Spielzeug mit Federwerkantrieb und einem die Steuerung Werkablaufes bewirkenden Blasluftschalter. Gegenstand der Erfindung ist ein Spiel zeug mit Federwerkantrieb und einem die Steuerung des Werkablaufes bewirkenden Blasluftschalter. Dieses Spielzeug ist da durch gekennzeichnet, dass zwischen dem be weglichen Blasluftschalter und dem Feder triebwerk ein Schaltvorgelege angeordnet ist, das unter dem Einflusse des Blasluftschalters den Werkablauf abwechselnd frei gibt oder hemmt.
Die Ein- und Ausschaltung des Werkes kann dadurch, zweckmässig sowohl bei mechanisch angetriebenen Standspielzeugen wie auch bei Fahrspielzeugen, in fortlaufen der Folge durch Blasbeeinflussung einge leitet und bei geeigneter Ausführungsform beliebig wiederholt werden, solange die Triebkraft des Federwerkes vorhält.
Die Steuer- und Fahrtbewegung oder sonstige Betätigung des Spielzeuges können dadurch einen eigenartigen geheimnisvollen Reiz erhalten, weil der Blasluftschalter und das Steuervorgelege sehr empfindlich ausge- bildet sein können, derart, dass deren Schalt beeinflussung schon durch leichtes Anblasen oder schärferes Ansprechen, das ebenfalls einen Luftstrom hervorbringt, eingeleitet werden kann.
Es können bei geeigneten Ausführungs formen durch das Schaltvorgelege in ein facher Weise noch weitere Bewegungsvor gänge mitgesteuert und ausgelöst werden. Diese zusätzlichen Bewegungsvorgänge kön nen sich natürlich auch durch besondere Blas- oder Schaltflächen auslösen lassen, die ausser der zur Fahrtsteuerung erforderlichen Blasfläche am Spielzeug angeordnet sein können.
Auf der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes in der Form von Fahrspielzeugen veranschaulicht, denen als gemeinsames Merkmal das zwischen Blasluftschalter und Federwerk eingebaute Schaltvorgelege eigen ist.
Fig. 1 zeigt ein Blasluftsehalter-Spiel- zeug in einer Seitenansicht, Fig. 2 dessen Grundplatte mit aufgebau tem Triebwerk von oben gesehen, Fig. 3 eine Ansicht des Spielzeuges von oben gesehen, bei der besonders die den Schaltungsvorgang einleitende Blasfläche er sichtlich ist; Fig. 4 und 5 zeigen Zwischenstellungen des Schaltvorgeleges, Fig. 6 lässt eine andere Ausbildungsform eines Steuerrades vom Schaltvorgelege er kennen;
Fig. 7 zeigt in Seitenansicht ein Spiel zeugauto in abweichender Triebwerkausfüh- rung, wobei die Seitenwände des Triebwerkes bis unter die Platte des Blassehalters erhöht sind, so dass sie für diesen die Bewegungsbe grenzung nach abwärts und das Auflager bilden; Fig. 8 zeigt in Seitenansicht ein Spiel zeug, bei dem das Schaltvorgelege zwischen Blasplatte und Federtriebwerk durch ein schwingendes Zahnstück gebildet ist, das in Fig. 9 in anderer Schaltstellung gezeigt ist;
Fig. 10 lässt in Teilansicht ein Federtrieb werk erkennen, bei dem das Steuerrad des Schaltvorgeleges unter Federwirkung gesetzt ist, während Fig. 11 eine Grundrissdarstellung hierzu zeigt; Fig. 12 lässt eine Teilansicht des Trieb werkes erkennen, bei dem das Steuerrad des Schaltvorgeleges als Teilzahnrad ausgebildet ist;
Fig. 13 zeigt in Seitenansicht ein Spiel zeugauto, bei dem das Steuerrad des Schalt vorgeleges als Scheibe ausgebildet ist, die von einer Rutschkupplung auf Drehschaltung mitgenommen wird, solange der Blasflächen- scha-Iter die Bewegung nicht sperrt; Fig. 14 zeigt einen Grundriss dieser Aus führung mit Blick auf die Fahrzeuggrund platte und das auf dieser aufgebaute Feder triebwerk; Fig. 15 lässt in aufgebrochener Seitenan sicht ein Fahrspielzeug erkennen, dessen Sehaltvorgelege die Form eines Sperrzahn rades besitzt, das aus Fig. 16 in Vorderansicht hervorgeht;
