CH196683A - Photographisches Verfahren. - Google Patents

Photographisches Verfahren.

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CH196683A
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Reproduc Aktiengesellschaft
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Reproduc Ag
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/08Photoprinting; Processes and means for preventing photoprinting

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photographic Processing Devices Using Wet Methods (AREA)
  • Photographic Developing Apparatuses (AREA)

Description


  Photographisches Verfahren.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren zur Herstellung photogra  phischer Kopien, einschliesslich     Reflexkopien,     welches dadurch gekennzeichnet ist, dass das  lichtempfindliche Material in Blattform aus  einer Tasche in einen Kopierapparat ge  bracht, in diesem belichtet, beispielsweise       durchlichtet,    und alsdann wieder in die Tasche  zurückbefördert wird, worauf eventuell die  Entwicklung in der Tasche vorgenommen  werden kann.

   Diese ist zweckmässig     licht-          und        flüssigkeitsdicht    und besteht vorteilhaft  aus einem für     aktinische    Strahlen undurch  lässigen, im übrigen aber durchscheinenden  Filtermaterial wie roten     Kunstharz-    oder       Zellulosefolien,    oder aus rotem Papier, welches  innen gewachst und aussen wenigstens teil  weise geölt ist. Die Tasche kann auch ganz  aus wasserfestem Papier sein, welches min  destens ein Fenster enthält, durch welches  beobachtet werden kann, ob die Tasche leer  oder gefüllt ist und wie weit der Entwick  lungsvorgang fortschreitet.

   Die Tasche kann  ferner innen oder aussen mit Aufdrucken    versehen sein und gleichzeitig zur Aufbe  wahrung entwickelter Papiere oder Films  dienen. Sie kann von aussen beschriftet wer  den und mit andern gleichartigen Taschen  eine Filmkartei bilden.  



  Zur     praktischen    Durchführung des Ver  fahrens können eine Reihe von Geräten und  Utensilien dienen, die in der beiliegenden  Zeichnung     beispielsweise    dargestellt sind. In  der Zeichnung bedeutet:       Fig.    1 ein unbelichtetes Papier- oder Film  blatt,       Fig.    2 eine durchsichtige Tasche mit     darin     steckendem Film oder Papierblatt,       Fig.    3 einen Kopierapparat mit in seinen  Längsschlitz     eingesteckter    Tasche,       Fig.4    stellt schematisch einen Schnitt  durch die in     Fig.    2 dargestellte Tasche dar.

    <I>Das</I>     Aufnahmematerial        (Fig.    1) ist ein  einseitig gegossener Film oder ein Blatt     pbo-          tographischen        Papieres    1 in der der Belich  tungsfläche des zu verwendenden Kopier  apparates entsprechenden Grösse. Für Durch  lichtungskopien oder Reflexkopien verwendet      man einseitig gegossene Filme oder Papiere,  die für     Durehlichtung        schiehtaufwärts    und  für Reflexkopie     schichtabwärts    eingelegt wer  den. Auf der Tasche kann die Schichtseite  des eingelegten Blattes besonders kenntlich  gemacht. sein, zum Beispiel durch einen Auf  druck.

   Das Film- oder Papierblatt kann in  der Tasche lose liegen oder mit einem     ein-          oder    mehrmals gefalzten Schutzblatt aus  schwarzem Papier in der Tasche befestigt  sein. Oder, es kann an seinem der Taschen  öffnung entsprechenden Rande mit einem  Lappen, oder einem an seinen Hauptteil     b     angeklebten Streifen     a    oder einem angekleb  ten, mehrfachgefalzten Schutzblatt versehen  sein, welches nach dem Öffnen der Tasche  zunächst herausgezogen und in den Kopier  apparat eingeführt wird, um den Transport  des Filmes oder Blattes aus der Tasche in  den Apparat zu erleichtern.

   Es genügt aber  praktisch, wenn der Film oder das Papier  blatt etwas länger     bezw.    breiter ist, als die  Tasche, so dass es nach dem Umlegen der       Taschenverschlussklappe    aus der Tasche  herausragt. Es wird dann mit der Tasche  zusammen in die Öffnung 4 des Kopierappa  rates 5 gesteckt.     (Fig.    3). Um zu verhindern  dass das lichtempfindliche Blatt l ganz in  den Kopierapparat hineingezogen wird, kann  sein Mittelteil b mit Ohren     c    versehen sein,  während die Tasche durch Nähte d und Nie  ten e teilweise geschlossen sein kann.  



