CH196611A - Rundwebstuhl. - Google Patents

Rundwebstuhl.

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CH196611A
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Imre Baumgarten
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      Rundwebstuhl.       Die     Erfindung    betrifft einen Rundweb  stuhl zur Herstellung von Hüten     und          schlauchförmigen    Geweben. Beim     erfindungs-          gemässen.    Rundwebstuhl wird der Schützen  durch einen an ihm     angeordneten,    Elektro  motor auf einer     runden        Zwangsbahn    bewegt,  wobei :der     :

  Schützen    samt seines     Schussspule,     Elektromotor, Lauf- und.     Stützrädern        derart     innerhalb des Profils des jeweiligen Faches  gelegen. ist,     :dass    jedwede     Berührung    des  Schützen mit ,den     Kettenfälden    und somit  jede schädliche     Reibung    sicher     vermieden          wird.    Der     Rundwebstuhl    ist ferner zweck  mässig mit     Vorrichtungen,    z.

   B. mit einer       Jacquardmaschine,    versehen, durch     welche     die     Kettenfäden        betätigt    werden.  



  Auf     beiliegender    Zeichnung     ist        :eine          beispielsweise,    Ausführungsform des Erfin  dungsgegenstandes- mit     Detailvarianten    sche  matisch     dargestellt.     



       Fig.    1     zeitigt    den Rundwebstuhl in Ver  bindung mit     einer        :Schaftmaschine    in     Seiten-          ansicht,        tei#Iweise    in lotrechtem     Schnitt;            Fig.    2 ist eine Draufsicht;

         Fig.    3 zeigt den Schützen mit     seiner          Zwangsbahn    in     grässerem        Massstab;          Fig.    4 ist Draufsicht der     Kettenanord-          nung    und     eines    Teils der     Schiitzenführungs-          bahn;          Fig.    5 zeigt eine Einzelheit zur     Ketten-          .fadenvermehrung;          Fig.    6:

   zeigt eine weitere Ausführungs  form des.     Schützen;    in     ,Stirnansicht;          Fig.    7 ist eine     ,Stirnansicht    eines wagen  artigen     :Schützen:;          Fig.    8 zeigt eine     weitere    Ausführungs  form des Schützen mit     Eintrabvorrichtung     für den     Schussfaden    in Draufsicht;

         Fig.    9 zeigt     eine    Hutform in     verseIiiede-          nen    Arbeitsstellungen und     :die    entsprechen  den     Formationen    des:     Faches,    sowie Mittel  zur Herstellung des     zylindTischen        Hutteils     in grösserem Massstab, teils in     Seitenansicht,     teils im Schnitt.  



  Innerhalb eines aus     einem        Holzbrett-          kreuz    1     und        hölzernen    Ständern 2 bestehen-      den     CTestelles    befindet sich eine     ringförmige     Platte 3, längs deren Umfang mittels eines       'tl'inlzeleisens    5 lotrechte Stäbe 4     befestigt     sind, deren     obere    Enden durch einen Reif 6       zusammengehalten        werden.    Die Stäbe. 4 sind  somit längs der     Erzeugenden    eines lotrechten  Zylinders angeordnet.

   Die Lücken     zwischen,     den Stäben 4 dienen zur     Durchziehung    der  radialen Kettenfäden 7. Die     bei        Beginn    des       Webens        benützten    Kettenfäden werden am  Scheitelpunkt einer     Hutforen    10 befestigt,  die mittels einer     Schraubenspindel    9 und  deren drehbarer Lagerung 8 in Höhenrich  tung einstellbar ist.

   Die durch übliche Ringe  11 .der durch ringförmige Latten 15     und    16  der Schäfte getragenen Schnüre hindurchge  zogenen Kettenfäden 7 sind auf im     Kreise,          angeordnete        \Talzen    13 aufgewickelt, die  durch     CTewichte    12     belastet    sind, um     die,     Kettenfäden     entspreehend    gespannt. zu er  halten.  



  Die aus den Schnüren 14 und den ring  förmigen Latten 15, 16     bestehenden    Schäfte  hängen lotrecht an     Schnüren    18. welche über  Rollen 17 laufen. Die Schnüre 18 sind an  auf dem     Gestell    schwingbar gelagerten dop  pelarmigen Hebeln 19     befestigt,    welch letz  tere mittels Schnüre oder     dergl.    mit weiteren  Hebeln 20 verbunden sind. die ihren     Antrieb     von einer in der     Zeichnung    schematisch dar  gestellten     Schaftmaschine    erhalten.  