Fig. 17 zeigt in teilweise aufgebrochener Seitenansicht eine Spielzeugausführung, bei der das Steuerrad des Schaltvorgeleges wie derum als Teilzahnrad durchgebildet ist und mit einer Steuerkurve in Triebverbindung steht, die ein zusätzliches Bewegungsglied auf Schaltung beeinflusst, das durch stärkeres Blasen oder Tastdruelk auf die Blasschalter- platte in die Bahn der Steuerkurve einge rückt wird;
Fig. 18 gibt die Grundplatte dieses Spiel- zeuges mit aufgebautem Federtriebwerk von oben gesehen wieder und Fig. 19 und 20 zeigen Zwischenstellungen des Schaltvorgeleges bei Betätigung der zu sätzlichen Schalt- und Bewegungsorgane;
Fig. ?1 bis 23 lassen in etwas vergrösser ter Darstellung das Steuerrad des Seha.ltvor- geleges mit besonders vorteilhafter Trieb nocken- und Sperrgliederausbildung erken nen, während Fig. 24 in Seitenansicht und Vorderan sicht schematisch eine Einbauanordnung des Sehaltvorgeleges zeigt, bei der das Steuerrad des Sehaltvorgeleges unter der Motorhaube liegt,
in der auch die Schwinglagerung der nach vorwärts verlängerten Bla.sseha.lter- fläche sitzt und die einen Aufklappdeekel besitzt. nach dessen Öffnung der Einblick ins Innere zur Verfolgung des Schalt- und Betriebsvorganges und auch für einen even tuellen Eingriff möglich ist; Fig. 2:5 und 26 zeigen bei teilweise auf gebrochener Darstellung in Seitenansicht und in Grundriss von oben gesehen, eine in Hin sieht auf Hochempfindlichkeit und Feinein stellung weiter verbesserte Durchbildung und Einbauanordnung der Schalt- und Steuer ein riehtung für den Triebwerkablauf.
Zwischen der um eine Achse 2 schwing baren Blasschalterplatte 4 und dem Feder triebwerk 1. ist bei allen Ausführungsformen ein Schaltvorgelege eingebaut, mit dem der Sperrarm 3 der Blasplatte 4 zusammenwirkt. Das Schaltvorgelege ist bei sämtlichen Aus führungsformen mit Ausnahme der Durch bildung gemäss Fig. 8 und 9 als Rad- oder Scheibenkörper 6, 6' ausgebildet.
Das Schalt vorgelege in Radkörperform ist frei drehbar vermittelst einer Achse 7 gelagert und auf dem einen Seitenkranz mit zapfenartigen Bremsnocken 9, 9' ausgestattet, in deren Um laufbahn der Sperrarm 3 der schwingbaren Blasschalterplatte 4 liegt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 7 ist auch der andere Seitenkranz des Vor gelegerades 6 mit Stütz- und Schlagnocken 10, 11, 12 versehen, die in die Umlaufbahn eines exzentrischen Umlaufgliedes 13 vom Federwerk 1 einlaufen. Das Vorgelegerad 6 ist weiter durch ein Zusatzgewicht 8 oder, wie in Fig. 6 angenommen, durch eine Mate rialverdickung 8' einseitig belastet, so dass die Gewichtsanhäufung das Bestreben hat, das Rad stets so einzustellen, dass dessen 3lehrbelastung unter der Achse 7 liegt.
In dieser Stellung, die in Fig. 5 gezeigt ist, liegt aber der Stütz- und Schlagnocken 11 in der Umlaufbahn des exzentrischen Um laufgliedes 13, das dadurch dem Rade 6 durch seine eigene Umlaufbewegung durch Anschlag gegen den Nocken 11 einen Schwing- und Triebimpuls verleiht, so dass sich das Rad 6 im Sinne des Uhrzeigers be wegt, und zwar solange, bis der auf der an dern Radseite sitzende Bremsnocken 9' gegen den Sperrarm 3 des Glasschalters 4 anzu liegen kommt, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist.
In dieser Stellung steht auch der Schlag nocken 10 der zweiten Radseite in der Bahn des Umlaufgliedes 13, dessen Umlaufbewe gung dadurch gehemmt ist, wodurch auch der Federwerkablauf aussetzt.
