CH196808A - Verfahren zur Herstellung von Zahnprothesen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zahnprothesen.

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CH196808A
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Aktiengesellschaft Roehm Haas
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Roehm & Haas Aktiengesellschaf
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  Verfahren zur     Herstellung    von Zahnprothesen    Es wurde gefunden, dass die Herstellung  von Zahnprothesen auf vorteilhafte Weise  unter Verwendung von     polymerisierbaren          Vinylverbindungen    wie folgt vorgenommen  werden kann: Die     Monomererr    oder     anpoly-          merisierten    hochviskosen Verbindungen mit  der Gruppe     CH2    =     C <     werden in die auf  übliche Weise hergestellten Abdrucke     bezw.     Formen für die Prothesen gefüllt und in die  sen in an sich bekannter Weise, zum Beispiel  durch Erwärmen bei gewöhnlichem oder er  höhtem Druck polymerisiert.

   Es können so  auf sehr einfachem Wege, d. h. ohne Ver  wendung einer komplizierten Apparatur form  getreue Nachbildungen hergestellt werden.  Es kommt hinzu, dass die so gewonnenen       Polymerisate    wegen ihrer ausgezeichneten  mechanischen und chemischen Eigenschaften  als Prothesenmaterial hervorragend geeignet  sind. Als Verbindungen mit der Gruppe       CH2    - C <  sind insbesondere     Afethacrylester     und Mischungen, welche     Methacrylester    ent  halten, geeignet. Auch     Styrol,        Vinylacetat       und     Acrylester,    besonders in Mischung unter  einander und/oder mit     Methacrylester    können  als Ausgangsmaterial dienen.

   Zur Durchfüh  rung der     Polymerisation    werden bekannte       Polymerisationskatalysatoren,    zum Beispiel  sauerstoffabgebende Mittel, wie Wasserstoff  superoxyd und     Benzoylsuperogyd    verwendet.  Auch Regler, welche einen ruhigen Verlauf  der     Polymerisation    herbeiführen, wie z. B.  Terpentinöl, können vorteilhaft     mitverwendet     werden. Als Zusätze kommen künstliche und  natürliche Harze,     Zellulosederivate,    Weich  macher, lösliche oder unlösliche     Farbstoffe,     Füllstoffe usw. in Frage.

   Von     Zellulosederi-          vaten    sind besonders die     Zelluloseester,    unter  diesen insbesondere das     Zellulosetripropionat,     geeignet. Verwendbar sind ferner Zellulose  äther. Das zur Füllung der, Form dienende  Material wird     vorteilhafterweise    in dickflüssi  gem oder     pastenförmigem    Zustand verwendet.  Dieser kann durch     Anpolymerisieren    der     mo-          nomeren    Verbindungen oder durch Auflösen  von hochviskose Lösungen ergebenden Stoffen,      wie z. B.     Zellulosederivaten    im     Monomeren     herbeigeführt werden.

   Die     Polymerisation    wird  zweckmässig durch Erwärmen der gefüllten  Formen vorgenommen bei Temperaturen, bei  denen eine Blasenbildung der zu polymeri  sierenden Masse nicht     auftritt.    Es kann auch  zur schnelleren Durchführung des     Erhärtungs-          vorganges    durch     Polymerisation    bei erhöhter  Temperatur in einem     Autoklaven    unter Druck  gearbeitet werden.  



  Für die Formen werden die für diesen  Zweck gebräuchlichen     Materialien    verwendet,  Bei Verwendung der üblichen Gipsformen  empfiehlt es sich, diese vor ihrer Füllung  mit einem Filmüberzug aus Wasserglas, Ge  latine,     Polyvinylalkohol,        polyacrylsaurem    Na  trium oder einer ähnlichen     Substanz    zu ver  sehen, welche das Herauslösen des fertig poly  merisierten Formstückes aus der Form er  leichtert.  



  Als Prothesenmaterial für das Verfahren  ist insbesondere eine Masse geeignet, welche  unter Verwendung des     Methyl-    und/oder     Äthyl-          esters    des     Methacrylsäure    hergestellt ist; diese  Masse ist ausserordentlich beständig gegen  über allen     chemischen    Einflüssen und besitzt  hervorragende mechanische Eigenschaften und  praktisch unbegrenzte Haltbarkeit.    <I>Beispiele:</I>  1. Eine auf übliche Weise hergestellte  Gipsform wird mit einem dünnen Gelatine  überzug durch Ausgiessen mit einer warmen       Gelatinelösung    versehen.

   Eine Mischung von  80 Teilen     Methacr-ylsäuremethylester-,    20 Tei  len     Acrylsäurebutylester    wird mit 0,008  /o  löslichem rotem     Farbstoff,    0,5  /o eines wei  ssen Pigments, und 0,001 %     Benzoylsuperoxyd     aufgekocht und auf 90   C erhitzt, bis die  Mischung honigartige Zähigkeit     angenommen     hat. Diese Masse wird in die mit Gelatine  ausgegossene Gipsform eingefüllt und einige  Stunden auf 450 erwärmt.     Anschliessend    wird  die Temperatur, mehrere Stunden bis auf 65   C    gesteigert. Nach vollständiger Erhärtung lässt  sich das feste     Polymerisat    aus der Form leicht  entfernen.

   Es ist möglich, die Erhärtung des  Filmmaterials innerhalb     kürzererZeit    in einem       Autoklaven    unter erhöhtem     Gasdruck    bei ent  sprechend erhöhter Temperatur durchzuführen.  



  2. Wie nach Beispiel 1 wird eine Mischung  von 80 Teilen     Methacrylsäureäthylester,    20  Teilen     Zellulosetripropionat    verarbeitet.  



  3. Eine Mischung von 10 Teilen     Acry        1-          säur-eätlrylester,    10 Teilen     Acry        lsäurenitril,     20 Teilen     Vinylacetat,    60 Teilen     Methacryl-          säurernethylester,    wird gemäss Beispiel 1 ver  arbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Prothesen für zahnärztliche Zwecke, dadurch gekenn zeichnet, dass polymerisierbare Verbindungen mit der Gruppe CHy = C < in die Abdruck formen gefüllt und dass diese Verbindungen in der Form bis zur Erhärtung polymerisiert werden. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als polyrnerisierbare Verbindung ein niederer Ester der A1eth- acry1säure verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dali teilweise polymerisierte Verbindungen mit der Gruppe CH2 = CC verwendet werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadureh gekennzeichnet, dass Verbindungen mit der Gruppe CH2 = C < verwendet werden, welche Zusatzstoffe enthalten. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Formen vor dem Einfüllen mit Stoffen ausgekleidet werden, die das Anhaften der Polymerisate an den Formwandungen verhindern.
CH196808D 1935-09-19 1936-09-18 Verfahren zur Herstellung von Zahnprothesen. CH196808A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746376C (de) * 1940-11-07 1944-06-19 Kulzer & Co Gmbh Verfahren zur Herstellung von Zahnprothesen
DE742524C (de) * 1940-06-12 1945-01-10 Chem Fab Dr Hengstmann & Co Kuenstlicher Zahnersatz

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742524C (de) * 1940-06-12 1945-01-10 Chem Fab Dr Hengstmann & Co Kuenstlicher Zahnersatz
DE746376C (de) * 1940-11-07 1944-06-19 Kulzer & Co Gmbh Verfahren zur Herstellung von Zahnprothesen

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