CH195634A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Textilfäden. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Textilfäden.

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CH195634A
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Franz Seim Karl
Theodor Loewenberg
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Franz Seim Karl
Theodor Loewenberg
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Description


      Terfahren    und     Torrichtung    zur Herstellung von Textilfäden.         Die    Erfindung betrifft ein Verfahren so  wie eine Vorrichtung zur     Herstellung    von  Textilfäden; nach jenem wird der von Spu  len,     Weifen        gopsen    oder sonstigen Anliefe  rungsformen abgearbeitete Faden in einem  Arbeitsgang     schlingenartig        ,derart    eingebun  den, dass der Fäden bei der Maschenbildung  entlastet, beim     Abschlagen    der Maschen so       belastet    wird, dass ein Schlingen der Masche  erfolgt, worauf der Textilfaden in beliebiger  Form aufgewunden wird.

   Das Einbinden  von     Textilfäden    ist bei Strick-, Wirk- und       I-ettelmaschinen    allgemein bekannt, dagegen  ist bei diesen ein spannungsfreies Einbinden  weder     vorgesehen    noch erforderlich, da es  sich dort nicht um die Herstellung von Fä  den, sondern um Ware handelt. Das Endpro  dukt des vorliegenden Verfahrens ist also  nicht eine aus Maschen gebildete Ware, son  dern ein Maschen-     oder,Schlingenfaden.     



  Die bekannt gewordenen     Vorrichtungen     zur Herstellung von aus     Maschenstäbchen    be-         stehenden    Waren haben     fernerhin    den Nach  teil, dass sie nur sehr langsam arbeiten. Der  Erfinder hat nun die grösseren Vorteile er  kannt, die durch eine     fabrikationsmässige     Herstellung von Maschen- oder     iSchlingen-          fäden    erzielt werden.

   Er hat gleichzeitig er  kannt,     dass    eine wirtschaftliche Herstellung  nur dann möglich ist, wenn die     Leistungs-          fähigkeit,der    Maschine zur Herstellung sol  cher Maschen- oder     Schlingenfäden    derartig       gesteigert    wird, dass die     Herstellungskosten     des Maschenfadens sich annähernd in der  gleichen Höhe     halten,    wie die der andern auf  dem Markt     befindlichen    Textilfäden.  



  Die vorstehenden     Bedingungen    werden  durch die vorliegende Erfindung dadurch  erfüllt,     dass,    die Vorrichtung zur Herstellung  derartiger Maschen- oder     ,Schlingenfäden    aus  einer hin- und hergehenden Nadel, einem Fa  denführer und einer     elastisch    wirkenden     Ab-          zugsvorrichtung        besteht,    deren     Bewegungen     zueinander so abgestimmt sind,     dass    ein span-           nungsfreies    Einbinden des Fadens gewähr  leistet ist.  



  Zur Herstellung von     Textilwaren    verwen  det man bekanntlich glatte, gedrehte oder     (Ye-          zwirnte    Fäden, die entweder in der     Längs-          richtung    ihrer     Aufbaustruktur    gelegt.

   (We  berei) oder verschlungen     werden    ( Stricke     rei,          UTirlzerei,        Flechterei.    Häkelei     usw.).        Dureli     die Längsverarbeitung     entsteht.    der     Nachteil.     dass die Fäden in     ihrem        innern        Aufbau        ausein-          andergezogen    werden, d. h.

   dass das     iu-spi-iing-          liche    Fadengebilde von runder Querschnitt  form flach gezogen und dabei     teilweise    zer  stört und aufgelöst     -,viril.    Diese Auflösung  bringt stellenweise auch eine Verminderung  der Fadenstärke     finit    sieh. die sieh meist  nicht gleichmässig auf die gesamte Faden  länge     verteilt..     



