CH195507A - Veränderliches Übersetzungsgetriebe für Fahrräder. - Google Patents

Veränderliches Übersetzungsgetriebe für Fahrräder.

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CH195507A
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Adalbert Freyler
Co O Koppitsch
Blasberg Dr Eugen
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Adalbert Freyler
Koppitsch & Co O
Blasberg Dr Eugen
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  Veränderliches Übersetzungsgetriebe für Fahrräder.    Es sind veränderliche     Übersetzungs-          getriebe    für Fahrräder bekannt, die in Form  eines     Stirnräder-Planetengetriebes    ausgebil  det sind und in das     Antriebskettenrad,    das  auf der Tretkurbelwelle sitzt, eingebaut sind.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft eine       verbesserte        Ausführungsform    eines solchen  Getriebes. Die Zahnräder derartiger Getriebe  müssen wegen der erheblichen Zahndrücke  verhältnismässig stark     ausgeführt    werden:  Erfindungsgemäss sind die Übersetzungszahn  räder des Getriebes in mehrere, z. B. zwei,  nebeneinander liegende Scheiben aufgeteilt.

    Während man     bisher    die Zahnräder     der-          artiger    Getriebe, die wegen der erheblichen  Zahndrücke verhältnismässig stark ausgebil  det werden mussten, aus einem     Stück    in ge  fräster Ausführung hergestellt hat, wird es  durch     die    erfindungsgemässe Teilung der  Übersetzungszahnräder in mehrere nebenein  ander liegende Scheiben ermöglicht, die  Zahnräder zu stanzen oder zu pressen.

   Das    ermöglicht eine     ausserordentliche    Verbilli  gung der     Herstellung,        durch    welche derartige       Getriebe    überhaupt erst     für    die Anwendung  bei Fahrrädern     geeignet    gemacht werden,  während bisher durch die erforderliche     Frä-          sung    der Zahnräder die Erzeugungskosten  derart hoch wurden, dass solche Getriebe für  den vorliegenden Zweck kaum in Frage kom  men.  



  Vorzugsweise wird das Übersetzungs  getriebe so     ausgestaltet,    dass dasselbe ein In  nenrad, mehrere paarweise miteinander und  mit dem Innenrad in Eingriff stehende Zwi  schenräder und ein die letzteren umschliessen  des von ihnen angetriebenes     Aussenringrad     enthält, die sämtlich in mehrere Scheiben auf  geteilt sind. Dabei können     die    mit der Ver  zahnung     versehenen        Scheiben    der Zwischen  räder zweckmässig an einem Ring befestigt  sein, der in Nuten geführt ist, die von den  Zahnscheiben des Innenrades und des Aussen  ringrades gebildet werden. Der Ring kann      zweckmässig in den     erwähnten    Nuten auf Ku  geln gelagert sein.  



  Ein     Beispiel    des     Erfindungsgegenstandes     ist in der Zeichnung dargestellt, in welcher  bedeutet:       Fig.    1 eine Seitenansicht. auf eine Hälfte  des Getriebes, mit teilweise abgebrochenem  Deckblech,       Fig.    ? einen     aclisialen        Schnitt    durch die  Vorrichtung;       Fig.    3 und 4 sind     Schnitte    längs der  Linie     III-III    in     Fig.    2 und     zeibeii    die  innern     Verriegelungsorgane    in den beiden       verschiedenen    Arbeitsstellungen.  



  In der Zeichnung ist 1 ein auf der     Tret-          kurbelwelle    auf irgendeine     Weise    befestigtes  Antriebsrad, das durch Nieten oder derglei  chen mit zwei gezahnten Radkränzen 3 ver  einigt ist. Auf dem äussern Umfang des Ra  des 1 ist, zweckmässig mit Hilfe von Kugeln  41', die die Zwischenräder tragende Scheibe  40 in Form eines Ringes gelagert, auf deren  äussern Rand, zweckmässig ebenfalls     auf    Ku  geln 41, der Kettenkranz 11. läuft. Dieser  Kettenkranz 11 ist mit zwei     innenverzahnten     Scheiben 10 und 10' verbunden.

