CH196839A - Einrichtung zur Fernzählung von strömenden Gas-, Dampf- oder Flüssigkeitsmengen. - Google Patents

Einrichtung zur Fernzählung von strömenden Gas-, Dampf- oder Flüssigkeitsmengen.

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CH196839A
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Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Einrichtung zur Fernzählung von strömenden Gas-, Dampf- oder Flüssigkeitsmengen.    Für die Fernzählung von strömenden  Gas-, Dampf- oder Flüssigkeitsmengen sind  Einrichtungen     bekannt,    bei denen der Durch  flussmesser am Geberort einen mit ihm mecha  nisch gekuppelten Widerstandsgeber, bei  spielsweise einen Schleifdraht- oder Ring  rohrwiderstand, steuert, dessen jeweiliger Wi  derstandswert am Empfängerort durch ein       elektrisches    Anzeige-, Schreib- oder Zähl  gerät gemessen wird.  



  Die Erfindung betrifft eine Einrichtung  gleicher Art, deren Vorteil     in    der Unabhän  gigkeit von     Spannungs-    und     Frequenzschwan-          kungen    der Stromquelle und von äussern Tem  peratureinflüssen liegt. Diese Einrichtung be  sitzt einen von einem     14lengenmesser    gesteuer  ten     Potentiometerwiderstand    als Ferngeber  und drei Fernleitungen.

   Sie weist eine     Brük-          kenschaltung    und einen spannungsunabhängi  gen Induktionszähler auf, dessen     Stromwick-          lung    in der Brückendiagonalen liegt, während  die beiden empfangsseitigen Brückenzweige    durch die symmetrischen     Sekundärwicklun-          gen    eines     Netztransformators    gebildet sind,  über die gleichzeitig die     Spannungswicklung     des Zählers gespeist     wird.     



  Die     Erfindung        wird    nunmehr anhand       zweier    Figuren beschrieben, die je ein Aus  führungsbeispiel der Einrichtung darstellen.  



  Gemäss     Fig.    1 ist der     Geberwiderstand    1,  auf dem der Schleifkontakt 2 gleitet, der mit  dem     Mengenmessgerät    mechanisch gekuppelt  ist, über die     Fernleitungen    3, 4 und 5     mit     dem Empfänger verbunden.  



  Die Leitungen 3 und 5 führen über Vor  schaltwiderstände 6 und 7 zu den Sekundär  wicklungen 8a und 8b eines Transformators,  dessen Primärseite an     ein    Wechselstromnetz.  9 angeschlossen ist. An die Sekundärwicklun  gen des Transformators ist gleichzeitig die       Spannungswicklung    10 eines spannungsunab  hängigen Induktionszählers 11 gelegt, dessen  Scheibe 12 mit einer Zählvorrichtung 13 ge  kuppelt ist.

   Die     Stromwicklung    14 des Zäh-           lers    ist einerseits über die Fernleitung     -1        a:i     den Schleifkontakt ? des     Geberwiderstandes     angeschaltet,     -während    sie anderseits an die  Verbindung der     Sekundärwicklungen    des  Transformators gelegt ist.

   Durch diese An  ordnung ist eine     Brückenseha.ltung    gebildet,  in der die vier     Briicltenzweige    einerseits     durch     die beiden symmetrischen Hälften     8a    und     81,     der     Sekundärwicklung    des Transformators  und anderseits durch die Teile des     Geher-.          widerstandes    mit den     Vorschaltwiderständen     (la mit 7,     1b    mit 6) gebildet werden.

   Die  Brückendiagonale führt von der     Mittehanzap-          fung    der     Sekuiadäiwielzlting    des     Transforma-          tors    über die Stromwicklung des Zählers 11  und die Fernleitung     .l    zu dem     Schleifkontakt          \?    des     Geberwiderstandes.    In die Speiseleitung  der Spannungswicklung     1.0    ist ein regulier  barer     Vorwiderstand        1.-5    eingeschaltet,

   der zur  Einstellung der     gewünsebten    Drehzahl     der          Zählerscheibe    dient.  



  An dem     CTeberwiderstand    7 ist ein     Ergä        n-          zungswiderstand    16 in     bekannter    Weise vor  gesehen, durch den erreicht wird, dass der  vom     :Mengenmesser    gesteuerte Schleifkontakt  innerhalb des geradlinigen Bereiches des  Zählers (etwa<B>10</B> bis     10()         ,o,)    den Wider  standsbetrag Ja linear verändert.     unt;erlialb     dieses Bereiches aber unmittelbar mit dem       Verknüpfungspunkt    17 in     Verbindung    tritt.  



  Hierdurch wird erreicht,     dass    der     Zäb'.e2     zum Stillstand kommt, wenn sich die     @urel,-          flussmenge    unterhalb     10;ö    befindet, also in  dem Bereich, in dem eine Proportionalität der  gemessenen und der zu     anessenden    Menge  nicht vorliegt.

