CH195799A - Verfahren zur Massenherstellung von Buchstaben oder sonstigen Zeichen. - Google Patents

Verfahren zur Massenherstellung von Buchstaben oder sonstigen Zeichen.

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CH195799A
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C Barth-Verlag
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  Verfahren zur Massenherstellung von     Buchstaben    oder sonstigen Zeichen.    Gegenstand der Erfindung ist ein Verfah  ren zur Massenherstellung von Buchstaben  oder sonstigen Zeichen aus nicht eigensteifen,  glatten Blättern, Folien oder dergleichen, aus  Papier,     Cellon,    Metall oder     dergleichen'.     



  Papier-Buchstaben werden z. B. bei dem  Apparat gemäss dem österreichischen Patent  Nr. 145570 verwendet, mit dessen Hilfe sie  zu Reklameaufschriften     aneinandergereiht    auf       Auslagscheiben    aufgeklebt werden.  



  Bisher konnten die Buchstaben hierzu nur  durch Stanzen hergestellt werden. Dieses  Verfahren verteuert aber die Herstellung der  Buchstaben, da für jeden Buchstaben und für  jede Schriftart separate Stanzen hergestellt  werden müssen. Die Anfertigung grosser Buch  staben, ganzer     Wortschriftformen,    Figuren  und dergleichen ist, da man hierfür kompli  zierte Stanzen benötigt, unrentabel, insbeson  dere dann, wenn die Anzahl der Buchstaben  oder sonstigen Zeichen nicht gross ist.  



  Beim Verfahren nach der Erfindung kommt  die Verwendung irgendwelcher Stanzen voll-    ständig in Wegfall. Es ermöglicht, mit ein  fachen Mitteln, Buchstaben jeder Schriftart  und jeder Schriftgrösse, Figuren oder sonstige  Zeichen in grossen Mengen zu erzeugen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist da  durch gekennzeichnet, dass die einzelnen Blät  ter, Folien oder dergleichen zu einem Stapel  aufgeschichtet werden und der Stapel an seiner  Ober- und an seiner     Unterseite,        bezw.    an der  Ober- oder Unterseite mit einer eigensteifen  Platte, z. B. aus Holz, Metall, Karton oder  dergleichen, versehen wird, worauf durch     Press-          glieder    der Stapel und die Platte     bezw.    die  Platten zusammengepresst und hierauf durch  einen Schneidevorgang die gewünschten Zei  chen herausgeschnitten werden.  



  Es ist bereits bekannt, eigensteife Platten  aus Holz, Metall und dergleichen     übereinan-          derzulegen,    an den Rändern festzuklemmen  und hierauf mittels einer Säge bestimmte  Formteile aus dem ganzen Plattenstapel her  auszusägen.

        Es ist weiter beim Zuschneiden von Klei  dern bekannt, mehrere Tuchlagen mit verhält  nismässig rauher Oberfläche auf einer Unter  lage     übereinanderzu,#chichten    und hierauf mit  tels eines rotierenden Kreismessers die vor  gezeichneten Teile     herauszuschneiden.    Nach  diesem Verfahren lassen sich     jedoeli        Tuchteile     herstellen, deren Konturen eine verhältnis  mässig einfache Linienführung     aufweisen.    Die  ses Verfahren ermöglicht es jedoch nicht, aus  dem Stapel Stücke mit     komplizierter-    Linien  führung, oder mit in sich geschlossener Kon  tur, wie z. B. den Mittelteil des     Buchstabens     0 herauszuschneiden.  



  Diese beiden bekannten     Verfahren    können  nicht bei einem Stapel aus nicht eigensteifen  Blättern, Folien und dergleichen angewendet  werden. Die glatten Blätter, Folien und der  gleichen werden sich nämlich     beine    Ansetzen  des     Schneidinstrumentes        sofort    gegeneinan  der verschieben.  



  Dies leuchtet sofort ein, wenn     man    sich  z. B. das Herausschneiden des Buchstabens 0  aus einem derartigen Stapel nach dem bereits  bekannten Verfahren vorstellt. Auch wenn  die glatten Blätter an den Rändern festge  halten werden, wird es infolge der Nachgie  bigkeit und leichten     Verschiebbarkeit    der ein  zelnen Lagen untereinander unmöglich sein,  nach Herausschneiden des     Innenovals    den  Buchstaben selbst nach der     äussern    Kontur  so herauszuschneiden, dass völlig gleich  mässige Buchstaben entstehen. Im nachfol  genden soll eine Ausführungsform des Ver  fahrens nach der Erfindung beschrieben wer  den  Es sollen z. B. je 100 Buchstaben eines  bestimmten Reklamewortes in einer bestimm  ten Schriftart aus Papier hergestellt werden.

    Es werden nun 100 Blatt des zu verwenden  den Papiers, das nicht eigensteif und glatt  ist,     übereinandergelegt    zu einem Stapel. Auf  die Oberseite und Unterseite dieses Stapels  wird je eine eigensteife Platte, z. B. aus Laub  sägeholz, gelegt. Durch sinngemäss angewen  dete     Pressglieder    werden nun der Stapel und  die beiden Platten     arieinandergepresst.    Dies  kann in einfachster Weise durch Einschlagen    von Nägeln, die durch die obere Platte, den  ganzen Stapel und die untere Platte     hindurch-          gehen    und dann umgebogen werden, oder  durch Durchziehen von Schrauben durch die  obere Platte, den Papierstapel und die untere  Platte, die mittels Gegenmuttern festgehalten  werden, geschehen.

