CH196454A - Verfahren zur Herstellung eines Elektrodensystems mit unsymmetrischer Leitfähigkeit. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Elektrodensystems mit unsymmetrischer Leitfähigkeit.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Elektrodensystems mit unsymmetrischer Leitfähigkeit. Die Erfindung bezieht sich auf Verfah ren zur Herstellung eines Elektroden- systems mit unsymmetrischer Leitfähigkeit, bei dem .eine der Elektroden in :der Haupt sache aus Selen besteht.
Die Erfindung bezweckt, Selen in, repro- duzierbarer Weise in Elektrodensystemen verwenden zu können, wobei die Leitfähig keit derart eingestellt werden kann, dassi sie für verschiedene Selenelektroden in den auf- gabauten Systemen annähernd den gleichen Wert hat.
Beider Massenfabrikation ist die Erzielung eines solchen gleichmässigen Er zeugnisses in einfacher Weise von ganz grosser Bedeutung.
Das Verfahren; gemäss vorliegender Er findung ist ,dadurch gekennzeichnet, dass das im Handel erhältlicher :Selen zunächst der art behandelt wird, ,dass die Wirksamkeit der im. Selen vorhandenen Begleitstoffe be züglich der Leitfähigkeit des :Selens. aufge hoben wird, worauf dem Selen zur Steige rung seiner Leitfähigkeit :
Stoffe zugesetzt werden, und das Selen nach Aufbringen auf einen Träger- unter dem Einfluss, :einer Er- hitzung in die leitende kristallinische Form übergeführt wird.
Es ist bekannt, bei der Herstellung von Photozellen das Selen durch Destillation auf einen Träger niederzuschlagen und auf diese Weise die Selenelektrode unmittelbar herzu stellen. Es wird dabei bezweckt, reines iSelen zu erhalten, :da es sich gezeigt hat, @dassi,die im Selen befindlichen Verunreinigungen,die photo-elektrisch-o Wirkung beeinträchtigen können.
Bei Trookengleichrichtern, also bei Systemen mit unsymmetrisoher Leitfähigkeit hingegen, welche halbleitende Selenelektro- den enthalten, ist es üblich, denn Selen Stoffe wie Alkalimetalle zuzusetzen, da dides :die Leitfähigkeit erhöht.
Nach :der Erfindung wird nun aber vor geschlagen, bei solchen Systemen, bei denen zugesetzte Stoffe vorhanden sein müssen, um ,die Leitfähigkeit des Selens zu erhöhen, zunächst den umgekehrten Schritt anzuwen den; nämlich vorhandene .Stoffe unwirksam zu machen.
Das Verfahren nach der Erfindung bil det eigentlich einen Umweg, :da zunächst die im Selen befindlichen Begleitstoffe zum Beispiel dem Selen entzogen oder sonstwie unschädlich gemacht werden, um deren Wirk samkeit bezüglich der Leitfähigkeit des Selens aufzuheben, worauf zur Steigerung der Leitfähigkeit .Stoffe zugesetzt werden.
Der Vorteil gegenüber dem Bekannten ist darin zu erblicken, dass durch diese Mass nahme ,die Leitfähigkeit des Selens aus schliesslich durch die beim zweiten Schritt des Verfahrens zugesetzten Stoffe bestimmt wird, indem die vorher vorhandenen Begleit. Stoffe, deren Menge und Wirkung sclüver kontrollierbar sind, keine Rolle mehr spielen.
Es ist der Anwendung dieser 31assnalime zu verdanken, dass- Selen erhalten wird, des sen Leitfähigkeit man vollkommen in der Hand hat, so dass eine absolute Reproduzier- barkeit erreicht wird, die bei der Massen- fabrikation von Selenelektroden unbedingt erforderlich ist.
Dies ist besonders wichtig bei mit einer Selenelektrode ausgestatteten Detektoren, da gerade bei dieser Art von Systemen die Re- produzierbarkeit im Zusammenhang mit der Eigenkapazität, aber namentlich mit der Dämpfung infolge des innern Widerstandes eines Detektors, eine .grosse Rolle spielt.
Um die Wirksamkeit der im Selen vor handenen Begleitstoffe bezüglich der Leit fähigkeit des Selens aufzuheben, wird vor- teilhaft das an sich bekannte Destillierver fahren angewendet.
Dieses kann bei der Herstellung eines Elektrodensystems nach der Erfindung einen zusätzlichen Vorteil Liefern, der aus folgen dem hervorgehen dürfte.
Bei der Herstellung wird eine hohe Tem peratur (etwa \200 C) angewendet, um das Selen in die leitende kristallinische Forni überzuführen. Dabei verdampft das Selen an der Oberfläche, so dass vorhandene Begleit- stoffe und Zusätze oben liegen.
Diese bil den, falls sie Isolierstoffe sind, auf der Selenelektrode eine Grenzschicht mit holieni @@G@iderstand, welche die Eigenschaft hat, die Gegenemission des Selens herabzusetzen, welche infolge der erhöhten Leitfähigkeit des Selens ebenfalls erhöht wird. Dies ist nament, lieh bei Gleielirichtern von Bedeutung, da infolge dieser Wirkung das Gleichrichterver- hältni6 verbessert wird.
Der Vorteil besteht nun darin, dass durch die Destillation die Begleitstoffe des Selens entfernt; werden, so dass diese nicht auf un kontrollierbare Weise die Bildung der Grenz schicht beeinflussen. Infolge der Destillation hat inan die Beschaffenheit der Grenzschicht vollkommen in der Hand.
