CH196795A - Gittergesteuerte Gasentladungsröhre mit Glühkathode zur Erzeugung von Kippschwingungen. - Google Patents

Gittergesteuerte Gasentladungsröhre mit Glühkathode zur Erzeugung von Kippschwingungen.

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CH196795A
CH196795A CH196795DA CH196795A CH 196795 A CH196795 A CH 196795A CH 196795D A CH196795D A CH 196795DA CH 196795 A CH196795 A CH 196795A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Gittergesteuerte     Gasentladungsröhre    mit     Glühkathode    zur Erzeugung  von     Kippschwingungen.       Es ist bekannt, gittergesteuerte     Gasent-          ladungsröhren    mit     Glühkathode    zur Erzeu  gung von     Kippschwingungen    zu benutzen.  Dabei wird zumeist ein Kondensator über  einen Widerstand oder über eine Hoch  vakuum-Elektronenröhre von einer     Gleich-          etromquelle    aufgeladen und dann über die       Gasentladungsröhre,    gegebenenfalls unter  Zwischenschaltung eines Widerstandes, ent  laden.

   Nach der Entladung des Kondensators  erlischt die Röhre, und der Vorgang wieder  holt sich. Das Löschen der     Gasentladungs-          röhre    ist dadurch zu erklären, dass sich     wäh-          r        end        cler        Kondensatorentladung    in der Röhre  eine sehr grosse Anzahl von Ladungsträgern  bildet, die nur zum     kleinen    Teil der     Glüh-          kathode    entstammen, zum grössten Teil durch  Stossionisation im Entladungsraum gebildet  werden.

   Da die Ionen, die hier infolge der  intensiven Stossionisation einen besonders  grossen Anteil     an,    der Stromleitung durch die    Röhre haben, eine verhältnismässig kleine Ge  schwindigkeit haben und daher eine bestimmte  Zeit notwendig ist; um sie aus der Entladungs  bahn zu     entfernen        (Entionisierungszeit),        sind     am Ende der     Kondensatorentladung    noch  mehr Ionen in der Entladungsbahn, als es der  jeweiligen     ,Kondensatorspannung        entspricht.     Infolgedessen sinkt die Anodenspannung der  Röhre unter die statische     Brennspannung,     und zwar umso tiefer, je grösser die Anzahl  der Ionen ist.

   Die kleinste Anodenspannung  wird dann erreicht, wenn die     Ionenzahl    noch  gerade ausreicht, den ständig über den Lade  widerstand     zufliessenden    Strom durch die  Röhre abzuleiten. Dieser Zustand kann aber  nicht stabil sein, da infolge der kleinen Ano  denspannung keine Ionen neu     gebildet    wer  den können, so dass     Ionenmangel    eintreten  muss, und die Entladung erlischt.

   Steigert  man nun den Ladestrom, so gelangt man  schliesslich zu einem Wert, bei     dem    der Ken,-           densator    nicht mehr genügend weit     unter    die  statische Brennspannung der Röhre entladen  wird, so     -dass    die Gasentladung nicht mehr  erlischt. Die Röhre brennt dann mit dem       Ladestrom    stationär weiter, und die Schwin  gung reisst ab. Die     bei    Aufrechterhaltung der  Schwingungen maximal erreichbare Grösse  des Ladestromes und damit die maximal  erreichbare Frequenz der     Kippschwingungen     ist also weitgehend von der Anzahl der bei  der     Kondensatorentladung    in der Röhre ge  bildeten Ionen abhängig.  



  Erfindungsgemäss     lässt    sieh die     Ladn        iigs-          trägerzahl    und damit die     Ionenzahl        nun     wesentlich erhöhen, wenn man in einer sol  chen Röhre ausser den normalerweise vorhan  denen Elektroden, nämlich Kathode, Gitter  und Anode, noch eine Hilfselektrode vorsieht,  die zwischen Kathode und     CTitter    oder zwi  schen Gitter und Anode angeordnet sein kann.  Diese Hilfselektrode wird zweckmässig mit  der Kathode direkt oder über eine     Spannungs-          ouelle    mit kleinem     innern    Widerstand ver  bunden.