  Der     Rundwebstuhl    kann aber auch mit  einer     Ja.equardmaschine    in     Verbindung    ge  bracht     werden,    wodurch das Vermehren der  Kettenfäden selbsttätig vor     sich    gehen kann.

    In diesem Falle werden sämtliche heim     We-          \,en    zu verwendenden     Kettenfäden    in der     ge-          wiinschten    Reihenfolge des     Vermehrens    ge  schichtet in     das    Gewebe eingereiht, und  zwar in der Weise, dass man die Kettenfäden  zum     Beispiel    zwei     Halbkreisen    oder vier       Kreisvierteln        entsprechend    gruppiert und für       ,'ede    Gruppe eine     Jacquardmaschine    anord  net, die     unabhängig    voneinander arbeiten,

    aber ein gemeinsames     Trie.b -erlauf -eisen.     Da.     bei    diesen     Einzel-Jacquardmaschinen    je  der Kettenfaden seine eigene     Platine    haben  kann und die Zahl der anwendbaren     Karten:       unbegrenzt,     bezw.    die     Kartenkette    leicht       auswech_-elbar        ist,    so ist. durch dieses Zu  sammenwirken des     Rundwebstuhles    mit. der       Jaequardmaschine    die Möglichkeit geschaf  fen, jede noch so komplizierte     Figur    zu  weben.  



  Auf jedem     Stabe    4 .ist in     entsprechender     Höhe ein     Z-förmiges    Formstück 21 befestigt,  welche Stücke die ringförmige, kammartige       Laufbahn    des die     Schussspule        22    tragenden  und     durch    Elektromotor 23 angetriebenen  Schützen bilden, welcher auf zwei Rädern  24 hängt. Der     Antrieb    erfolgt vom Motor 23  aus durch Schraube 25.     Schraubenrad    26,  Treibschnur 27 und     Schnurscheibe    28.

   Frei  drehbare Räder 29 stützen sich auf die       Stäbe    4 und halten den Schützen beim Um  laufen in seiner     richtigen    Lage. Die Strom  zuführung erfolgt mittels     Schleifkontaktes     31 und von den Stäben 4     isolierter        Leitungs-          drähte   <B>30.</B>  



  Der durch Motor     2ss    angetriebene.     Schützen     ist so     bemessen    und der Elektromotor       Sc.huBspule    2.2, Laufräder     2-1,        Stiitzräde    r     ?9.     sowie die     Stromabnehmerkontakte    31 sind       derart    angeordnet, dass das     Gesamtprofil        des     Schützen auch dann innerhalb des Fachpro  fils bleibt, Renn     das    Weben eines     Hutes,    zu  seiner     Beendigung    gelangt.

   Diese Arbeits  phase     ist    in     Fig.    3 mit der Kettenfaden  lao<B>7'</B> dargestellt.  



  Die auf den Walzen 13 aufgewickelten       Kettenfäden    7 werden über     Schleifbäume    32  einzeln zwischen je zwei Stäben 4 nach der  Mitte zu geführt. Die Enden von etwa  16-32 Kettenfäden     werden    am Scheitel  punkt der Hutform 10 befestigt.

   Zum Weben  eines Hutes normaler     Abmessungen    werden       etwa        400-60,0    Kettenfäden     benötigt.    Die  bei Beginn     des        Webens    zu     verwendenden    Ket  tenfäden werden derart     ausgewählt,    dass sie       miteinander    einen Winkel von     360'n"    ein  schliessen, wo "n" die Anzahl der     Anfa.ngs-          kettenfäden    ist. Die übrigen Kettenfäden  werden     gruppenweise    zusammengefasst auf  an einem Rahmen 33 drehbar gelagerte Rol  len 34 aufgehängt.

   Beim     Vorwärtsschreiten     des     Webens    werden     entsprechend    viele Ket-           tenfäden    eingereiht, um die     gewünschte          Kettenf        ajdendichte    zu erzielen.  



  Die Fachbildung erfolgt :durch übliches  Heben und     .Senken    der aus     ringförmigen          Latten    1'5, 1,6 und diese     miteinander    verbin  denden     Schnüre    14     bestehenden    Schäfte.

    Wenn man mit den auf ,der rechten     Seite    d er       Fig.        ;1.        veranschaulichten        Kettenfäden    71  und 7" ein neues Fach     bilden:

          rill,    so wird  der zum     Kettenfaden    7, gehörige Schaft 15  gehoben und der zum     Kettenfaden    72 ge  hörige Schaft     16gesenkt.    Hierdurch werden  die meinem Halbkreis befindlichen Ketten  fäden gehoben     bezw.    gesenkt, weil sich' die  Schnüre 14     eines        Schaftes    auf     einen    Halb  kreis erstrecken. Die     Betätigung    eines     halb-          zylinderförmigen        Schaftes    erfolgt in dem  Augenblick, wenn der Schützen den betref  fenden Schaft verlassen hat.

