CH196982A - Verfahren zur Herstellung von Phosphatdüngern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phosphatdüngern.

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CH196982A
CH196982A CH196982DA CH196982A CH 196982 A CH196982 A CH 196982A CH 196982D A CH196982D A CH 196982DA CH 196982 A CH196982 A CH 196982A
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Elektrizitaetswerke Lonza
Aktiengesellschaft Ch Fabriken
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Elektrizitaetswerke Lonza
Chemische Fabriken Aktiengesel
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B13/00Fertilisers produced by pyrogenic processes from phosphatic materials
    • C05B13/02Fertilisers produced by pyrogenic processes from phosphatic materials from rock phosphates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Phosphatdüngern.       Vorliegende     Erfindung    (Erfinder: Dr.  Emil     Lüscher)    betrifft die Herstellung von       Phosphatdüngern.     



  Es ist bekannt, dass man Rohphosphate  durch Erhitzen, insbesondere Glühen, in  Gegenwart von Wasserdampf mit oder ohne  Zusätze, wie z. B. Kieselsäure, Alkali- oder       Erdalkaliverbindungen,    in eine für die  Pflanze     assimilierbare    Form überführen  kann.  



  Die praktische Durchführung dieser Ver  fahren ist mit erheblichen Schwierigkeiten  verbunden. Der     Aufschiuss    der     Rohphosphate     vollzieht sich erst in der Nähe der Sinter  lemperatur mit brauchbarer Geschwindigkeit       vnd    Vollständigkeit. Es ist daher nicht ein  fach, die Temperatur so zu regulieren, dass  das Reaktionsprodukt nicht zusammenbackt,  was sowohl den weiteren Aufschluss, als auch  die Betriebsführung ausserordentlich er  sehwert.

   Will man dagegen absichtlich über  die     Sintertemperatur    hinausgehen, das heisst  im schmelzflüssigen Zustand arbeiten, so be-    reitet bekanntlich die Wahl eines     geeigneten     Ofenfutters grosse Schwierigkeiten, weil die  schmelzflüssige Masse sehr reaktionsfähig ist  und die bekannten feuerfesten keramischen  Massen schnell zerstört.  



  Speziell beim Aufschluss von     alkalifreien          Phosphatgemischen    ist es von Wichtigkeit,  dass man das Fluor möglichst quantitativ,  z. B. bis auf 0,03 % austreibt. Es ist auch  bekannt, dass man diese Reaktion durch Zu  sätze von Kieselsäure und     Mitv        ervendung    von  Wasserdampf weitgehend begünstigen kann.  Insbesondere werden für das Austreiben der  letzten     Fluoranteile        viel    Zeit und erhebliche       Wasserdampfmengen    benötigt. Die hierbei  erzielte     Aufschlussleistung    ist, abgesehen  von der Reaktionstemperatur, von der Grösse  und Beschaffenheit des     Kornes    abhängig.

    Bei grossen Körnern braucht es relativ viel  Zeit. um den     Aufschluss    im Innern des Kor  nes zu vervollständigen, bei kleinen     Körnern     ist die Reaktionsgeschwindigkeit entspre  chend grösser, dagegen wächst mit sinkender           Iiornbrö        sse    die Gefahr des     Zusammenbackens     erheblich.  



  Auf Grund eigener und anderer     Versuch(,     ergibt sieh, dass die zeit     Wasserdampf        arbei-          i-enden    Verfahren, namentlich wenn in Ab  wesenheit von     Alkaliverbindungen        gearbeitet     wird, in wirtschaftlicher Hinsicht:

       wibefrie-          digend    bis unbrauchbar     sind,    weil bei klei  nem     Wasserdampfverbraueh    die     Ofenleistung          gering    ist. während diejenigen Wassermen  gen, welche eine     brauchbare    Ofenleistung  verbürgen, einen     zii    grossen     Energieverbraueli     bedingen (siehe z. B. H. L. Marshall u.     a,.,          Industria.l    Eng.     Chemisti,y,    Februar     1935).     



  Angesichts der     geringen    Kosten, welche  die Verarbeitung derartiger Phosphate     ver-          trä        ;1,    ist man auf die grösstmögliche Ein  sparung an Energie und die Gewährleistung  einer einfachen und möglichst sicheren Be  triebsführung angewiesen.  



