und ,die nicht dargestellte     Verbren-          nungsluftfördereinrichtung    laufen mit be  stimmten Drehzahlen um und der Kessel lie  fert eine     dementsprechende    Dampfmenge von       bestimmter    Temperatur.  



  Wird jetzt beispielsweise unter Benutzung  des     erwähnten    Generalreglers die Belastung       ,des    Kessels heraufgesetzt, so tritt bei kon-    staut bleibender     Speisung    ,der     Nebenheiz-          fläche    2 folgendes ein:

   Unter der Voraus  setzung, dass     der    Generalregler so arbeitet,  .dass sich hierbei die Zufuhr von Brennstoff,       Arbeitsmittel    und Verbrennungsluft in dem  Verhältnis     zueinander    ändern, dass- der aus  der Leitung 9 austretende Dampf nach     wie     vor ,die :gleiche Temperatur     aufweist,        würde          sich,dennoch    infolge der veränderten     Behei-          zungder    Nebenheizfläche 2 an der     Messstelle     11 eine Temperaturerhöhung ergeben.

   Diese  Temperaturerhöhung beeinflusst aber die  Fördereinrichtung 29 nicht, da gleichzeitig  mit der Belastungserhöhung durch Verschie  ben des Schiebers 25 der Widerstand 2,4 in  einem solchen Masse verändert wird, dass das       Brückengleichgewicht    durch die     Änderung     ,des     Widerstandes    21 nicht ;gestört wird. Man  kann also den Kessel herauf- oder     herunter-          regeln,    ohne dass von der     Messstelle    11 aus  eine Falschregelung der Feuerung eintreten  würde.  



  Ein anderer Fall, beidem die     Feuerungs-          regelung    nicht wirksam werden     kann,    ist der,  .dass die Temperatur des in die Nebenheiz  fläche 2. eingespeisten Mittels steigt oder  sinkt. Steigt die Temperatur beispielsweise  an der Stelle 14, so steigt .sie auch an der  Stelle 11.

   Der Temperaturanstieg an der  Stelle 11 löst aber deshalb keinen auf die       Fördereinrichtung    29 einwirkenden Regel  eingriff aus, weil .die beiden     Widerstände     21. und     2'2,        die    sich mit     Temperaturänderungen          an    den     Stellen    11 und 14 verändern,     an    sol  chen Stellen in den     Brückenstromkreis        einge-          schaltet        sind,    dass ein gleichzeitiges Anwach  sen oder Absinken der Temperatur an den  Stellen 11 und 14 kompensiert wird,

   -die  Brückenleitung 26     also    stromlos bleibt.  



       Nur        in        zwei        Betriebsfällen        kommt        ein     Regeleingriff zustande. Der     eine     Fall ist der, dass sich im Beharrungszustand  des Kessels aus irgendeinem Grunde die     Be-          heizung    ,des Kessels     ändert,    der andere Fall  tritt dann ein, wenn die Temperatur des in  die     Hauptheizfläche    1     eingespeisten        Mittels     an der     ,Stelle    15     steigt    oder sinkt.  



  Wieder Regler in ,dem zuerst genannten      Falle arbeitet,     bedarf    nach dein Vorangegan  genen     keiner    Erläuterung.  