   Zur     Herstellung     eines     bemuis@terten    Gewebes muss für eine ent  sprechende     Jacquardmaschine        gesorgt    wer  den.  



  Das     Vermehren    der     Kettenfäden        ge-          seUieht    beim dargestellten Rundwebstuhl  derart, dass von den Rollen 34 so viele Ket  tenfäden     herabgenommen    und in auf der  Hutform befestigte Nadeln eingehängt wer  den,     1a3    die Anzahl der     Kettenfäden    ver  doppelt wird.     Einderartiges    Vermehren  wird so oft wiederholt, bis alle erforderlichen  Kettenfäden     eingereiht    worden sind.  



  Der in. Schneckenlinie eingetragene     Schuss-          fa,den    wird durch die     unter,Spannung,    stehen  den     Kettenfäden        beim.    Kreuzen derselben an  den bereits     eingewebten,        Schussfadengang    an  geschoben. Wenn gewünscht wird, dass die  Gänge des     Schussfadens    dicht     nebeneinander-          liegen,    so verwendet man eine Vorrichtung,  durch die der     Schussfaden        federnd    an     das     Gewebe angeschoben     wird.     



  Eine     beispielsweise    Ausführungsform  einer derartigen     Vorrichtung    ist     in        Fig.    8  veranschaulicht. Die freien Enden der am  Motorgehäuse befestigten     Blattfedern        316          sind    bei     M'    mit je einem     Arm        3,7    gelenkig  verbunden.

   Im gemeinsamen Gelenk dieser       Arme    '37 ist     ein        Schiffchen;    38 schwingbar         gelagert.    Der     Schussfaden        wird    zu diesem       ,Schiffchen    geführt und er verlässt es durch  eine Bohrung, wobei er unter Wirkung der       Blattfedern    36 gehörig an das Gewebe an  geschoben wird.

   Das Schiffchen 38 muss sich  auf einer Kurve von zunehmendem     Krüm-          mungsradiue    bewegen können., was dadurch  ermöglicht äst, dass sich die Gelenkpunkte  36' der     Blattfedern        36    voneinander entfer  nen können. In     Fig.    8 sind zwei Stellungen  des     Schiffchens    veranschaulicht.

      Bei der     Ausführungsform    .gemäss     Fig.    6  wird der     elektrisch        angetriebene    Schützen  auf einer durch an der     Aussenoeite    der im  Kreise stehenden Stäbe     .39    befestigten     Z-          förmigen        Formstücke    2,1 gebildeten     Ring-          bahu    umlaufen.

       Diese    Lösung     erfordert,     dass     zwecks        Einführens    des     Schussfadens.    40  in der Ebene des     Gewebes    kein Hindernis  besteht.

   Die Stäbe     3,9    enden daher oberhalb  ,dieser     Ebene    und die     gegenüberliegenden     Stäbe 41     sind    auf der     Platte    3 derart be  festigt,     dass,        zwischen        den;    Enden der Stäbe       39    und     41    ein waagrechter Ringspalt ent  steht.  



       Gemäss;    der in     Fig.7        veranschaulichten          Ausführungsform    läuft der     -durch    Elektro  motor 42     angetriebene    Schützen     mittels    der       Räder        43    auf zwei Ringschienen 44, die  durch radiale     Einschnitte    kammartig     ausge-          'bildet        sin        @.     



  In     Fsg.        9@        ist    eine -durch in einem Kreise  bei Aufrechterhaltung gehöriger Spalten für  die     hindurchzuziehenden    Kettenfäden 7 an  geordnete und auf der     Platte    3, sowie an  einem     obern    Ring 45 befestigte Formstücke  46 gebildete Ringbahn vorgesehen, auf wel  cher der durch einen nicht veranschaulichten       Elektromotor    angetriebene     ,Schützen,        gestützt     durch entsprechend angeordnete Räder 48  und 49 auf     Rädern    47     hinwegrollt.     



  Die bei den verschiedenen Arbeitsphasen       erforderliche,        Häheneinetellung    der Hutform,       das    ist des     zylindrischen        Mittelstückes    50  und     id-es    den Hutrand     ergebenden        Teil    des  Gewebes unterstützenden stumpfkegelför  migen     Unterteils   <B>5,1</B> erfolgt mittels einer      durch     Kegel,radpaar    52     betätigten    Schrau  benspindel 9     bezw.    durch     lotrecht    verschieb  liehe Staugen 53.  