   Die Zahn  kränze 3, 3' und 10, 10' übergreifen. wie aus  der Zeichnung ersichtlich ist. die Zwischen  radscheibe 40 und sichern diese somit     gegen     seitliche Verschiebung. Im obern Teil der       Fig.    1 ist der Zahnkranz 10 weggebrochen  gezeichnet, um die kugeln 41 zu zeigen. Auf  der     Zwischenradscheibe    40 sind auf     7,apfen     5 und 15 die     Zwischenräder    4, 4' und 14, 14'  gelagert. Bei dem dargestellten Ausfüh  rungsbeispiel sollen drei um 120 " versetzte  Sätze von je zwei     Zwischenradscheiben    4,  14     bezw.    4', 14' auf jeder Seite der     Scheibe     40 vorgesehen sein.

   Es findet daher eine  gute Aufteilung der Zahndrücke statt. Alle       Übersetzungsräder    (Innenrad,     Zv@ischenräder     und Aussenrad) können aus gestanzten Stahl  blechscheiben hergestellt sein.  



  Um das Getriebe gegen     Staub    zu     schützen,          Ölverluste    zu vermeiden und doch leicht zu  gänglich zu machen,     :find        abnehmbare    Deckel  55 und 56 mit Filzdichtungen     vorgesehen.     Beim direkten Gang laufen alle Teile des         Getriebes    als Ganzes     nin.    und     es        bestellt    in  der Wirkungsweise kein     Unterächied        gegen-          über    dem üblichen grossen Kettenrad eine:  Fahrrades, insbesondere keine erhöhte Rei  bung.

   In diesem     Betriebszustand    wird die  Scheibe 40 mit dem Teil 1, also mit den  Tretkurbeln, starr gekuppelt.  



  Bei     eingeschalteter        Übersetzung    steht der       Zwischenradträger,    also die     Scheibe    40, im  Raume fest, und der Kettenkranz     1l        %\,ird     im Verhältnis der Zähnezahlen von 3 und 1.0  untersetzt angetrieben.  



  Zum Kuppeln der Teile 1     bezw.    3, 3'  und 40 miteinander beim     direkten    Gang, so  wie zum     Stillsetzen    des     Zwischenradträgers     40 gegenüber dem Fahrradrahmen sind die  folgenden Einrichtungen vorgesehen:  Mit Hilfe der Bolzen 5 und 15 ist mit  der Scheibe 40 ein tellerförmiges Gehäuse  44 verbunden, das aus gestanztem     Stahlblech     hergestellt sein kann und eine seitliche     Aus-          nehmung    44'     aufweist.    durch die ein     Rie-el     60     eingeschotx@ii    werden kann.

   In dem     C7e-          häuse    liegt ein     geschlitzter    Ring 45     (Fig.    3  und 4), durch dessen Schlitz 45' der Riegel  60 durchtreten kann. Dieser Ring kann mit  dem     Gehäuse    44 starr verbunden oder lose  in     dasselbe        eingelegt    sein; beim Beispiel ist  der erste Fall angenommen. Auf der Tret  kurbelwelle sitzt ferner eine Scheibe 42, die       finit    einem zylindrischen Ansatz versehen ist.  der durch eine     Art        Klauenkupplung    mit der       Scheibe    1 gekuppelt ist.

   Die     Scheibe    42 läuft  daher mit den Teilen 1 und 3, 3' gemeinsam       um,    kann aber leicht montiert und demontiert   erden. Diese Scheibe 42 ist mit zwei auf  gebogenen Lappen 43 und 43' versehen und  trägt zwei     Zapfen    49 und 49'.