   Bei Versuchen an     Drei-Elektroden-          Gasentladungsröhren    mit     Glühkathode    hat  sich nämlich gezeigt,     da.ss    der Strom bei der       Kondensatorentladung    im     Maximum    ein Viel  faches, grössenordnungsmässig das     Ilrundert-          fa.che,    des Stromes sein kann, den die     jliathode     rein     thermisch    als Elektronen emittieren kann.  Dieser Überstrom lässt sieh durch die Stoss  ionisation im Gasraum nicht allein erklären.

    man muss vielmehr annehmen, dass an der  Kathode sehr viel Elektronen durch den     Anf-          pra-Il    schneller Ionen ausgelöst werden. Diese  Annahme wurde dadurch bestätigt, dass die  Messung des bei der     Kondensatorentladung     auftretenden Gitterstromes Werte     ergab,    die  in der gleichen Grösse lagen wie der Katho  denstrom,     unter    Umständen sogar grösser wa  ren. Durch reinen     Ioneneinstrom    lassen sieh  diese Gitterströme     nidht    erklären. es muss  vielmehr auch hier eine Elektronenablösung  durch die mit grosser Geschwindigkeit auf  prallenden Ionen vorliegen.

   Solche Gitter  ströme lassen sich natürlich nur erreichen,  wenn im     äussern        Gitterkreis        kein        grösserer          Ohmscher    oder     induktiver    Widerstand liegt.    Da das     Gitter        aber    in erster Linie zur Steue  rung des     Zündeinsatzes    der Entladung dient,  sind solche Widerstände im allgemeinen un  umgänglich     notlvendig,    so     dass    der Gitter  strom klein gehalten  -erden muss.

   Damit ist       a        a        ber.        wie        sich        gezeigt        hat.        eine        erhebliche     Verkleinerung des Entladungsstromes ver  bunden. Das hat zunächst zur Folge,     dass    die  für die     Kondensatorentladung    benötigte Zeit,  die in vielen Fällen möglichst kurz sein soll,  grösser wird.

   Vor allem sinkt aber wegen der  kleineren Zonenzahl der maximal erreichbare  Ladestrom und damit die     maximal    erreich  bare     Schwingungsfrequenz    aus den oben dar  gelegten Gründen stark ab.  



  Nach der Erfindung wird nun zur Ent  lastung der     Glühkathode    im Entladungs  raum eine vorzugsweise grossflächige Hilfs  elektrode angeordnet, die     zweckmässig.so    mit  der Kathode verbunden wird,     da.ss    der durch       Ioneneinstrom        rund    Elektronenablösung her  vorgerufene Strom dieser Hilfselektrode  durch die äussere Schaltung nicht oder nicht  wesentlich begrenzt wird. Der Ausdruck     gross-          fliehige        Hilfselelztr-ode    soll     besagen,    dass die       Oherfläche    der Hilfselektrode gross ist. im  Vergleich zur Oberfläche der Kathode.

   Diese       Hilfselektrode    kann sowohl zwischen Gitter  und -Kathode als auch zwischen Gitter und  Anode angebracht werden. Zumeist wird das       erstere    zweckmässig sein. Die Hilfselektrode  kann entweder direkt mit der Kathode ver  bunden werden. man kann aber auch eine  Spannungsquelle zwischen sie und die Ka  thode schalten, um ihr eine bestimmte     Vor-          spa,nnung    gegenüber der Kathode zu geben.

    Diese     Spannungsquelle    muss     entweder    selbst  einen verhältnismässig kleinen innern Wider  stand     besitzen,    oder man muss ihren Wider  stand durch äussere Mittel, zum Beispiel durch       Parallelschalten    eines Kondensators. klein  machen. In letzterem Falle     bat    man den Vor  zug, dass die Spannungsquelle nicht mit so  hoben     Stromspitzen        belastet    wird, wie es ohne  einen parallel geschalteten Kondensator der  Fall ist.  



  Die Hilfselektrode lässt sieh so ausbilden.  dass die Lebensdauer der     Glühkathode    im           Kippschwingbetrieb    der Röhre wesentlich ver  grössert     wird.    Bekanntlich     wird    die aktive  Schicht einer     thorierten        Wolframkathode     oder einer     Oxydkathode    schnell zerstört, wenn  sie von Ionen getroffen wird, deren Geschwin  digkeit eine     bestimmte    Grösse überschreitet.  Ionen hoher Geschwindigkeit lassen sich bei  der direkten     Kondensatorentladung    über eine       Gasentladungsröhre    jedoch nicht vermeiden.

