CH196858A - Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug. - Google Patents
Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug.Info
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Description
Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug. Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug, das minde stens ein Hauptbremssteuerorgan aufweist.
Es .ist bekannt, z. B. bei schweren An fahrten, wo Zugkräfte nahe der Reibungs grenze auftreten, die Sandstreuer wirken zu lassen und vorübergehend die Bremsen zu betätigen, so -dass sich die Bremsklötze leicht an die Räder anlegen und verhindern, dass die Räder durchbrennen, wenn die Zugkraft am Radumfang den durch die Haftreibung ;
gegebenen Wert überschreitet. Da der Führer gleichzeitig den Fahrschalter, bezw. den Dampfregulierhebel, die Sandstreuer, die Bremsen und eventuell dass Pfeifensignal be tätigen muss, wird die Bedienung besonders bei Einmannbetrieb so, kompliziert, dass nur geschickte Führer fähig sind, die gewünschte Wirkung zu erreichen.
Diesem Nachteil wird gemäss der Erfin dung durch eine Vorrichtung zum Verhin- dern des Schleuderns abgeholfen, die ein vom Hauptbremssteuerorgan verschiedenes, mittels ,eines Druckminderungsorganes an die Hauptbremsleitung angeschlossenes Schleu derbremssteuerorgan, ein Steuerorgan zum Ingangsetzen der Sandstreuvorrichtung und ein Betätigungsorgan zur .gemeinsamen Be tätigung des, Schleuderbreis, und des Sand- streusteuerorganes aufweist.
Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, bei schweren Anfahr ten oder sonstiger Schleudergefahr in ein fachster Weise die Sandstreuer in Tätigkeit zu setzen und, die Bremsen mit verminder- tem Druck anzuziehen-, so dass die Triebräder nicht ins Schleudern kommen.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele des Erfindungsgegenstandes schema- tisch. dargestellt.
Fig. 1: zeigt eine Ausführung mit mecha nisch-pneumatischer Betätigung der ,Sand streuer und der :Schleuderbremse, Fig. 2,eine Ausführung mit elektro-pneu- matischer Betätigung derselben und Fig. 3 eine Abänderung einer Einzelheit aus F'ig. 2, indem das,
Betätigungsorgan als Stufenschalter in einer ersten Stellung nur die Sandstreuer und in einer weitem :Stel- lang die Sandstreuer und die Schleuder- bremse: in Tätigkeit setzt.
In Fig. 1 bedeuten 1. die Triebräder, 2 die Laufräder einer Lokomotive. Erstere -werden mit Hilfe des Zylinders 3, letztere mittels der Zylinder 4 und 1' gebremst. 5 ist der Hauptluftbehälter, an den,durch die Leitungen 6, 7 und 25 die Führerbrems ventile 8 und 26 für die: automatische, bezw. für die direkt wirkende (Regulier- oder Zu satz-) Bremse ;- angeschlossen sind. 1(I und 28 sind die durch den ganzen Zug gehenden Hauptbremsleitungen für die beiden erwähn ten Bremssysteme, die auf bekannte Weise mittels der Funktionsventile 12, 22 und 22' durch die Hilfsbehälter 1.;. 23 und<B>23'</B> ' in Tätigkeit gesetzt werden.
Die automatische, Bremse wirkt wie folgt: Zur Einleitung -der Bremsung wird er Griff des Hauptbremsventils 8 in die Bremsstel lung gebracht. Dadurch strömt: Luft aus der vorher unter Druck stehenden Leitung 9 durch die : Leitung 1.8 ab.
Die Leitungen 11, <B>21</B> und 21' werden somit ebenfalls vom Druck entlastet und die, Funktionsventile 22, 2:2' und 12, wie sie in normaler Bauart von vielen Eisenbahnverwaltungen verwendet werden, verbinden infolgedessen die Behälter 23 und 23' über die Leitungen 21 und 24' mit .den Zylindern 4 und 4', und den, Behäl- te:r 13 über das Doppelrückschlagventil 14, die Leitung 15, dass Doppelrückschlagventil 16 und die Leitung 1.7 mit dem Zylinder 3. Die Ventile 1.4 und 16 stellen sich dabei in die in Fig. 1 eingezeichnete Lage ein.