Wird nun der Glashebel 4 durch einen Luftstrom nach abwärts geschwungen, so tritt dessen Sperrarm 3 hoch und gibt den Bremsnocken 9' frei. Der Umlaufexzenter 13 verliert dadurch die Triebhemmung, kommt selbst wieder in Umlauf und treibt das Vor gelegerad durch Schlag auf den Nocken 10 wieder weiter, bis es nun mit dem zweiten hintern Bremsnocken 9 wieder an den Sperr- arm 3 der Blasplatte anliegt und festgehalten wird.
In dieser Stellung, die in Fig. 4 gezeigt ist, liegt die Überbelastung 8 des Radkörpers auf der Sperrarmseite, wird aber hier von dem Arme 3 aufgenommen und ist wirkungs los.
In der Umlaufbahn des exzentrischen Umlaufgliedes 13 liegt kein weiterer Stütz- oder Schlagnocken und der Werkablauf und damit die Fahrbewegung des Spielzeuges ist frei.
Wird nun durch weitere Glasbeeinflus sung die Schalterplatte 4 kurz gesenkt, so gibt deren Sperrarm 3 den Bremsnocken 9 am Rade frei und dieses dreht sich, der Wir kung des Übergewichtes 8 folgend nach ab wärts bis das Gewicht unter die Achse zu liegen kommt, wie es in Fig. 5 veranschau licht ist.
In dieser Stellung rückt aber auch der vordere Stütz- oder Schlagnocken 11 in die Umlaufbahn des Umlaufgliedes 13 ein und dieses treibt das Vorgelegerad 6 in die Sperr stellung gemäss Fig. 1, in der wie schon er läutert, der Triebablauf gehemmt und damit das Fahrspielzeug stillgesetzt ist.
Die Ausführung nach Fig. 7 zeigt im wesentlichen die gleiche Anbauanordnung des Schaltvorgeleges zu dem etwas anders durchgebildeten Federtriebwerke 1. Dessen Eigenheit liegt darin, dass die Seitenwände 1' des Triebwerkrahmens so hoch nach aufwärts geführt sind, dass sie gleichzeitig den Schwinganschlag und die Auflagestütze für die um die Achse 2 bewegliche Blasschalter- platte 4 bilden, so dass diese verhältnismässig dünn und leicht durchgebildet werden kann.
Statt der Werkwände kann auch eine andere Auflagestütze vorgesehen sein.
Die Schalterplatte 4 kann, wie es bei der Ausführung in Fig. 1 angedeutet ist, durch eine Feder 5 in die Hochschwingstellung ein gehalten werden, oder es kann, wie dies Fig. 7 vorsieht, zur Hochschwingbewegung ein Gegengewichtshebel 15 dienen, der an der Wandung 1' des Federwerksrahmens 1 um den Achszapfen 14 schwingbar angeordnet ist und sich mit seinem vordern Druckarm gegen die Blasplatte 4 anstellt.
Die Anwendung eines Gegengewichts hebels hat den Vorteil, dass die empfindlich eingestellte Blasschalterfläche auch bei Über fahren von Unebenheiten und Auftreten von Erschütterungen sicher abgefangen ist und sich nicht ungewollt auslösen kann.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 und 9 ist das Schaltvorgelege zwischen der um den Punkt 2 schwingbaren Blasplatte 4 und dem Federtriebwerk 1 durch ein schwingbares Zahnstück 16 gebildet, welches mit einer Sperrnase 17 in die Umlaufbahn des Umlaufgliedes 13 einschwenkbar ist.
Die Schwenksteuerung erfolgt durch einen Schaltzahn 18, der gelenkig und durch Federn abgesteift an der Blasplatte 4 ange ordnet ist und sich bei deren Senl,:be legung einmal gegen den linken und dann wieder gegen den rechten Zahngrund des Stückes 16 einstösst und dadurch dessen Umschaltung bewirkt, die einmal, wie es in Fig. 8 gezeigt ist, zur Triebsperre und das andere Mal, wie es in Fig. 9 veranschaulicht ist, zur Trieb freigabe führt. Zur Rückführbewegung der Schwingplatte ist auch hier der Gegenge- v,-ichtshebel 15 vorgesehen.