  Derartige Beschädigungen der     Faden-          struktur    erfolgen insbesondere bei den faser  mässig aufgebauten     synthetischen        Garnen     durch     Überziehen    der     Aufbaubestandteile     und bei den     Kunstseidenfäden    durch     Spalten.     oder     Zerplatzen    der einzelnen     Iiapilla.rfäden.     Die     Beschädigungen    der Fäden vermindern  aber die     Reissfestigkeit    und damit die     Ver-          arbeitsmögIichkeit    und Haltbarkeit der her  

  gestellten Stoffe und Waren.     fi'aren        finit     überspannt. verarbeiteten Fäden sind minder  wertig. Soweit bei     sYitlieti.sehen    Fäden      < lie          Iiapillarfäden    ganz zerplatzt oder     teilweise          aufgespalten    sind, erzeugen die     Teilfäden-          enden    eine     ra.uhe    Oberfläche auf der Ware.

    Die Halt- und     Waschbarkeit    dieser     Waren     ist begrenzt, die Saug- und     Attftiabinefähig-          keit    im Appretur- und     Färbeprozess        unter-          ,chiedlich.     



  Das neue     Verfahren    verhindert eine     (\ber-          beanspruehung    der Garne, insbesondere der       Kunstseidenfäden    über die     Elastizitätsgrenze     hinaus, welche Überbeanspruchung nach den  neuen Forschungen der Grund für die  schlechten Eigen     nchaften    der     Kunstseiden-          ,vare    ist.

   Im Gegensatz zum gezwirnten Fa  den geht. der eingebundene Faden bei     Bean-          spruchung    wieder in seine     urspriingliclle     Lage zurück, während ein     gezwirilter    Faden       stehen    bleibt.

      Die Erfindung bezweckt weiterhin, die       .ler@tellungskosten    des Maschen-     bezw.          Sclilingenfadens    dadurch zu verringern, dass       die        Zufiihrutig    des einzubindenden Fadens,  sowie der Abzug des Fadens derart erfolgt,        < lass    ein sicheres     Arbeiten    auch bei holten     Ar-          l>cit;.geschwindigkeiten    (Bildung von 5 bis       1;t)Ilt)        Maschen    in der Minute) gewährleistet  ist.

   Am besten wird der Faden der hin- und       hergehenden        Nadel    schräg zugeführt und  auf der     andern        Seite    der Nadel als fertiger  Schlingen- und Maschenfaden schräg nach  unten abgezogen, so dass der ankommende  Faden quer     z..        dein    zurückgehenden     Nadel-          balien    zu     liegen.    kommt und von     dieseln    auch       Inn        hohen    Arbeitsgeschwindigkeiten sicher       erfasst         #erden    kann.  



  Der Einbinde     niechanismus    arbeitet am  besten mit einer Haken- oder Zungennadel,  die in einer mit Schlitz     versehenen    Nadel  führung hin-     und        hergleitet.    Vor der Nadel  fiihrung ist ein Fadenführer angeordnet, der       ini    dargestellten Ausführungsbeispiel eine       liewegiing        ausführt.    Bei Verarbeitung von       bestimmten    Garnsorten ist es auch möglich,       eben    Fadenführer     ortsfest,    einzubauen.

   Der       eingebundene        3tischen-        bezw.    Schlingen  faden     wird        über    einen an der Nadelführung       angeordneten.        Abstreichbü(Yel    schräg zur     Na-          abgezogen    und über einen ver  stellbaren     Al)gleitbügel    der     Fadenabzugsvor-          riehlung        zugeführt.     



  Der     Abstreichbügel    ist     zweckmässiger-          weise    so winklig gebogen,     dass    das Garn in       dein    seitlich .der Nadelführung angeordneten  Scheitel des     )Winkels    geführt ist.

   Fm bei  h<B>1</B>  oben     Arbcit;geschwindigkeiten    einen siche  ren Fadenabzug unabhängig von der Art des  ,jeweils zu verarbeitenden Garnes     z.i    gewähr  leisten, wird am     besten    zwischen     Abstreich-          bügel    und der     Fadenabzugvorricht,ung    ein       Abgleitbügel    vorgesehen, welcher entspre  chend     denn    zu verarbeitenden Garn mehr oder       n-eniger    seitlich zur Nadelführung     sowie          zuin    Winkel des     Abstreichbügels        verstellt     werden kann.  