Als besonderer bezw. der erwähnten Destillation vorangehender Schritt, kann vor- teilhaft durch das Selen ein Luftstrom hin durchgelassen werden, der die Begleitstoffe unwirksam macht.
Um dem gereinigten Selen eine grosse Leitfähigkeit zu erteilen, kann man ilini. im flüssigen Zustand, zuin Beispiel Wismut jodid zusetzen. Ein sehr günstiges Verhält- nis ist 1 Gewichtsprozent BiJ- Im folgenden ist ein Beispiel der Herstel lung eines Elektrodensysteins nach dem er findungsgemässen Verfahren beschrieben.
Armoplies Selen wird m einem entlüfte- ten Destillierapparat aus Jenaglas unter ver mindertem Druck geschmolzen, wobei es, um es überdestillieren zu lassen, bis zu etwa 400 " C erhitzt wind. Dann wird von diesem Selen eine gewisse Menge abgenommen und auf einem Träger über eine bestimmte Ober fläche und bis auf eine gewisse Stärke aus gestrichen.
Der Widerstand dieser Selenelek- trode wird gemessen, nachdem sie einige Zeit auf eine Temperatur von ?00 C erhitzt worden ist, wodurch der Umwandlungsvor- gang von der amorphen in die kristallinische Form des Selens erfolgt.
Messungen zeigen, dass der Widerstand des destillierten Selens betriiehtlieh geringer als ,jener von Selen ist, das den gleichen Be arbeitungen wie oben erwähnt unterworfen. aber nicht destilliert worden ist. Dies bedeu tet also bereits einen ersten Vorteil: hierzu kommt, ivie bereits erwähnt. noch der wei tere Vorteil, dass die Begleitstoffe des Han delserzeugnisses ihre Einwirkungsfähigkeit nicht mehr ausüben können.
Dem gereinigten, geschmolzenen Selen wird nun 1 % BiJ-. zugesetzt, wobei so lange umgerührt wird, bis sich alles BiJ3 fein im Selen verteilt hat.
Diese Masse wird auf einem Messingträ- ger, der zur Förderung der Haftfähigkeit der Selenschicht amalgamiert ist, bis auf eine ,Stärke von 0,1 mm flach ausgestrichen. Das Ganze wird dann in einem Ofen angeordnet und während etwa 2!4 Stunden oder sogar beträchtlich länger bis zu 200 C erhitzt.
Diese Behandlung erfolgt, um das Selen in die leitende kristallinische Struktur überzu führen. Die Leitfähigkeit der Selenelektrode ist jetz erheblich grösser, als jener einer in üblicher Weise hergestellten Selenelektrode.
Eine aus Polystyrol bestehende, Sperr schicht kann aus einer Lösung in Benzol aufgebraucht werden, wonach die zum Bei spiel aus einem Tropfen groodmetall beste hende Gegenelektrode, im flüssigen Zustand aufgebracht wird. In diesen Tropfen kann ein Draht gesteckt sein, um einen Anschluss an die Gegenelektrode zu ermöglichen.
Im folgenden wird ein Herstellungsbei spiel angegeben, bei dem die Begleitstoffe durch Luftdurchfuhr unwirksam gemacht werden.
Amorphes Selen, wird geschmolzen. Durch das flüssige Selen wird ein Luftstrom hin durchgeführt. Dies erfolgt bei einer Tempe ratur von<B>35,0'</B> C während etwa 4 Stunden. Die Veränderung der Leitfähigkeit ist dem Umstand zuzuschreiben, dass die im Handels= selen befindlichen Begleitstoffe mittels der durch den in der hindurchgeführten:
Luft enthaltenen Sauerstoff herbeigeführten Ogy- ,dation unwirksam gemacht werden.
Nach der Luftdurchfuhr wird dem :Selen eine Menge von 1 Gewichtsprozent Calcium- wolframat (CaW04) unter Umrühren zuge setzt, wobei das Ca-W04 sich fein im Selen verteilt. Der Zusatz dieses Stoffes bewirkt eine bedeutende Herabsetzung des spezifi- schen Widerstandes des Selens.
Ausserdem können als folgende Schritte die im vorerwähnten Beispiel genannten Massnahmen getroffen werden. Der zugesetzte Stoff bildet bei der Er- hitzung des Selens, um es in die leitende kristallinische Form überzuführen, ebenfalls eine Grenzschicht mit den vorerwähnten Vorzügen.
Auch durch Anwendung dieses Verfah rens ist es möglich, ein Elektrodensystem reproduzierbar in Massenfabrikation herzu stellen.
Es gibt im Rahmen der Erfindung auch noch andere Verfahrensbeispiele.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Elek- trodensystems mit unsymmetrischer Leit fähigkeit, bei dem eine der Elektroden in der Hauptsache aus Selen besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das im Handel erhält liche Selen zunächst derart behandelt wind, dass die Wirksamkeit der im Selen vor handenen Begleitstoffe bezüglich der Leit fähigkeit des Selens aufgehoben wird, wor auf dem Selen zur Steigerung seiner Leit fähigkeit Stoffe zugesetzt werden,und das Seien nach Aufbringen auf einen Träger un- -ber dem Einfluss einer Erhitzung- in die lei tende kristallinische Form. übergeführt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Selen geschmol zen und ein Luftstrom hindurchgeführt wird, um die Begleitstoffe des .Selens un wirksam zu machen. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steigerung der Leitfähigkeit das Selen geschmolzen und Wis.mutjodid zugesetzt wird. 3: Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, ,dass dem flüssigen Selen Wismutjodid in einem Verhältnis von 1 Gewichtsprozent zugesetzt wird.
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