Fig. 10 und 11 zeigen ein Schaltvorgelege in Radform, bei dem das Rad 6 am Kranze nicht einseitig belastet ist, sondern durch eine Feder 19 in die beim Bremsnocken 9 lie gende Tiefpunktstellung eingestellt wird, von der aus das Rad durch den Schlag des Um laufgliedes 13 in-die Sperrstellung getrieben wird, wie sie in Fig. 1 erläutert und darge stellt ist. Die die einseitige Gevichtsw irkung ersetzende Feder 19 greift nahe des Mittel punktes an einer Aussenscheibe 18' an, die auf der Achse des Vorgelegerades festsitzt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 12 ist das Steuerrad des Schaltvorgeleges als Teilzahnrad 6' ausgebildet, das auf der Strecke 21 keine Zähne besitzt und lediglich zum Teil mit Zähnen 20 besetzt ist. Das ein seitige Übergewicht 8 des Rades ist auch hier vorgesehen und der Radkörper ist nur ein- seitig mit zapfenartigen Bremsnocken 9, 9' ausgestattet, die in der Umlaufbahn des Sperrarmes 3 der Blasschalterplatte 4 liegen. Ist das Rad, wie in Fig. 12 dargestellt, von dem Bremsnocken 9 abgefangen, so bleibt das auf der letzten Welle des Federwerkes 1 sitzende Triebrad 22 ausser Triebeingriff und der Ablauf des Werkes ist freigegeben.
Er folgt eine Blasschaltung auf die Platte 4 und wird der Brernsnocken 9 frei, so zieht. das Belastungsgewicht 8 seine Bahn nach unten unter die Achse und dabei kommt der Zahn kranz 20 mit dem Triebzabnrad 22 in Ein griff, das die Bewegung des Vorgelegerades 6' übernimmt, bis dessen Bremsnocken 9' ge gen den Sperrarm 3 der Blasplatte 4 ansteht. Da hierbei aber noch der Triebeingriff zwi schen dem Rad 6' und 22 besteht, so ist der Werkablauf gesperrt und wird erst durch eine weitere Blasschaltung wieder frei.
Statt einem Belastungsgewicht 8 oder einer Feder 19 kann zur Anlaufbewegung des Schaltvorgeleges, wie dies in Fig. 13 und 14 vorgesehen ist, auch eine Rutschkupplung 23 eingebaut sein, welche von dem Trieb rädersatz 24 aus Bewegung erhält.
Solange der Sperrarm 3 der von einer Riickstellfeder 5 beeinflussten Blasplatte 4 in Verbindung mit dem umlaufenden U mlauf- gliede 13 keine Triebsperre herbeiführt, wirkt die abgefederte Kupplung 23 auf das Schaltrad 6 auf Mitnahme, kommt aber zum Rutschen und läuft leer, wenn das Vorgelege abgebremst ist und das Werk abläuft. Das Schaltvorgelegerad 6 ist auch bei dieser Durchbildungsform auf der Hinterseite mit Bremsnocken 9, 9' und auf der Vorderseite mit.
Stütz- oder Schlagnocken ausgestattet, doch genügt es in diesem Sonderfalle, dass hier nur ein Stütznocken angeordnet ist, der in Verbindung mit dem Bremsnocken 9' die Sperrung des Triebwerka.blaufes bewirkt. _ Das Schaltvorgelegerad 6 kann man an Stelle der Rutschkupplung 23 auch von einem 11iag- neten auf Mitnahme beeinflussen lassen, wel eher das Schaltvorgelegerad durch magne tische Kraftwirkung mitdreht, so lange keine Sperrung einsetzt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 15 und 16 besitzt das Schaltvorgelege die Form eines Sperrzahnrades 26, das querliegend über den Finger des vom Federwerke 1 in Umlaufbewegung versetzten Umlaufglieder 13 angeordnet ist. Das Sperrzahnrad 26 be sitzt einen Zahnkranz, durch dessen Lücken ein Finger des Umlaufgliedes 13 hindurch laufen kann. Wird das Sperrzahnrad um eine Schaltstufe gedreht, so rückt ein Zahn in die Umlaufbahn des Fingers vom Umlauf- gliede und sperrt den Werkablauf.
Das Sperrzahnrad sitzt fest verbunden mit einem Schaltrad 27 auf einer Achse 25. Die Schaltbewegung erfolgt durch einen be weglichen Klinkenfinger 28, der an der Blas- platte 4 angelenkt und durch eine Feder 30 gegen den gezahnten Umfang des Schalt rades 27 angestellt wird, wie. es im besonde ren aus Fig. 16 ersichtlich ist.