  Nach vorliegender Erfindung ist es     ge-          lun-,en,    diese einer     pra,ktiseh-wirtschaft-          lichen    Ausführung im Wege stehenden  Schwierigkeiten in einfacher Weise     weit-          yehend    zu beheben.  



  Das vorliegende Verfahren betrifft die  Herstellung von     Phosphatdüngern    durch Er  hitzen, insbesondere Glühen, von phosphat  haltigen Rohprodukten in Gegenwart von       ivasserdampfhaltigen    Gasen. Das Verfahren  ist dadurch gekennzeichnet.

   dass man die       ivasserdanipfhaltigen    Gase im geschlossenen  Kreislauf führt, indem man sie zunächst bei  der     Umsetzungstemperatur    auf das phosphat  haltige Gut zur Einwirkung bringt, nach  dieser     Einwirkung    sodann von dem in ihnen  enthaltenen Fluor und sonstigen     flüchtigen,     durch den     Erliitzungsprozess    gebildeten Re  aktionsprodukten befreit und schliesslich min  destens teilweise unter     Wärmeaustausch    mit  den aus dem Ofen austretenden     Grasen    in den       Aufschlussprozess        zurückführt.     



  Für die     Durclifiiliriuig    des Verfahrens  ist die     Verwendung        einer        -sossen        Menge          Wasserdampf    im     Vergleieb    zum angewand  ten Rohphosphat in verschiedener Hinsicht  vorteilhaft. Insbesondere begünstigt der         Wasserdampf    den     Austritt    des Fluors     bezw.     die     Zerstörung    der     Apatitstruktur    der Roh  phosphate.

   Er hält ferner die     Kornöberfläche          reaktionsfähig    und kann zur Regulierung der       Reaktionstemperatur    benützt werden, wel  che     zwecks        st.iiriiiigsfreier        Durchführung    des       Cilühvorgauges    in verhältnismässig engen       Grenzen    gehalten  erden muss. Es ist in  folgedessen     erwünscht,    mit möglichst viel       Wasserdampf        arbeiten        zii    können.

   Anderseits  ist die praktisch zulässige Wasserdampf  menge durch den wirtschaftlich tragbaren       Wärmeverbrauch    an sich begrenzt.  



  Durch das vorliegende Verfahren ist es  nun gelungen, die     Wasserdampffrage    in einer  einfachen und wirtschaftlichen Weise zu       li3sen,    indem ein grosser Teil des Wärmein  haltes der     Abgase    durch entsprechende     Vor-          riehtungen        zuriich"e@vonnen    wird. Dadurch       ",elingt    es, relativ grosse     i@Iennen    Wasser  dampf zu verwenden     bezw.    in Zirkulation zu  halten, ohne die entsprechende     Verdamp-          fung3m,iirme        aufwenden    zu müssen.

   Durch  diese Massnahme ist der neue     N@'e;,    ge  wiesen,     Rohphosphate    durch Erhitzung in  Gegenwart von     \'Wasserdampf    mit einem       @c        irtschaftlich    tragbaren Energieaufwand in       brauchbare    Dünger umzuwandeln.  



  Um den Prozess praktisch durchzuführen,       l;,isst        inan    den     @':isserdampf        bezw.    die     Nvasser-          flanipfhaltigen        Gas,,    im     Kreizlauf    zirkulieren.  Dabei ist es jedoch     erforderlich.    die in dem       G-lühprozess        entstehenden        flüchtigen        Verbin-          dungen,    wie z. B.

   HF,     SiF,        H,SiF,;.    ferner je  nach den     verwendeten        Zusätzen        S02,        COz,          HCl.    usw.. ohne grosse     Wärmeverluste    an  den Abgasen     liezw.    ans den zirkulierenden,       \vasserdampfhaltigen    Grasen, z. B. durch Ab  sorption, zu entfernen. Dies kann     durch    ein       Heissabsorptionssvstem    geschehen, z.

   B. da  durch, dass man die     Zirkulations-,-ase    durch  ein     Wäschersvstem    schickt.     welches    bei       Siedebitze    der     \aschflüssigkeit    arbeitet, so  dass eine der kondensierten Dampfmenge min  destens äquivalente Wassermenge während  des Absorptionsprozesses gleichzeitig wieder  verdampft wird. Auf diese Weise kann die      ganze     Verdampfungswärme    eingespart wer  den.  