   Zur Kupp  lung der Scheibe 42 und damit der     Tret-          kurbelwelle    mit dem Gehäuse     4.4    und damit  mit dein     Zwischenradträger    40 dient das  radial verschiebbare Kupplungsstück 46, das  mit einem Kupplungszahn 47     (Fig.    3 und 4)  versehen ist, der in den Schlitz 45' des Rin  ges 45     hineinpasst.    Das Kupplungsstück 46  ist ringförmig gestaltet und an der Innen  seite mit     Ausnehmungen    48 und 48' ver  sehen, durch die es auf den Lappen 43 und      43' der Scheibe 42 radial verschiebbar ge  führt ist.

   Zwei Zugfedern 50 und 50', die  einerseits an den Zapfen 49 und 49' angrei  fen, anderseits an den verdünnten     durclhbohr-          ten        .Stellen    51 und 5-1' des Kupplungsstückes  46 eingehängt sind, suchen .den Kupplungs  zahn 47     radial    nach aussen zu drängen.  



  Die Stellung der Teile in     Fig.    3 ent  spricht .der     eingeschalteten    Übersetzung, die  Stellung gemäss     Fig.    4 dagegen dem     direkten     Gang. Der Riegel 60 ist mit einer Stange  61 versehen, die in einer am     Fahrradrahmen          befestigten    Hülse 64 geführt ist und Muttern       6'2-,    63 trägt, mit denen der Hub des Riegels  60 .genau eingestellt werden kann. Die Be  tätigung der Stange 61 und des Riegels 60  erfolgt durch einen am Fahrradrahmen oder  an der Lenkstange befestigten Schalthebel.  



  Die Innenfläche des Riegels 60 ist ge  krümmt, so dass sie in der Stellung gemäss       Fig.    3 (Übersetzung eingeschaltet) die Fort  setzung der Innenfläche des Ringes 45 bildet.  In dieser     Stellung    legt der Riegel 60 das Ge  häuse 44 und, damit .die Zapfen 5 und 15  gegen den Fahrradrahmen fest. Wird nun  die Kurbel getreten, so drehen sich die Teile  1, 3, 3',     42;    und das Kupplungsstück 46. Der  Zahn 47 dieses Kupplungsstückes     wird    zwar  durch die Federn 50 radial nach     aussen    ge  drängt, gleitet aber an der Innenfläche des  Ringes 45 und des Riegels 60, ohne wesent  lichen Widerstand zu finden.  



  Soll nun auf den direkten Gang über  gegangen werden, so wird der Riegel 60  herausgezogen     (Fig.    4). Das Gehäuse     44    und  die damit verbundenen Teile werden dabei  frei und bleiben in der Drehung gegen die  Tretkurbelwelle und das     Kupplungsstück    46  zurück. Sobald der Zahn 47 des letzteren  dem Schlitz 45' des Ringes 45 gegenüber  steht, fällt er unter der Einwirkung der Fe  dern 50 in diesen ein und kuppelt dadurch  die Teile 42 und 44 und damit den     Zwi-          echenradträger    40 mit der Tretkurbelwelle,  so dass alle Teile wie ein Stück umlaufen.  



  Soll wieder die Übersetzung wirksam ge  macht werden (z. B. bei     Bergfahrt),    so wird  der Riegel 60 von Hand aus hineingedrückt,    so     ,dass    er so lange an der Aussenwand     des     Gehäuses 44 schleift, bis er .der     Ausnehmung          derselben    gegenübersteht und in die     Stellung     gemäss     Fig.    3 einfällt. Zweckmässig sind die  Teile so auf der Tretkurbelwelle befestigt,       dass    dieser Stellung eine bestimmte Lage der       Tretkurbeln    entspricht, z. B. die tiefste Stel  lung der rechtsseitigen Tretkurbel.

   Der Rad  fahrer gewöhnt sich dann bald daran, im       richtigen    Augenblick umzuschalten.  