Wird die in dem Scharnierpunkt 2 beweglich gelagerte und von einer Feder 5 in Aufschwingstellung gebrachte Blasplatte 4 durch einen Blasdruck nach abwärts geschwenkt, so dreht der Klin kenfinger 28 das Schaltrad 27 um ein ent sprechendes Mass und dieses dreht das Sperr zahnrad 26 weiter, und zwar derart, dass ein mal ein Zahn dieses Rades in der Umlauf bahn des Fingers vom Umlaufgliede 13 und das andere Mal eine Zahnlücke in dieser Um laufbahn steht.
Dadurch ist einmal der Triebwerkablauf und damit die Spielzeugbewegung unterbro chen und das andere Mal frei gegeben.
Eine gegen das Schaltzahnrad 27 aaswir kende Schleiffeder 29 oder eine andere Sperre sichert die geregelte Schaltdrehung und je weils eingerückte Schaltlage des Sperrzahn rades 26. Fig. 17 bis 20 legen eine Spielzeugdurch bildung fest, bei der das Steuerrad des Schaltvorgeleges im Sinne der Fig. 12 als Teilzahnrad 6' ausgebildet ist, das in Trieb- zusammenwirkung mit dem Zahnrade 22 des Federwerkes 1 steht und auf der Strecke 21 ungezahnt ist.
Das gezahnte Steuerrad be sitzt auch hier das einseitige Übergewicht 8 und die einseitig angeordneten zapfenartigen Bremsnocken 9, 9' zwischen denen aber noch ein dritter Bremsnocken 9" angeordnet ist.
In die Umlaufbahn dieser Bremsnocken ragt der Sperrhebel.3 der um die Achse 2 schwingbaren Blasplatte 4 ein, die durch den Gegengewichtshebel 15 in Hochstellung ge bracht wird. Die Achse des Teilzahnrades 6' vom Schaltvorgelege ist mit einer seitlichen Steuerkurve 34 besetzt, die die Form eines offenen Ringes hat.
Seitlich des Werkrahmens ist um einen Achszapfen 35 ein hebelartiges Umschaltge wicht 36 angeordnet, das in den beidersei tigen durch Anschläge begrenzten Endstel lungen in Schräglage kommt und dadurch einseitiges Übergewicht besitzt.
Das freie Kopfende des Hebelgewichtes 36 trägt gelenkig aufgesetzt eine Stange 37, die einen Doppelhebel bildet, dessen hinteres Ende eine Signalflagge oder anderes Kopf stück trägt, welches im späteren Verlaufe der Spielzeugbewegung oder -stillsetzung sicht bar gemacht und ausgeschwenkt werden soll.
Diese Ausschwenkbewegung des zusätz lichen Gliedes 37 wird ebenfalls von der Blasplatte 4 aus mit gesteuert, und zwar durch einen stärkeren Blasdruck oder einen Tastdruck, dessen Stärke den wesentlich leichteren Blasdruck übersteigt, mit dem die Fahr- und Haltebewegung des Spielzeuges gesteuert wird. Zu diesem Zwecke ist die Blasplatte 4 mit einem Seitenhebel 2' ausge stattet, der mit einem um den festen Punkt 39 schwingbaren Druckfinger 40 in Trieb- bezw. Schaltverbindung steht.
Die zur Beeinflussung des teilgezahnten Steuerrades 6' erforderliche Abschwingbewe- gung der Platte 4 durch Blasluftbeeinflus- sung ist durch eine Feder 38 begrenzt, die aber durch einen stärkeren Blasdruck oder Tastdruck ein weiteres Senken der Platte 4 gestattet.
Durch dieses weitere Senken wird der Seitenhebel 2' der Platte 4 schräg nach vorwärts gestellt und schwenkt dadurch den Druckfinger 40 ebenfalls nach vorwärts aus, der seinerseits das Umschaltgewicht 36 um die Achse 35 nach vorwärts schmeisst und in die Stellung einbringt, wie sie in Fig. 19 ver anschaulicht ist.