  Die Bindung der     insbesondere    sauer rea  gierenden flüchtigen Reaktionsprodukte lässt  sich auch so durchführen, dass man zum Bei  spiel an geeigneten Stellen des     Kreislaufes     feste Absorptionsmittel, z. B. in Korn- oder  Brikettform, einschaltet. In diesem Fall kann  die Absorptionstemperatur wesentlich über  dem Siedepunkt des Wassers liegen, so dass bei  dieser Arbeitsweise überhaupt keine Kon  densation des Wassers in Frage kommt.  



  Nach dem Passieren des Absorptions  systems werden die von den flüchtigen Re  aktionsprodukten befreiten,     wasserdampf-          haltigen    Gase (gereinigte Frischgase), z. B.  Wasserdampf oder     ein        wasserdampfreiches     Luftgemisch, durch an sich bekannte Wärme  austauschvorrichtungen soweit wie möglich  durch die     heissen    Abgase vorgewärmt.  



  Die     Zirkulationsgase    werden vorteilhafter  weise im Gegenstrom zu dem Reaktionsgut       geführt,    so dass zum Beispiel die     fluorfreien          Zirkulationsgase    zuerst mit den     fluorärmsten          Glühprodukten    in Berührung kommen. Man  kann zweckmässig besonders im letzten Fall  die gereinigten und     vorerwärmten    Frischgase  durch einen     )überhitzer    noch weiter erwär  men, so dass sie mit der höchsten Reaktions  temperatur direkt mit demjenigen Aufschluss  gut in Berührung gebracht werden, welches  als Fertigprodukt den Ofen zuerst verlässt.

    Letzteres kann noch im glühenden Zustand  im Ofen selbst oder in dessen Verlängerung  oder in einem separaten Raum mit einem  Teil der Frischgase oder mit Wasser behan  delt werden, wodurch ausser dem bekannten  erwünschten raschen Abkühlen des Auf  schlussproduktes eine Nutzbarmachung des  Wärmeinhaltes desselben ermöglicht     wird.     



  Es ist ferner darauf zu achten, dass das  frische Reaktionsprodukt erst in     vorerwärm-          tem    Zustand mit den heissen     Zirkulations-          gasen    in Berührung kommt, namentlich wenn  letztere reich an     Fluorverbindungen    sind,  weil sonst die Gefahr besteht,     da,ss    die Korn  oberfläche durch die reaktionsfähigen Fluor  verbindungen angegriffen und verglast wird.    Es ist daher zweckmässig, das frische Ma  terial vorher auf     mindestens    500  , z. B. 800  bis 1000   C,     vorzuerwärmen.     



  Es ist bekanntlich     schwierig,        in    breiter  Schicht aufgehäufte feste Materialien in  verhältnismässig kurzer Zeit gleichmässig  über den ganzen Querschnitt zu erhitzen.  Diesem Übelstand kann zum Teil dadurch  begegnet werden, dass man den Wasserdampf       bezw.    die     wasserdampfhaltigen    Gase als       Z9Tärmeträger    benützt. Die gewünschte     Re-          aktionstemperatur    lässt sich so bequem ein  stellen, je nach dem Grad der Überhitzung  der Gase und je nach der     Geschwindigkeit,     mit der man sie zirkulieren lässt.

   Durch diese  Massnahme kann man speziell die gefürch  teten lokalen Überhitzungen vermeiden,     \velche     den ruhigen Betrieb und die Erhaltung eines  gleichmässigen Produktes verhindern und da  durch die Betriebssicherheit und Einfachheit  der     Betriebsführung    erheblich fördern.  



  Das vorliegende Verfahren lässt sich auf  alle     mit    Wasserdampf arbeitenden     Glüh-          und    Schmelzprozesse zur Überführung von  phosphathaltigen Rohprodukten, wie z. B.       apatithaltigen    Rohphosphaten mit oder ohne  Zusätze, in     (assimilierbare)        Phosphatdünger     anwenden. Es ist besonders geeignet für die       Herstellung    von sogenannten     Glühphos-          phaten,    bei welchen ein Schmelzen der Pro  dukte nicht stattfindet.