  <I>Die Tasche</I>     (Fig.    2) hat zweckmässig die  Form eines zur Aufbewahrung photographi  scher Papiere handelsüblichen Umschlages 2  mit breiter     Verschlussklappe    f. Sie besteht  aus einem Material, welches kein     aktinisches     Licht durchlässt, gleichwohl aber die Beob  achtung des in ihr     liegenden    Filmes oder  Blattes zulässt.

   Sie besteht zum Beispiel     aus     rotem     Rhodoid,    einer     Kunstharzmasse    oder       Zellstoffmasse.DieDurchsiehtigkeit        derTasche     gestattet, den - Transport des Filmes oder  Blattes aus der Tasche 2 in den Kopierappa  rat 5 und aus diesem in die Tasche zurück  zu beobachten. Da die Tasche immer wieder  benutzt werden soll, so kann man ausserdem  vermöge ihrer Durchsichtigkeit erkennen, ob    ein unentwickelter Film oder ein entwickelter  Film darin steckt oder ob sie leer ist. Man  kann auch das Bild der entwickelten Filme  oder Papierblätter gut erkennen und diese,  ohne sie zu     beschädigen,        zrr    einer Kartei  ordnen.

   Mehrere Taschen unbelichteter, wie  auch belichteter oder entwickelter Filme oder  Papiere können zu einem Stapel zusammen  gefasst und in einer lichtsicheren Schachtel  untergebracht sein. An Stelle von Taschen  aus rottransparentem Kunststoff können auch  solche     aus    rotem Papier verwendet werden.  Dieses ist zweckmässig innen gewachst und  an der der Schichtseite des Filmes oder Pa  pierblattes entsprechenden Seite geölt.  



  Die Tasche 2 soll etwas breiter sein, als  der Film 1, damit sie in     geöffnetem    Zustande  gut irr den durch Rollen 6 und 7 gebildeten  Einführungsschlitz 4 des Kopierapparates 5  passt, aber nicht in den Apparat ganz hin  einbefördert werden kann, selbst     wenn    eine  starke     Reibung    zwischen Film     bezw.    Papier  blatt und Tasche bestehen sollte.  



  Die     Offnung    der Tasche kann durch an  Kassetten bekannte Mittel abgedichtet und  gegen Lichteinfall gesichert sein, z. B. durch  Samt- oder Plüschstreifen g     (Fig.    4). Der Rand  kann auch     durch    Blechstreifen oder Draht  versteift sein. Dies hat den Vorteil, dass die  Tasche gespreizt werden kann, wenn sie als       Entwicklungsgefäss    verwendet werden soll.  



  Da die Tasche flüssigkeitsdicht ist, so  kann nach dein Zurückbefördern des Filmes  (Blattes) aus dem Apparat in die Tasche  diese provisorisch verschlossen, also gegen  Lichteinfall gesichert werden, zum Beispiel  durch Aufkleben eines     Papierstreifens.    Als  dann kann der Sicherungsstreifen durch einen  messerscharf zulaufenden Trichter 10     (Fig.    4)  durchstossen und Entwicklungsflüssigkeit in  die Tasche eingelassen werden, wobei geringe       Entwicklermengen    ausreichen und das Fort  schreiten der Entwicklung von aussen vermöge  der Durchsichtigkeit der Tasche beobachtet  werden kann.  



  Es genügt unter Umständen, Papier oder  dergleichen Taschen     nun-    mit einem Beobach  tungsfenster aus rottransparentem Material      zu versehen. Dieses kann zum besseren Schutz  gegen Lichteinfall unter der     Verschlussklappe     des Umschlages liegen.  



  Stehen grössere Standbäder zur Verfügung,  so kann man die Taschen mitsamt den ex  ponierten Filmen (Papierblättern) in das Bad  stellen oder legen und öffnen. Man kann  auf diese Weise bei Tageslicht entwickeln,  da jedes einzelne Blatt durch seine rote Tasche  gegen Tageslicht gesichert ist. Das Entfernen  von Luftblasen und das Verhindern von Auf  einanderkleben der Schichten ist Sache der  Geschicklichkeit des Bedienenden.  



  Es versteht sich, dass an Stelle von     Ent-          wicklerflüssigkeit    auch andere Flüssigkeiten,  z. B. Spül- oder     Anfeuchtwasser    oder     Fixier-          oder        Unterbrecherbäder    in die Taschen ein  gebracht werden können. Die Flüssigkeiten  können als Salze in dem Taschenformat ent  sprechenden kleinen Mengen geliefert werden,  die mit Wasser an Ort und Stelle angesetzt  werden. Das Verfahren eignet sich daher be  sonders zur Entwicklung von Kopien oder  Reflexkopien im freien Gelände. Durch das  Verfahren werden jegliche Art von Tages  lichtentwicklungsgeräten entbehrlich.  