  In dem zweiten Falle kommt     ganz    ähn  lich wie in dem ersten ein Regeleingriff da  durch     zustande.    dass der Widerstand     23.    des  sen     Widerstandswert    sich mit der Tempera  tur an der Stelle 15 ändert, das     Gleich-          gewielit    der Brücke stört. Dadurch wird ein  Ausgleichsstrom in der Brückenleitung 26  hervorgerufen, der über     das    Gerät 27 den  Motor 28     bezw.    die Fördereinrichtung 29 in  entsprechendem Sinne verstellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zwangsdurchlaufkessel, dadurch @gekenn- zeichnet, da.ss der Hauptheizfläche des Kes sels eine Nebenheizfläche mit. einer der er steren gegenüber geringeren Durehlaufzeit zugeordnet ist und ferner Mittel vorgesehen ..sind. welche die Temperaturänderungen des in der Nebenheizfläche strömenden Mittels zu Regelzwecken für den Kessel verwenden. UNTERANSPRÜCHE:
    1. Zwangsdurchlaufkessel nach Patentan- spruch, dadurch. gekennzeichnet. dass die Hauptheizfläche und die Nebenheizfläche wenigstens angenähert. die gleichen Wärmezonen im Kessel durchlaufen.
    ?. Zwangsdurchlaufkessel nach Unteran- spruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass das jeweilige Grössenverhältnis der Nebenheiz fläche zur Hauptlieizfläelie in den aufein- anderfolgenden Zonen gleicher Brenngas- temperaturen wenigstens an-",en iihert das gleiche ist.
    3. Zwangsdurchlaufkessel nach Patentan- spruch, dadurch gekennzeichnet. dass die Nebenheizfläche in zier Weise mit einer Flüssigkeit gespeist wird. dass diese die genannte Heizfläche ohne Dampf zu bil den. durchströmt. 4. Zwanbsdurchlaufkessel nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet.. dass die Speisung der Nebenheizfläche ständig pro portiona1 der der Hauptheizfläche dos Kessels erfolgt.
    5. Zwangsdurchlaufkessel nach Patentan- spruch, gekennzeichnet durch eine von Belastungsänderungen des Kessels unab hängige, gleichbleibende Speisung der Nehenheizfläche. (t. Zwangsdurchlaufkessel nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet.
    dass die Nebenheizfläche am Ende ihres Strö mungsweges mit einem Temperaturmel3- gerät versehen ist, das im Sinne einer Aufrechterhaltung einer bestimmten Dampftemperatur am Kesselaustritt wir kende Steuerimpulse für den Feuerregler des Kessels liefert. 7. Zwangsdurchlaufkessel nach Unteran spruch 6.
    dadurch gekennzeichnet, dass die Nebenheizfläche auch am Anfang ihres Strömungsweges mit einem Temperatur messgerät versehen ist, das Steuerimpulse für die Regeleinrichtung liefert, diese Steuerimpulse aber derart auf die Regel einrichtung einwirken,
    dass durch Tem peraturänderungen des in der Nebenheiz fläche eintretenden Mittels an der Aus- trittsstelle ausgelöste Temperaturänderun- gen keine Reglereinwirkung auf die Kes selfeuerung ergeben.
    R. Zwangsdurchlaufkessel nach Unteran spruch 6, dadurch gekennzeichnet. dass an der Arbeitsmitteleintrittestelle der Haupt heizfläche des Kessels ein Temperatur messgerät vorgesehen ist, das ebenfalls im Sinne einer Aufrechterhaltung einer be stimmten Dampftemperatur am Kesselaus tritt wirkende Steuerimpulse für die Re geleinrichtung liefert.
    S). Zwangsdurchlaufkessel nach Unteran sprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeich net, dass die Regeleinrichtung bei Ände rungen der Kesselbelastung selbsttätig Steuerimpulse empfängt, die derart auf sie einwirken. dass durch Belastungsände rungen an der Austrittsstelle der Neben heizfläche ausgelöste Temperaturänderun gen keine Reglereinwirkung auf die Kes selfeuerung ergeben.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1061795B (de) * 1956-06-14 1959-07-23 Siemens Ag Anordnung zur Durchflussregelung bei Nebenheizflaechen
DE1133400B (de) * 1955-05-06 1962-07-19 Siemens Ag Einrichtung zur Regelung eines Zwangdurchlaufkessels
DE1143828B (de) * 1957-01-29 1963-02-21 Licentia Gmbh Einrichtung zum Regeln von Zwangdurchlaufkesseln mit einer Nebenheizflaeche

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