Das vordere Ende des Stangengliedes 37 rückt dadurch in den offenen Steuerring 34 ein, und wenn nun durch eine nachfolgende Blasschaltung der Platte 4 das teilgezahnte Steuerrad 6' zur Drehung kommt, so wird auch der Steuerring 34 mitgenommen und schwenkt das Hebelglied 3 7 auf, so dass des sen Kopfstück, bei dem Ausführungsbeispiel eine Signalflagge, aus dem Spielzeug hervor tritt und sichtbar wird, wie dies in Fig. ?@) dargestellt ist.
Die Zurückstellschaltung des Flaggen signals bezw. Stangengliedes 37 erfolgt durch den Anfahrtstoss, der auftritt, wenn das Spiel zeug vom Stand aus durch eine weitere Blas- schaltung wieder in Fahrt gebracht wird.
Die über die leichte Blasschaltung hin ausgehende Abschwingbewegung der Blas- platte 4 durch Tast- oder stärkeren Blasdruch ist in Fig. 19 mit 4' bezeichnet.
Die zapfenartigen Bremsnocken 9, 9' und ausserdem die Stütz- oder Schlagnocken 1.0, 11, 12 des Schaltvorgelege-Steuerrades 6 sind vorteilhaft winkelig oder schneidena.rtig durchgebildet, wie dies in Fig. '21 bis 23 veranschaulicht ist. Auch das Umlaufglied 13 und die Nase des Sperrhebels 3 der Blas- platte 4 sind vorteilhaft abgeschrägt und spitz zulaufend, weil dadurch eine empfind liche Hemm- und Auslösebewegung sicherge stellt -wird und Klemmungen nicht auftreten können.
Zur sicheren Abwendung derartiger Klemmungen kann das Umlaufglied 13 nach rückwärts nachgiebig gelagert sein und bei spielsweise mittels Schlitz 31 auf seiner Mit: nehmerachse sitzen, wie in Fig. 21 veran schaulicht. Es kann aber auch die ganze das Umlaufglied 13 tragende Triebradachse in einem Schlitzlager 32 des Werkgehäuses 1 sitzen und beispielsweise durch die Triebwir kung eines Rades in die Wirkungsstellung eingehalten werden (Fig. 22) oder durch eine Feder 33 in die Wirkungsstellung einge drückt werden (Fig. 23).
Das Steuerrad 6 oder 6' des Schaltvor- geleges kann in beliebiger Lage im Spiel zeuggehäuse eingebaut sein, wird aber vor teilhaft so untergebracht. dass es, wie es in Fig. 24 schematisch veranschaulicht ist, un ter der Motorhaube des Spielzeuggehäuses 41 liegt. Die Motorhaube des Spielzeuggehäuses besitzt einen Aufklappdeckel 4?, der eine Öffnung in der Motorhaube 30 frei gibt, durch die der Einblick in das Innere des Spielzeuges zur Verfolgung des Schalt- und Betriebsvorganges des Steuerrades möglich gemacht ist.
Diese Offnung lässt weiter einen Eingriff ins Innere zu, um eventuell auf tretende Störungen beseitigen zu können.
Die Blasplatte 4a ist an der Innenseite des Spielzeuggehäuses angeordnet und ihr Anlenk- und Schwingpunkt 2a ist ebenfalls nach vorwärts verlegt und sitzt in der lUotor- haube. Die Blasfläche der Platte 4a liegt durch eine Öffnung der Gehäusedecke 41 frei, die gewissermassen die Umrandung bil det. -elche den aufgel)lasenen Luftstrom zu sammenhält und ani seitlichen Abweichen hindert.
Die am Motorhaubenvorderteil bei \?a an gelenkte Blasplatte 4o kann an der Stelle der Klappenöffnung 42 durchbrochen sein, so dass sie den Durchblick und auch Eingriff in das Triebwerk nicht stört.
Ohne den Grundgedanken der vorliegen den Neuerung und der beschriebenen Aus führungsbeispiele zu verlassen, ist es beson ders bei Spielzeugen mit kleinen Ausmassen. die naturgemäss mit verhältnismässig kleinen Blasflächen ausgestattet sein müssen, wesens notwendig. dass die zur @Verkabbremsung zu- sa.mmengreifenden Organe 13, 22, 6, 6', 3 mit sehr geringem Anstelldruck gegeneinander wirken, so dass nur ein leichter Blasdruclz notwendig ist, um die Schaltauslösung her beizuführen.
Dieser leichte Anstelldruck wird in sol chen Fällen praktisch bei Fahrspielzeugen dureh e ntspreehend hohe Umdrehungszahl des abzuhemmenden Umlauforganes 13, 22 sichergestellt.