   Für die Durchfüh  rung des Verfahrens     wird    man zweckmässig  Öfen verwenden, welche mit einem in sich  geschlossenen,     wärmerekuperierenden    Gas  zirkulationssystem für das Abführen und  Zurückführen der     wasserdampfhaltigen    Gase  aus und in den Ofen verbunden sind. Das       Zirkulationssystem    muss mit einem Absorber  zur Entfernung der flüchtigen Reaktions  produkte und gegebenenfalls mit einem sepa  raten     Gasüberbitzer    zum Erwärmen der  Frischgase versehen sein.  



  Als stationäre Glühöfen sind namentlich  zwei der bekannten     Glühofentypen        vorteil-          haft,    nämlich die Kanal- und Schachtöfen  mit kontinuierlichem oder     diskontinuier-          lichem    Betrieb. Diese erlauben ein mehr oder  weniger     kontinuierliches    Arbeiten mit ver-           hältnismässig    grossen     Schichthöhen        bezw.     -längen, was mit Bezug der Ausnützung  des Wasserdampfes zum Austreiben des  Fluors sehr wesentlich ist.  



  Als Ofen kommen bei sinngemässer Ab  änderung auch rotierende Ofen in Betracht.  und man wird in diesem Fall rotierenden  Trommelöfen mit indirekter Heizung vermit  tels des zirkulierenden Wasserdampfes den  Vorzug geben.  



  Von grosser     Bedeutung    für die Durch  führung des     Prozesses    ist ferner die Wahl  eines geeigneten Kornes des     Erhitzungsgutes.     



  Das kleinkörnige Material, z. B. solches  von 3 bis 4 mm     -0'    oder kleiner,     eignet    sich  nur für     Betriebsregime,    bei      -elchen    das     3la-          teria.l    ständig in Bewegung gebracht wird,  wie z. B. für rotierende Trommelöfen. Bei  stationärer Arbeitsweise dagegen     hackt    das  selbe leicht zusammen und bietet     dein    Gas  durchgang einen grossen Widerstand, so dass  nur sehr kleine Schichthöhen praktisch an  wendbar sind. Letzterer Umstand hat. aber  zur Folge. dass der Nutzeffekt des Wasser  dampfes rasch unter praktisch tragbare  Werte fällt.  



  Anderseits haben Versuche ergeben. dass       Phosphoritklinker    von mehr als zirka 5 mm     -g     eine mit zunehmendem     -Z    stark     verzögernde          Fluorabgabe    aufweisen. Ein mittleres Korn,       -Lvie    z. B. Klinker von zirka 5 bis 10 mm     -c.     zeigt neben einer zu geringen Reaktions  fähigkeit immer noch einen zu grossen Gas  widerstand     imd    ist daher zum Beispiel für  Schachtöfen nicht geeignet. Für Kanalöfen  können diese Korngrössen erst recht nicht in  Frage kommen, weil die     Klinkerform    für  dieses Betriebsregime untauglich ist.  



  Es     -,vurde    nun gefunden. dass     man        gross-          stöckiges    Material verwenden kann, wenn  man den     Phosphorit    und die eventuellen Zu  satzstoffe, wie z. B. Quarz     -Lind    Kalk     i-Lsw.,     in gepulvertem Zustande mischt und daraus  geeignete Formstücke, z. B.     Presslinge.    bildet.  So haben z. B.     R.asehigringe    mit 20 bis  30 mm Wandstärke eine etwa     gleichgrosse          Fluorabgabe    ergeben, wie ein 4 bis 5 mm  dickes Naturkorn.

   Diese     grossstöckigen            Presslinge    haben für das vorliegende Ver  fahren den erheblichen Vorteil, dass sie er  stens den zirkulierenden Gasen einen verhält  nismüssig kleinen Widerstand entgegensetzen  und zweitens, was ebenfalls sehr wesentlich  ist, dass dadurch die Gefahr des Zusammen  backens praktisch vollständig behoben wird.  Diese Gefahr ist jedoch sehr beträchtlich und  sogar noch grösser als beim Naturkorn, wenn  der Durchmesser der     Presslinge    auf unter  zirka 3 bis 4 mm sinkt.