    Bildet man nun die Hilfselektrode so aus, dass  sie die     jKathode    weitgehend gegen die Entla  dung abschirmt, so werden von ihr alle oder  wenigstens fast alle schnellen Ionen abge  fangen, so dass die Zerstörung der Kathode  vermieden wird. Damit wird natürlich auch  die Elektronenablösung durch     Ionenaufprall     an der Kathode weitgehend beseitigt, so dass  nunmehr die Hilfselektrode den Hauptteil des  Stromes bei der     Kondensatorentladung    zu lie  fern hat, während der Kathode die Aufgabe  zufällt, die Entladung des     Kondensators     schlagartig einzuleiten.  



  Die Elektronenablösung durch     Ionenauf-          prall    an der Hilfselektrode kann dadurch ver  grössert werden, dass die Hilfselektrode aus  einem Stoff hergestellt oder mit einem Stoff  bedeckt wird, der eine kleine Elektronenaus  trittsarbeit besitzt, wie z. B.     Erdalkalimetalle.     Eine solche Hilfselektrode wird dann so an  geordnet,     da13    die Zündung einer selbststän  digen Entladung zwischen Hilfselektrode und  Anode- entweder durch das Gitter der Röhre  verhindert werden kann, oder deshalb nicht  möglich ist, weil der Abstand zwischen Hilfs  elektrode und Anode zu klein ist.  



  Rein äusserlich betrachtet hat die vorste  hend     beschriebene    Röhre gewisse Ähnlichkeit  mit     den    an sieh     bekannten        Doppelgitter-Gas-          entladungsröhren,    die in Gleich- oder     Wech-          selrichtersehaltungen    Verwendung finden.

    Sinn und Zweck des Einbaues eines     zweiten     Gitters in die letztgenannten     Gasentladungs-          röhren    ist aber ein ganz anderer als der durch  Einbau der Hilfselektrode bei der erfin  dungsgemässen Röhre     beabsichtigte.    Das  zweite     Gitter    in den normalen     Gasentladungs-          röhren    wird stets zur     Verbesserung    der Steuer  fähigkeit der Röhre eingebaut, sei es nun,    dass die Verbesserung durch eine besondere,  zumeist regelbare Hilfsspannung an diesem  Gitter     erreicht    wird, oder sei es,

   dass das  zweite Gitter das Hauptgitter vor thermischen  und     elektrischen    Einflüssen oder vor der Be  stäubung mit aktivem Material von der Ka  thode her schützen soll. Wenn sich die bei  der vorliegenden Erfindung vorgesehene  Hilfselektrode unter Umständen auch als       zweites    Gitter     benutzen    lässt, so ist das doch  nur eine zufällige und unbeabsichtigte Neben  erscheinung. Der Zweck der Hilfselektrode  bei der     Gazentladungsröhre    nach der Erfin  dung ist indessen, bei der     Kondensatorentla-          dung    über die Röhre einen möglichst grossen  Strom aufzunehmen, um so den Entladungs  vorgang zu verkürzen, zwecks Erzielung einer  möglichst hohen Schwingungsfrequenz.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gittergesteuerte Gasentladungsröhre mit Glühkathode zur Erzeugung von Kippschwin gungen, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ent lastung der Glühkathode in der Röhre ausser den drei Hauptelektroden, nämlich Kathode, Gitter und Anode, eine Hilfselektrode ange ordnet ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Gittergesteuerte Gasentladungsröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfselektrode zwischen Gitter und Kathode angeordnet ist.
    2. Gittergesteuerte Gasentladungsröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfselektrode zwischen Gitter und Anode angeordnet ist. d. Gittergesteuerte Gasentladungsröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine grossflächige Hilfselektrode ver wendet wird. 4.
    Gittergesteuerte Gasentladungsröhre nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Kathode der Röhre durch die Hilfselektrode gegen die Entladung weitgehend abgeschirmt " wird. 5. Gittergesteuerte Gasentladungsröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfselektrode mindestens teil weise aus einem Stoff mit kleiner Elek- tronenaustrittsarbeit besteht.
    6. Gitterbesteuerte Gasentladunbsröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeiehnet. dass die Hilfselektrode innerhalb der Röhre direkt mit. der Kathode verbunden ist.
CH196795D 1936-03-28 1937-03-04 Gittergesteuerte Gasentladungsröhre mit Glühkathode zur Erzeugung von Kippschwingungen. CH196795A (de)

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