   Die die     Pressglieder    bilden  den Nägel oder Schrauben können ausser an  den Rändern auch an einzelnen Stellen der  Papierfläche, die beim Ausschneiden der Buch  staben in Wegfall kommen, durchgezogen  werden. Auf diese Weise wird eine     Anpres-          sung    des Stapels nicht nur an den Rändern,  sondern auch auf der ganzen Blattfläche     ei.-          zielt.     



  Die     auszuschneidenden    Buchstaben     resp.     das ganze Wort     werden    nun auf die obere       Laubsägeholzplatte    aufgezeichnet. Man kann  auch ein Blatt, das die Zeichnung trägt, auf  die Oberseite der     Laubsägeholzplatte    aufkle  ben.  



  Um eine möglichst gute     Artpressung    zu  ei-zielen, werden nun, wie oben beschrieben,  in der Nähe der Konturen der auszuschnei  denden Zeichen Nägel oder Schrauben durch  den Stapel hindurchgeführt und befestigt. So  wird man     beispielweise    beim Buchstaben 0  drei bis vier Nägel oder Schrauben rundum  die äussere     Begrenzungskante    des Buchstabens  anordnen und ausserdem durch das heraus  zuschneidende Oval ein bis zwei Nägel oder  Schrauben führen.  



  Hierauf wird mit Hilfe eines     Schneidin-          struinentes,    vorzugsweise     eines    dünnen Säge  blattes, in gleicher Weise wie bei Laubsäge  arbeiten, das Aussägen der einzelnen Zeichen  aus dem Stapel vorgenommen. Hierbei werden  selbstverständlich auch die obere und die untere  eigensteife Platte den Konturen der Zeichnung  gemäss mit durchsägt. Die Kanten der auf  diese Weise hergestellten Buchstaben oder  Zeichen, sind ähnlich wie bei gestanzten Buch  staben scharf begrenzt. Mit Hilfe des beschrie  benen Verfahrens kann man ganze Worte in  Handschrift, Figuren     etc.    auf einfachste und  billigste Weise herstellen.  



  Man kann auch, statt jedesmal neue Plat  ten zu nehmen, auch solche Platten verwen-      den, aus denen bereits die     betreffenden    Zei  chen ausgeschnitten wurden. In     diesem    Falle  dienen die Öffnungen als Führung für das Säge  blatt. Die Platten können aber auch so aus  gebildet sein, dass nur die Kontur selbst heraus.  geschnitten ist, so dass die Säge in diesem  Falle an den bereits ausgeschnittenen Kon  turen herumgeführt werden muss.  



  Bei bestimmten Buchstaben, die eine in  sich geschlossene Mittelkontur haben, wie z. B.  bei den Buchstaben A, D, 0     etc.,    muss bei An  wendung der beschriebenen Platten dafür Vor  sorge getroffen werden, dass der Mittelteil in  irgendeiner Weise durch eine geeignete Vor  richtung festgehalten wird, um einerseits sein  Herausfallen zu verhindern, anderseits die  Führung der Säge längs der ganzen Kontur  zu ermöglichen. Man kann gegebenenfalls auch  nur mit einer einzigen Platte auskommen. In  diesem Fall müssen die     Pressglieder,    z. B.

    Schrauben, auf der Seite, die keine Platte ent  hält, mit verhältnismässig grossen     Beilagschei-          ben    und Gegenmuttern versehen werden, um  ein zu starkes Eindrücken der     Beilagscheiben          bezw.    Gegenmuttern in dem verhältnismässig  weichen Papierstapel zu verhindern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Massenherstellung von Buch staben oder sonstigen Zeichen aus nicht eigen steifen und glatten Blättern, Folien oder der gleichen, aus Papier, Cellon, Metall oder der gleichen, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Blätter, Folien oder dergleichen zu einem Stapel aufgeschichtet werden und der Stapel an seiner Ober- oder an seiner Unter seite, bezw. an seiner Ober- und Unterseite mit einer eigensteifen Platte versehen wird,
    worauf durch Pressglieder der Stapel und die Platte bezw. die Platten zusammengepresst und hierauf durch einen Schneidevorgang die ge wünschten Zeichen herausgeschnitten werden. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Pressglieder Nägel verwendet werden, die durch die Platte bezw. Platten und den Stapel hindurch geführt und fixiert werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, wobei zwei Platten verwendet werden, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Platte verwendet wird, die als Führung für das Schneidwerkzeug ausgebildet ist. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als PressgliederSchrau- ben verwendet werden, die durch die Platte bezw. Platten und den Stapel hindurch geführt und fixiert werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Platte aus Kar ton verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Platte aus Holz verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass,eine Platte aus Me tall verwendet wird.
CH195799D 1936-04-01 1937-03-31 Verfahren zur Massenherstellung von Buchstaben oder sonstigen Zeichen. CH195799A (de)

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