  Der     1i        adenabzug    erfolgt durch eine an  sich     bekannte    elastische Abzugsvorrichtung      ohne     zwischengeschaltete    Elemente,     Frik-          tionswalzen    oder     dergl.,    die den fertigen Ma  chen-     bezw.        ;Schlingenfaden    auf Spulen,       hopse,    oder sonstige     Anlieferungsformen     aufwindet.

   Die Aufwicklung kann ähnlich       wie    bei einer Spul-, Spinn- oder Zwirnma  schine erfolgen und kann die     betreffende          Vorrichtung    wie bei diesen     Maschinenarten     auch mit einer     Einlegevorrichtung    für Par  allel- oder     Kreuzlegung    ausgestattet sein. Es  ist auch möglich, durch entsprechende Ein  stellung einer dem Fadenführer vorgeschal  teten     Fadenbremse    und -der     r'adenabziehvor-          richtung    die Maschengrösse verändern zu  können.  



  Das Verfahren der     Eänzelfadeneinbin-          dung    zum     72wecke    der Fadenverbesserung  lässt die Verarbeitung auch der feinsten  Fadenstärken zu, weil bei dieser Einzelver  arbeitung .die Möglichkeit der spannungs  losen Verschlingung zu einem einwand  freien     Fadenkörper    besteht. Dabei kann der  zugeführte Faden auf die zwei-     bis    .dreifache  Fadendicke seiner ursprünglichen Stärke ge  bracht werden.

   Durch die erfindungsgemässe  Verschlingung wird der Faden so eingebun  den,     .dass    er einen in sich     geschlossenen    und       elastischen    Fadenkörper .darstellt, dem auch  ein starker Zug in der Längsrichtung nichts  anhaben und schaden kann. Die Festigkeit  eines so gearbeiteten Fadens kann je nach       Verarbeitung    und Material etwa das .drei  bis vierfache von zwei bis drei Einzelfäden  der zugeführten Fadenstärke zusammenge  rechnet     betragen.     



  Entgegen dem Zwirnverfahren hat das  neue Verfahren weiterhin den Vorteil, dass  die eingebundenen Fäden sich auch bei loser  Verarbeitung nicht überdrehen können. Da  gegen     besteht    genau wie beim Zwirnverfah  ren die Möglichkeit der gleichzeitigen Zu  sammenverarbeitung vieler Fäden gleicher  und verschiedener Stärke, Art und Farbe.

    Die     Effekttvirkung    der gewissermassen zu  rückgebundenen     Fadenaufbauriöhtung    kann  dann in :der Ware selber eine viel grössere  und vielseitigere als beim Zwirnvorgang sein       (Schlangenhautwirkung).            Abgesehen    .davon, dass wegen der kurzen  und     glatten        Fasern.    von     iStapelfasern    ein  Zwirnen in vielen Fällen überhaupt nicht  durchgeführt werden kann, sind beim Zwir  nen vorbereitende Arbeitsgänge (Zusammen  spulen, Mehrfachnachen) erforderlich.

   Diese  vorherigen Fachverfahren fallen beim neuen  Verfahren     restlos        fort,    für .das auch keine  bestimmten     Spulensorten    für     ,das.    Abarbei  ten der Grundfäden und für das Aufspulen  der     verarbeiteten    Fäden nötig sind.  



  Die nach ,dem     neuen    Verfahren einge  bundenen Fäden filzen und     fitzen    auch     auf-          geu,eift    und aufgespult nicht und     fasern,    wie       beispielsweise    die Kunstseide, nicht auf. Die  Verarbeitung lange     gelagerter    und trockener  Fäden     ist        ebenfalls    ohne     Schwierigkeiten     möglich, wie die Verarbeitung verschiedener  Arten aus verschiedenen Herstellungsperio  den.

   Weiter lassen sich gebundene Fäden  leicht     haltbar    und fast     unsichtbar    knoten,  ohne     dass    .die     Verbindung    von .selbst aufläuft,  wobei es gleichgültig ist, welcher Knoten an  gewandt wird und ob das Verbinden von  Hand oder maschinell erfolgt. Das     lästige     Nachlaufen der Maschen bei glatten Fäden,  wie z. B.     Kunstseide,    wird durch den gebun  denen Faden mit zurück- und querlaufender  Fadenstruktur verhindert und ist nur bei  grosser     Beanspruchung    und Anwendung von  Gewalt möglich.  



