Allstromempfänger mit Netztransformator. Es ist bekannt, einen Allstromempfänger mit einem Netztransformator zu versehen, da mit ein derartiger Empfänger bei Wechsel strombetrieb einem Wechselstromnetzempfän- ger in seinen Eigenschaften nicht nachsteht, und damit insbesondere bei einer Wechsel spannung von llss Volt eine genügend hohe Anodenspannung zur Verfügung steht. Da der Transformator bei Gleichstrombetrieb nicht erforderlich ist, hat man ihn schon als Drossel für den Gleichstrombetrieb verwen det.
Für die Siebung des Anodenstromes bei Wechselstrombetrieb wurde dann ein Ohm- scher Widerstand vorgesehen, da der an die sem Widerstand auftretende Spannungsver lust durch eine erhöhte Transformatorspan- nung -wieder ausgeglichen werden kann. Die Siebung mit einem Ohmschen Widerstand ist jedoch nicht in allen Fällen ausreichend- Nach der <RTI
ID="0001.0022"> Erfindung wird ein Allstrom empfänger mit Netztransformator in der Weise aufgebaut., doll bei Wechselstrom- betrieb die Feldspule des Lautsprechers als Drossel dient, während bei Gleichstrom betrieb die Feldspule parallel zum Netz liegt und als Drossel der Netztransformator ver wendet wird.
Die Feldspule als Drossel zu verwenden, ist an sich schon bekannt. Bei der Anwen dung auf Allstromempfänger wäre es nahe liegend, die Feldspule bei beiden Stromarten als Drossel zu verwenden. Im Gegensatz zu der Erfindung wäre dies aber ungünstig, da wegen des verhältnismässig geringen Anoden stromes die Feldspule eine hohe Windungs- zahl haben muss und deshalb an ihr ein<I>hoher</I> Spannungsabfall auftritt, der bei Gleich strombetrieb, sehr unerwünscht ist.
Bei der Erfindung sind diese lZ1achteile nicht vorhanden, denn bei Wechselstrom betrieb lässt sich die Transformatorspannung zum Ausgleich des. Spannungsverlustes; er höhen und anderseits kann man den Trans formator so bemessen, dass er bei der Verwen- dun-- als Drossel nur einen geringen Gleich- spannungsabfall verursacht.
Es ist zurn Bei spiel möglich, bei Gleichstrom betrieb mir einen Teil der Windungen des T'ra.nsforrna- tors zu verwenden oder Wicklungsteile par. allel zu schalten.
In Fig. I. ist der Einfachheit halber die Schaltung des Netzteils eines Ausführungs beispiels der Erfindung für den Fall dar gestellt, dass der Empfänger zwar für zwei Stromarten, jedoch nur bei einer einzigen Spannung verwendbar ist. Per Netztilansfor- ma.tor, der insbesondere als Spartransforma- tor ausgebildet wird, ist mit Ti- bezeichnet:.
Bei Wechselstrombetrieb dient die Gleicli- richterröhre GL zur Gleichrichtung und die Feldspule<I>F</I> des Lautsprechers als Drossel. Die Schalter sind in der Fig. 1 auf Wechsel strombetrieb umgeschaltet, was durch die Be zeichnung llr angedeutet ist.
Bei CTleichstrom- betrieb G wird die Gleichricliterröhre kurz geschlossen und die Feldspule I', gegebenen falls über einen Vorschaltwiderstand P, direkt an das Gleichstromnetz gelegt. Der Transformator Tr dient dann als Drossel.
Bei verschiedenen Netzspannungen sind für den Gleichstrombetrieb im Gegensatz zr- Fig. 1 mehrere Vorschaltwiderstände (oder ein Vorschaltwiderstand mit Anzapfung) not wendig, dagegen bei Wechselstrom wegen der Umschaltung am Transformator nicht.
Es wäre deshalb nahehegend, die Vor schaltwiderstände bei Weehselstrombelrieb mit einem Stromartschalter abzuschalten. Zweckmässig werden diese Vorschaltwider- stände jedoch in den Ersatzsockel der Gleich richterröhre eingebaut, welcher bei Gleich strombetrieb an Stelle der Gleichrichterröhre eingesetzt wird. Solche Ersatzsockel ohne ein gebaute Vorschaltwiderstände hat man schon verwendet, damit der Käufer eines Allstrom empfängers die Gleichrichterröhre sparen kann, wenn er den Empfänger nur für Gleich strombetrieb braucht.
In Fig. ? unten ist die Fassung mit den acht am Umfang liegenden 1,7,-ontalzten zu sehen, in welche wahlweise die Gleichrichter- röhre (J., oder der erwähnte Ersatzsockel mit den Voii < < iderständen l' eirigesteekt wird.