In folgedessen kann die Bremsluft aus den, Be hältern 13. 2:3 und 23' den Zylindern 3, -1 und 4' zuströmen. Dadurch -werden sowohl die Triebräder 1, als auch die Laufräder 2 gebremst.
Zum Lösen der automatischen Bremse wird mit Hilfe des Hauptbremsven tils 8 der Leitung 10 und somit den Leitun gen 11, 21 und 21' Druckluft aus :dem Be hälter 5 zugeführt. Daraufhin verbinden dann die Funktionsventile 12, 22 und '22' die Leitungen 17, 24 und 24' über die Lei tungen 19, 20 und 20' mit dem Freien. Die Zylinder 3, 4 und 4' werden dadurch ent- lüftet, so dass die Bremse der Trieb- und Laufräder gelöst; wird.
Bei Betätigung des direkt wirkenden. Hauptbremsventils 26 wird soviel Druckluft aus der Leitung 25 in die Leitung 2 7 einge lassen;, dass in ,der Hauptleitung 28 der ge wünschte Luftdruck entsteht. Mit diesem Druck strömt die Luft über die Leitung 29, das Doppelrückschlagventil 14, das dabei aus der gezeichneten Stellung nach links ver schoben wird. und die Leitung zum Funk tionsventil 12 absperrt, die Leitung 15, das Doppelrückschlagventil 16, das die Leitung 40 absperrt, die Leitung 17, dem Zylinder 3 zu. Zum Lösen der Zusatzbremse -wird der Druck aus den Leitungen 17, 15, 29. 28 und 27 mittels des Ventils 26 durch die Leitung 30 ins Freie abgelassen.
Der Hebel 32 dienet zur Betätigung des Steuerventils 31 1 für die Sandstreber und des Schleuderbremssteuerorganes 39, -welche Servonotare ihrerseits die Sandstreuer, bezw.
die Schleuderbremse betätigen. Die Wir kungsweise, ist folgende: Wird der Hebel 32 in die Vorwärtsstellung I' gebrach , so strömt Luft aus den Leitungen 31 und 33 über das Ventil 34, die Leitung 35' zu den Vorwärtssandstreuern 36'.
Gleichzeitig ge langt; Luft aus der Leitung 31 über ein an sieh bekanntes Druckreduzierventil 3 7 und die Leitungen 38 und 38' zum Ventil 39, von dort über die Leitung 10 und die Lei tung 17 zum Bremszylinder 3, indem das Doppelrückschlagventil 16 nach links ge drückt wird. Somit werden während des San- den:s gleichzeitig die Triebräder 1 leicht ge bremst. In der Rückwärtsstellung R, des He bels 32 kommen die Sandstreuer 36 in Tätig keit. Die Wirkungsweise des Ventils 3,9 für die Schleuderbremse ist dabei dieselbe.
Das Ventil 37 wird auf einen Druck eingestellt, der die gewünschte Bremswirkung an clen Triebrädern 1 erzeugt.
In Fig. 2 ist die Z@'irl>ungs-veise der automatischen und der Zusatzbremse genau gleich wie bei. Fig.1. Die Betätigung der Sandstreuer erfolgt hier mittels der ele:ktro- pneumatischen Steuerventile 41 und 41'. Letztere werden über die Kabelleitungen: 56, 56', 57, 57' und 58, 5,8' betätigt.
Diese Lei- tungen können sowohl vom Druckknopf 43 her, als auch bei Fernsteuerung über die Steuerstromkupplungen 61 und 61' von, einem benachbarten Fahrzeug hem unter Spannung gesetzt werden. Bei Betätigung durch den Druckknopf 43 fliesst der .Strom vom posi tivere Pol der Batterie 44 aus über die Lei tungen 45, 46, 47 und 48 .zum Wendeschal ter 42,
von dort bei Vorwärtsstellung V über die Leitungen 56', 57' und 58' zu Ventil 41', hei Rückwärtsstellung R über die Leitungen 56, 57 und 5.8 zu Ventil 41. Über die Lei tungen 49, 5,0, 51, 5,3 wird auch das elektro- pneumatische Ventil 52, das Schleuderbrems steuerorgan in, Tätigkeit ,gesetzt, das vom Druckreduzierventil 37 her die Leitung 40 und über das Doppelrückschlagventil 16 die Leitung 17 unter Druck .setzt.