   Durch Verwendung       verhältnismässig    grosser     Presslinge    wird ausser  dem die Gefahr des     Verglasens    der Ober  fläche und damit ein Verstopfen der Poren  weitgehend vermieden. wodurch das Aus  treiben der     Fluorverbindungen    dauernd unter       günstigen    Bedingungen erfolgen kann. Im  Gegensatz hierzu beobachtet man bei dem an  sich sehr reaktionsfähigen kleinkörnigen  Rohmaterial, z.

   B. von 1 bis 3 mm     -e,.    ge  wöhnlich schon bei verhältnismässig kleinen  Schichthöhen ein rapides Absinken der an  fänglich sehr grossen     Fluorabgabe,    und zwar  infolge von Verglasung und Verkrustung  der Oberfläche. das heisst sofern das Ma  terial nicht ständig in Bewegung gehalten  wird.  



  Für Kanalöfen muss in der Formgebung  der     Presslinge    besonders' auf die Eigenart  dieses Betriebsregimes Rücksicht genommen  werden, das heisst die Formstücke dürfen  nicht etwa. wie beim Schachtofen, mit den  Ofenwänden in Berührung kommen. sie müs  sen aber auch so luftig und zweckmässig ge  lagert sein, dass der Gasdurchgang mit Rück  sicht auf die grosse Ofenlänge möglichst un  gehemmt und in regelmässiger Verteilung  über den ganzen Ofenquerschnitt erfolgt.  Eine hierfür geeignete     Presslingsform    ist.  z. B. die Plattenform, wie in     Fig.    2 ange  deutet ist. Andere     Presslingsformen.    wie z. B.

    die früher erwähnten     %schigringe,    können  in Kanalöfen natürlich nur unter     Mitverwen-          dung    von     Fördervorrichtungen.    z. B.     Roll-          wägen    mit z. B.     käfigartigem    Aufbau, ver  wendet werden.  



  Die Reaktionsfähigkeit der     Presslinge     kann durch die Art der     ITerstellung    und die      Zusammensetzung der Reaktionskomponenten  wesentlich beeinflusst werden. Erforderlich  ist dabei, dass die     Presslinge    ausser von einer  bestimmten Grösse auch genügend druck- und  temperaturbeständig sind und eine poröse       bezw.    feinporige Struktur aufweisen. Diese  kann beispielsweise durch Zusätze erreicht  oder begünstigt werden, welche im Verlauf  des Glühprozesses Gase abgeben oder durch  lokale Volumenverminderung kleine Hohl  räume erzeugen. Solche Zusatzstoffe sind  z. B. Sulfate und Karbonate, wie z. B. Gips  oder     Kalksteinmehl.     



  In den beiliegenden Zeichnungen sind  einige mit einem     Gaszirkulationssystem    kom  binierte Glühöfen dargestellt.  



  In     Fig.    1     ist    A der aus feuerfestem Ma  terial gebaute Kanalofen. D ist der     Wärme-          austauscher,    in welchem die bei B aus dem  Ofen austretenden heissen Abgase die bei C  in den Ofen eintretenden Frischgase erwär  men.     E        ist    der in das     Gaszirkulationssystem     eingeschaltete Absorber, in welchem die  flüchtigen Reaktionsprodukte z. B. durch  eine siedende     Kalkmilchlösung    absorbiert  werden. Der Absorptionsvorgang wird so ge  regelt, dass die aus dem Absorber austreten  den gereinigten Gase gerade so viel Wasser  dampf enthalten als die eintretenden.

   Die  gereinigten Dämpfe werden dann durch     einen     Ventilator F aus dem Absorber angesaugt  und durch den     Wärmeaustauscher        in    den  Ofen bei C gedrückt. Vor dem Eintritt     in     den Ofen werden die Gase durch den     Über-          hitzer    G auf die erforderliche Reaktions  temperatur aufgewärmt. Das Rohphosphat  wird durch einen im untern Teil wärme  isolierten Rollwagen B bei H in den Kanal  ofen eingeführt und bis zur Erreichung der       Abgasaustrittsstelle    auf zirka<B>500'</B> C vor  gewärmt. Hier kommt das Produkt mit den  z.