       Beim        Beginn    des     Webens        befindet    sich  das zylindrische     Mittelstück    50 der Hutform  in der mit starken     Linien.    gezeichneten unter  sten Lage und während das     Gewebestück,     dessen Radius die Strecke     o-a    ist, herge  stellt     wird,    wird das     Mittelstüelt    50 zweck  mässig um den Höhenunterschied zwischen  den beiden     Punkten    o und a gehoben.

   So  dann wird jener Teil des Gewebes herge  stellt, welcher .den abgerundeten Teil der       Hutform        auf    der Strecke     a-b    bedeckt. Hier  zu wird das Mittelstück 50 dem festen  Ring 54 derart genähert,     da.B    ein     solches          Faeh    entsteht, bei dem die Richtung der  Eintragung des     Schussfadens    der Linie y  entspricht.

   Bei Herstellung des dem zylin  drischen Teil der Hutform entsprechenden  schlauchförmigen Teils des Gewebes wird       da.s        Mittelstück    50 zweckmässig allmählich  um das Mass des     Fortsehreitens    des     Webens     gehoben. Dies bezieht     sich    auf die Strecke       b-d,    auf welcher der eingetragene Schuss  faden eine kontinuierliche     Sehranbenlinie     bildet.

   Während dieses     Webeprozesses    wird  das schlauchförmige     Gev#=ebestiielz    auf dem  zylindrischen Teil der Hutform gehörig ge  halten, was     gerade    der Anordnung des durch  Arme 55 gehaltenen     fasten    Ringes 54 zuzu  schreiben ist. Bei Herstellung des dem Rand  teil des Hutes entsprechenden Gewebestückes.  das ist der     Strecke        d-e    wird das Mittelstück  50 gesenkt, der     -Unterteil    51 hingegen geho  ben, so dass der Punkt 4 zweckmässig in die       SchuZfadenrichtung        ,z    zu liegen kommt.

   Bei       Herstellung    des der     Strecke        d-e    entspre  chenden     Gewebestückes    wird die Hutform  um den Höhenunterschied zwischen den  Punkten d und e vorteilhaft allmählich ge  hoben.  



  Die in einzelnen     Arbeitsphasen    der Hut  fabrikation     entstehenden    Fachformationen  sind in     Fi.g.    9 zur klaren. Darstellung mit       versehiedenartig    ausgeführten Linien veran-    schaulicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Rundwebstuhl, bei welchem der Schuss- fa@den in das durch radial angeordnete Ket tenfäden gebildete Fach mittels eines in un unterbrochenem Betriebe im Kreise be -eg- ten .Schützen eingetragen wird, dadurch ge- kennzeicbnet, dass der Schützen auf einer kammartigen, runden Zwangsbahn derart bewegt und geführt wird, dass er samt seiner Schussspule, Antriebsmotor,
    Lauf- und Stütz rädern, sowie Zwangsbahn innerhalb des Profils des jeweiligen Faches gelegen ist, so dass- jedwede Berührung des Schützen mit den Kettenfäden und somit jede schädliche Reibung vermieden wird. l:NTERA1SPRtCHE: 1. Rundwebstubl nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet. dass die runde Zwangsbahn aus Formstücken besteht, die im Kreise. bei Aufrechterhaltung ent sprechender Zwischenräume an die Ket tenfäden leitende Stäbe befestigt sind, welche längs der Erzeugenden eines lot rechten Zylinders angeordnet sind. 2.
    Rundwebstuhl nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennz-eicbnet, dass die Formstücke an der Aussenseite der die Kettenfäden leitenden Stäbe be festigt und letztere für den Schussfaden in der Ebene des Gewebes unterbrochen sind. 3. Rundwebstuhl nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine oder mehrere un- abhängig voneinander betätigte Jacquard- ma.schinen, bei welchen jeder Kettenfaden seine eigene Platine ,hat.
    4. Rundwebstuhl nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zum dichten Anschlagen des eingetragenen Schuss- fadeniS an das fertige Gewebe ein im Fache in radialer Richtung bewegliches Schiffchen (38) angeordnet ist, welche- durch am Schützen befest Äbte Federn ge tragen und gegen das Gewebe gedrückt wird.
    Rundwebstuhl nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zum Befestigen der Enden der beim Beginn des Webens heranzuziehenden Kettenfäden ein zen- trisches, in Höhenrichtung bewegliches Formstück und über diesem Formstück ein fester Ring (54) angeordnet ist, durch welchen das bereits fertige Gewebe an dem in den Ring eindringenden Form stück gehalten wird.
CH196611D 1936-03-24 1937-03-15 Rundwebstuhl. CH196611A (de)

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