   Hierbei ist. natürlich     vorai#s-          gesetzt,        dass        die        Brückenseha.ltutig        durch     Wahl der     Vorschaltwiderstäiide        C        wid     7 so abgeglichen ist, dass der     Brückendiago-          na.lsirom    gleich Null ist, wenn der Schleif  kontakt ? mit dem Punkt 17 direkt verbun  den ist.  



  Anderseits ist. die     Briickenschaltung        s,;     bemessen, dass der     Dia.gonalstrom    und somit  die Drehzahl der     Zä.hlerscheibe    12 der jewei  lig durchfliessenden     -Menge        proportional    ist.  



  Die beschriebene Schaltung gewährleistet  eine Zählung, die durch Spannungsschwan-         kungen    von - 10 % nur um   1 %, durch       Frequenzänderungen    von - 1 % um - 1  und     bei    äussern Temperatureinflüssen mit       Schwankungen    von -- 25   C ebenfalls     uni     nur   1 % verfälscht wird.  



  Durch     geeignete    Wahl des     Übersetzungs-          verhältnisses    der Zwischenräder im Zähl  werk und durch entsprechende Einstellung  der Scheibendrehzahl mit Hilfe des     Vorwider-          standes    15 können dekadisch abgestufte Zäh  lerkonstanten erzielt werden.  



  In     Fig.    ? ist eine Einrichtung zur gleich  zeitigen Fernzählung und Fernanzeige oder       -anfzeiehnung    dargestellt, welche sich aus  zwei voneinander unabhängigen, sieh gegen  seitig nicht. beeinflussenden Teilen zusam  mensetzt.

   Sie     enthält        einerseits    die durch       Fig.    1 beschriebene Einrichtung für eine  Fernzählung und anderseits eine mit einem  sich selbsttätig abgleichenden     Wechselstrom-          kompensator    versehene Kompensationsein  richtung mit Nullmotor, die die spannungs  unabhängige Anzeige     bezw.        Aufzeichnung     des jeweiligen     Durchflusses        bewirkt.     



  Die Bezugszeichen 1 bis 17 entsprechen  den für die gleichen Teile in     Fig.    1 angewen  deten Ziffern. Die dem jeweiligen Betrag des  Widerstandes la     bezw.    dem     Durehfluss    ent  sprechende     Wechselspannung.    die an den En  den der hintereinander liegenden     -Widerstände     la und 7 auftritt, wird selbsttätig kompen  siert; durch eine veränderbare, mit dieser  Wechselspannung phasengleiche     Vergleichs-          spanming,    die in einem als     Kompensator    wir  kenden Spannungsteiler 28,     ?8a    mit einem  festen     Vorwiderstand    27 abgegriffen wird.

   In  die eine     Verbindungsleitung    der     Widerstände          28a,    27     einerseits    und la, 7     anderseits,    ist die       Stromwicklung    18 eines     Induktionszähler-          Messwerkes    19     geschaltet,    das in der     vorlie-          2,

  eiaden    Anordnung als Nullmotor verwendet       \        vird.   <B>1</B>     Der        Kompleinentärteil        228b        des        -Wider-          standes    28 liegt     zusammen    mit den     Ver-          -rleichswiderstä    reden     28a,    ? 7 und einem     Vor-          widerstand    20 an der Sekundärwicklung eines  Transformators 21, dessen Primärwicklung  gleichfalls an das Netz 9 angeschlossen ist.

        Die Spannungswicklung 22 des Nullmotors  19 wird ebenfalls von der     Sekundärwicklung     des     Transformators    21 gespeist. Die Zähler  scheibe 23 des Nullmotors steuert über eine  geeignete Übersetzung 24 den Schleifkontakt  25 des Widerstandes 28. Der Schleifkontakt  25 ist in nicht dargestellter Weise mit dem  Zeiger des Anzeigegerätes oder mit der  Schreibfeder des     Schreibgerätes        gekuppelt.     



  Die Verwendung zweier voneinander un  abhängiger Transformatoren 8 und 21 an  Stelle eines einzigen mit entsprechend aus  gebildeten Sekundärwicklungen hat den Vor  teil der sekundären Trennung beider Schal  tungsteile, wodurch unerwünschte gegensei  tige Beeinflussungen dieser Teile vermieden  werden.  



  Die Stromwicklung 18 des Nullmotors 19  ist zweckmässig mit einem Kondensator 26 in  Reihe geschaltet. Durch Anwendung eines  langen U-förmigen Stromeisens mit gegen  über der     normalen    Ausführung des Zählers  stark vergrössertem Wickelraum wird eine  höhere     Windungszahl    der     Stromspule    18 und  damit eine entsprechend grössere Empfind  lichkeit des Nullmotors erzielt. Der ebenfalls  stark vergrösserte induktive Widerstand der  Wicklung 18 wird durch' den     kapazitiven     Widerstand des auf Resonanz abgestimmten       Kondensators    26 kompensiert.