  Die besondere Verwendung als Zier-,  Stick-, Näh- oder     Kettelfäden    ist ohne wei  teres möglich, in sehr vielen Fällen sogar       vorteilhaft.    Noppen, Knoten, Frottee und       ähnliche        Zwirnfäden    in regelmässigen, un  regelmässigen sowie berechneten     Musterun-          gen.    können mit Hilfe     besonderer    Einrichtun  gen     hergestellt    werden, wobei wiederum ,die  gebundenen Grund- und Effektfäden sich  nicht     auflösen,    wie .dies vielfach bei gedreh  ten     bezw.    gezwirnten     Fäden,der    Fall ist.

   Die  für das Verfahren notwendigen Einrichtun  gen können so gestaltet werden, dass sie einen       direkten        Anschluss    an fadenerzeugende oder  fadenverarbeitende Maschinen ermöglichen  oder als. Sondermaschinen einzeln oder im  Reihensystem     arbeiten.         In den Zeichnungen sind Vorrichtungen  zur     Ausfiihrung    des neuen Verfahrens in       beispielsweiser    Ausführung dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt die     Gesamtanordnung    in  schematischer Darstellung;       Fig.    2     bit    1 das Nadelkien in Seiten  ansieht. Vorderansicht und     Draufsicht;          Fig.    5 bis<B>10</B>     veransehauliehen    verschie  dene Stellungen des Fadenführers während  einer     Maschenbildung    in perspektivischer  Darstellung.  



       Fig.    11 bis 16 die zugehörigen Nadelstel  lungen,       Fig.    17 und 18 den     mit-    der     Vorrichtung     hergestellten Schlingen- und Maschenfade     n     in vergrössertem     Massstab.     



  Der von einer     Spule    1. einem     Kops,    einer       Weife    oder einer sonstigen     Anlieferungsform     kommende Faden ? wird     über    eine Faden  bremse 3 durch     Öse        -I    einer     Öse    5 des Faden  führers 6     zugeführt.    Der     bogenförmig    ausge  bildete     Fadenführer        (i    ist mittels Mutter 7  oder     dergl.    mit der Welle 8     lösbar    verbunden.  um deren Mittelachse er eine schwingende  Bewegung ausführt.

   Hierdurch wird der  durch die     Fadenführeröse    5 geführte Faden  auch bei grösster     Arbeitnge.ehwindigkeit     sicher in die Nadel 9 eingelegt, die als nor  male Zungen- oder Haken- oder als Spezial  nadel ausgebildet sein kann. Die Nadel ist,  mittels     Mutter    oder     dergl.    10 mit einer     hin-          und    hergehenden Welle 11 lösbar verbunden.  Auf der Welle 8 befindet sich ein Zapfen 12.  der in eine Kurvennut 13 einer Antriebs  seheibe 14 eingreift. Ein an der Welle 11     be-          feistigter    Zapfen 15 greift in eine zweite auf  der     Scheibe    14 angeordnete Kurvennut 16.

    Auf der     Antriebswelle    1.7 der Scheibe 14 ist  eine     zweckmässiger,.veise    mit. der Scheibe ver  bundene Riemenscheibe 18     aufgekeilt.     



  Durch geeignete Ausbildung der Kur  vennuten 13 und 16 wird der aus der Faden  führeröse 5 tretende Faden in die Nadel ein  gelegt und verschlungen. Der vordere Teil  der Nadel ist in einem Schlitz 20 des mit  einem     Kä.mmchen    19 versehenen     Nadelkies-          ,(Ins    21 geführt. An der Vorderseite des  Nadelkissens, unterhalb des Schlitzes 20 ist    ein     Abstreichbügel    22 angeordnet. Zwischen  diesem und dem Nadelkissen wird der ver  schlungene     Faden    über einen     Abgleitbügel     23 durch eine Walze 24 abgezogen.