  Falls der Ring 45 nicht, wie bisher an  genommen wurde, starr mit dem Gehäuse     44     verbunden, sondern lose eingelegt ist, muss  der Zahn 47 etwas höher sein, so     dass.    er in  die     Ausnehmung    44' des Gehäuses     44    ein  fällt. Die     Andrückung    .des Zahnes 47 an  die Innenfläche des Ringes 45     bezw.    das ra  diale Verschieben des Zahnes nach aussen  kann auch durch Fliehkraft erfolgen, in wel  chem Falle die Federn 50 entbehrlich sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Veränderliches Übersetzungsgetriebe für Fahrräder, bestehend aus einem in das auf der Tretkurbelwelle sitzende Kettenantriebs rad eingebauten, mit diesem verbundenen, in Form eines Stirnräder-Planetengetriebes aus gebildeten Getriebe, dadurch gekennzeichnet, dass die Übersetzungszahnräder des Getrie bes in mehrere nebeneinanderliegende Schei ben aufgeteilt sind.
    UNTERANSPRüCHE 1. Übersetzungsgetriebe nach Patentan spruch, dadurch ,gekennzeichnet, .dass die Zwischenräder in zwei nebeneinander lie gende .Scheiben aufgeteilt sind. 2. Übersetzungsgetriebe nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch das Innenrad des Getriebes und ein die Zwischenräder umschliessendes Ring rad in zwei nebeneinander liegende .Schei ben aufgeteilt sind.
    3. Übersetzungsgetriebe nach Patentan- sprueh, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenräder an einem Ring gelagert sind, der in en von den Zahnscheiben (3, 3' und 10, 10') des Innenrades und des Ringaussenrades gebildeten Nuten ge führt -wird. 4. L bersetzunbsbetriebe nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Rin--Aussenrad des Getriebes mit dem Kettenantriebskranz zusammen ein Rad bildet.
    5. Übersetzungsbetriebe nach Pa.tent < in- spruch, dadurch gekennzeichnet, dass di- geteilten Scheiben der >v'lx rsetzungsräder mit ihrer Verzahnung aus gestanzten Tei len bestehen.
    6. Übersetzungsgetriebe nach Patentan- spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die geteilten Scheiben der Übersetzungsräder mit ihrer Verzahnung aus gepressten Tei len bestehen. 7.
    Übersetzungsgetriebe nach Patentan- spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der die Zwischenräder tragende Ring (40) in Nuten gegenüber der mit der Tret kurbelwelle verbundenem Antriebsscheibe (1 ) und gegenüber den den Kettenkranz (11) tragenden, das Aussenrad bildenden Aussenringen auf Kugeln (41. und 41') gelabert ist.
    B. Übersetzungsgetriebe nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der die Zwischenräder tragende Ring (40) mit einem Gehäuse (144) verbunden ist. das mit. einer Ausnehmung zur Auf nahme eines am Fahrradrahmen radial zur Tretkurbelwelle beweglich geführten Riegels (60) versehen ist, der bei Ein- Schaltun- der Übersetzung des Getriebes das Gehäuse (@) und den Zwischenrad träger (40) gegen den Fahrradrahmen festlegt und dabei eine im Gehäuse (44) angeordnete Kupplung löst,
    die beim di- rekten Gang des Getriebes dieses Ge- häuse mit der Tretkurbelwelle auf Dre hung kuppelt. 9. Übersetzungsgetriebe nach Unteran spruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung für den direkten Gang des Getriebes ein mit der Tretkurbelwelle auf Drehung gekuppeltes, aber radial verschiebbares Kupplungsstück (46) be sitzt. das mit.
    einem hupplunbazahn (47) versehen ist, der durch eine Kraft nach aussen gedrängt wird, bei heraus gezogenem Riegel (60) in die Ausneh- mung des Gehäuses (44) einfällt und bei eingerücktem Riegel (60) an dessen In- nenstirnfläche entlang gleitet. 11 ). jhersetzungsgetrielre nach Unteran- aprucb. 9. dadurch gekennzeichnet, dass das radial verschiebbare Kupplungsstück (16) durch Fliehkraft nach aussen ge drängt wird.
    11. Übersetzungsgetriebe nach Unteran spruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das radial verschiebbare Kupplungsstück durch Federkraft nach aussen gedrängt -wird.
CH195507D 1936-03-06 1937-02-17 Veränderliches Übersetzungsgetriebe für Fahrräder. CH195507A (de)

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