   B. zirka<B>1000'</B> heissen     fluorhaltigen    Ab  gasen in     Berührung    und wird von einem Teil  seines     Fluorgehaltes    befreit. Durch weiteres  Fortschreiten im Ofen kommt es mit immer  heisseren, jedoch     fluorärmeren    Gasen in Be  rührung, so dass es beim     Gaseintritt    C z. B.  zirka<B>1300</B>   erreicht und dabei sein Fluor    vollständig abgegeben hat. Im letzten     Stück     I des Kanals wird das Produkt durch     einen     Sprühregen von Wasser unter     Entwicklung     von Wasserdampf rasch abgekühlt.  



  Der Ofen wird z. B. bei billiger elektri  scher Kraft durch eine elektrische Wider  standsheizung erwärmt. Wenn der separate       Gasüberhitzer    derart gebaut wird, dass er den  zirkulierenden Gasen so viel Wärme zuzu  führen vermag, dass der ganze Wärmebedarf  für die Reaktion und die Abstrahlung des  Ofens gedeckt     wird        (unter    Einhaltung der  Reaktionstemperatur), kann man von einer  besonderen Heizung der Ofenwände absehen.  Diese Massnahme erlaubt, die Reaktions  temperatur ausserordentlich genau und kon  stant einzustellen, wobei durch die vermehrte       Gaszirkulation    der Reaktionsverlauf (Ofen  leistung) begünstigt wird.  



  In     Fig.    2 ist der Ofen im Querschnitt  gezeichnet.     K    sind die in die Ofenwände ein  gebauten elektrischen Widerstände, welche  durch die     Sammelschiene    L gespeist werden,       R    ist der Rollwagen, auf welchem das Roh  produkt z. B.     in    Form von plattenförmigen       Presslingen    M aufgetürmt ist.  



       Fig.    3 und 4 zeigen die Kombinations  apparatur eines     Zwillings-Schachtofens    mit  einem     Gaszirkulationssystem.    Die einzelnen  Teile sind mit den gleichen Buchstaben be  zeichnet wie für den Kanalofen in     Fig.    1  und 2. Die zwei Schächte werden abwech  selnd periodisch gefüllt     bezw.    entleert und  dementsprechend auch die Gaszirkulation  durch Schieber alternierend periodisch ge  steuert. Während sich z. B.     in    dem     einen     Schacht     II    das     fluorhaltige    Frischprodukt  befindet, ist der Schacht I mit dem an Fluor  bereits verarmten Produkt gefüllt.

   Die     aus     dem     Wärmeaustauscher    kommenden     fluor-          freien    heissen,     wasserdampfhaltigen    Gase  treten in den untern Teil des Schachtes I ein,  durchstreichen     denselben    von unten nach  oben und befreien das Produkt von den letz  ten     Fluoranteilen,    verlassen den Schacht am       obern    Ende und gehen in gleicher Höhe in  den Schacht     II    über.

   Hier bewegen sie sich      von oben nach unten, entnehmen dem Pro  dukt einen Teil des Fluors und gelangen  dann in den     Wärmeaustauscher,         -o    sie ihren  Wärmeinhalt grösstenteils an das Frischgas  abgeben.     Ani        Ende    des     Wärmeaustri        usclier@          befindet    sieh der Absorber, welcher die Gase  von den flüchtigen Reaktionsprodukten be  freit, wonach sie durch den Ventilator an  gesaugt und als     Frischgase    dein Ofen durch  den     Wärnieaustauscher    wieder zugeführt  werden.