   Die als  Fadenabzug wirkende Walze ist. drehbar um  eine Welle 2:5 gelegt, auf der eine Riemen  scheibe 26     aufgekeilt    ist.     tber    die Riemen  scheibe 2-6 und die Riemenscheibe 18 ist eine  Schnur 27 geführt.  



  Der Fadenabzug ist     zweckmässigerweise     schwenkbar um einen Zapfen 28 gelagert  und wird durch ein verstellbares Gewicht 29       beschwert.    Entsprechend den     Eigenschaften          des    zu verwendenden Fadens kann durch  Verstellung des     Gewichtes    29 ein mehr oder  weniger starker Zug auf die Schnur 2 7 und  hierdurch wiederum eine mehr oder weniger  grosse Spannung auf den abgezogenen ver  schlungenen Faden 30 ausgeübt werden. Ent  sprechend kann auch der     Pressdruck    der       Fadenbremse    2 einreguliert werden.

   Weiter  hin ist es möglich, die Öse 4 der Fadenfüh  rung, die     normalerweise    in der Nadelebene  sich befindet, entsprechend den Eigenschaf  ten     des    zu verarbeitenden Fadens seitlich,  sowie nach der Höhe zu verschieben.  



  Der am Nadelkissen 21     angeordnete    Ab  streichbügel 22 verläuft in seinem Teil<B>31</B>  zuerst annähernd waagrecht,     ist    um Teil 32  über die     Nadelmitte    hinweg nach     abwärts     gebogen, hierauf in seinem Teil 33 wieder  nach oben geführt, wobei er mit der Kante  34 dicht an das Nadelkissen anstösst.     Das     freie Ende 35 ist schliesslich vom Nadelkis  sen abgebogen, um hierdurch ein leichteres  Einfädeln der Fäden     bei    Arbeitsbeginn zu  ermöglichen.  



       Oberhalb        des        Fadenabzuges    ist eine .       e11rsttätigeFadeneinlegung        vorgesehen,    durch  deren Öse 36 .der eingeschlungene Faden 30  geführt ist. Die Öse 36 befindet sich am  freien Ende     eines    um Zapfen 37 oder     dergl.          schwenkbar        .gelagerten    Hebels 38, der durch  eine     Steuerleiste    39 die erforderliche     Hin-          und        Herbewegung    erhält.

   Der Antrieb der  Steuerleiste erfolgt durch ein nicht gezeich  netes,     einstellbares        Kurvenstück,    Exzenter  oder     dergl.    Der Hebel 38     ist    mit der Steuer-      leiste durch einen     zweckmässigerweise    in  einem     Längsschlitz    gleitenden     Stift    40 ver  bunden.  



       Fig.    5     veranschaulicht    das     Eadenein-          legen.    Her Fadenführer 6 befindet eich noch  nicht in seiner     Endstellung,    dagegen ist die  Nadel gemäss     Fig.    11 ganz vorgeschoben.       Fig.    6 und 12 zeigen den Augenblick des       Fadeneinzuges.    Der     Fadenführer    6 steht in  seiner     äussersten        linken    Stellung und beginnt  sich in     Pfeilrichtung    nach rechts zu be  wegen.

   Die zugehörige Nadelstellung     ist    aus       Fig.    12 ersichtlich, in der die auf der Nadel  befindliche, Masche die Nadelzunge schliesst.  In der     'Stellung        Fig.    7 und 18 erfolgt der  Fadenabschlag. Der Fadenführer     befindet     sich hier annähernd in ,seiner Mittellage.

         Fig.    8 und 14 zeigen die     Fadenschnürung.     Während in der     Stellung    5-7     bezw.    den zu  gehörigen Nadelstellungen     11-.1'3    in dem  der Nadel     zugeführten    Teil des Fadens eine       Spannung    nicht auftritt, das heisst die Ein  bindung vollkommen .spannungsfrei     erfolgt,     tritt nach erfolgtem Fadenabschlag gemäss       Fig.    13 bei Weiterbewegung des Fadenfüh  rers in     Stellung    8 eine     Fadenschniirung    da  durch ein,     dass    der sich nach rechts,

   bewe  gende Fadenführer einen Zug auf den der  Nadel zugeführten Faden ausübt.     Fig.    9 und  15 veranschaulichen den Fadenabzug, wo der  durch die weitere Bewegung des Faden  führers     bewirkte    Zug auf den Faden durch  das     Wiedervorwärttsbewegen    der Nadel ge  mäss     Fig.    15 ausgeglichen wird. Hierdurch  wird erreicht,     dass    eine Veränderung -der ge  schnürten Maische unbedingt vermieden wird.