   Hierdurch  wird einerseits der Widerstand des Nullzwei  ges     (28a,    27, 18, 26) auf ein Minimum her  abgedrückt; anderseits wird die günstigste  Phasenlage des bei einer Abweichung vom       Kompensationszustand    in diesem Nullzweig  auftretenden     Ausgleichstromes    erreicht, und  auf diese Weise höchste Empfindlichkeit und  Einstellgeschwindigkeit des Nullmotors er  zielt.  



  Die Arbeitsweise dieser Einrichtung ist  nun folgende:  Ist der im Nullzweig fliessende Strom  gleich Null, so ist der Teilwiderstand     28a          bezw.    der diesem Teilwiderstand verhältnis  gleiche     Zeigerausschlagswinkel    des     Anzeige-          oder    Schreibgerätes dem Teilwiderstand la  und somit dem     DurcHluss    proportional und,  da es sich um ein Kompensationsverfahren    handelt, grundsätzlich unabhängig von den       Spannungs-    und     Frequenzschwankungen    des  Wechselstromnetzes.  



  Wenn sich nun die     Durchflussmenge    und  damit der Widerstand la ändert, so     wird    in  dem Nullzweig ein Strom fliessen, und das  Gleichgewicht der Schaltung ist     gestört.    Die       Zählerscheibe    23 läuft nach rechts oder links  mit einer     Geschwindigkeit    an, die der Abwei  chung vom Gleichgewichtszustand propor  tional ist und     bewegt    den Schleifkontakt 25  und damit den Zeiger oder den Schreiber in  solcher Richtung, dass das Gleichgewicht wie  der hergestellt wird.

   Je mehr der Schleifkon  takt 25 an die Gleichgewichtseinstellung her  ankommt, desto langsamer läuft die Zähler  scheibe 23, wodurch     ein        Überregeln    oder Pen  deln der Anordnung sicher vermieden wird.  



  Der von dem Zeiger     überstreichbare    Ska  lenwinkel entspricht dem     Zentriwinkel,    den  der Schleifkontakt 25 zurücklegen kann, und  der etwa<B>300</B> Winkelgrade beträgt.     Hieraus     ergibt sich die vorteilhafte Möglichkeit, ohne  Zuhilfenahme von     Zahnradübersetzungen     Skalen zu     verwenden,    die etwa 300 Winkel  grade umfassen und somit auf grössere Ent  fernungen abgelesen werden können.  



  Es ist möglich, Anzeige-, Schreib- und  Zählgerät in     einem    gemeinsamen Gehäuse       unterzubringen    oder auch mit baulich von  einander völlig getrennten Instrumenten zu  arbeiten, die     untereinander    durch entspre  chende     Leitungen    verbunden sind.  



  Es können alle Mengenmesser benutzt  werden, deren Drehmoment ausreichend gross  ist, um zum Beispiel     einen    Schleifdraht- oder       Ringrohrgeber    einwandfrei zu steuern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Fernzählung von strö menden Gas-, Dampf- oder Flüssigkeitsmen gen mit einem von einem Mengenmesser ge steuerten Potentiometerwiderstand als Fern geber und drei Fernleitungen, gekennzeichnet durch eine Brückenschaltung und einen span nungsunabhängigen Induktionszähler, dessen Stromwicklung in der Brückendiagonale liegt, während die beiden empfangsseitigen BrJik- kenzweige durch die symmetrischen Sekun därwicklungen eines Netztransformators ge bildet sind,
    über die gleichzeitig die Span nungswicklung des Zählers gespeist wird. IN TERAN SPRt: CHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch mit Vor widerständen in den von dem Potentio- meter gebildeten Brückenzweigen. gekenn zeichnet durch eine solche Bemessung der Vorwiderstände, da.ss für Messwerte, die in nerhalb des geradlinigen Skalenbereiches des Mengenmessers liegen, der Brücken- dia.gonalstrom und damit die Drehzahl des Zählers proportional der jeweilig durch fliessenden Menge ist. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1 mit Mitteln zur Fernanzeige oder -aufzeichnung der strömenden CTas-, Dampf- oder Flüssigkeitsmengen, gekenn zeichnet durch einen mit Hilfe eines Nullmotors sich selbsttätig abgleichenden Wechselstromkompensator. 3. Einrichtung nach Patentanspruch und den Unteranspriichen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet dass der Kompensations widerstand ein Spannungsteiler ist, dessen Schleifkontakt den Zeiger oder Schreiber steuert. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch und den Unteranspriichen 1 bis 3. dadurch gekenn zeichnet. dass der Kompensationswider stand mit dem Widerstandsferngeber ver bunden ist und in der einen Verbindungs leitung die Stromwicklung des Nullmotors liegt, derart, dass bei einer Abweichung vom Gleichgewicht der Nullmotor anläuft und den Spannungsteiler so verstellt, dass das Gleichgewicht wieder hergestellt wird.
    Einrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Spannungswicklung des Nullmotors über einen zweiten, von dem ersten unabhsingigen Transformator au das Netz angeschaltet ist.
CH196839D 1935-12-03 1936-11-27 Einrichtung zur Fernzählung von strömenden Gas-, Dampf- oder Flüssigkeitsmengen. CH196839A (de)

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