Im übrigen können neben der Steuerbetä tigung des Bewegungsvorganges noch andere Bewegungsvorgänge durch weitere Blasflä- chen hervorgerufen werden, wie zum Beispiel das Auslösen eines Schusses bei Tankspiel zeugen, das Hochstellen oder Einziehen eines Winkers und dergleichen.
Das Schaltvorgelegerad 6' kann an Stelle des Zahntriebes, wie er aus Fig. 12 und 17 hervorgeht, auch mit Friktionsantrieb ge dreht werden. In diesem Falle tritt an Stelle des Zahnritzels eine Friktionsrolle, die gegen das Schaltrad anläuft.
Statt in Radform kann das Schaltvorge- lege auch als Speicherstern, Scheibensegment oder dergleichen durchgebildet sein.
Bremsnocken 9, 9', 9" sowie Stütz- und Schlagnocken 10, 11, 12 sind, wie bei den Ausführungsbeispielen gezeigt, zweckmässig seitlich des Radkörpers 6, 6' angeordnet, kön nen aber auch an jeder beliebig andern Stelle vorgesehen sein.
Unter dem Begriff Blasluftstrom oder Blasdruck wird im Sinne der Erfindung je der auf die Schaltfläche gelenkte Luftstrom verstanden, gleichgültig, ob er durch Blasen oder Sprechen erzeugt ist.
Auch der durch mehr oder weniger schar fes Aussprechen von Wörtern wie: "ab, stop oder dergleichen" auftretende Luftstrom ist zur Schaltbetätigung durchaus hinreichend.
Besondere Feineinstellung und Hoch empfindlichkeit des Blasluftschalters für die Triebwerksteuerung lässt die Durchbildung und Anordnung gemäss Fig. 25 und 26 er reichen. Bei dieser Ausführung sind die Schlagnocken 10 gegenüber den Bremsnocken 9 in einem kleineren Radius an der Vorge- legescheibe 6 angeordnet, wodurch sich zwi schen zwei zusammenwirkenden Nocken wegen der unterschiedlichen Hebelarme gün stige Abstütz- und Auslöseverhältnisse er geben.
Ausserdem ist der Sperrarm 3a als selb ständiger, doppelarmiger Schwinghebel ein gelagert, der um die Achse 14 beweglich ist und dessen einer Arm Übergewicht oder Federbelastung besitzt. Bei dem Ausfüh rungsbeispiele steht das vordere gegen die Bremsnocken 9 des Schaltvorgeleges anwir- kende Hebelende unter etwas Übergewicht,
während das hintere Ende 15 als Abstütz- und Rückstellarm gegen die Blasschalter- platte 4a anwirkt. Die Blasschalterplatte wird durch den als Schwinghebel ausgebil deten Sperrarm 3a dadurch selbst in die Hochstellage zurückgeschwungen und ein be sonderes Rückstellglied ist nicht mehr not wendig.
Das mit dem Schlagnocken 10 des Schaltvorgeleges 6 zusammenwirkende Werk umlaufglied 13 ist gegenüberliegend seiner Schlagnase mit Hintergewicht 8 versehen, das einen Gewichtsausgleich bewirkt, der die einseitige Schwungmassenwirkung des Um laufgliedes regelt und einen ausgeglichenen Werkablauf gewährleistet, so dass in Zu sammenwirkung mit dem die Blasschalter- platte abstützenden Schwinghebelsperrarm günstigste Abstütz- und Schaltverhältnisse gesichert sind,
die ein Ansprechen des Blas- luftschalter auch auf geringen Luftstrom oder Lufthauch gewährleisten.
Durch die hochempfindliche Einstellung der Blasschaltereinrichtung kann der Werk ablauf nicht nur durch stärkeren Glasluft strom, sondern auch durch den durch ein ge sprochenes Wort, wie beispielsweise: "ab, stop oder dergleichen" erzeugten Luftstrom,. wenn dieser auf die Schalterplatte gelenkt wird, gesteuert werden.
Auch diese verbesserte Blasluftschalter- einrichtung ist nicht an die Anwendung bei einem Fahrspielzeug gebunden, sondern kann ebenfalls bei jedem andern Spielzeug mit Federwerkantrieb zur Steuerung des Werk ablaufes gleichgut angewendet werden.