   Der     Absorber        kann        beispielsweise     mit festen     Natronkalk-Presslingen    gefüllt sein  und bei zirka     ?00    bis<B>300'</B> arbeiten, so (lass  kein     Wasserdampf    kondensiert wird. Der  Ofen     @z-ird        vorteilhafterweise        elektrisch    ge  heizt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1: Verfahren zur Herstellung von Phosphat- düngern durch Erhitzen von phosphat haltigen Rollprodukten in Gegenwart von wasserda.mpfhaltigen Gasen, dadurch gekenn zeichnet, dass man letztere im geschlossenen Kreislauf führt, indem man sie ztiriiiclist bei der L msetzungstemperatur auf das phosphat haltige Gut zur Einwirkung bringt, iraeh dieser Einwirkung sodann von dem in ihnen enthaltenen Fluor und sonstigen flüehtir;
    en, durch den Erhitzungsprozess gebildeten Re aktionsprodukten befreit und schliesslich min destens teilweise unter Wärmeaustausch mit den aus dem Ofen austretenden Gasen in den Aufschlussprozess zurückführt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die flüch tigen Reaktionsprodukte durch ein Heiss absorptionssy stem aus den Zirkulations- gasen entfernt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die was- serdampfhaltigen Gase im Gegenstrom zur Bewegung des Reaktionsgutes zirku lieren lässt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspriichen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man die aus dem Re aktionsprodukt entwickelten flüchtigen Verbindungen mit wässerigen Lösungen oder Suspensionen in der Nähe der Siede hitze der letzteren al orbiert, derart, dass das in den Zirkulationsg-asen enthaltene Wasser (las Absorptionssystem wieder in Form von Dampf verlässt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I und 1'nteransprüchen 1 und '-). dadurch gekennzeichnet, (lass man die in den Ab gasen enthaltenen flüchtigen Verbindun gen durch in den Gaskreislauf einge schaltete feste Absorptionsmittel ent fernt, und zwar bei Temperaturen, die über dem Siedepunkt des Wassers liegen. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man den Wärmeinhalt des heissen Fertigproduktes zur Aufwär mung des Frischgases benützt.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man den Wärmeinhalt des heissen Fertigproduktes zur Erzeu gung von Wasserdampf benützt. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1, 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohprodukte auf Temperaturen von über 500 C vor gewärmt werden, bevor sie mit den fluor- artigen heissen Zirkulationsgasen in Be rührung kommen. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1, 2, 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass man den Wärme inhalt der wasserdampfhaltigen Zirkula- tionsgase zur Regulierung der Reak tionstemperatur derart mitbenützt, dass auch grosse Ofenquerschnitte homogen erhitzt werden können. 0.
    Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unteransprüchen 1, 2, 5, 7 und 8, da durch gekennzeichnet, dass man durch entsprechende Überhitzung der Gase in einem Vorüberhitzer den Wärmeinhalt der wasserdampfhaltigen Zirkulations- gase zur Regelung der Reaktionstem peratur mitbenützt. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1, 2, 5, 7 und 8, da durch gekennzeichnet, dass man durch Veränderung der Zirkulationsgeschwin- digkeit den Wärmeinhalt der wa.sser- dampfhaltigen Zirkulationsgase zur Re gulierung der Reaktionstemperatur mit benützt. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1, 2, 5, 7, 8, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass man die Massnahmen der Ansprüche 9 und 10 derart gleichzeitig anwendet, da.ss man durch entsprechende Überhitzung der Gase in einem Vorüberhitzer und durch Veränderung der Zirkulationsgeschwin- digkeit den Wärmeinhalt der wasser- dampfhaltigen Zirkulationsgase zur Re gulierung der Reaktionstemperatur mit benützt. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1, 2, 5, 7 und 8, da durch gekennzeichnet, dass der ganze Wärmebedarf des zum Erhitzen der Roh produkte verwendeten Ofens durch einen in das Gaszirkulationssystem eingeschal teten Gasüberhitzer gedeckt wird. 13. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1, 2, 5, 7, 8 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass die phos- phalthaltigen Rohprodukte in Form ver hältnismässig grosser, jedoch poröser, so- wie druck- und temperaturbeständiger Formstücke geglüht werden.
    PATENTANSPRUCH II: Apparatur zur Durchführung des Verfah iens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Glühofen mit einem in sich geschlossenen wärmerekuperierenden Gaszir- kulationssystem verbunden ist, welches mit einem zwischengeschalteten Absorber ver sehen ist.
    UNTERANSPRÜCHE 14. Apparatur nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass das Gaszirku- lationssystem mit einem separaten Ga.s- überhitzer versehen ist. 1.5. Apparatur nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Glühofen ein Kanalofen ist. 16. Apparatur nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass der Glühofen ein Schachtofen ist. 17.
    Apparatur nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Glühofen ein periodisch arbeitender Zwillings schacUtofen ist. 18. Apparatur nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Glühofen ein rotierender Trommelofen mit indirek ter Heizung ist.
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