In Fig. 3 sind statt der einen Kabel leitung 48 zwei getrennte Leitungen 48 und 48' für die Sandstreuer und die Schleuder vorgesehen. Die :erstere, 48, wird: bei der Stellung 1 des Schalters 60, die letztere, 48', beider .Stellung 2 des Schalters 60 ein geschaltet, Dadurch wird in der Stellung 1 vorerst der Sandstreuer, in der Stellung 2 dazu noch die, Schleuderbremse: betätigt.
Ähnliche Lösungen sind auch bei hydrau lischer oder Vakuumbremse, möglich. Ebenso ist es. denkbar, die .Sandstreuer anders als mit Druckluft zu betätigen.
Die Erfindung kann anstatt auf Loko motiven mit zwei Bremssystemen, wie in den Figuren dargestellt, selbstverständlich auch auf Lokomotiven mit nur einem Brems, system, d. h. auf Lokomotiven mit aus sschliesslich automatischer Bremsvorrichtung, oder auf Lokomotiven allein mit :direkt wir kender Bremsvorrichtung, angewendet wer den.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug, mit mindestens einem Hauptbremssteuer organ, gekennzeichnet durch eine Vorrich tung zum Verhindern. des Schleuderns, die ein vom Hauptbremssteuerorgan verschiede nes, mittels. eines Druckminderungsorganes an die Hauptbremsleitung angeschlossenes Schleuderbremssteuerorgan, ein Steuerorgan zum Ingangsetzen der Sandstreuvorrichtung und :ein Betätigungsorgan zur gemeinsamen Betätigung des Schleuderbrems- und :des Sandstreuorganes aufweist.UNTERANSPRÜCHE: 1. Fährzeug nach Patentanspruch, mit servomotorisch wirkenden Brems,- und Sandstreuvorrichtungen, dadurch gekenn zeichnet, dass das genannte Betätigungs organ mit dem ;Sandstreu- und :dem. Schleuderbremssteuerorgan derart gekup pelt ist, dass die :Sandstreu- und :die Bremsvorrichtung gleichzeitig betätigt werden können. 2.Fahrzeug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleuderbrems steuerorgan bei ;seiner Betätigung nur die Bremsen :des Triebfahrzeuges, in Tätigkeit setzt. 3. Fahrzeug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass !durch das Schleu derbremssteuerorgan lediglich ,die Brem sen betätigt werden. 4.Fahrzeug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Be tätigungsorgan mehrere Schaltstellungen für jede Fahrtrichtung aufweist und in .einer Schaltstellung nur die Sandstreu vorrichtung, in einer weitern neben :der erstgenannten Vorrichtung noch die Bremsvorrichtung in Tätigkeit setzt.5. Fahrzeug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Betäti gungsorgan mit dem Sandstreu- und dem Schleuderbremssteuerorgan mechanisch gekuppelt ist. 6.Fahrzeug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das, genannte Betäti- gungsorgan mit dem,Sandstreu- und dem Schleuderbremssteuerorgan pneumatisch gekuppelt äset. 7. Fährzeug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet"dass :das genannte Betä.ti- gungsorgan mit dem Sandstreu- und dein Schleuderbremssteuerorgan hydraulisch gekuppelt ist. 8.Fahrzeug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Betäti gungsorgan Stromkreise schaltet, in die elektrische Servomotoren für die Verstel lung des Sandstreu- und des Schleuder- hremsstene,rorbanes eingeschaltet sind. 9. Fahrzeug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Betäti- gungsorgan Stromkreise schaltet, in die elektromagnetische Servomotoren für die Verstellung des Sandstreu- und des Schleuderbremssteuerorganes eingeschal tet sind. 10. Fahrzeug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Betäti gungsorgan als Druckknopf ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH196858T | 1937-02-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH196858A true CH196858A (de) | 1938-03-31 |
Family
ID=4440577
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH196858D CH196858A (de) | 1937-02-09 | 1937-02-09 | Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH196858A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0389416A1 (de) * | 1989-03-22 | 1990-09-26 | Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik | Bremseinrichtung für ein Schienenfahrzeug, insbesondere ein Zahnradfahrzeug |
-
1937
- 1937-02-09 CH CH196858D patent/CH196858A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0389416A1 (de) * | 1989-03-22 | 1990-09-26 | Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik | Bremseinrichtung für ein Schienenfahrzeug, insbesondere ein Zahnradfahrzeug |
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