Die Leitungen in dein Ersatzsockel bezw. dem Sockel der Gleichrichterrö hie und auch in dem übrigen Teil der Figur sind mit 11' be zeichnet, falls Sie bei Wechselstrombetrieb vorhanden oder z-ehrancht werden, während der Buchstabe G für CTleichstrombetrieb gilt.
In Fig. ? geschieht die Urischaltung der Vorschaltwiderstände T' für die Feldspule bei den verschiedenen Gleichspannungen durch überzählige Kontakte am Eisen-Wasserstoff- widerstand E des Heizkreises. Diese Kontakte dienen bei Wechselstrombetrieb zweckmässig zur Spannungsumschaltung am Transforma tor, so dass kein besonderer Spannungsschal ter notwendig ist.
Die iiberzi#ililigen Kontakte des Eisen- Wasserstoffwiderstandes wurden bisher zur Erzielung einer konstanten Spannung (Schirm gitterspannung, Oszillatorspannung) trotz verschiedener Netzspannungen verwendet.
Zii diesem Zweck sind die käuflichen Eisen- MTasserstoff-,viderstände, in denen auch noch ein Urandiogydwiderstand (L' in Fig. 2) zur Beseitigung eines Überstromes heim Ein schalten eingebaut ist, im Sockel mit Kurz schlussverbindungen der überzähligen Kor.-- takte versehen. Piese Verbindungen siial naturgeni:
i!3 bei den einzelnen für die ver sclriedenen Spairriungen bestimmten Eisen- Wasserstoffwiderstäiiden verschieden.
Bei der Schaltung nach Fig. 2, die den Netzteil eines zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung darstellt, sind diese Kontakte für die Vinsehaltung zur Erzielung einer konstanten Spanneng entbehrlich, da die kon stante Spannung beim Gleichstrombetrieb ans dein Stromkreis der Feldspule entnommen wird, denn bei allen Cleiclispannuiigen muss ja derselbe Strom durch die Feldspule fliessen.
Bei We chselstrombetrieb kann diese Span nung von einem parallel zur Anodenspannung geschalteten Spannungsteiler entnommen werden, denn bei Wechselstromhetrieb ist ja trotz verschiedener Netzspannungen wegen des umschaltbaren Netztransformators eine konstante Anodenspannung vorhanden. Die oben erwähnten Kontakte im Sockel des Eisen-Wasserstoffwiderstandes sind in Fig. 2 oben eingezeichnet und ebenfalls die für die verschiedenen Spannungen (in diesem Beispiel 110 Volt, 150 Volt und 220 Volt) vorhandenen Verbindungen im Sockel.
Bei einem Allstromempfänger, welcher nach dem Beispiel der Fig. 2 geschaltet ist, gesehieht die Umschaltung auf verschiedene Stromarten, also erstens durch Austausch der Gleichrichterröhre gegen einen Ersatzsockel (untere Fassung in Fig. 2) und zweitens durch Betätigung eines Umschalters, der die in der Nähe des Netztransformators einge zeichneten Schaltkontakte und die Kontakte an der Feldspule betätigt.
Die Umschaltung auf verschiedene Spannungen geschieht ledig lich durch Auswechseln des Eisen-Wasser- stoffwiderstandes (obere Fassung in Fig. 2).
Die Schaltung nach Fig. 2 lässt sich für die verschiedenen Spannungen und Strom arten leicht verfolgen, wenn man beachtet, dass alle bei Wechselstrombetrieb verwendeten Leitungen mit W bezeichnet sind und die bei Gleichstrombetrieb benutzten Leitungen mit G.
In diesem Beispiel ist der Heizfaden der Gleichrichterröhre GL in Reihe mit den Heiz- fäden I%, der Empfängerröhren geschaltet, je doch ist es in an sich bekannter Weise auch möglich, für die Gleichrichterröhre eine Heiz- wicklung am Netztransformator vorzusehen.
Der erfindungsgemässe Empfänger lässt sich auch so ausbilden, dass bei Gleichstrom betrieb die Gleichrichterröhre nicht entfernt und der Eisen-Wasserstoffwiderstand nicht ausgewechselt wird, sondern dass der Emp fänger durch eine Umschaltung des Eisen- Wasserstoffwiderstandes oder Einschaltung von gewöhnlichen Widerständen in den Heiz stromkreis den verschiedenen Netzspannun- gen angepasst wird. Dann kann man in an sich bekannter Weise einen Stromartschalter vorsehen und einen Spannungsumschalter.
der gleichzeitig für beide Stromarten dient.