  Die Taschen können so ausgebildet sein,  dass sie an ihrem einen Rande mit einem  dünnen Papierstreifen verklebt sind, der von  einer Lasche des darin enthaltenen Filmes  (Blattes) durchdrungen wird. Bein Ziehen an  der Lasche, zum Beispiel nach Einführen  derselben in den Kopierapparat, reisst der  Film (das Blatt) die     Verklebung    auf, wäh  rend die Tasche im Einführungsschlitz des  Apparates sitzt. Dadurch wird jeglicher Licht  einfall verhütet. Die Tasche kann am Appa  rat festgeklemmt werden, damit sie sich  nicht ablöst, während der Film (das Blatt)  in die Tasche zurückbefördert wird.    Leere Taschen können immer wieder ge  füllt und verwendet werden. Die Entwicklung  mittels Gasen in ihnen ist möglich. Das Ver  fahren lässt sich allen Arten von Kopier  apparaten und     -methoden    anpassen.

   Beson  dere Entwicklungsansätze an Kopierapparaten  werden auf diese Weise entbehrlich.    Es ist bisher nur bekannt, Einzelfilme  oder Rollfilme durch einen Kopierapparat in  gleicher Richtung     hindurchzubefördern,    oder  Platten oder Filmpacks an solche Apparate  anzusetzen.  



  <I>Der Kopierapparat.</I> Ein zur Durchführung  des Verfahrens geeigneter, an sich bekannter  Kopierapparat besteht im wesentlichen aus  einem Gehäuse 5 mit senkbarem Mittelteil  11, welches eine Lampe und eine Batterie  enthält, und an seiner Unterseite durch einen  Schieber 3 verschlossen ist. In das Gehäuse  können Filmspulen eingelegt und durch Dreh  knöpfe 8, 9 von aussen gedreht werden. Ein  seitlicher Einführungsschlitz 4 wird durch  eine leer laufende Rolle 6 und eine mit  Drehknopf versehene Rolle 7 gebildet.  



  Zur Herstellung einer Positivkopie von  einem Negativrollfilm auf ein Einzelblatt  wird dieser von den Spulen im untern Teil  des Apparates ausgespannt, eine Tasche 2  an den Schlitz 4 angesetzt, das unbelichtete  Einzelblatt durch Drehen am Drehknopf 7  aus der Tasche in den Apparat befördert,  belichtet und wieder in die Tasche zurück  befördert und entwickelt.  



  Zur Herstellung einer Positivkopie von  einem Einzelnegativ auf einen unbelichteten       Rollfilm,    wird letzterer von den Spulen im  untern Teile des Apparates ausgespannt, eine  Tasche mit dem darin enthaltenen entwickel  ten Negativ an den Längsschlitz 4 ange  setzt, das Negativ in den Apparat befördert,  belichtet und wieder     herausbefördert.     



  Zur Herstellung einer Reflexkopie auf ein  Einzelblatt wird der Apparat ohne Spulen  verwendet, eine Tasche mit einem unbelich  teten Blatt an den Schlitz 4 angesetzt, das  Blatt in den Apparat befördert, der Schieber  3 herausgezogen, der Mittelteil 11 auf das  untergelegte Original gesenkt, belichtet, los  gelassen, der Schieber geschlossen und das  belichtete Blatt in die Tasche zurückbefördert  und entwickelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung photographi scher Kopien, einschliesslich Reflexkopien, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtempfind liche Material in Blattform aus einer Tasche in den Kopierapparat gebracht, belichtet und wieder in die Tasche zurückbefördert wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine flüssigkeitsdichte Tasche verwendet wird, um das belichtete Material in dieser entwickeln zu können. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Tasche aus einem für aktinische Strahlen undurchlässigen, im übrigen aber durchsichtigen Filter material verwendet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I. dadurch gekennzeichnet, dass eine Tasche mit min destens einem für aktinische Strahlen un durchlässigen, im übrigen aber durchschei nenden Fenster aus einer Zellulosefolie verwendet wird. PATENTANSPRUCH II: Tasche zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, bestehend aus einer roten Kunst harzmasse.
CH196683D 1937-04-12 1937-04-12 Photographisches Verfahren. CH196683A (de)

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