         Fig.    10 und 16 zeigen schliesslich eine     Zwi-          schemtellung    der Fadeneinlage, die in der       Stellung    gemäss     Fig.    5     und    11 beendet ist.  



       Fig.    17     zeigt    den Anfang eines     durch-          schnittenen        bezw.        abgerissenen    Fadens,       Fig.    1'8 :das     Verholten    des     durchschnittenen          bezw.    abgerissenen Fadens, beim Ziehen an  einem Ende.

   Reisst beispielsweise der Faden,  so     ist    das Fadenende bereits durch die letzte  Schlinge hindurchgezogen     (vergl.        Fig.17).     Zieht man dagegen am Fadenende, so zieht       sich,die    letzte Schlinge zu einem Knoten zu-         sammen    und es ergibt sich das Fadenbild ge  mäss     Fig.    1,8.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Textil fäden, dadurch gekennzeichnet, dass der von Spulen, Weifen, Kopsen oder sonsti- gen Anlieferungsformen abgearbeitete Faden in einem Arbeitsgang schlingen artig derart eingebunden wird, dass der Faden bei der Maschenbildung entlastet; beim Abschlagen der Maschen so belastet wird, dass eine Schnürung der Masche er folgt, worauf der Textilfaden in beliebi ger Form aufgewunden wird.
    1I. Vorrichtung zur Durchführung dds Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch die Kombination einer hin- und hergehenden Nadel (9), eines Fadenführers, (6) und einer elastisch wir kenden Abzugsvorrichtung (24), deren Bewegungen zueinander so abgestimmt sind, dass ein !spannungsfreies Einbinden des Fadens gewährleistet ist. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Faden einer hin- und hergehenden Nadel schräg zugeführt und auf der andern Seite der Nadel als fertiger Schlingen- und Ma schenfaden schräg nach unten abgezo gen wird, oo dass der ankommende Fa den quer vor dem zurückgehenden Nadel haken zu liegen kommt, und von diesem auch bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten sicher erfasst werden kann. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass sich der Fa denführer (6) quer zur Bewegungsrich- tung der Nadel (9) hin- und herbewegt. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass am vordern Ende der mit Schlitz (20) versehenen Nadelführung ein Abstreichbügel (22) angeordnet ist. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich- net, dass der Abstreichbiigel (2?) als Winkel aasgebildet ist, dessen nach dem Fadenabzug (24) gerieht:eter Scheitel sich seitlich der Nadelführung befindet.
    :@. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet. da.ss unterhalb de Ab.streichbügel:s (??) ein entsprechend der zu verarbeitenden Gaxnart verstell barer Ahgleitbügel (23) angeordnet ist, der das seitliche Abziehen des eingebun denen Fadens (30) über den Seheitel des Abstreichbügels (22) gewährleistet. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet. dass zwecks Rege lung der Fadenspannung und Änderung der Maschengrösse eine dem Fadenführer (6) vorgeschaltete, einstellbare Faden bremse (3) und ein durch Gewicht oder Feder mehr oder weniger zu belastender Abzug (24) vorgesehen sind. 7.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass der Fadenführer (6) bogenför inig ausgebildet ist und mit einer zur Nadel parallel oder annähernd parallel verlaufenden Welle (8) lös- und fest- sti,lll>ar verbunden ist, die ihre Pendel bewegung vom Antriebsorgan der Nadel erhält. B.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 2 und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass das Antriebsorgan (14) aus einer oder zwei Kurvenscheiben besteht, in deren Nut (13) Zapfen (12) der Welle (8) des Fadenführers (6) und in deren Nut (10) der Zapfen (15) der Nadelwelle (11) geführt sind.
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